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ProjectX #3

ProjectX #3

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Die 3. Ausgabe dieses Wiener Print Projektes hier zum download zu finden: http://projectx.blogsport.de/
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02/25/2014

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P
ROJECT
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… von der Gesamtsituation unbefriedigt
HörtihrdieSaufsignale/Das Gesprächhat einen Zweck!/Frontex – die Agenturfürs Grobe/Mythos „Weißsein“/Gewal-tige Fragen über Transphobie/Abtrei-bungsdiskurse Abtreibung in Kontextgesellschaftlicher Debatten/Marek Edel-man - Ein Leben gegen das Vergessen/Frauenidentifizierte Frauen oder keineFrauen?Lesbische Selbstverständnisse inden 1970ern/If I can't fuck it's not my re- volution! Hetero - Norm – Ausgrenzung/Wenn die Hüllen fallen/Let’s talk aboutsex, Baby! Pro Sex? Pro Porno?/Queer –Labeling/Leben? Es gibt kein Kontinuummehr! Ein Aspekt der Sexualität bei ArnoSchmidt / Rezensionen
 
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Lang ist es her...Du hältst die brandneue Ausgabe der ProjectX in denHänden und es stellt sich ein wohliges Wärmegefühlein. „Der Winter kann kommen, denkst du dir, „unddie bisher nur schemenhaft-vorhandene Vorstellung vom diesjährigen Weihnachtsgeschenk für lesefreudi-ge Eltern und Bekannte gewinnt auch langsamKonturen.Die Idee vom vierteljährlichen Erscheinen erweistsich sogar als fast realistisch und die ersteSommerpause in der Geschichte der ProjectX - häufigdie Todesperiode junger, aufstrebender Magazine -konnten wir ebenfalls locker wegstecken.Schwerpunkt der aktuellen Ausgabe ist Sexualität unddieser kommt genauso facetten- und abwechslungs-reich daher, wie auch das Sammelsurium der anderen,in diesem Heft zu bestaunenden, Schreiberzeugnisse.Queer-Labeling“ als Hippness-Phänomen, niemalssich glätten-wollende Wogen im„Abtreibungsdiskurs“ und „Nackheit“ zwischenSubversion und sexistischer Grenzverletzung sind nureinige der im Rahmen des Schwerpunktes behandel-ten Themen.Über das Verhältnis von Solidarität und alkoholi-schen Mischgetränken, rechtsextreme Schweinereienaus dem Umfeld des Wiener Korporationsring undden plötzlichen Interessenzuwachs der radikalenLinken am Mailänder Dom solltet ihr nach Lektüreder vorliegenden ProjectX ebenfalls bestens infor-miert sein.Bleibt nur noch der obligatorische Hinweis an euch,uns doch bitte zu schreiben – wie war es und wasgeht besser – und für die kommende Winterzeit:Viel Spaß beim Lesen!Eure, von der Gesamtsituation unverändert unbefrie-digte, ProjectX-Redaktionproject-x@riseup.netprojectx.blogsport.de
Inhalt 
Kurzmeldungen...............................................2Hört ihr die SaufsignaleZum inflationären Gebrauch des BegriffsSolidarität........................................................7 Das Gespräch hat einen Zweck! Es führt zu was! Lebt wohl!...........................8Frontex – die Agentur fürs Grobe................10 Mythos „Weißsein”........................................13Gewaltige Fragen über Transphobie............16  Abtreibungsdiskurse Abtreibung in Kontext gesellschaftlicher Debatten....................................................... 19 Marek Edelman -Ein Leben gegen das Vergessen....................22Frauenidentifizierte Frauen oder keine Frauen? Lesbische Selbstverständnisse in den1970ern..........................................................25If I can't fuck it's not my revolution! Hetero - Norm – Ausgrenzung.....................32Wenn die Hüllen fallen.................................34Let’s talk about sex, Baby! Pro Sex? Pro Porno?......................................36 Queer – Labeling We are here, we are not queer, get used to it? Oder: Sind wir nicht alle ein bisschen queer..................................40Leben? Es gibt kein Kontinuum mehr! Ein Aspekt der Sexualität bei Arno Schmidt..........................................43Rezensionen..................................................46 
 
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En Garde! WKR-Ball anfechten!Gegen das rechtsextreme Tanzeventin der Hofburg
 Alle Jahre wieder…
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m 29. Jänner 2010 findet zum mittlerweile57. Mal der alljährliche Ball des WienerKorporationsrings (WKR) in der Hofburg statt.Im WKR sind mehr als zwanzig lokaleStudentenverbindungen organisiert, die sich poli-tisch in einem Spektrum zwischen „national-frei-heitlich, völkisch-deutschnational und offenrechtsextrem bewegen. Der be-kannteste Mitgliedsbund ist der-zeit sicherlich die BurschenschaftOlympia, deren „alter Herr“Martin Graf skandalträchtig dasAmt des dritten Nationalrats-präsidenten bekleidet. Gerade dieOlympia zeigt sehr deutlich dieScharnierfunktion deutschnatio-naler Korporationen zwischen derFPÖ einerseits und dem Neo-nazismus andererseits. So lassensich Olympen für die FPÖ imNationalrat, im Wiener Landtag,sowie im Parteivorstand auf Bezirks- und Landesebene finden.Gleichzeitig lud die Olympia aberin den letzten Jahren verschiedeneneonazistische Liedermacher, alsauch den Holocaustleugner DavidIrving in ihr Verbindungshausein. Daneben äußert sich dieOlympia immer wieder rassi-stisch, antisemitisch und NS-ver-harmlosend. Weiters stehenBurschenschaften für Männer-bündelei und Sexismus. Das zeigt sich schondaran, dass Frauen grundsätzlich der Beitritt zusämtlichen WKR-Verbindungen untersagt ist undsie bestenfalls an ausgewählten Abenden alsBegleitung „mitgebracht“ werden dürfen. Dasssich Frauen in Gegenwart von Burschenschafterndann rollentypisch zu verhalten haben, verdeut-licht die Olympia: „Hast du […] eine Freundinmit, die weder schön noch still ist, kurz: bist Duauf irgendeine Weise abnormal oder unfröhlich,dann bleib lieber zu Hause.“ Ein Blick in das kor-porierte Liedgut verdeutlicht das sexistischeRollenbild, wenn davon gesungen wird, dass dieFrauen statt an der Universität doch besser beiWäsche, Herd und Nähmaschine zu sein hätten.Jahr um Jahr kommen etwa 2.000 Besucher_innenzum Rechtswalzer in die Hofburg. Neben einerVielzahl an Korporierten lässt sich natürlich auchdie Politprominenz von FPÖ und BZÖ in derehemaligen Kaiserresidenz blik-ken. Zum „größten couleurstu-dentischen Gesellschaftsereignisim deutschsprachigen Raumhatsich der WKR-Ball nach Aussagendes Ballausschusses entwickelt.2009 waren Delegationen von proKöln, pro NRW und der DVU(Deutschland), der DänischenVolkspartei und der SchweizerVolkspartei anwesend. Weiterswaren der russische Nationalistund Antisemit Alexander Duginsowie der spanische Rechts-revisionist und Faschist EnriqueRavello zum Ball eingeladen. ImJahr davor tummelten sich u.a.Jean-Marie Le Pen (FrontNational / Frankreich) und Frank Vanhecke (Vlaams Belang /Belgien) neben „Kameraden“ ausBulgarien in der Hofburg.Es verdeutlicht sich die Rolle desWKR-Balls für die nationale wieinternationale (extreme) Rechte.Doch ist dieses nationalistischeSchaulaufen bei Weitem nicht der einzigeSkandal in dieser Republik. Antifaschismus kannnicht heißen, Wähler_innen von blau/orange undschwarz davon zu überzeugen, doch lieber für dienur scheinbar weniger ekelhaften Alternativen rotoder grün zu votieren. Es reicht auch sicher nicht
    K   u   r   z   m   e    l    d   u   n   g   e   n

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