Vorwort
Für Menschen mit christlichem oder nicht religiösem Hintergrund ist es oft schwer,einen Zugang zum Islam zu finden. Er erscheint fremd, unheimlich undunverständlich, ganz zu schweigen von den vielen schlimmen Dingen, die im Namendes Islam verübt werden, oder zumindest dem Islam untergeschoben werden, undüberall in den Medien zu finden sind. Die meisten Menschen haben daher erheblicheVorurteile und Abneigungen und wollen am liebsten mit dieser Religion nichts zu tunhaben. Und wer könnte es ihnen verdenken, wenn sie von so einer massivenPropaganda überschwemmt werden, die Ängste schürt und Feindbilder schafft? Aber wenn sie dann einmal mit dem wahren Islam konfrontiert wird, sind sie oft erstauntund positiv überrascht. Dies ist auch das Anliegen, dieser Zusammenstellung einer deutschen Konvertitin, die alle diese Vorurteile hatte und sie mit Gottes Hilfe hinter sich lassen konnte. Es sind Zitate aus dem Qur’an, dem heiligsten Buch im Islam, undden Hadithen (grün hervorgehoben), das sind Überlieferungen der Aussagen undHandlungsweisen des Propheten Muhammad (Allahs Segen und Heil auf ihm).Ausgewählt wurden einige sehr bewegende und bedeutende (da viel diskutierte) Textemit einigen gedanklichen Ergänzungen (kursiv orange), die rein subjektiver Natur sind und keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Allgemeingültigkeit erhebensollen.Zudem sagen und denken viele Menschen, der Islam sei eine Gesetzesreligion und bestünde hauptsächlich aus rituellen Vorschriften, Geboten und Verboten. Spiritualitätdagegen finde man im Christentum oder im Buddhismus. In Wirklichkeit jedoch istgerade der Islam überreich an geistigen Lehren und spiritueller Weisheit, erkennbar für denjenigen, der sich tatsächlich einmal mit dem Qur’an auseinandersetzt. Es istnur so, dass Interessierten oft nur die Gesetze und Vorschriften präsentiert werdenund man kaum über die Ethik spricht. Leider sind auch viele Muslime keineVerkörperungen vorbildlicher Moral, so dass man sie dem Islam oft gar nicht zutraut.Auch zur Beseitigung dieses Missverständnisses soll diese Zusammenstellung beitragen – insha’Allah.Sie ist in 11 Themenbereiche gegliedert mit jeweils einigen Texten die für sich selbstsprechen, wobei sich das letzte Kapitel an die Muslime selbst richtet. Am Anfangsteht die Beschreibung des islamischen Gottesbildes, Seiner Eigenschaften und der Beziehung zum Menschen als Gottes Geschöpf. Anzumerken ist hierbei, dass diearabischen Christen für das Wort Gott auch den Begriff Allah verwenden und diesehier als Synonyme verwendet werden sollen. Ein Schwerpunkt hierbei liegt auf Allahals dem Schöpfer aller Dinge und dabei auf der heutzutage nachweisbar exaktenwissenschaftlich Beschreibung dieser Schöpfung im Qur’an. Dann folgen Abschnitte,die die Beziehung und Einstellung des Islam zum Christen- und Judentum sowie zuden Ungläubigen darstellen, gefolgt von der Darstellung des wahren Glaubens imislamischen Sinne sowie der Ethik und Moral die ihn ausmacht. Diese ist unterteilt inAufforderungen zum rechten Handeln und Sprechen und den Verboten des unrechtenHandelns und Sprechens. Im folgenden Kapitel wurden nur sehr knapp einige Essens-und Bekleidungsvorschriften vorgestellt, da es immer noch viele Menschen gibt, diedenken, diese Dinge stünden nicht wirklich im Qur’an und die Männer hätten sieersonnen, um die Frau zu unterdrücken. Danach wird das Gebiet der Prüfungen unddes Schicksals angeschnitten, ein oft falsch verstandenes Thema, dessen richtiges3