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Vom Einfluss der elektronischen Medien in der modernen Gesellschaft auf die Identität

Vom Einfluss der elektronischen Medien in der modernen Gesellschaft auf die Identität

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08/10/2011

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Vom Einfluss der elektronischen Medienin der modernen Gesellschaft auf die Identität 
Identitätsbildung im digitalen Zeitalter 
von
Ramin Almanestani
 
S. 1
 Vom Einfluss der elektronischen Medien inder modernen Gesellschaft auf die Identität 
Wir leben in einer Zeit die durch Medien, wie z. B. Fernsehen und Internet, geprägt ist. Soziale Netzwerkefinden immer mehr Einzug in unser Leben. Heute kann jeder auf seiner Pinnwand posten, was er gerademacht, wo er sich befindet, wer ihn begleitet, kann dazu noch Videos, Links, Bilder und Dokumente hoch-laden, sein Profilfoto gestalten und private Informationen o.ä. eintragen, auf die dann ausgewählte Freundeoder alle Zugriff haben. Man kann sich so authentisch, wie möglich präsentieren oder zeigt das, von demman meint, dass es dem Bild entspreche, welches man in der Gesellschaft darstellen möchte. Doch welcheInformationen gibt man überhaupt bewusst preis? Unsere Identität, die jeder kennt – inwiefern nehmen wirEinfluss auf sie? So muss man sich in dieser Zeit, in welcher man sich durch digitale Medien immerdetaillierter preisgeben kann, fragen: Inwiefern beeinflussen elektronische Medien in der modernen Gesell-schaft die Identitätsbildung des Individuums?Um diese Fragestellung klären zu können, wird Sie in diese drei Fragen unterteilt:1.
 
Was ist Identität?2.
 
Wie bildet sich die eigene Identität?3.
 
Welchen Einfluss haben elektronische Medien auf die Identität des Individuums?Im Folgenden wird versucht, durch die aufeinander aufbauende Erläuterung dieser drei Fragen herauszu-finden, inwiefern elektronische Medien in der modernen Gesellschaft die Identitätsbildung des Individuumsbeeinflussen.
Was ist Identität?
In unserem alltäglichen Sprachgebrauch verwenden wir den Begriff Identität häufig recht undifferenziert undungenau.Der Begriff Identität stammt vom lateinischen Wort „Idem ens“ ab, welches „derselbe seiend“ bedeutet.Diesbezüglich wird ursprünglich unter Identität das verstanden, was mit einer Person verbunden wird unddiese unverwechselbar macht. Identität ist demnach etwas, an dem man eine Person immer erkennt. DieseForm der Identität kennt jeder aus dem alltäglichen Leben: der Fingerabdruck, der die biologische Identitätpreisgibt oder das polizeiliche Erkennungsmerkmal, wie der Personalausweis oder der Reisepass.Das Bild der Identität unterscheidet sich aus sozialwissenschaftlicher Sicht von dem alltagsüblichen Identi-tätsbegriff. Identität wird hierbei auf die Psyche des Menschen bezogen. So wird aus sozialwissenschaftlicher
 
S. 2
 
Sicht Identität „… als Vorstellung von dem verstanden, wer wir sind, und als die Erfahrung, dass wir von denAnderen in einer bestimmten Weise wahrgenommen werden …“
1
definiert. Demnach entwickelt sich dieIdentität über das ganze Leben hinweg. Genauer betrachtet wird der Begriff Identität in den Sozialwissen-schaften unterschiedlich verstanden und erlangt durch verschiedene Theorien an neuer Bedeutung.
Wie bildet sich die eigene Identität?
Erst durch das Verständnis der Identitätsbildung kann der Einfluss elektronischer Medien auf die Identitätabgeschätzt werden.Einem muss klar sein, dass die Entwicklung der Identität mit der Entwicklung „des psychischen Apparates“,des Organismus und der Persönlichkeit zusammenhängt. So bezieht sich eine Identitätstheorie auch immerauf diese Faktoren und hat auch meist einen Bezug zur Gesellschaft, weshalb viele Identitätstheorien miteiner Sozialisationstheorie verbunden werden.Eriksons psychosoziale Identitätstheorie gliedert die Identitätsentwicklung in acht Phasen. Hierbei gehtErikson von Freuds psychosexueller Theorie aus und verbindet diese mit einer psychosozialen Entwicklungs-theorie. Erikson geht hierbei im Gegensatz zu Freud, der von einer eher festgelegten Persönlichkeit nachdem Kindesalter ausgeht, von Identität als lebenslanger Entwicklung aus. Für Erikson stellt Identität, die„unmittelbare Wahrnehmung der eigenen Gleichheit und Kontinuität in der Zeit, und der damit ver-bundenen Wahrnehmung, daß auch andere diese Gleichheit und Kontinuität erkennen,“ dar. In der Ent-wicklung der Identität kommt es zu phasenspezifischen Krisen, die das Individuum bewältigen muss. Sokommt es für jeden Menschen zu unvermeidlichen Krisen im Kindes- und Jugendalter „weil das sexuelle,körperliche und geistige Wachstum mit den Möglichkeiten und den Anforderungen der sozialen Umweltnicht übereinstimmt“
2
und im Erwachsenenalter, da „typische Herausforderungen der sozialen Umwelt eineÄnderung der bis dahin erworbenen geistigen Orientierungen und Handlungskompetenzen verlangen“
2
. Ausdiesen Krisen entwickeln sich bestimmte „Tugenden“ (Ich-Qualitäten), die das Ich stärken und in dernächsten Phase stützen. Wenn dieses nicht gelingt, bleibt das „Ich“ in diesem Bereich schwach (relativepsychosoziale Störung). Gemäß Erikson geben acht Phasen im Lebenszyklus eines Menschen jeweils eine Antwort auf die Frage „Werbin ich?“, außer die fünfte Phase (Adoleszenz), in welcher das Individuum vom Kindesalter in das Er-wachsenenalter übergeht.
1
Abels, Heinz; König, Alexandra: Sozialisation, Hg. von Vs Verlag, Wiesbaden 2010, S.20
2
Abels, Heinz; König, Alexandra: Sozialisation, Hg. von Vs Verlag, Wiesbaden 2010, S.141

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