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Deutsche Mythen - Napoleon: Erwecker deutscher Nation

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09/30/2011

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Universität in ZagrebPhilosophische FakultätWintersemester 2010/11Kollegium: Deutsche Mythen, Nationalsymbole und Erinnerungsorte
NAPOLEON ALS ERWECKER DER DEUTSCHEN NATION
Datum: Zagreb, 1.2.2011
NAPOLEON- ERWECKER DER DEUTSCHEN NATION
 
EINLEITUNG
Es mag sich vielleicht falsch anhören, Napoleon Bonaparte (1769-1821), einenFranzosen und den selbstgerkrönten Kaiser von Frankreich, als Erwecker derdeutschen Nation zu bezeichnen, doch gerade das ist der Fall. Auch wenn sichdie napoleonische Vorherschaft in Europa über eine längere Zeitperiode hinwegzog, wird sich diese Arbeit wegen der Kürze nur auf die Momente undZeitabschnitte, die relevant für das Thema der deutschen Nationalbewegung undder Befreiungskriege sind, beziehen, und zwar zwischen dem Jahr 1806, alsPreußen sich gegen Napoleon zu behaupten versuchte und dem Wiener Kongress1814.Um ein besseres Verständnis der bürgerlichen Bewegungen zu bezwecken, dieausschlaggebend für das Erwachen des deutschen Nationalgefühls waren und dieeinerseits gegen Napoleons Fremdherrschaft, andererseits aber auch gegen denhöfisch-feudalen Kosmopolitismus der damaligen Könige und herrschendenFürsten auf deutschem Boden gerichtet waren, werden als erstes diewirtschaftlichen Zustände sowie die Lebensverhältnisse der Menschen am Anfangdes 19. Jahrhunderts dargestellt.
EINFLUSS DER FRANZÖSISCHEN REVOLUTION AUF DIE DEUTSCHENSTAATEN
Zur Zeit der Jahrhundertwende gab es ein Gleichgewicht zwischen der feudalenGesellschaftsordnung, die in den vielen deutschen monarchischen Staaten undFürstentümern in Mitteleuropa und im Kaiserreich Österreich und Russlandherrschte, und dem Kapitalismus in Frankreich und den von ihr eroberten Territorien. Doch das sollte sich mit Napoleons weiteren Expansionskriegen baldändern.Am Ende des 18. Jahrhunderts sah die Mitte Europas wie ein Puzzle aus.Zwischen Frankreich links und Preußen und Österreich rechts lagen viele kleinereund größere Fürstentümer und Königreiche. Die Deutschen hatten keineneinheitlichen Staat und kein Gefühl von Zusammengehörigkeit. Mehr als einDrittel der Bewohner lebten auf dem Lande und betrieben Landwirtschaft. DieLage der Bauern war mehr als bedrückend. Das Feudalregime stellte die Bauernin Abhängigkeit zu ihren Gutsherren und die Handwerker zu den Zünften. VonGewerbefreiheit war nicht die Rede. Dazu kommt, dass jeder Staat eigeneZolldistrikte und Abgaben hatte, was zur Stagnation der gesamten Wirtschaft
 
beitrug. Die Forderung nach einem einheitlichen Markt, der Zoll-undZunftabschaffung und der Befreiung der Bauern in den einzelnen deutschenStaaten wurde mit der Zeit immer größer. Grund dafür war die französischeRevolution, dessen Errungenschaften wie Bürgerrechte, Gleichheit vor demGesetz, Befreiung der Bauern, Religionsfreiheit, Verfügung über das Eigentumusw. Napoleon in seinem Gesetzesbuch „Code Civil“ (1804) zusammenfasste. Inden von ihm eroberten Ländern richtete man sich an den Curt Napoleon, wie manihn dann später nannte. Auch die Bauern in den deutschen Staaten wolltensolche Rechte aber die Revolution blieb hier aus und von einer Reform derFeudalordnung konnte man nur träumen, denn die Adeligen wollten ihreVorrechte behalten.Nicht nur dass sich die französische Revolution von den bevorstehendenbürgerlichen Bewegungen in den deutschen Staaten dadurch unterschied, dassdie Volksbewegung in Frankreich gegen die Feudalordnung auf einemzentralisierten Staat basierte, während in den vielen deutschen Kleinstaaten dieAufstände wegen ihrer Unorganisiertheit und Zersplitterung leicht zerschlagenwerden konnten, sondern auch deswegen, weil sie sich gegen viele verschiedeneAdelige und Herrscher richteten. Erst in Napoleon werden sie einengemeinsamen Gegner entdecken und durch ihn ihre kulturelleZusammengehörigkeit. Preußen wird dabei zum Mittelpunkt des Geschehens.
ENTSTEHUNG DES RHEINBUNDES UND DER FRIEDEN VON TILSIT
Das Jahr 1806 wird zum Umschlagsjahr der deutschen Geschichte. Napoleon warfast an der Spitze seiner Macht, gefürchtet und von Expansionswünschengetrieben. Er hatte im Koalitionskrieg gegen Österreich, Russland undGroßbritannien 1805 gesiegt, was dazu führte, dass das Heilige Römische ReichDeutscher Nationen des Kaisers Franz II. sein Ende fand. Kaiser Franz II. wurdenach seiner Abdankung nur Kaiser von Österreich und musste Bayern undWürttemberg, die in diesem Krieg an der Seite Napoleons kämpften und bis dahinzu Österreich gehörten, zu eigenständigen Königreichen ernennen.Der Niedergang des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nationen lies zu, dass16 Fürstentümer aus dem Reich austraten und 1806 den Rheinbund unter derFührung Napoleons gründeten. Zwei Jahre später werden noch 20 anderedeutsche Kleinstaaten dem Rheinbund beitreten. Die Staaten des Rheinbundesstanden auf der Seite Napoleons, der auch zu ihrem „Protektor“ ernannt wurde

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