ausgebildet ist, aber sich DESWEGEN daraus noch nicht ergibt, dasssie damit ihr Geld verdienen können. DAS hatte man ihnen aber anders erzählt... (In Europa passiert dasselbe, die Auswirkungen sindaber noch nicht so offensichtlich!)Manuell weitgehend ungefördert, unfähig Kamele zu melken,Kochtöpfe zu schmieden, oder Zelte zu nähen, steht eine kluge, neueGeneration einer klugen, alten Kultur vor dem Nichts. Das einzige wassie haben, sind Handies, Facebook und Millionen gleichaltriger, aber bildungsferner Freunde, die ebensowenig Arbeit finden wie sie, dieUniversitätsabsolventen. Im Gegensatz einer Studentenrebellion, wiedie in den Siebzigern, die in den gut beschäftigten ArbeiterschichtenEuropas wenig Echo fand, handelt es sich jetzt neu um eine breitabgestützte Revolution, deren Ende kaum absehbar ist. Ich glaubenicht, dass man in Arabien moderne Prophetie studiert haben muss,um voraussagen zu können, dass diese Revolution in der einen oder anderen Form bald jeden Erdteil erreichen wird. Mit Zorn im Kopf über zynische Poltik und korrupte Wirtschaft, mit einem Handy in der einenHand und einem Pflasterstein in der anderen, mit Hoffnung im Herzenauf eine gerechtere Zukunft, beginnt ein neue Zeit. Wird sie besser?Ich bin froh, dass ich dieses Essay vor diesen weltbewegendenRevolutionen geschrieben habe - zwischen Dezember 2008 undFebruar 2011 - Nicht abgelenkt von quakenden Medien, die geradenonstop aus Tripolis berichten. Aber auch fernab DESSEN, was mir als ergründenswert galt, entstand dieses Essay in den kindlichenGefilden pazifischer Südseestaaten, die ich im Segelschiff bereiste.Ein Hauch papalagimässiger Denkweise (Siehe Buch “Papalagi”) magdie eine oder andere Passage eingefärbt haben. Mir war nicht darum,die Menschen und Kulturen zu beschreiben, die ich HIER besuchte,denn sie schienen mir besser daran zu tun, dem suchenden Blick der Touristen möglichst unbekannt zu bleiben. Ihre tieferen Geheimnissekenne ich nicht und wollte sie den Insulanern auch nicht entlocken.Ich liess mich aber beseelen von ihren auf den ersten Blick einfachenLebens- und Denkweisen, ihren einfachen Fragen. In diesem Geisthabe ich gut zwei Jahre immer wieder den Stift in die Handgenommen, um einer Frage nachzugehen, die man vielleicht vor