@
(
ASCII-Code 64
)
Das kleine «a» mit der Umschweifung steht im Englischen für «at» und bedeutet «bei».Hierzulande wird es «
Klammeraffe
» genannt, weil es einmal Büroklammern gab, die soaussahen. Das @ ist Bestandteil jeder e-mailadresse. Vor @ steht jeweils dieIdentifikation des Adressinhabers (z.B.: "mueller", "schmidt" oder "hostmaster", die manals Postfachname ansehen kann. Nach @ steht der "Ort" (Computer, host), auf demdieses Postfach gehalten wird. Dieser host ist gewissermaßen das Postamt, bei dem das jeweilige Postfach gehalten wird. Entsprechend heißt z.B. das Postfach für allgemeineInformationsanfragen zur internet Akademie info@akademie.de. Das Zeichen @ kannman sich auch gut anhand der Briefzustellung an die Adresse eines Untermietersveranschaulichen. Wohnt Maier bei Schulze in Deutschland, so wäre die Adresse für diePostzustellung maier@schulze.de. Auf Webseiten taucht das @ auch innerhalb vonWörtern auf, vor allem bei Eigennamen: Pl@net, @nna, M@rk, usw. Das ist nicht nur Ausdruck einer Mode, sondern auch ein Identifikationsmerkmal der «Netzbewohner»,einer «Generation @», die mit dem internet aufwächst und sich dort wohl fühlt.Einige Internetseiten beschäftigen sich mit den Namen von @ in den verschiedenenSprachen. Demnach ist der offizielle Terminus Technicus "
commercial at
",umgangssprachliche Beschreibung in englischer Sprache reichen von "
the letter with thecurly line round it
" ("der Buchstabe mit der lockigen Linie herum") über "
funny A
"("lustiges A") bis zu "
snail
" (Schnecke in Italien und Frankreich). Auf russisch heißt der Klammeraffe
Sobatschka
(Hündchen, auf niederländisch
Apestaartje
(Affenschwänzchen), auf schwedisch
Kattfot
(Katzenpfote), auf chinesisch
Xiao Lao-shu
(Mäuschen), auf ungarisch
Kukac
(Wurm) und auf norwegisch
Grisehale
(Sauschwanz). Ein schöner Begriff wird übrigens im Hebräischen verwendet: "
Shtrodel
"(Strudel - gut beschrieben und irgendwie österreichisch). chen oder tierischenBenennungen wie zum Beispiel: Der Klammeraffe im deutschen Sprachraum wirdösterreichisch zum Ohrwaschel, zum Rollmops in Tschechien und der Slowakei, zumEntchen in Griechenland.Das Zeichen @ geht auf den Programmierer RayTomlinson zurück, der 1972 denelektronischen Postversand für damalige Computernetze schuf. Um möglichst alleKomplikationen auszuschließen, suchte er nach einem Zeichen, das niemals in einem Namen oder Wort auftauchen würde und damit als eindeutiger Trenner dienen könnte. Sofand er auf seiner Tastatur, ein Modell 33 Teletype, das @, ein Zeichen, das nicht nur passenderweise "bei" hieß, sondern auch alle Vorgaben erfüllte. Die eindeutige Trennungzwischen Mensch und Maschine für das Mail war geschaffen. Tomlinson hatte keineAhnung, dass er damit die Welt mit einem neuen Buchstaben pflasterte. Viele seiner Freunde waren anfänglich entsetzt, denn in manchen Computersystemen war der Klammeraffe das Steuerzeichen fürs Löschen einer Zeile. Der "Zeilenkiller" verkürzteelektronische Botschaften auf unangenehme Weise, aber im April 1975 wurde dasProblem durch eine neue Vereinbarung über einen Standardbriefkopf gelöst. Links der