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Robert Schumann: Der Notenvampir

Robert Schumann: Der Notenvampir

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Published by Sabine_Buessing5586
Entnommen aus: Die nackte Wahrheit hinterm Notenschlüsselloch: Was Sie niemals über unsere großen deutschen Komponisten erfahren wollten
Entnommen aus: Die nackte Wahrheit hinterm Notenschlüsselloch: Was Sie niemals über unsere großen deutschen Komponisten erfahren wollten

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05/28/2011

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Der
Notenvampir
Schumann,
Robert
(18L0-1856)
Hunderte
vonMythen
undMärchen,
die
sich
anmutig wie
Myrtenkr?inzchen und
hartnäckig
wie
Kletterefeuumdie Häupter
großerPersonenderWeltgeschichteranken, hat man
im Laufe
der
Zeit
schon
gehörigentlauben
müssen.
Nicht
genug
damit,
daß
inzwischen
wirklich
jederweiß,
daß
Shakespeare
nicht
Shakespeare
war,
sondern
die
erfundeneGalionsfigur
einesgeheimen,verschlafenen
engli-
schen
Penn-Clubs
mit
Namen S.H.A.K.E.S.P.E.A.R.E. Oder
daß
Jesus
Christus
drei
Jahre
vor Christi
Geburt
das
Licht
der
Welt
erblickte und damit irgendwienicht
ganzer selbstgewesensein kann.
Und
erst
das
Entsetzen der Bevölkerungvon
Mallorca,
als sich
herausstellte,
daß George Sand
nicht
der
Ehemann
der
Frie-
derike Chopinwar,sondem umgekehrt! Dieserzwartraurigen,
aber
notwendigen
Tradition der
schonungslosen
Enthüllung folgend, muß man
auch
Robert
Schu-mann vom Höckerchen
schubsen,
und
das
tut
uns
viel
mehr weh
als
ihm,
derur
der
Mann
genießt
die
Gnade
der frühen
Geburt
und
kriegt
nichts mehr
davon
mit.
Dabei hat
wohl
niemand
es so
dringend verdient
wie
geradeer,
dazugezwungen
zuwerden,
seine Lorbeerblättchen
nachträglich wieder
herauszurücken
und die
aus
fremder
Leute Gefieder herausgerupften Federn den rechtmäßigen Besitzernzurückzuerstatten.
Das
großeZauberwort,welches
mit
Schumann
in
unmittelbare
Verbindunggebrachtwerden muß,
heißt
>Mystifikation<.
Also
Verschleierung von
Tätsachen,
Geheimhaltungder eigenen
Person,
Verdrehung derWahrheit,Tarnung
mit
Hilfe
von
erfundenen
Gestalten, Spielerei
mit
Rätseln,
Auftritte
inkognito,
anonymeVerleumdungenund Drohungen,Verdummung
der
Angehörigen
sowie der
restli-
chen Menschheit
-
undinsbesondere
die böswillige Manipulation
seiner Gattin,
Clara
Wieck.
In
jener
vampirhaften
psychischen
Ausbeutung seiner Gemahlinliegt
der wahre Schlüssel
zu
all
seinem
Ruhm:welchgrausam-bittere
lronie!
Dies
soll nicht
etwa
nur
bedeuten, daß Schumann
Clara als
seine
Muse
mißbrauchte
(das
tut
schließlich
jederMann).
Es
heißt schlicht und ergreifend,
daß
der Clara-lose Schumann keine
blasse
Ahnung von
Musik
hatte,
außer
ein wenig
Notenle-sen
und
dilettantischem
Klimpem, und
daß
er
ohne Clara
ein
unbedeutendes,
nichtssagendes
Leben hätte
führen
müssen.
Nicht
einmal
in
seiner
hübschen,
gemütlichen
Lieblingsheilanstalt
hätte er
sterben
dürfen ohne Clara!
Es schmerzt
zutiefst
(gerade
in
unserem
Zeitalter
der
Lieblosigkeit
und
des
Ver-
falls
der
britisch-sittlichen
Monarchie),
eine als
mustergültig
und
ergreifend
romantischverklärte eheliche Verbindung
wie die
von
Robert
Schumannund
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