Welcome to Scribd, the world's digital library. Read, publish, and share books and documents. See more
P. 1
BioManuskript

BioManuskript

Ratings: (0)|Views: 467 |Likes:
Published by Corvusalbus

More info:

Published by: Corvusalbus on Jun 11, 2011
Copyright:Attribution Non-commercial

Availability:

Read on Scribd mobile: iPhone, iPad and Android.
download as PDF, TXT or read online from Scribd
See more
See less

02/08/2014

pdf

text

original

 
Jan-Andres Schulze
Bio-Vielfalt und Ökologischer Landbau in der Krise?Identitäten und Identitätsallianzen „revisited“
 
 -2-
1.
Werte und Identität im Diskurs
1.1. Bio unter Dampf und Druck1.2. Die „Dampfmaschine“ oder wie Identität wird1.3. Eigener Wert ist Goldes Herd2.
Wo und wie Bio mit spielt und mitspielt
2.1. Der agrarische „Werte-Kreis-Lauf“ in der Kultur2.2. Die Natur (nur) zwischen Ökonomie und Ökologie?2.3. Eine kleine Wert-Historie des Landbaus3.
Am Point of Sales
 
Purchase
3.1. Typisierungen der Bio-Wertschöpfungskette3.2. Der Eco-Bind stetige Identität im Wandel3.3. Der Eco-Flux Identität des steten Wandels4.
Marken-Identität und Identität durch Marken
 4.1. Eine Marke, aber bitte recht stufig…4.2. Der symbolische Tausch im ethischen Konsum4.3. Bio als Marke der Vielfalt5.
Von der Masse zum „Must“ des Maßes
 5.1. Netz und doppelte Moden: Mit Netzen ackern…5.2. Vom Massen-Kuss zur „Mass-Cust“5.3. „Flexible Response“ statt „Massive Retail-iation“
AnhangLiteraturverzeichnis
Seite38223451658398105113137151164179200223232
 
 -3-
1. Werte und Identität im Diskurs
1.1. Bio unter Dampf und Druck
„Immer dieser Druck“, dachte das Zeichen, als es durch den Stempel auf das Papiergebracht wurde. Doch wo wäre das Zeichen, wenn nicht der Druck des Stempels eserst erzeugen würde? Diesen und anderen Fragen, die sich mit Identität undIdentitätsmanagement im Allgemeinen und jener des Ökologischen Landbaus imBesonderen befassen, stellt sich dieses Buch im Folgenden.Denn auch der Ökologische Landbau befasst sich seit einiger Zeit mit Druck, und zwarin Form des „Konventionalisierungsdrucks“. Unter dieser begrifflichen Prägungmanifestieren sich Sorgen eines breiten Spektrums von Produzenten, Herstellern wieauch der Politik, gegen den eigenen Willen einen Stempel aufgedrückt zu bekommen,der so gar nicht in das Selbstverständnis des Ökologischen Landbaus passt.Konventionalisierung, so heißt dieser „Stempel“. Damit wird die Infiltration undSogwirkung der so genannten konventionellen Landwirtschaft in sozialen,ökonomischen und technischen Anschauungen und Techniken bezeichnet.Der Konventionalisierungsdebatte zufolge halten Industrialisierung (Mechanisierung,Organisation der betrieblichen Abläufe, Nutzung von Skaleneffekten), das verstärkteZurückgreifen auf zugekaufte Betriebsmittel (Maschinen, Düngemittel, Futtermittel,Pestizide), sowie Substitution (Kapital statt Arbeit bzw. Fläche) auch in der biologischenLandwirtschaft (und deren Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen) Einzug.
1
 Als gefährdet werden insbesondere angesehen die Betriebsvielfalt, Tierschutz,Rückstandsfreiheit im Hinblick auf Medikamenteneinsatz sowie Umweltschutz.
2
 Konventionalisierung macht sich beispielsweise bemerkbar durch die Zunahme desVerarbeitungsgrads, die steigende Anzahl an Zusatzstoffen, den Einsatzkonventioneller Verarbeitungstechnologien, ein Mehr an Verpackung, steigendeKonkurrenz, Verlust an Saisonalität, die Dominanz des konventionellenLebensmitteleinzelhandels sowie die Verdrängung von Herstellermarken durch
1
Darnhofer 2009, S. 514
2
Padel 2007, S. S. 20

Activity (3)

You've already reviewed this. Edit your review.
Patricia Mina liked this
1 thousand reads
1 hundred reads

You're Reading a Free Preview

Download
/*********** DO NOT ALTER ANYTHING BELOW THIS LINE ! ************/ var s_code=s.t();if(s_code)document.write(s_code)//-->