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Französische Sprachwissenschaft - Grundlagen der Semantik

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Grundlagen der SemantikInhaltsverzeichnis
1. Definition .................................................................................................................. 11.1. Ebenen der Semantik ............................................................................................. 22. Strukturelle Semantik ............................................................................................... 43. Kognitive Semantik .................................................................................................. 64. Prototypensemantik .................................................................................................. 75. Homonymie .............................................................................................................. 95.1. Homophonie ...................................................................................................... 95.2 Homographie ...................................................................................................... 96. Polysemie ............................................................................................................... 107. Synonymie .............................................................................................................. 108. Kategorien der Antonymie ..................................................................................... 10a) komplementäre Antonymie ................................................................................ 10b) konträre Antonymie............................................................................................ 11c) konverse Antonymie ........................................................................................... 119. Kohäsion, Kohärenz ............................................................................................... 1110. Bibliographie ........................................................................................................ 12
1. Definition
Grundsätzlich benötigt jeder einzelne Mensch Kommunikationsmittel, so genannteZeichen, um überleben und sich mit anderen in einer bestimmten Form verständigenzu können. Dabei treten diese in verschiedenen Bereichen auf, wie zum Beispiel inder geschriebenen bzw. gesprochenen Sprache, Kleidung, Kunst, Musik, Theater,Mimik und Gestik, Tanz, Film usw. In der Sprachwissenschaft ist es daher vor allemdie Semiotik, die sich generell mit sprachlichen Zeichen befasst, weshalb sich diesesGebiet auch als die allgemeine Lehre von Zeichen, Zeichensystemen undZeichenprozessen versteht. Zusätzlich gibt es nun noch einen weiteren Teilbereichder Linguistik, der sich ebenfalls mit der soeben genannten Thematikauseinandersetzt; nämlich die Semantik. Ein wesentlicher Unterschied zur Semiotikist hierbei die Absicht, Zeichen noch näher zu untersuchen; und zwar hinsichtlichihrer Bedeutung. So ist es vor allem interessant zu analysieren, welchen inhaltlichenSinn sprachliche Wörter und Ausdrücke haben. Um es genauer auszudrücken,untersucht Semantik die Aspekte des Inhalts, die sich aus den Relationen derverschiedenen Wörter oder auch Sätze untereinander im System der Spracheergeben. Zusammenfassend lässt sich also feststellen, dass sie lediglich ein
 
 2untergeordneter Begriff der Semiotik ist und daher nur als ein Teilbereich von ihrgesehen wird. Es gilt schließlich diese zwei Gebiete voneinander abzugrenzen.
Vgl. http://santana.uni-muenster.de/Linguistik/user/steiner/semindex/intro.html
 
1.1. Ebenen der Semantik
Die Erklärung, dass Semantik eine Teildisziplin der Sprachwissenschaft ist, die sichmit Sinn und Bedeutung von Sprache beziehungsweise sprachlichen Zeichen befasst,stellt sich als zu oberflächig dar. Denn dieser Begriff beinhaltet noch drei zuunterscheidende Ebenen: Wortsemantik, Satzsemantik und Textsemantik. Dielexikalische Semantik oder auch Wortsemantik beschäftigt sich mit der Bedeutungvon einzelnen Wörtern bzw. Lexeme, die kontextunabhängig separat untersuchtwerden, während sich dagegen in der Satzsemantik die Frage stellt, in welchemVerhältnis die Bedeutung eines Wortes zur Bedeutung des Satzes steht. Lexikalischeund grammatikalische Wörter werden hier so kombiniert, sodass ein neuer,komplexer Sinn entsteht. Im Vordergrund steht praktisch die Satzanalyse, wobeiauch hier der Kontext noch keine Berücksichtigung erlangt. Des Weiteren hatSatzsemantik die Aufgabe, den Sinn von komplexen Sätzen als Funktion des Sinnseinzelner, darin enthaltener Sätze zu bestimmen. Jedoch besteht ein großer Nachteil,dass oftmals ein komplexer Ausdruck anhand der Bedeutung seiner Einzelteile nurannähernd beschrieben werden kann. Letztliches Phänomen versteht sich von selbst,wenn man weiß dass viele Ausdrücke vollkommen andere Bedeutung haben können,als Wörter vermuten lassen. Als Beispiel kann man hier folgenden Ausdruckanführen:
„avoir du bol“.
Der Sinn dieser Formulierung lautet
„Glück 
haben
“, doch
dieser wird nicht annähernd von den Einzelteilen beschrieben, denn wortwörtlich
 bedeutet der Ausdruck „Schale haben“.
 In der Textsemantik untersucht manschließlich die Bedeutung von Texten, das heißt die Kombination von Wörtern undSätzen im Kontext; und zwar in reellen oder fiktiven Erzählungs- undBeschreibungszusammenhängen. So wird zum Beispiel die Bedeutung von vielenPronomen erst im Bezug zueinander bestimmbar.
 
 3Abb. 1: Regenschauer-Beispiel für Textsemantik
(Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:22_Regen_ubt.jpeg)
Das obige Bild bietet eine gute Veranschaulichung für die Textsemantik. Man stellesich vor,
eine Person X würde aus dem Fenster schauen und den Sachverhalt „esregnet draußen“ einer anderen Person
Y mitteilen. Dieser reagiert nun auf dieNachricht. Kontextbezogen kann es entweder eine negative oder aber auch einepositive Reaktion sein. In dem Fall würden sich beispielsweise Landwirte freuen, diesehnlich auf Niederschlag hoffen, damit ihre Ernte nach einer Trockenperiode gutgedeiht. Andere dagegen, die gutes Wetter erwartet hätten, würden in solch einemAugenblick verärgert sein, weil sie ihr Vorhaben nicht verwirklichen können. DieserBezug auf die Sprachsituation verfällt in den ersten beiden Ebenen. DieWortsemantik untersucht nämlich in diesem Fall lediglich die einzelnen
lexikalischen bzw. grammatikalischen Wörter „draußen“, „regnet“ und
 
„es“
, die isoliert voneinander auftauchen. In der Satzsemantik würde man noch einenweiteren Schritt gehen, um die Bedeutung des gesamten Satzes zu analysieren ohne jedoch den oberen Kontext zu beachten. Das heißt die jeweiligen Sprachziele,Sprachsituationen sowie die Absichten der Sprachbeteiligten spielen wiederum keineRolle.
Vgl. (Fallegger 1998: 88)Vgl. (Schwarz/Chur 1993: 15ff)
 

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