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Sicht Identität „… als Vorstellung von dem verstanden, wer wir sind, und als die Erfahrung, dass wir von denAnderen in einer bestimmten Weise wahrgenommen werden …“
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definiert. Demnach entwickelt sich dieIdentität über das ganze Leben hinweg. Genauer betrachtet wird der Begriff Identität in den Sozialwissen-schaften unterschiedlich verstanden und erlangt durch verschiedene Theorien an neuer Bedeutung.
Wie bildet sich die eigene Identität?
Erst durch das Verständnis der Identitätsbildung kann der Einfluss elektronischer Medien auf die Identitätabgeschätzt werden.Einem muss klar sein, dass die Entwicklung der Identität mit der Entwicklung „des psychischen Apparates“,des Organismus und der Persönlichkeit zusammenhängt. So bezieht sich eine Identitätstheorie auch immerauf diese Faktoren und hat auch meist einen Bezug zur Gesellschaft, weshalb viele Identitätstheorien miteiner Sozialisationstheorie verbunden werden.Eriksons psychosoziale Identitätstheorie gliedert die Identitätsentwicklung in acht Phasen. Hierbei gehtErikson von Freuds psychosexueller Theorie aus und verbindet diese mit einer psychosozialen Entwicklungs-theorie. Erikson geht hierbei im Gegensatz zu Freud, der von einer eher festgelegten Persönlichkeit nachdem Kindesalter ausgeht, von Identität als lebenslanger Entwicklung aus. Für Erikson stellt Identität, die„unmittelbare Wahrnehmung der eigenen Gleichheit und Kontinuität in der Zeit, und der damit ver-bundenen Wahrnehmung, daß auch andere diese Gleichheit und Kontinuität erkennen,“ dar. In der Ent-wicklung der Identität kommt es zu phasenspezifischen Krisen, die das Individuum bewältigen muss. Sokommt es für jeden Menschen zu unvermeidlichen Krisen im Kindes- und Jugendalter „weil das sexuelle,körperliche und geistige Wachstum mit den Möglichkeiten und den Anforderungen der sozialen Umweltnicht übereinstimmt“
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und im Erwachsenenalter, da „typische Herausforderungen der sozialen Umwelt eineÄnderung der bis dahin erworbenen geistigen Orientierungen und Handlungskompetenzen verlangen“
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. Ausdiesen Krisen entwickeln sich bestimmte „Tugenden“ (Ich-Qualitäten), die das Ich stärken und in dernächsten Phase stützen. Wenn dieses nicht gelingt, bleibt das „Ich“ in diesem Bereich schwach (relativepsychosoziale Störung). Gemäß Erikson geben acht Phasen im Lebenszyklus eines Menschen jeweils eine Antwort auf die Frage „Werbin ich?“, außer die fünfte Phase (Adoleszenz), in welcher das Individuum vom Kindesalter in das Er-wachsenenalter übergeht.
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Abels, Heinz; König, Alexandra: Sozialisation, Hg. von Vs Verlag, Wiesbaden 2010, S.20
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Abels, Heinz; König, Alexandra: Sozialisation, Hg. von Vs Verlag, Wiesbaden 2010, S.141