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Super Seven elektrisch

Super Seven elektrisch

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Umbau eines Super Seven Kitcars mit elektrischen Antrieben, Seven-Magazin 3 - 2006
Umbau eines Super Seven Kitcars mit elektrischen Antrieben, Seven-Magazin 3 - 2006

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Solarmobil Mitteilungen Nr. 62 September 2006 - 13 – 
Super Seven elektrisch
Nachdruck mit frndl. Genehmigung aus dem Seven-Magazin 3/06, nach Unterlagen von Juergen Förschner
Es ist schon einige Jahre her, als in einer normalen Garage ein sehr interessanter Seven das Licht der Welt erblickte. DieFirma Mohr in Straubenhardt- Feldren-nach hatte gerade die ersten Bausätzeausgeliefert und der Seven- Boom inDeutschland nahm seinen Anfang. Endeder 80er Jahre war es auch für den Nor-malverdiener möglich geworden, denTraum vom eigenen, selbstgebautenSportwagen zu träumen und viele FordTaunus entgingen der Schrottpresse undstrebten einem zweiten Leben als Sevenentgegen.Normalerweise wurden von den Spen-derfahrzeugen die Achsen, Bremsen,Lenkung und der komplette Antriebs-strang wieder verwendet. Innerhalb rela-tiv kurzer Zeit entstanden aus diesenTeilen und den Bausätzen der FirmenMohr oder VM-Fahrzeugbau in vielenGaragen und kleinen Werkstätten diebekannten frühen Rush und Seventy-Seven mit der robusten Ford-Technik.Der hier beschriebene Rush aber hat eineandere Vorgeschichte. Auch in jener be-schriebenen kleinen und manchmal sehr kalten Garage stand ein Bausatz der Firma Mohr, aber hier sollte ein völliganderer Antrieb zum Einsatz kommen.Dipl.-Ing. Heinrich Schwarz, ein Mitar-beiter der Porsche Entwic-klungsabteilung in Weissach hatte denEntschluss gefasst, den Seven mit einemElektroantrieb auszustatten. Zu dieser Zeit gab es einige Elektro-Fahrzeugeund es wurde viel Geld und Aufwand indie Entwicklung diese Fahrzeuge inves-tiert, da man den Elektrofahrzeugen einegroße Zukunft voraussagte. Heraus ka-men meist eckige Stadtfahrzeuge oder futuristische Mobile, die kaum eine All-tagstauglichkeit boten. Die Reichweitedieser Fahrzeuge war noch sehr begrenztund das Platzangebot reichte meist nur für maximal zwei kleinwüchsige Perso-nen. Zudem waren die verwendeten Ak-kumulatoren noch sehr schwer und teu-er. Kaum ein Elektrofahrzeug kam über den Versuchsstatus hinaus und Mitte der 90er Jahre hörte man nur noch sehr sel-ten von Fahrzeugen mit Elektroantrieb,obwohl die Entwicklung von kleinerenund leistungsstärkeren Batterien starkeFortschritte gemacht hat. Herr Schwarzhatte sich vorgenommen, sein Wohn-haus möglichst energiesparend auszu-statten und dazu passte eben auch jenesFahrzeug. Durch seinen Beruf verfügteer über das nötige Wissen und die Mög-lichkeiten den Seven mit dem Elektroan-trieb aufzubauen. Trotzdem flossen indas Projekt mehr als 3000 Arbeitsstun-den, denn viele Teile mussten in mühe-voller Handarbeit hergestellt werden.Insgesamt wurden etwa 50.000 DM inden Seven investiert, etwa doppelt sovielwie man für ein Fahrzeug mit konventi-oneller Antriebstechnik veranschlagenmusste. Der Rahmen wurde in einigenDetails geändert, wie man auf den Bil-dern sehr schön sehen kann.Der hohe Mitteltunnel, in dem norma-lerweise die Kardanwelle läuft, konntekomplett entfallen, was zu wesentlichmehr Platz im Innenraum führte. Weite-re Änderungen sind im Bereich der Hin-terachse und des Motorraums zu sehen.Die äußeren Abmessungen blieben aber unverändert und auch bei der Karosseriegab es keine Modifikationen.Die ersten Arbeitsschritte kann sich je-der Erbauer eines normalen Seven nochgut vorstellen. Es beginnt mit der Be-plankung des Rahmens, es werden alsoLöcher in den Rahmen gebohrt, die Boh-rungen müssen entgratet werden, danachkommt die Klebemasse zum Einsatz undzuletzt werden die Bleche mit Alumini-umnieten auf dem Rahmen angebracht.Danach müssen die Kunststoff- und Alu-minium-Karosserieteile angepasst wer-den, alles kein Hexenwerk. Anstatt desklassischen Antriebes sollte nun aber einElektroantrieb die Arbeit übernehmen.Die Auswahl an geeigneten Antriebsag-gregaten ist natürlich begrenzt und einer der Marktführer für diese Technik istdamals wie heute die Schweizer FirmaBrusa Elektronik AG in Sennwald. Die-se Firma vertreibt neben den verwende-ten Drehstrom- Asynchron-Motorenauch Batterie-Ladegeräte, Umrichter,Steuerelektronik und weiteres Zubehör für Elektro-Fahrzeuge. Der Drehstrom-Asynchron-Motor ist der Standardmotor in der Industrie schlechthin. Er istpreiswert, wartungsfrei, leicht und hateinen relativ guten Wirkungsgrad. Einweiterer Vorteil ist, dass der Motor ge-schlossen sein kann, und keine Kühlluftdurch den Motor fließt.
 
 
Solarmobil Mitteilungen Nr. 62 September 2006 - 14 – 
Die Hinterachse mit den zwei Motoren
In Elektrofahrzeugen kommen immer die gleichen Hauptkomponenten zumEinsatz. Der Elektromotor für den An-trieb, die Motorsteuerung, das Ladegerätund die Batterie.Dabei sind die Motorsteuerung und dasBatteriemanagement die wichtigsten undaufwendigsten Teile. Nur mit einem an-spruchsvollen Batteriemanagement er-reicht man hohe Zyklenzahlen und damiteine lange Lebensdauer der Batterie. DieFahrzeugbatterie liefert Gleichstrom, der erst vom Drehstromsteller in Drehstromumgewandelt werden muss. Diese Tech-nik ist relativ kompliziert, wird aber schon einige Jahre industriell angewen-det. Weitere Aufgaben der Steuerelekt-ronik sind, die Batterien gegen Überla-dung zu schützen, die Rekupertation (E-nergierückspeisung) einund auszuschal-ten und einen Unterspannungsschutz für die Batterien zu gewährleisten. Die Ge-schwindigkeit wird wie bei jedem nor-malen Fahrzeug über das Gaspedal, wel-ches in diesem Fall Strompedal heißt,geregelt. Es arbeitet wie ein Potentiome-ter und regelt den Batteriestrom.Herr Schwarz entschied sich für zweiDrehstrom Motoren mit einer maxima-len Leistung von je 21 kW. Jeder dieser Motoren gibt seine Kraft auf ein Hinter-rad ab, so dass ein Differential entfallenkonnte. Der Wirkungsgrad dieser Tech-nik liegt bei ca. 88% und das maximaleDrehmoment erreicht 140 Nm. IhreSpannung erhalten die Motoren von 13seriell geschalteten 12 Volt, 60 Ah Blei-Gel Batterien mit einer Energie von 9,4kW/h. Dieser Batterietyp hat den Vor-teil, dass er völlig lageunabhängig ein-gebaut werden kann und wartungsfreiarbeitet. Weitere Vorteile der Blei- Gel-Batterie sind die höhere Lebensdauer,eine bessere Energieeffizienz durch we-niger Spannungshub, sowie bessere Ent-ladbarkeit bei Kälte. Die daraus gewon-nene Gleichspannung von 156 Volt soll-te aber wirklich nur von erfahrenenTechnikern bearbeitet werden, besondersmuß auf die Vermeidung von Kurz-schlüssen bei der Installation und der Wartung und Pflege geachtet werden.Um die Batterien komplett aufzuladenwar eine Ladezeit von ca. 4 Stunden nö-tig. Danach konnte man mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 50km/h eine Strecke von ca. 200 Kilometer ohne Rekuperation zurücklegen. Reku-peration bedeutet in diesem Fall, dassdie Motoren ähnlich wie bei der bekann-ten Dynastart-Anlage als Generator ar-beiten und die Batterien wieder aufla-den, wenn das Fahrzeug beispielsweiseausrollt, bremst oder abwärts fährt. Inte-ressant waren natürlich noch die Fahrge-räusche des Seven, denn vom Antriebwar nicht viel zu hören. Es gab nur leichte Roll- und Getriebegeräusche,ähnlich einer S-Bahn, die in den Fahr-zeugpapieren mit 68 Dezibel vermerktwurden.Natürlich verringerte sich die dieReichweite mit steigender Geschwin-digkeit. Bei einem Tempo von 120 km/hwar nach ca. 50 Kilometer ein Zwi-schenstopp notwendig, also hieß es mitder Energie sparsam umgehen. DieHöchstgeschwindigkeit lag damals im-merhin bei 162 km/h und damit deutlichhöher als der Eintrag im Guinnes-Buchder Rekorde zu dieser Zeit.Leider war es Herrn Schwarz seit einiger Zeit gesundheitlich nicht mehr möglichsich um seinen Seven zu kümmern undso stand dieser zwar wohlbehütet in ei-nem geheizten Raum, aber die Batterienhaben die lange Standzeit nicht so gutüberstanden.
Aber es gibt Hoffnung für dieses interessanteProjekt. In den letzten 15 Jahren gab es großeFortschritte in der Entwicklung leistungsfä-higer Motoren und Akkus. Eine auf diesemSektor führende Firma möchte nun in der ersten Stufe den Seven wieder fahrbereit ma-chen und bei genügend Nachfrage sogar eineKleinserie mit modernerer Technik auflegen.In Zusammenarbeit mit der Firma Glauner könnte es also bald weitere Seven mit E-lektro-Antrieb geben.Natürlich überwiegt im ersten Moment dieSkepsis, wenn man sich mit einem Elektro-Seven beschäftigt. Bestimmt werden einigeSeven-Fahrer den gewohnten Motor- Soundvermissen, aber es gibt auch viele Gründe,die ein solches Fahrzeug interessant machen.So sind Elektro-Fahrzeuge in den ersten 5Jahren komplett von der KfZ-Steuer befreit

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