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Sicher ist nur das Risiko - Atomkraft

Sicher ist nur das Risiko - Atomkraft

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Broschüre "Sicher ist nur das Risiko"
http://www.ausgestrahlt.de
Fragen und Antworten zur Unsicherheit von Atomanlagen

Super-GAU, Restrisiko, Erdbeben. Altersrisse, Notstromfall, Atomhaftpflicht, Knallgas, Sumpfsiebe, Jodtabletten. Nur „sichere“ Atomkraftwerke sollen weiterlaufen, werden Union und FDP nicht müde zu betonen. Diese Broschüre zeigt, warum keines der AKW in Deutschland sicher ist. Eigentlich eine Pflichtlektüre für alle BundesministerInnen... Das A6-Heft ist das sechste der Argumente-Broschüren-Reihe.
AKW, Atomkraft nein danke, Tschernobyl, Fukushima, Radioaktivität, Krebs, Cäsium, Uran, Plutonium,
Broschüre "Sicher ist nur das Risiko"
http://www.ausgestrahlt.de
Fragen und Antworten zur Unsicherheit von Atomanlagen

Super-GAU, Restrisiko, Erdbeben. Altersrisse, Notstromfall, Atomhaftpflicht, Knallgas, Sumpfsiebe, Jodtabletten. Nur „sichere“ Atomkraftwerke sollen weiterlaufen, werden Union und FDP nicht müde zu betonen. Diese Broschüre zeigt, warum keines der AKW in Deutschland sicher ist. Eigentlich eine Pflichtlektüre für alle BundesministerInnen... Das A6-Heft ist das sechste der Argumente-Broschüren-Reihe.
AKW, Atomkraft nein danke, Tschernobyl, Fukushima, Radioaktivität, Krebs, Cäsium, Uran, Plutonium,

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Published by: Spaß und Geselligkeit, Uni Osnabrück on Apr 20, 2011
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Sicher istnur dasRisiko
Fragen und Antworten zur Unsicherheit von Atomanlagen
 
23
 Nur „sichere“ Atomkraftwerke sollen weiterlaufen,
werden CDU,CSU und FDP nicht müde zu beteuern. FDP-Vizechef Pinkwart willdie „Störanfälligkeit überprüfen“, Hamburgs CDU-Bürgermeister von Beust „nur modernen Kraftwerken die Möglichkeit der Laufzeit-verlängerung“ einräumen. Die hessische CDU-UmweltministerinLautenschläger verlangt „hohe Sicherheitsstandards“, ihr bayeri-scher Kollege Söder (CSU) „den jeweils aktuellen Stand der Tech-nik“. Die baden-württembergische CDU-Ministerin Gönner fordertin Anlehnung an das Bundesverfassungsgericht gar „Sicherheits-standards, die sich nach dem Stand der Technik fortentwickeln“.Kraftwerke, die weiterlaufen wollten, müssten diese Standardseinhalten, so Gönner: „Wenn nicht, dann nicht.“ FDP-Generalse-kretär Christian Lindner bringt es auf den Punkt: „Reaktoren, diemodernsten Sicherheitsanforderungen nicht genügen, müssen ab-geschaltet werden.“Diese Broschüre legt die Schwachstellen der Reaktoren und desKatastrophenschutzes offen. Sie zeigt: „Sicher“ ist kein einziger Reaktor. Höchste Zeit also, dass den Worten – siehe oben – nunendlich auch Taten folgen.
IMPRESSUMHerausgeber:
.ausgestrahlt e.V.
Bestelladresse:
Im Webshop unter 
www.ausgestrahlt.de
 oder bei
.ausgestrahlt e.V.
Normannenweg 17-21|20537 HamburgFax 040 / 25 31 89 44
Spendenkonto:
Konto-Nr. 2009 306 400BLZ 430 609 67GLS Gemeinschaftsbank 
Spenden für .ausgestrahlt sind steuerlich absetzbar.
2., überarbeitete Aufage, Mai 2010
Gesamtauage:
10.000 Exemplare
Text:
Armin Simon
Redaktion:
 Jochen Stay
Layout:
Holger M. Müller · www.holgermmueller.de
Druck:
Pachnicke, Göttingen
gedruckt auf Recyclingpapier, ausgezeichnet mit dem Blauen Engel
 
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 _ 
Warum sind Atomkratwerke gefährlich?
Die nukleare Kettenreaktion
im Kern eines Reaktors entfalteteine unvorstellbar große Energie, die ständig mit Hilfe gewaltiger Wassermassen abgeführt werden muss. Fällt wegen eines Lecks,eines Defekts, eines elektrischen Fehlers oder einer Einwirkungvon außen die Kühlung des Reaktorkerns aus, beginnt dieser zuschmelzen. Dann können riesige Mengen radioaktiver Stoffe indie Umgebung gelangen, die Leben und Gesundheit von MillionenMenschen bedrohen. Schon kleinste, zunächst banale Fehler undStörungen können im Falle eines Atomkraftwerkes eine Katastro-phe auslösen. Kaum eine andere Technik ist in der Lage, einen sogroßen Schaden anzurichten.
_Welche Folgen hätte ein Super-GAUin einem AKW in Deutschland?
Auf jeden Fall
noch schlimmere als der Super-GAU am 26. April1986 im AKW Tschernobyl (Ukraine). Mehr als 300.000 Menschenmussten dort ihre kontaminierte Heimat für immer verlassen, 800.000„Liquidatoren“ bekamen bei Aufräum- und Katastrophenschutzarbei-ten erhebliche Strahlendosen ab, viele starben, die allermeisten sindInvaliden. Die Zahl der Krebserkrankungen, genetischen Schädenund Fehlbildungen geht in die Hunderttausende.
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Bei einem Unfall in einem AKW hierzulande kann fünfmal so vielRadioaktivität freigesetzt werden wie in Tschernobyl. Das ermitteltedie halbstaatliche Gesellschaft für Reaktorsicherheit (GRS) 1989 inder „Deutschen Risikostudie Kernkraftwerke, Phase B“. Deutsche
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Reaktorkern, das Feuer fangen könnte. Das Gros der radioaktivenStoffe würde daher nicht über ganz Europa verteilt, sondern im Um-kreis von einigen Hundert Kilometern niederschlagen, wo die Strah-lenbelastung dann entsprechend höher wäre. Und Deutschland istsiebenmal so dicht besiedelt wie die Region um Tschernobyl – ent-sprechend mehr Menschen wären von einem Atomunfall betroffen.Auf dieser Basis berechnete das Basler Prognos-Institut 1992 für das Bundeswirtschaftsministerium die Folgen eines Super-GAUs imAKW Biblis. Ergebnis: etwa fünf Millionen Krebserkrankungen, dieHälfte davon tödlich. Etwa zehn Millionen Menschen müssten um-siedeln, weil ihre Heimat durch den radioaktiven Fallout dauerhaftunbewohnbar würde. Aus demselben Grund gingen Millionen vonArbeitsplätzen verloren.
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auf 2.500 bis 5.500 Milliarden Euro – das ist das elf- bis 25-fachedes damaligen Bundeshaushalts. Ein schwerer Atomunfall kämealso nicht nur einem gesundheitlichen, sondern auch einem volks-wirtschaftlichen Zusammenbruch gleich, von den sozialen und politi-schen Folgen ganz abgesehen.
2
 

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