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Soziologiemagazin Nr. 4: FreiRäume

Soziologiemagazin Nr. 4: FreiRäume

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Published by Soziologiemagazin
Liebe Leser_innen,
dank zahlreicher Einsendungen und eurer
Unterstützung freuen wir uns ganz
besonders, die nunmehr 4. Ausgabe des
Studentischen Soziologiemagazins präsentieren
zu dürfen, die auch ein Stück
weit Zeichen für die Kontinuität des
SSM ist. Zugegeben mit leichter Verspätung,
aber dafür weiter gereift, lest ihr
in dieser Ausgabe interessante Artikel
rund um FreiRäume. Das Thema war absichtlich
offen gehalten, um den einzelnen
Autor_innen einen individuellen
Zugang zu ermöglichen. Die Beiträge im
Heft spannen aber nicht nur inhaltlich
einen weiten Bogen. Auch bei der praktischen
Umsetzung lassen sich verschiedene
Herangehensweisen beobachten.
Der erste Artikel von Patrick Wohlkönig
nähert sich dem Thema der FreiRäume
aus einer theoretischen Perspektive. In
einem Vergleich der Akteur-Netzwerk-
Theorie Bruno Latours mit dem Bourdieuschen
Raumkonzept zeigt er Schwächen
und Stärken beider Ansätze auf.
Schließlich weist er darauf hin, dass sich
die beiden Konzepte nicht unvereinbar
gegenüberstehen, sondern dass sich die
Theorien sinnvoll um die jeweils andere
Perspektive ergänzen lassen und so
ein breiteres Anwendungs- und Erklärungspotenzial
entwickeln.

Benjamin Mattausch versucht in seinem
Beitrag die Frage zu beantworten, ob
das Social Web in der Lage ist, politische
FreiRäume zu schaffen. Zwar nähert
auch er sich dem Begriff des FreiRaums
durch die Brille einer bestimmten Theorie
– dem Foucaultschen Gouvernementalitätskonzept
–; das Hauptaugenmerk
des Artikels liegt jedoch auf der Suche
nach FreiRäumen durch Social Media.
Während die ersten beiden Artikel
FreiRäume gesucht bzw. gefunden haben,
kommt Daniel Wagner mit seinem
Aufsatz über Sicherheitspolitik in Großstädten
zu einem eher gegenteiligen Ergebnis.
Er begibt sich anfangs ebenfalls
auf die Suche nach FreiRäumen, muss
dann jedoch feststellen, dass Großstädte
„kaum herrschafts- bzw. besitzfreie
Räume kennen“.
Die Rubrik der „Teilnehmenden Beobachtungen“
eröffnen dieses Mal drei
Kurzinterviews über FreiRäume mit
Prof. Michael Jäckel, PD Dr. Renate
Ruhne und dem Vorsitzenden des BDS,
Bernd Vonhoff.
Im Anschluss stellen wir mit dem Beitrag
von Jan-Michael Kühn erstmals
eine Methodenbeschreibung vor: Im
Rahmen der „Soziologie des Neuen“ und
anhand seines eigenen Forschungsprojekts
über die Produktion von Technomusik
in Home-Recording-Studios führt Kühn exemplarisch in die Methodik der fokussierten Ethnografie ein.

In seiner Rezension des Buches „Symbolische
Formung. Eine Soziologie des
Symbols und des Rituals“ von Hans-Georg
Soeffner beschreibt Christian Eberlei
die Bedeutung von Symbolen und Ritualen
als Determinanten des Sozialen
und der menschlichen Kommunikation.
Den Sammelband „Zukunftswissen“,
herausgegeben von Heinrich Hartmann
und Jakob Vogel, hat Anja Jahnel rezensiert.
Darin werden Prognosen und Prognostik
in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft
unter die Lupe genommen.
Der Zukunft regionaler Esskulturen
widmete sich eine Ad-hoc-Gruppe im
Rahmen des 35. Kongresses der Deutschen
Gesellschaft für Soziologie, der
vom 11. bis 15. Oktober 2010 in Frankfurt
am Main stattfand. Stephanie Baum
nimmt dies zum Anlass, einen „Einblick
in die Soziologie des Essens“ zu geben.
Und nicht zuletzt findet ihr auch in diesem
Heft wieder ein Interview mit einem
international bekannten Soziologen:
Dieses Mal hat sich Elisabeth Badenhoop
für uns mit Prof. Nicholas Watson,
Direktor des Strathclyde Centre for
Disability Research an der University of
Glasgow, über die Ursprünge, Gegenwart
und Zukunft der Disability Studies
unterhalten. Zur Vertiefung finden Interessierte
am Ende eine Bibliografie, die
in die wichtigen Debatten einführt.

Den Abschluss bildet unser Soziologie-
Terminkalender für die zweite Jahreshälfte
2011.
Nach der Vorstellung des aktuellen Heftes
möchten wir zum Schluss noch auf
eine andere Entwicklung beim Soziologiemagazin
aufmerksam machen. Besonders
Liebe Leser_innen,
dank zahlreicher Einsendungen und eurer
Unterstützung freuen wir uns ganz
besonders, die nunmehr 4. Ausgabe des
Studentischen Soziologiemagazins präsentieren
zu dürfen, die auch ein Stück
weit Zeichen für die Kontinuität des
SSM ist. Zugegeben mit leichter Verspätung,
aber dafür weiter gereift, lest ihr
in dieser Ausgabe interessante Artikel
rund um FreiRäume. Das Thema war absichtlich
offen gehalten, um den einzelnen
Autor_innen einen individuellen
Zugang zu ermöglichen. Die Beiträge im
Heft spannen aber nicht nur inhaltlich
einen weiten Bogen. Auch bei der praktischen
Umsetzung lassen sich verschiedene
Herangehensweisen beobachten.
Der erste Artikel von Patrick Wohlkönig
nähert sich dem Thema der FreiRäume
aus einer theoretischen Perspektive. In
einem Vergleich der Akteur-Netzwerk-
Theorie Bruno Latours mit dem Bourdieuschen
Raumkonzept zeigt er Schwächen
und Stärken beider Ansätze auf.
Schließlich weist er darauf hin, dass sich
die beiden Konzepte nicht unvereinbar
gegenüberstehen, sondern dass sich die
Theorien sinnvoll um die jeweils andere
Perspektive ergänzen lassen und so
ein breiteres Anwendungs- und Erklärungspotenzial
entwickeln.

Benjamin Mattausch versucht in seinem
Beitrag die Frage zu beantworten, ob
das Social Web in der Lage ist, politische
FreiRäume zu schaffen. Zwar nähert
auch er sich dem Begriff des FreiRaums
durch die Brille einer bestimmten Theorie
– dem Foucaultschen Gouvernementalitätskonzept
–; das Hauptaugenmerk
des Artikels liegt jedoch auf der Suche
nach FreiRäumen durch Social Media.
Während die ersten beiden Artikel
FreiRäume gesucht bzw. gefunden haben,
kommt Daniel Wagner mit seinem
Aufsatz über Sicherheitspolitik in Großstädten
zu einem eher gegenteiligen Ergebnis.
Er begibt sich anfangs ebenfalls
auf die Suche nach FreiRäumen, muss
dann jedoch feststellen, dass Großstädte
„kaum herrschafts- bzw. besitzfreie
Räume kennen“.
Die Rubrik der „Teilnehmenden Beobachtungen“
eröffnen dieses Mal drei
Kurzinterviews über FreiRäume mit
Prof. Michael Jäckel, PD Dr. Renate
Ruhne und dem Vorsitzenden des BDS,
Bernd Vonhoff.
Im Anschluss stellen wir mit dem Beitrag
von Jan-Michael Kühn erstmals
eine Methodenbeschreibung vor: Im
Rahmen der „Soziologie des Neuen“ und
anhand seines eigenen Forschungsprojekts
über die Produktion von Technomusik
in Home-Recording-Studios führt Kühn exemplarisch in die Methodik der fokussierten Ethnografie ein.

In seiner Rezension des Buches „Symbolische
Formung. Eine Soziologie des
Symbols und des Rituals“ von Hans-Georg
Soeffner beschreibt Christian Eberlei
die Bedeutung von Symbolen und Ritualen
als Determinanten des Sozialen
und der menschlichen Kommunikation.
Den Sammelband „Zukunftswissen“,
herausgegeben von Heinrich Hartmann
und Jakob Vogel, hat Anja Jahnel rezensiert.
Darin werden Prognosen und Prognostik
in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft
unter die Lupe genommen.
Der Zukunft regionaler Esskulturen
widmete sich eine Ad-hoc-Gruppe im
Rahmen des 35. Kongresses der Deutschen
Gesellschaft für Soziologie, der
vom 11. bis 15. Oktober 2010 in Frankfurt
am Main stattfand. Stephanie Baum
nimmt dies zum Anlass, einen „Einblick
in die Soziologie des Essens“ zu geben.
Und nicht zuletzt findet ihr auch in diesem
Heft wieder ein Interview mit einem
international bekannten Soziologen:
Dieses Mal hat sich Elisabeth Badenhoop
für uns mit Prof. Nicholas Watson,
Direktor des Strathclyde Centre for
Disability Research an der University of
Glasgow, über die Ursprünge, Gegenwart
und Zukunft der Disability Studies
unterhalten. Zur Vertiefung finden Interessierte
am Ende eine Bibliografie, die
in die wichtigen Debatten einführt.

Den Abschluss bildet unser Soziologie-
Terminkalender für die zweite Jahreshälfte
2011.
Nach der Vorstellung des aktuellen Heftes
möchten wir zum Schluss noch auf
eine andere Entwicklung beim Soziologiemagazin
aufmerksam machen. Besonders

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Deutschlandweites Magazin für Studierende und SoziologieinteressierteAusgabe 1 | Jg. 4 | 2011www.soziologiemagazin.de
Publizieren statt archivieren
Zur Lücke zwischen Interaktion und Struktur
Patrick Wohlkönig
Social Web: Macht durch FreiRäume
Benjamin Mattausch
Sicherheitspolitik in Großstädten
Daniel Wagner
Außerdem: Fokussierte Ethnografie als Methode in der Soziologie,Interviews, Rezensionen u.v.m.
FreiRäume
 
Ausgabe 1 | 2011 Seite 2
Benjamin Maausch versucht in seinemBeitrag die Frage zu beantworten, obdas Social Web in der Lage ist, politischeFreiRäume zu schaen. Zwar nähertauch er sich dem Begri des FreiRaumsdurch die Brille einer bestimmten eo
-
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-
talitätskonzept –; das Hauptaugenmerkdes Artikels liegt jedoch auf der Suchenach FreiRäumen durch Social Me
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dia. Während die ersten beiden ArtikelFreiRäume gesucht bzw. gefunden ha
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ben, kommt Daniel Wagner mit seinemAufsatz über Sicherheitspolitik in Groß
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städten zu einem eher gegenteiligen Er
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-
projekts über die Produktion von Tech
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nomusik in Home-Recording-Studiosührt Kühn exemplarisch in die Metho
-
dik der fokussierten Ethnograe ein.
Editorial
Feiräume
Liebe Leser_innen,dank zahlreicher Einsendungen und eu
-
rer Unterstützung freuen wir uns ganzbesonders, die nunmehr 4. Ausgabe desStudentischen Soziologiemagazins prä
-
sentieren zu dürfen, die auch ein Stückweit Zeichen ür die Kontinuität desSSM ist. Zugegeben mit leichter Verspä
-
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-
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-
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-
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-
euschen Raumkonzept zeigt er Schwä
-
chen und Stärken beider Ansätze auf.Schließlich weist er darauf hin, dass sichdie beiden Konzepte nicht unvereinbargegenüberstehen, sondern dass sich dieeorien sinnvoll um die jeweils ande
-
re Perspektive ergänzen lassen und soein breiteres Anwendungs- und Erklä
-
rungspotenzial entwickeln.
 
Ausgabe 1 | 2011 Seite 3
In seiner Rezension des Buches „Sym
-
bolische Formung. Eine Soziologie desSymbols und des Rituals“ von Hans-Ge
-
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-
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-
tualen als Determinanten des Sozialenund der menschlichen Kommunikati
-
on. Den Sammelband „Zukunswissen“,herausgegeben von Heinrich Hartmannund Jakob Vogel, hat Anja Jahnel rezen
-
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-
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giemagazin aufmerksam machen. Be
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sonders froh sind wir über die breite undpositive Resonanz auf unseren Blog. So
-
wohl Mitglieder der SSM-Redaktionals auch Gastautor_innen posten hier(www.soziologiemagazin.de) regelmä
-
ßig Beiträge zu tagesaktuellen sozio
-
logischen emenfeldern, Konferen
-
zen und Publikationen. Wir danken denGastautor_innen und Kommentator_innen ür ihr Engagement; gleichzeitigladen wir euch, liebe He-Leser_innen,dazu ein, selbst Blog-Autor_innen zuwerden. Wie das geht, erfahrt ihr hier:www.soziologiemagazin.de/blog/blog
-
beitrag-verfassen/Nach wie vor freuen wir uns auchüber neue Gesichter in der Redaktion.Schreibt bei Interesse einfach eine Mailanredaktion@soziologiemagazin.de!Nun wünschen wir aber viel Spaß beimLesen des Magazins. Und wem das Lesenselbst Lust aufs Schreiben macht, demsei das Call4Papers am Ende des Heesans Herz gelegt.Herzlichst,
Christoph Subert & Steen Zierold 

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