Ab 1995
erkrankten Kühe nach Inbetriebnahmen von Sendern. Im
Dezember 1997
musste
Prof. Dr.W. Löscher, Tierärztliche Hochschule Hannover
, für die Veröffentlichung des Artikels „AuffälligeVerhaltensstörungen bei Rindern im Bereich von Sendeanlagen“ in „Der Praktische Tierarzt“kämpfen. Er schrieb an das bayerische Staatministerium: „
Die bei Rindern im vorliegenden Fall(betreffend Landwirt Altenweger) beschriebenen Verhaltensauffälligkeiten und Gesundheitsstörungensind nicht überraschend, sondern entsprechen dem, was bereits in anderen, ausländischenUntersuchungen auftrat.
Insofern hat die Fachöffentlichkeit ein Recht, über derartige Fälleinformiert zu werden
. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie sich dafür einsetzen könnten, dass das Bayrische Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Gesundheit diePublikation der beiliegenden Arbeit in der Zeitschrift "Der Praktische Tierarzt" nicht weiter verhindert.“
Bitte entnehmen Sie den weiteren Verlauf der Anlage „
Verantwortung für Mensch undUmwelt?
“ (14) und der „
Chronologie des Auftretens von Erkrankungen, Fertilitätsstörungen undMissbildungen bei Rindern im Zusammenhang mit Hochfrequenzexposition
“ (26).
Auf die Frage nach den Ergebnissen der im Jahr 2002 gegenüber Landwirt Stengel angekündigtenStudie zu Rindern teilte
Dr. A. Dehos, BfS
, am
13.11.2007
mit: „
In der Planungsphase des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogrammes wurde auch über eine Studie zu möglichen Auswirkungen der hochfrequenten Felder des Mobilfunks auf Rinder diskutiert. Daher rührt meine von Ihnen zitierte Aussage, dass für den Umweltforschungsplan 2003 eine Studie zu dieser Thematik geplant sei. Im Laufe der Konkretisierung des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms erhielten
Unter- suchungen an Rindern aber keine ausreichende Priorität
, so dass kein entsprechendes Vorhabendurchgeführt wurde.“
Mit der Unterlassung der ursprünglich geplanten und von der Tierärztlichen Hochschule Hannoverentworfenen Studie an Rindern, wurden weitere Erkrankungen von Rindern in Kauf genommen.Obwohl
in ganz Europa
unerklärliche, neuartige Baumschäden
seit etwa 2002 explodierten undDr.-Ing. V. Schorpp den Verdacht auf kausalen Zusammenhang mit Hochfrequenzexposition anhandvon Baumkasuistiken auf dem Fachgespräch am 02.08.2004 untermauert hatte, antwortete Dr. A.Dehos, BfS, am 13.11.2007 auf die Frage nach Konsequenzen aus den von Dr.-Ing. V. Schorppvorgetragenen Indizien:
„Zu möglichen
Auswirkungen hochfrequenter Felder auf Pflanzen
gibt es von wissenschaftlicher Seite bisher keine klaren Hinweise. Daher messe ich dieser Frage ebenfalls
keine Priorität
bei.“
Die Anlage „
Einwirkungen natürlicher und technisch erzeugter elektromagnetischer Felder auf Pflanzen und Mikroorganismen“ einschl. Literaturliste belegt, dass dies Aussage unzutreffend ist (23).
Das BfS hat sich sechzehn Jahre lang über die dringenden Bitten und Aufforderungen vonWissenschaftlern, Ärzten und erkrankten Menschen hinweggesetzt. Das Naheliegendste, daswissenschaftlich und ethisch Unabdingbare, die Untersuchung der langzeitexponiertenMenschen, wurde absichtlich unterlassen.
Am
17.06.2008
sagte Physiker
Dr. Wolfgang Weiss
, Leiter des Fachbereichs Strahlenschutz undGesundheit des Bundesamtes für Strahlenschutz, in seiner Rede auf der Abschlusskonferenz desDeutschen Mobilfunk Forschungsprogramms zu den vorgelegten ärztlichen Fallbeschreibungen:„
Zusätzlich zu den Forschungsaktivitäten habe ich das Gespräch mit mobilfunkkritischen Ärzte-initiativen gesucht. Dabei wurden Möglichkeiten und Grenzen im Umgang mit medizinischen Befundberichten erörtert.
Nach meiner Einschätzung, die von Fachexperten gestützt wird
, bilden dievorgelegten medizinischen Fallbeschreibungen bisher
keine Grundlage
,
um dem immer wieder postulierten Zusammenhang zwischen Feldern des Mobilfunks und gesundheitlichen Beein- trächtigungen
über die im Rahmen des DMF durchgeführten Studien hinaus
wissenschaftlich nachzugehen.
“
Diese Aussage entspricht nicht der Wahrheit
. Der Gutachter Prof. Dr. Dr. A. Kappos,Bundesärztekammer, hatte aufgrund der eingereichten Kasuistiken weitere Untersuchungen angeregt:„
...Weiterführend wären möglicherweise doppelblind durchgeführte Belastungs-/Karenzunter-suchungen des Blutdruckes und des Schlafes. Auch neurologische Untersuchungen wären denkbar....Zumindest, das Schlafverhalten und die Herzrhythmusstörungen würden sich zu einer Objektivierung u.U. unter EMF- Belastung/-Karenz anbieten....Die Beantwortung dieser Frage würde möglicherweise einen umfangreiche lege artis durchgeführteepidemiologische Untersuchung erfordern.“
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