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Die redaktionslose Zeitung

Die redaktionslose Zeitung

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02/03/2013

 
Fachartikel Redaktion SPIELFIGUR
1
Autoren-Artikel
 Crowdpublishing
 
Die redaktionslose Zeitung
Das britische Startup ViewsHound.com versucht denZeitungsmarkt zu revolutionieren und konzipiert einOnlineportal, dessen Inhalte von den Nutzern geplant, erstellt und vermarktet werden.
Sie sind nicht zu beneiden, die Verleger weltweit. Die Anzeigenumsätzeschrumpfen stetig, die Abonnentenzahlen gehen zurück und der lukrativeMarkt für Klein- und Stellenanzeigen ist nahezu zum Erliegen gekommen.Nur in stark spezialisierten Nischen oder bei den ganz großen Markenscheint das Konzept der bezahlten Redaktion noch aufzugehen. Mitallerhand Experimenten versuchen Axel Springer, Spiegel, Gruner und Jahr und Co. ihre Inhalte digital zu vermarkten. Das führt mitunter dazu, dassInhalte von der Homepage kostenpflichtig, von Google kommend aber kostenlos zu finden sind. Jüngst versteckte das Hamburger Abendblatt eineLeserumfrage hinter der Bezahlschranke. Die Nutzer mussten also dafür bezahlen, um die Verpflichtung des neuen Trainers beim FC St. Paulikommentieren zu dürfen.Genau das Gegenteil exerziert gerade Stephan Bisse mit ViewsHound.com.Der Berliner hat in London ein digitales Verlagsprojekt aus dem Bodengestampft, das alle Aufgaben des Publizierens mit Ausnahme der Technikan die User auslagern möchte.Und das funktioniert so: Zunächst wird täglich bei den derzeit knapp 8000registrierten Nutzern nachgefragt, welche Geschichte man den lesenmöchte. Die Vorschläge gehen ein und werden von den Nutzern bewertet.Die besten 10 Themen gehen dann mit Briefing in eine Ausschreibung unddie Leser werden zu Schreibern und machen sich an die Recherche. Rund100 Artikel bekommt die Plattform derzeit pro Tag.Noch wacht eine Schlussredaktion über die Qualität der Texte und achtetdarauf, dass keine rechtlich problematischen Inhalte dort zu finden sind.Doch selbst diese Funktion will Stephan Bisse auf Dauer an dieGemeinschaft übergeben. „Es ist nur eine Frage der Menge der Augenpaare, die darauf schauen, dann werden Fehler gefunden“. Bisseerläutert, dass zum Beispiel Fotos, die Urheberrechte verletzen könntenschon jetzt sehr schnell von der Community entdeckt werden.Der Clou zu ViewsHound.com liegt in der Vermarktung. Auch dasübernehmen die User. Zum einen dürfen sie die fertig redigierten Artikel auf allen möglichen eigenen Plattformen, zum Beispiel auf Facebook und inBlogs selbst verwenden. Dadurch können sie zum Beispiel im Blog einenkleinen Deckungsbeitrag erwirtschaften, Viel wichtiger aber ist der viraleEffekt. Die Artikel tragen den Link zur Quelle ViewsHound.com und sindgleichsam Werbeträger für die Plattform.Während in der Startphase ein Gutteil der Werbeeinnahmen aus GoogleAdwords und Affiliate-Systemen kommt, möchte Bisse das in Zukunft umPremiumpartner und Themensponsoren ergänzen. Auch die werden vonden Lesern/Autoren gesucht: „Die sind durch die Recherchen sehr viel näher am Markt und wissen, welches Unternehmen eventuell in einem Umfeldwerben möchte.“ Die Einnahmen werden hälftig geteilt. Derzeit kommt einArtikelautor auf einen Durchschnittsverdienst von zwischen 20 und 30 Europro Beitrag. Im Lauf des nächsten Jahres möchte Bisse den Betragverzehnfachen.Ein erstes Fazit nach dreimonatiger Öffentlichkeit lautet, dassüberraschenderweise 70 Prozent der Leser/Schreiber Frauen sind. Diebetreut Bisse via Facebook. „Facebook ist ein perfektes CRM-Tool

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