Welcome to Scribd, the world's digital library. Read, publish, and share books and documents. See more
P. 1
Max Seltmann Heft 25 Heimgefunden

Max Seltmann Heft 25 Heimgefunden

Ratings: (0)|Views: 56 |Likes:
Published by Norman Frenzke

More info:

Published by: Norman Frenzke on Apr 09, 2011
Copyright:Attribution Non-commercial

Availability:

Read on Scribd mobile: iPhone, iPad and Android.
download as DOC, PDF, TXT or read online from Scribd
See more
See less

12/28/2013

pdf

text

original

 
Wilhelm Erdmann
Georg-Reimann-Str. 3 - 30900 Wedemark - Telefon 05130 - 7227
_________________________________________________________________________________________
Heft 25. Heimgefunden
01. Vorgeschichte02. Erlöst vom Irdischen03. Durchbruch zum Leben04. Sehnsucht nach dem Erlöser 05. Dem Leben entgegen06. Freude am Dienen07. Freiheit im Dienst der Liebe08. Endlich alle Sehnsucht gestillt09. Neue Aufgaben neue Seligkeiten10. Liebe ohne Ende11. Leben in der Liebe12. Bei den Verirrten13. Zu neuen Aufgaben bereit14. Aller Anfang ist schwer 15. Glücklich vollendet16. Vorbereitungen zur Erlösungstat17. In der Hölle18. Herrlicher Erfolg19. Wachsende Erkenntnis20. Ein Fest im Geiste Jesu21. Die Liebe höret nimmer auf 22. Der Liebe großes Wunder 23. Ohne Liebe kein Gelingen24. Blicke In die innere Welt25. Endlich fest verankert26. Von Seligkeit zu Seligkeit27. Im Glutofen bewährt28. Gerettet durch die Liebe29. Die Welt ohne Liebe30. Liebe unerwünscht31. Weisheit ohne Liebe32. Durch Liebe Überwunden33. Heimgefunden
01. Vorgeschichte
Dieses Menschenkind wurde 1918 geboren. Später erkannte man, daß es blind war.Mit zwei Jahren wurde es in Leipzig operiert, wodurch ihr etwas Licht geschenktwurde. Im nächsten Jahr erlitt sie durch Unachtsamkeit eine starke Verbrennungauf der Brust; sie schwebte lange zwischen Leben und Tod. Als Merkmal blieb auf der Brust eine Brandnarbe, die ein großes Kreuz darstellte.Im Jahr darauf stürzte sie aus dem zweiten Stock des Hauses, das wir bewohnten,es geschah ihr nichts, spielend wurde sie im Garten gefunden.Dann verletzte sie sich mit einer Gabel das Auge, aber nach drei Tagen war siewieder gesund. Nun wurde auch offenbar, daß sie geistig unnormal war trotz ihrer 
09.04.2011 Seite 1 von 132
 
Wilhelm Erdmann
Georg-Reimann-Str. 3 - 30900 Wedemark - Telefon 05130 - 7227
_________________________________________________________________________________________
großen Fähigkeiten. Sie tanzte wie die beste Tänzerin und hatte für Musik einRiesengedächtnis. Eine nur einmal gehörte Melodie sang sie manchmal nachMonaten und Jahren noch nach, aber in ihrer Sprachweise, die Fremde nichtverstehen konnten. Alle diese Fähigkeiten verlor sie nach ihrer Sterilisation, dienach dem damaligen Gesetz vorgenommen werden mußte. Ja von dieser Zeit anging eine Änderung vor sich, die ihren Zustand zu ihrem Nachteil verschlimmerte,so daß sie später in eine Anstalt überführt werden mußte, wo sie dann im Alter von21 Jahren verstarb.
Personen
Jesus, der Herr und heilige Vater JohannaHelene, Johannas Großmutter Martha, eine dienende Schwester Mutter, LehrerinMutter AnnaVater Hendrick die Hüter im Heim der LiebeLiesa, Christa, Rosel, Lena, DoraGotthold, Helfer Heinrich, Helfer Johann, Helfer Friedewald und sein Weib HuldaLiebegott und Gregor Emil, ein gereifter GeistAnton, Robert und MariaPaul, Frieda und IdaBruno und Marie, die Bewohner eines HausesChristian und Auguste, Bewohner eines anderen HausesGotthard, ein EngelLorenz, Meinhard und Dietridi, drei FreundeJosefa, ein alter Priester Johann und Minna, Bewohner eines HausesMehrere Engel, viele Kranke und Unerlöste
02. Erlöst vom Irdischen
In einem schönen Garten erwacht Hanny, schaut um sich, da spricht eine Stimme:»Fürchte dich nicht, kleine Hanny, ich bin bei dir, erschrecke nicht, nun kann dir nichts mehr geschehen, du bist erlöst vom Irdischen, von deinem Leiden."»Erlöst? Ja wo bin ich denn, ich kann ja richtig sehen! Jetzt sehe ich auch dich,wer bist du, wo ist Schwester Lina?"„Du bist bei mir, deiner Großmutter, Lina kann nicht hierher kommen, denn du bistgestorben.".Gestorben?, gestorben! Kann ich heim zu Papa und Mama?"„Nein, Hanny, jetzt noch nicht, du mußt erst von deinem kranken Körper ganz freisein, mußt dich mir anvertrauen und dich nicht mehr fürchten, denn die Menschen
09.04.2011 Seite 2 von 132
 
Wilhelm Erdmann
Georg-Reimann-Str. 3 - 30900 Wedemark - Telefon 05130 - 7227
_________________________________________________________________________________________
können dir nichts mehr tun. Ich bringe dich zu guten und lieben Schwestern, diedich lieb haben werden. Dort sollst du dein Leid und alle deine Leiden vergessen,denn dein kranker Körper bleibt auf der Erde zurück.".Ja, aber zu keinen Schwestern, lieber heim zu Papa und Mama, ich werde folgen."»Heute noch nicht, kleine Hanny, vielleicht morgen; komm, ich trage dich zu gutenSchwestern; du mußt sie recht lieb haben."»Bekomme ich da auch satt zu essen und muß ich da nicht frieren?"»Soviel du essen willst, kannst du haben, und dort ist es immer schön warm, dortfriert überhaupt niemand."»Kann mich da auch Papa besuchen?"»Kind, du bist voll Bangigkeit und voller Angst; du bist erlöst von allem Irdischenund sollst eingehen in das Reich der Seligen. Umarme mich fest, so nun halte michfest; nun ist mein Gebet erhört, ich darf dich forttragen in ein herrliches Sein."Hanny hielt die Großmutter umschlungen, in einigen Minuten sagte diese:»So, meine Hanny, wir sind da, wo du die ersten Stufen erklimmen kannst, diedich zum freien Kinde machen."Eine junge Schwester nimmt Hanny in Empfang und sagt: „Hanny heißt du, seiherzlich willkommen, schaue mich nicht so voll Angst an, ich werde dich recht liebhaben."Großmutter begleitete die beiden, die nach einem schönen Häuschen gingen, wonoch viele Mädchen in diesem Alter weilten.Die Schwester sagte: „Hier bringe ich euch ein scheues Vögelchen, habt sie allerecht lieb, denn sie mußte viel leiden.".Schwester Martha, wer ist diese herrliche Schwester, bleibt diese auch hier?"»Nein, ihr Mädels, es ist Hannys Großmutter, die ein seliger Engelsgeist ist. Siebrachte uns Hanny, die vor ein paar Stunden von ihrem Erdenleid erlöst wurde."»Vor ein paar Stunden? Warum mußten wir so lange in Ungewißheit bleiben undmußten bitten, rufen und beten?"Da sagte die Großmutter; .Kinder, ihr habt auch dieses nicht erleben brauchen, wasdiese — nun eure Schwester — erleben mußte. Euch wurde vieles gelehrt, ihr konntet euch in eurer Welt umschauen, ihr hörtet eurer Mutter Gebete, wie sie eseuch lehrte. Eure Schwester Hanny hatte nichts dergleichen. Sie war fast blind, nur die Strahlen der Sonne oder der Lampen brachten ihr etwas Licht. Krank im Kopf und krank die Nerven, das Kind war zum Leiden geboren. Kein Interesse an Gottund dem Heiland, verbrachte sie Tage, Wochen und Jahre, und das härteste Los,das einen treffen kann, das Elternhaus war für sie verloren. Darum liebt dieses euer Schwesterlein, in ihr ist ein guter Kern, sie wird euch noch viele Freude machen.Und du, Martha, du treue Hüterin der Liebe, freue dich des Dienstes, den dir dieewige Liebe anbot, es ist übergroße Gnade. Jesu Liebe sei euer Leben, eure Liebe,eure Kraft und Seligkeit."Bald wurden sie lebendig, jede wollte Hanny beglücken, diese aber wurdeängstlich. Nun wurde gegessen, Brot mit Honig, und gute Milch getrunken. Hannyhatte tüchtigen Hunger, da sagte Martha; „Hanny, hier nimmt dir niemand etwas,sie alle geben dir noch von dem ihrigen, wenn du nicht satt werden solltest. Du bist
09.04.2011 Seite 3 von 132

Activity (3)

You've already reviewed this. Edit your review.
1 thousand reads
1 hundred reads
Marianne Zipf liked this

You're Reading a Free Preview

Download
/*********** DO NOT ALTER ANYTHING BELOW THIS LINE ! ************/ var s_code=s.t();if(s_code)document.write(s_code)//-->