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Leben Wir Schon Wieder in Einer Gleichgeschalteten Gesellschaft

Leben Wir Schon Wieder in Einer Gleichgeschalteten Gesellschaft

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07/07/2011

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Leben wir schon wieder in einer gleichgeschalteten Gesellschaft?
Der Anlass dieser Betrachtung ist so schockierend wie allgegenwärtig. Wir erinnern uns daran, dassnach den zwei großen Diktaturen (Nationalsozialismus und DDR) nie wieder eine vollkommengleichgeschaltetes Volk existieren sollte. Ein wirklich hohes Ziel das sich die Politik da gesetzt undsicherlich auch versucht hat es umzusetzen – warum aber nur versucht? Die in die Formung einesIndividuums einbezogenen Komponenten kann man ganz grob, wie folgt, darstellen: Eltern, Medien(-system), Bildungssystem, politisches System (medial vermittelt oder lokal erfahrbar). Wenn alle dieseElemente, die ja im Kern das demokratische System tragen sollen, den einen Punkt beherzigten –wenn du nicht gleichgeschaltet sein willst, dann lerne Denken – warum sind dann an unserenUniversitäten so viele „Gleichgeschaltete im Denken“?Dieser Punkt ist sicherlich eine schwer zu verdauende Behauptung aber im Kern soll hier der Beweisangetreten werden, diesen zu belegen. Ich behaupte, die Grundlage aller Entscheidungen lautet„Gehorche“ und nicht „Denke“. Wie ist dies gemeint? Angefangen bei der Erziehung: hier vermitteln die Eltern den Kindern, wie die Regeln in der Familieverfasst sind und wie diese zu befolgen sind, andernfalls erfolgt eine, wie auch immer geartete, Strafe.Neben dieser Einhaltung der Norm ist aber noch viel Platz für persönliche Entfaltung und Wachstumder eigenen geistigen Verfassung. Dies geschieht nicht überall gleich optimal, da wäre das immerwieder gern zitiert Prekariat und auf der anderen Seite die Eliten, bei diesen scheint es besser zulaufen. Unterschreiben kann ich diese Aussage nach mittlerweile fünf Jahren Universität nicht mehr. Aber weiter in der Abfolge: Medien. Ebenfalls sehr zugespitzt betrachtet, funktionieren sie nach derWerbeformel AIDA (Attention, Interest, Desire, Action), wissenschaftlich zwar widerlegt, nach Verkaufszahlen der Unternehmen zu urteilen auf ganzer Linie bestätigt, mehr oder weniger (wie inKrisenzeiten). Auch hier der Aufruf – das ist das was du brauchst, dass musst du kaufen – vom Ansatz her ein Befehlt der auf Gehorsam aus ist.Unser Bildungssystem hat wohl den größten Anteil an der Konformität, wie es schon Mendel beiseinen Erbsenexperimenten beschrieb. Inhaltlich beruft sich diese Kritik auf die ständigeGleichförmigkeit der Anforderungen mit stets wechselnden Inhalten. Das meint konkret, dass durchdie Selbstherrlichkeit der Professoren, die eigenen Theorien und Definitionen vorbeten zu lassen, derFokus vom anwendungsorientiertem Arbeiten auf stumpfes Auswendiglernen reduziert wird. Das Zielscheint es zu sein, aus Studenten dressierte Weltraumaffen zu machen (als Analogie zu Fight Club!),die nichts lieber tun, als blind die Knöpfe des eigenen Verderbens zudrücken ohne etwas zureflektieren. Es möge vorgehalten werden, nicht jeder vermag in der knappen Zeit, bei den knappenMitteln, alles zu reflektieren ABER ich entgegne, warum beginnt denn niemand damit es zuversuchen? – Denke nicht, Gehorche!Übrig bleibt das politische System, dass alles bedingt und alles indirekt leitet und lenkt. Sicherlich istes auch wieder alles stark vereinfach ausgedrückt aber es ist der Sache nicht abzusprechen, dass diePolitik die Regeln des gesamtgesellschaftlichen Miteinanders bestimmt. Dabei wäre sicherlich auchentscheidend, durch welche Lobbyisten die Entscheidungen zustande kommen und ob ein andererWeg nicht auch gangbar wäre, dennoch sind es Regeln die zur Not durch die Exekutive durchgesetztwerden, unumstößlich. – Denke nicht, Gehorche!

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