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Tutorium - Einführung in die KMW - WS10-11 - Skript

Tutorium - Einführung in die KMW - WS10-11 - Skript

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10/13/2011

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Gegenstand, Begriffe und Theorien der KMW
1.
 
Modelltheoretische Ansätze zur Massenkommunikation
-
 
Modelle implizieren i. d. R. bestimmte Theorieperspektiven
auch Bezeichnung als „modell-theoretische Ansätze“
Def. Modell:
o
 
theoretisches Konstrukt
o
 
versucht, Gegenstand oder in der Realität ablaufenden Prozess in seinen Grundzü-gen darzustellen
o
 
erfasst niemals alle Merkmale der Realität
o
 
abstrahiert stets vom Einzelfall
o
 
reduziert die Wirklichkeit auf die wesentlich erachteten Elemente und Beziehungen
o
 
Konstruktion eines Modelles erfolgt unter vereinfachenden Annahmen
o
 
Herausgreifen bestimmter Aspekte realer Sachverhalte bzw. Vorgänge
o
 
Analyse zugänglich machen
Funktionen eines Modells:
o
 
Organisationsfunktion: d. h. integriert Einzelaspekte in einem Gesamtzusammenhang
o
 
heuristische Funktion: d. h. ermöglicht neue verallgemeinerbare Einsichten bzw. regtzu solchen an
o
 
Prognosefunktion: d. h. ermöglicht Vorhersagen
o
 
Messfunktion: d. h. ermöglicht auf Genauigkeit zielende, womöglich quantifizierbareAngaben-
 
Aufgabe Modelle:
(sozialwissenschaftlichen Bereich)
o
 
materiellen, physischen Bereich der Realität repräsentieren
o
 
eingesetzt um bestimmte Aufgabe lösen zu können (Durchführung mittels direkterOperationen am Original zunächst überhaupt nicht möglich bzw. unter gegebenenUmständen zu aufwendig ist)
o
 
Aufgabe: komplexe (zwischen)menschliche Verhaltensabläufe zu strukturieren undzu systematisieren, um eigentlichen Untersuchungsgegenstand deutlicher hervortre-ten zu lassen
o
 
trifft auch auf Modelle vom Massenkommunikationsprozess zu-
 
deskriptive Bedeutung der Modelle:
o
 
eigentlichen Gegenstand der Untersuchung (meist noch grafisch unterstützt) veran-schaulichen
o
 
Modelle gliedern das Wissenschaftsfeld nach Art eines Klassifikationsschemas
o
 
beschreiben zentrale Elemente des Massenkommunikationsprozesses und Beziehun-gen zwischen diesen
o
 
schaffen Voraussetzung für die Bildung von erklärenden Theorien
o
 
Zusammenführen empirische Befunde und Hypothesen-
 
normative Funktion:
o
 
Anlegung von Ansatzpunkten für weitere Forschungsarbeit
Einfluss auf einschla-gende Forschungsrichtung nehmen
o
 
Modelle Lieferung unterschiedlicher Aspekte des Kommunikationsvorganges
o
 
einzelne Forschungsergebnisse unterschiedlich integrieren und Ableitung be-stimmter Hypothesen fördern oder verhindern
2.
 
Deskriptive Modelle des Massenkommunikationsprozesses
 
 -
 
Ansätze, die Massenkommunikationsprozess eher beschreibend darstellen-
 
rücken aus allgemeinen Theorieperspektive heraus-
 
Kommunikationsprozesse, die stets in einem bestimmten gesellschaftlichen Umfeld stattfin-den-
 
stattfinden bestimmter Form der Interaktion-
 
orientieren an systemtheoretischen Denken und historisch- materialistischen Denkansatz
3.
 
Lasswell-Formel (Transmissionsmodell)
-
 
Wer sagt was in welchem Kanal zu wem mit welcher Wirkung? 
(Who says what in whichchannel to whom with what effect-
 
Lasswell systemtheoretische orientierte (strukturell – funktionale) Analyse von Massenkom-munikation anregen-
 
Orientierung am Stimulus- Response-Modell-
 
vereinigt nicht alle Fragen zum Massenkommunikationsprozess-
 
(keine Repräsentation in sich abgeschlossener Untersuchungsfelder)-
 
mit jedem Fragepronomen zugleich eigener Forschungsbereich
o
 
who = Kommunikatorforschung
o
 
says what = Inhalts- bzw. Aussagenanalyse
o
 
in which channel = Medienforschung
o
 
to whom= Publikums- bzw. Rezipientenforschung
o
 
with what effect= WirkungsforschungNachteile:-
 
Anwendung dieser Formel Gefahr einer verzerrten Sichtweise massenkommunikativer Abläu-fe-
 
kein Modell im eigentlichen Sinne, nicht visualisiert-
 
Frage nach dem „warum“ fehlt-
 
keine Darstellung von Beziehungsverhältnissen
einseitig (Einbahnstraße)
keine Interde-pendenzen; deskriptiv-
 
Feedback-Prozesse nicht berücksichtigt
dynamischen und interaktionshaft rückgekoppel-ten Kommunikationsprozess statisch und linear
recht einseitig kausal gesehenVorteile:-
 
Verschiedene Forschungsfelder der KMW-
 
alle im Kommunikationsprozess beteiligten Faktoren benannt
4.
 
Das Westley/ MacLean-Modell
-
 
Tradition der Gatekeeper- Forschung entwickelt-
 
Prozess der Nachrichtenvermittlung als einen mehrfach selektiven und auch dynamischenrückgekoppelten Vorgang darzustellenFaktoren des Modells:-
 
A = Kommunikator
Person(engruppe), die aus Gesamtheit von Ereignissen und Tatbestän-den der Realität (x1 -x
) einige auswählt und in eine Botschaft (x‘) transportiert-
 
Bezeichnung „Anwaltschafts-Rolle“ Hinweis, dass Nachrichtenvermittlung interessenbezo-gen und zielorientiert ist-
 
B= Rezipient bzw. Publikum
Person(engruppe), die weitervermittelte(n) Botschaft(en) zumZweck subjektiver Bedürfnisbefriedigung oder Problemlösung empfängt-
 
C= Medium
jene Personen, welche „Kanal-Rollen“ erfüllen
fungieren als Agenten desPublikums, ohne vorrangig eigene Interessen zu verfolgen, Informationen selektieren u. wei-tergeben (x‘‘), welche Rezipienten benötigen
 
-
 
Feedback-Prozess (f): über die A und C Auskunft darüber erhalten, ob B die übermittelteNachricht empfangen und auch verstanden hat (fBA, fBC), sowie Rückmeldungen von C nachA (fCA)-
 
Transmissionsmodell
veranschaulicht, wie Nachricht den Prozess durch einzelne Akteuredurchläuft-
 
Ansätze Beziehungsmodell
FeedbackpfeileVorteile:-
 
beinhaltet Feedbackpfeile
einzelne Akteure stehen miteinander in Kontakt-
 
zwischen Kommunikator und Rezipient weitere Person gestellt
Nachrichten des K erwei-tern bzw. kontrollieren kann (Gatekeeper) ehe sie Rezipient erreicht-
 
Nachrichtenvermittlung als dynamischer, selektiver, rückgekoppelter Vorgang-
 
Unterscheidung zwischen interessengeleiteter Kommunikation und journalistischer Vermitt-lerrolle-
 
betont Selektion und Transmission der Beobachtung/ Aufbereitung im Kommunikationspro-zess-
 
Informationen werden vorgefiltert
Reduzierung der WirklichkeitNachteile:-
 
in ModellMachtstruktur
Rezipient auf selektive Fähigkeiten des Kommunikators angewie-sen, denn er wählt Nachrichten aus, die weitergegeben werden-
 
setzt voraus: Kommunikator Nachricht 1:1 an das Medium weitergibt-
 
keine soziale Einbettung der Akteure-
 
ideelle Sicht: Voraussetzung, dass der Journalist eine objektive Sichtweise einnimmt
5.
 
Das Riley/Riley-Modell
-
 
soziale Verflochtenheit der Kommunikationspartner in den Mittelpunkt-
 
Beziehung zwischen Kommunikator und Rezipient durch sozialen Gruppen vermittelt, denenbeide angehören-
 
Beziehungsmodell/ SozialstrukturmodellFaktoren:-
 
herausgestellt: Kommunikator u. Rezipient Angehörige von sozialen Gruppen
z. B. Primär-gruppe (Mitglieder häufig in direkten persönlichen Beziehungen; gegenseitig stark Beeinflus-sen, ähnlich starke Wert- und Normenvorstellungen herausbilden

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