Aufmerksame Priester, die, auf Frieden und Versöhnung be-dacht, danach streben, allen, die gerechter Weise darum bitten,den Zugang zu den Sakramenten zu eröffnen.
Was motiviert uns?
Die endlosen und unfruchtbaren Querelen innerhalb der Kir-che müssen ein Ende finden. Nachdem der Papst gefordert hat,dass die Sensibilität jener Gläubigen, die sich der außerordent-lichen Form der römischen Liturgie verbunden wissen, geachtetund angenommen werden muss, bitten wir darum, den Reich-tum dieses Schatzes für die ganze Kirche fruchtbar zu machenund in ihr Leben einzubringen. Zu einem historischen Zeitpunkt,da sich das kirchliche Leben in Europa (Frankreich/ Deutsch-land …) in einer schwerwiegenden Krise befindet, ist es not-wendig, die Versöhnung zwischen allen Gläubigen zu beför-dern: zwischen denjenigen in den diözesanen Pfarreien, denje-nigen, die ihren Glauben durch ihre Verbindung zu den soge-nannten „traditionellen“ Gemeinschaften, die mit dem HeiligenStuhl verbunden sind, leben, und denjenigen, die sich aus denverschiedensten Gründen gegenwärtig nicht in voller Gemein-schaft mit Rom befinden. Diese Versöhnung ist das einzigeMittel, um die Bande des Dialogs, der brüderlichen Liebe unddes gegenseitigen Respekts wieder zu knüpfen und um die Ver-dächtigungen und Beschimpfungen der Vergangenheit zu über-winden. Sie bedeutet vor allem eine Antwort auf die Mahnungdes Evangeliums, in allem die Einheit der Glaubenden zu su-chen, ungeachtet der Unterschiede und einer berechtigten Viel-falt. Diese Versöhnung wäre auch ein hervorragendes Mittel, umgemeinsam jene Neuevangelisierung zu betreiben, zu der dieKirche uns fortwährend aufruft.
2. Die Ergebnisse der Umfrage
Exklusiv-Umfrage von Paix Liturgique; 44% der praktizie-renden Katholiken in Deutschland würden regelmäßig an der traditionellen Messfeier teilnehmen, sollte das Motu Proprioangewendet werden! (Brief 5 - 22 April 2010)In Deutschland, dem Heimatland von Papst Benedikt XVI,wie auch in Frankreich, übt die Messfeier in der außerordent-lichen Form des römischen Ritus auf die Gläubigen eine beson-dere Anziehungskraft aus.Die Petrusbruderschaft unterhält in Deutschland ein interna-tionales Priesterseminar (ebenso wie die Piusbruderschaft); zahl-reiche Vereinigungen von Gläubigen (insbesondere Pro MissaTridentina und Una Voce) setzen sich seit langem für die über-lieferte lateinische Liturgie ein. Auch das Institut Christus Kö-nig ist in Deutschland tätig. Immer mehr Artikel der nicht-kirch-lichen Presse erscheinen zur Frage der Liturgie; Diözesanprie-ster lernen, die Liturgie in dieser Form zu zelebrieren; Pfarreienöffnen sich langsam, aber sicher der Anwendung des Motu Pro- prio, und nach dem Vorbild der Trappisten von Mariawald (sie-he Rundschreiben PL 162) knüpfen manche Orden wieder andie über tausendjährige Liturgie der Kirche an.Allerdings steht, wie in Frankreich auch, ein großer Teil der deutschen Kirchenoberhäupter dem Bestreben des Papstes imHinblick auf eine liturgische „Versöhnung“ sehr reserviert,wenn nicht ablehnend gegenüber. In Deutschland kann man sichnicht des Eindrucks erwehren, dass mancherorts alles unternom-men wird, um die Initiativen zur Anwendung des Motu Propriozu bremsen. Paix Liturgique hat –angeregt durch zahlreicheFreunde in Deutschland –eine Umfrage über die Anwendungdes Motu Proprio im Land des hl. Albertus Magnus und der hl.Hildegard in Auftrag gegeben.
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Dazu haben wir Harris Interactive beauftragt, für uns eineUmfrage nach dem Muster der bereits in Frankreich und in Ita-lien stattgefundenen Umfragen durchzuführen. Die Umfragewur de vom 18. bis 25. Februar 2010 bei 2611 Personen mitWohnsitz in Deutschland und ab dem Alter von 18 Jahren onli-ne durchgeführt.Hier sind nun die Ergebnisse dieser Umfrage, die wir dem Hl.Vater gerne anlässlich der 5-Jahres-Feier seines Pontifikates alssymbolisches Geschenk überreichen möchten. Die Fragen rich-ten sich ausschließlich an eine Auswahl von 640 Deutschen, diesich als katholisch bezeichnen.
Frage 1: Wie oft nehmen Sie an der Hl. Messe teil?
Jede Woche: 5,9%Einmal im Monat: 4,1%Anlässlich der großen Kirchenfeste: 18,9%Gelegentlich (anlässlich von Hochzeiten…): 42,3% Nie: 28,8%
Frage 2: Papst Benedikt XVI. hat im Juli 2007 daran er-innert, dass die Hl. Messe sowohl in der modernen, sogenann-ten „ordentlichen“ Form bzw. der Form nach Paul VI. in deut- scher Sprache zelebriert werden kann, wobei der Priester mit dem Gesicht zu den Gläubigen zelebriert und die Kommunion stehend entgegen genommen wird, als auch in der traditionel-len, sogenannten „außerordentlichen“ Form bzw. der Formnach Johannes XXIII. – in lateinischer Sprache und nach gre- gorianischem Ritus - wobei der Priester zum Altar hin gewandt zelebriert und die Kommunion von den Gläubigen im Knien ent- gegen genommen wird. Haben Sie das gewusst?
Ja: 43,1% Nein: 56,9%
Frage 3: Würden Sie es als normal betrachten, wenn die H1. Messe in beiden liturgischen Formen regelmäßig in Ihrer Pfar-rei zelebriert wird (ja oder nein)?
Ja: 50,6 % Nein: 24,5 %Keine Meinung dazu: 24,9 %
Frage 4: Wenn die H1. Messe in lateinischer Sprache und nach gregorianischem Ritus in der außerordentlichen Form in I
HRER
Pfarrei zelebriert würde, ohne die sogenannte „ordentli-che“ Messe in deutscher Sprache zu ersetzen, würden Sie dar-an teilnehmen?
Antworten der praktizierenden Katholiken, die regelmäßig(wöchentlich oder monatlich) die Messe besuchen:- 25% würden jede Woche an der Messe teilnehmen- 19% einmal monatlich- 9% anlässlich der großen Kirchenfeste- 40% gelegentlich- 7% nieK
OMMENTAREVON
P
AIX
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ITURGIQUE
1/ Diese Umfrage bringt lediglich das zutage, was inDeutschland bereits allgemein (und auch innerhalb des Klerus) bekannt ist, nämlich, dass ein konsequentes Festhalten an der außerordentlichen Form des römischen Ritus festzustellen istund dass die Nachfrage danach weitgehend unbefriedigt ist:25% der praktizierenden Katholiken, das sind 1 von 4, würdenJ
EDEN
S
ONNTAG
an der traditionellen Messe teilnehmen, wennsie in ihrer Pfarrei zelebriert wird. 19% würden dann einmalmonatlich teilnehmen.