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Musik und inszenierte Körper

Musik und inszenierte Körper

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Published by Anton Leschwa
Im Zeitalter der Neuen Medien hat sich unsere Beziehung zum menschlichen Körper verändert. Jahrhunderte lang blieb, durch Religionsverbote, der Körper tabu und versteckt. In der Kunst durfte er sich nur in eingeschränkten Rahmen bewegen. In einem Tanz, in der Musik, im Theater, musste der Körper bestimmten Regeln folgen, die Choreographie, die Partitur und den Dirigent, den Regisseur und den Text. Erst im 20. Jahrhundert, vor allem ab den 50'er Jahren, entwickelte sich unsere Verhältnis zum Körper. In Amerika, befreite der Jazz den Körper und bindet ihn an die Musik, der Körper wird für sich selbst beachtet. Der Körper hat neue Funktionen gefunden und stellt uns zahlreiche Fragen: Frage der Identität: bin ich mein Körper, gehöre ich zu ihm, oder gehört er mir? Frage der Grenze zwischen dem Realen und dem Virtuellen, dem Individuum und der Gruppe. Anhand Beispielen der modernen Kunst (Musikvideos; Installationen) werde ich die Rolle des Körper untersuchen. Die drei folgenden Kapitel sollen uns führen: Körper als Instrument, Körper in Bewegung und rekonstruierte Körper.
Im Zeitalter der Neuen Medien hat sich unsere Beziehung zum menschlichen Körper verändert. Jahrhunderte lang blieb, durch Religionsverbote, der Körper tabu und versteckt. In der Kunst durfte er sich nur in eingeschränkten Rahmen bewegen. In einem Tanz, in der Musik, im Theater, musste der Körper bestimmten Regeln folgen, die Choreographie, die Partitur und den Dirigent, den Regisseur und den Text. Erst im 20. Jahrhundert, vor allem ab den 50'er Jahren, entwickelte sich unsere Verhältnis zum Körper. In Amerika, befreite der Jazz den Körper und bindet ihn an die Musik, der Körper wird für sich selbst beachtet. Der Körper hat neue Funktionen gefunden und stellt uns zahlreiche Fragen: Frage der Identität: bin ich mein Körper, gehöre ich zu ihm, oder gehört er mir? Frage der Grenze zwischen dem Realen und dem Virtuellen, dem Individuum und der Gruppe. Anhand Beispielen der modernen Kunst (Musikvideos; Installationen) werde ich die Rolle des Körper untersuchen. Die drei folgenden Kapitel sollen uns führen: Körper als Instrument, Körper in Bewegung und rekonstruierte Körper.

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07/10/2011

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Antoine Léchevin | Hausarbeit zum Seminar:" Körper/Medien"| Dipl.-Kulturwiss. Hedwig Wagner. Bauhaus Universität Weimar2003.
Antoine LéchevinMediengestaltungHausarbeit zum Seminar:" Körper/Medien"bei Dipl.-Kulturwiss. Hedwig Wagner.
Musik und inszenierte Körper
Bauhaus Universität Weimar WS 2003
 
 
Antoine Léchevin | Hausarbeit zum Seminar:" Körper/Medien"| Dipl.-Kulturwiss. Hedwig Wagner. Bauhaus Universität Weimar2003.
Im Zeitalter der Neuen Medien hat sich unsere Beziehung zum menschlichenKörper verändert. Jahrhunderte lang blieb, durch Religionsverbote, der Körper tabuund versteckt. In der Kunst durfte er sich nur in eingeschränkten Rahmen bewegen.In einem Tanz, in der Musik, im Theater, musste der Körper bestimmten Regelnfolgen, die Choreographie, die Partitur und den Dirigent, den Regisseur und den Text.Erst im 20. Jahrhundert, vor allem ab den 50'er Jahren, entwickelte sich unsereVerhältnis zum Körper. In Amerika, befreite der Jazz den Körper und bindet ihn andie Musik, der Körper wird für sich selbst beachtet. Der Körper hat neue Funktionengefunden und stellt uns zahlreiche Fragen: Frage der Identität: bin ich mein Körper,gehöre ich zu ihm, oder gehört er mir? Frage der Grenze zwischen dem Realen unddem Virtuellen, dem Individuum und der Gruppe. Anhand Beispielen der modernenKunst (Musikvideos; Installationen) werde ich die Rolle des Körper untersuchen. Diedrei folgenden Kapitel sollen uns führen: Körper als Instrument, Körper inBewegung und rekonstruierte Körper.
 
 
Antoine Léchevin | Hausarbeit zum Seminar:" Körper/Medien"| Dipl.-Kulturwiss. Hedwig Wagner. Bauhaus Universität Weimar2003.
Körper als Instrument
Nam June Paik 
Nam June Paik ist ein Koreaner, der in New York lebt und arbeitet. AlsMusiker arbeitete er mit John Cage und Stockhausen in dem Studio fürExperimentelle Musik in Köln. Ende der fünfziger Jahre, führte er viele musikalischePerformances (wie z.B. "John Cage" 1959).Ab 1964 drehte er Kunstvideos mit Charlotte Moorman, eine Cellistin, in dem sie oftunverhüllt erschien.Im Gegensatz dazu realisierte er 1991 "Charlotte Moorman Robot", eineVideoinstallation, für die er Charlotte Moorman in einem Roboter verwandelte. Sie istbewegungslos, hält den Bogen und Cello in den Händen. Auf den Videos sindkoreanische Trommler, Rocktänzer und Performer zu sehen.Diese Installation stellt die Frage der Interpretation in der aktuellen Musik. Werspielt? Was wird gespielt? Hat der Interpret noch eine bedeutungsvolle Rolle in derZeit der elektronischen Musik?
L’Homme Tambour 
Mauricio Kagel ist ein Komponist und Dirigent aus Argentinien. Er lebt heutein Köln. 1961 hat er das Kölner Ensemble für neue Musik gegründet, 1969 wurde erDirektor vom neuen Musikinstitut and der Musikhochschule in Köln. Seine Arbeitenin denen er Musik, Theater und Tanz vermischt, charakterisieren sich durch ihreGestik, Kritik und Humor.Am Staatstheater führte er 1971 ein Ballettstück für Nicht-Tänzer auf: "L'Homme-Tambour", der Trommel-Mensch. Dieses Ballett führt uns zurück in die Zeit derKörpermusik: Körper und Musik sind Eins. Es entwickelt sich eine organischeBeziehung zwischen Mensch und Instrument. Der Körper ist im Zentrum derMusikproduktion.
Die Stimme des Körpers
In der klassischen Musik war die Stimme der Ausdruck eines unterdrücktenKörpers. Die ganze Kraft des Körpers sollte der Stimme dienen. Im 20. Jhd. wurdedie Stimme in den Arbeiten von Stockhausen, Xenakis, Henry, Reich oder Schaefferzum Ausdruck des Körpers gemacht.
Steve Reich/ Clapping Music 
 „Clapping Music” (1971) ist ein Musikstück das nur mit Hilfe des Körpersaufgenommen wurde, ohne Instrumente.

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