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BAUBIOLOGIE MAES 
 
 VORTRAG WISSENSCHAFT
 
WISSENSCHAFT
- wirklich?
 
Gesundheitsrisiko Mobilfunkstrahlung:Wo bleibt die wissenschaftliche Anerkennung?
Vortrag von Wolfgang Maes, Sachverständiger für Baubiologie / Journalist DJV
auf dem Kongress des Institutes für Baubiologie IBN und Verbandes Baubiologie VB "Baubiologie-Architektur-Umweltmedizin" im Kultursaal von Bad Endorf am 5. Mai 2006 auf dem Kongress "Elektrosmog 2008" im Marriott Hotel Berlin am 20. September 2008 
Was Wissenschaftler nachgewiesen haben, das gilt noch lange nicht als wissenschaft-lich nachgewiesen. Ich brauchte lange, um das zu kapieren.Der britische Strahlenexperte Dr. Neil Cherry findet nach Auswertung der weltweitenForschungsergebnisse die "Beweislage einfach überwältigend". Ich allein kenne über100 (es gibt noch viel mehr) wissenschaftliche Arbeiten von Universitäten, Ländern, Be-hörden, Instituten, Experten. Da wird jahrelang geforscht, werden Millionen investiert,unzählige Daten zusammengetragen, und man kommt zu besorgniserregenden Resulta-ten: Ja, riskant ist er schon, der Mobilfunk, die Handystrahlen, sehr sogar. Und dannkommen die Industrie, Ministerien, Ämter, die Forschungsgemeinschaft Funk... und be-haupten: "Alles nicht richtig bewiesen, nicht eindeutig." Und unsereins versteht: AllesMist, dumm gelaufen, stimmt ja gar nicht. Strahlenschützer Prof. Silny und Prof. Davidsetzen noch eins oben drauf: "Alles ungefährlich. Alles nur Angst." Umweltminister Ga-briel und das Bundesamt für Strahlenschutz verkünden als Resümee des in diesem Jahrabgeschlossenen Mobilfunkforschungsprogramms: "Es gibt keinen Grund die geltendenGrenzwerte zu senken." Da soll man nicht die Krise kriegen. Es scheint, als wollten nichtnur die Industrie, sondern auch der Gesetzgeber und seine amtlichen Strahlenschützerdie Strahlen vor den Menschen schützen und nicht die Menschen vor den Strahlen.Oft kommen unabhängige Wissenschaftler auf unterschiedlichen Wegen zu gleichen Er-gebnissen: Dr. von Klitzing findet ungewöhnliche
EEG-Effekte
im Einfluss der Strahlungvon Handys und Funkstationen, die Berliner Bundesanstalt für Arbeitsmedizin ebenfalls("Kein Zweifel!"), Prof. Ross Adey vom Loma-Linda-Institut in Kalifornien, Motorola-Inge-nieur Robert Kane, finnische Experten unter Prof. Krause, das Pro-Science-Forschungs-institut im Auftrag der Telekom sowie die Universitäten München, Frankfurt, Mainz, Zü-rich, Marbella, Bristol, Louisiana, Moskau, Charkow und einige weitere ebenso.Weltklasse-Wissenschaftler aus Lund stellen als Nebenwirkung der mobilen Telefonitisdie
Öffnung der Blut-Hirn-Schranke
fest, die Unis Köln und Münster bestätigen das,Universitäten aus Deutschland, Österreich, Frankreich, Schweden, Finnland, USA undJapan gleichfalls. Die US-Wissenschaftler Oscar, Hawkins und Adey beschreiben schonin den 70er Jahren "signifikante Undichtigkeiten der Blut-Hirn-Barriere" im Funkeinfluss,und die Hirnwellenforscherin Dr. Lange befürchtet nach Auswertung der vorliegendenweltweiten Studienergebnisse: "In 20 Jahren sind wir ein Volk von Demenz-Kranken."Prof. Varga bestrahlt Hühnereier mit Funkwellen, die Folge: fast nur
tote Küken
und ei-nige verkrüppelte; Dr. Litowitz, Prof. Youbicier-Simo, der russische Strahlenschutz, dieTelekom und private Hühnerzüchter, alle kommen zu gleichen Ergebnissen: Mikrowel-len - wie immer weit unterhalb der Grenzwerte - killen Hühnerembryonen.Der WHO-Beauftragte Dr. Repacholi findet
Krebs
bei Mäusen, Prof. Löscher bei Ratten,andere bei Katzen und Affen, ausgelöst von den Feldern des Mobilfunks. Mitarbeiter derUS-Gesundheitsbehörde FDA schlagen Alarm, Wissenschaftler aus den USA, England,Australien, Neuseeland, Dänemark, Schweden, Norwegen, Italien, Israel, Indien undDeutschland warnen und mit ihnen das Deutsche Krebsforschungsinstitut. Das EU-Parlament sorgt sich: "Angesichts der Vielzahl wissenschaftlicher Befunde kann manweder das Krebsrisiko noch verschiedene andere biologische Effekte einfach abtun."
 
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Berichte von
DNA-Brüchen
,
Leukämie
und
Hirntumoren
kommen von Dr. Carlo, Dr. Be-cker, Prof. Belyaev, Prof. Tauber, Prof. Hecht, Prof. Hardell, Prof. Cardis, Prof. Folkman,Prof. Sánchez, Dr. Brandes..., den Universitäten Essen, Saarbrücken, Hannover, Wien,New York, San Franzisko, Stockholm, Örebro, Bologna, Zhejiang, Hangzhou, Tel Aviv,der Berliner Charité, vom Ecolog-Institut, den Reflex-Forschern unter Prof. Adlkofer, vonder Europäischen Umweltagentur EEA, vom Europäischen Parlament, selbst von Nokia.Weniger als eine Minute Handytelefonat reichen, und rote
Blutkörperchen verklumpen
,bilden so genannte Geldrollen. Das finden Dr. Petersohn und andere Umweltmedizinerund sorgen sich über diesen Effekt. Schüler des Spaichinger Gymnasiums bekommenfür den Nachweis der Geldrollenbildung den 1. Preis von 'Jugend forscht'.Mobilfunk stört, reizt, schädigt und tötet
Nervenzellen
, das berichten die HochschulenFrankfurt, Südwestfalen, Wales, Bristol, Warwick, Verona, Florenz, Lund und weitere.Forschungsergebnisse kommen auch aus den USA, Australien, Neuseeland und Japan.Die
Fruchtbarkeit
ist bei Erwachsenen und Jugendlichen gefährdet, die Spermien wer-den müde, das finden die Ärzte des österreichischen Landeskrankenhauses Oberwart,die Unis Stockholm, Athen, Ankara und Szeged, Wissenschaftler aus Ohio und Neusee-land. Die WHO-Beraterin Prof. Huai Chiang, kommentiert: "Früher haben wir mit diesenMikrowellen Geburtenkontrolle gemacht. Heute telefonieren wir damit. Sehr schön."
Kinder
sollten grundsätzlich
nicht handytelefonieren
, Jugendliche nur in Notfällen, sounser Bundesumweltministerium, der britische Gesundheitsminister, die Akademie fürKinderheilkunde, das Heidelberger Krebsforschungszentrum, das russische Strahlen-schutz-Komitee, spanische Neurologen. Kinderärzte warnen. Einige Schulen und derLehrer-Verband Bildung und Erziehung fordern das Handyverbot, die Wiener Ärztekam-mer auch. Prof. Sir William Stewart leitete eine internationale Wissenschaftlerkommissi-on und kam in der bislang weltgrößten Studie über Mobiltelefone zu dem Schluss: "WerSechszehnjährige zum Kauf von Handys ermuntert, handelt verantwortungslos."Die
Strahlenschutzkommission
der Bundesregierung weiß: "Es gibt eine Fülle von Hin-weisen auf Gesundheitsbeeinträchtigungen." Die
Bundesärztekammer
ermahnt das Bun-desamt für Strahlenschutz, fordert die massive Senkung der viel zu hohen Grenzwerte.Die
Europäische Umweltagentur
EEA, die Fachbehörde für Umweltfragen bei der EU,fasst 200 wissenschaftliche Studien zusammen und folgert: "Mobilfunk ist gefährlich!"Alles
Mist
? Nichts ist Mist, die Studien sind professionell, schlüssig, aussagestark, wis-senschaftlich, entsprechen den Tatsachen, stimmen. Die Küken sind wahrhaft mausetot,jene Peaks im EEG unübersehbar, im Schädel braune Flecken, die Blutkörperchen ver-klumpt, die Blut-Hirn-Schranken löchrig, die DNA gebrochen, die Nerven gereizt, dieLauscher rauschen, der Blutdruck steigt, die Konzentration sinkt. Das sind Fakten. DieForscher, die alles das und noch viel mehr fanden, sind fachlich kompetent, weltweitanerkannt, kommen von renommierten Instituten, Universitäten, Behörden, von derWHO, selbst von den Funkbetreibern. Mist? Kann nicht sein. Wo ist der Haken?Die verbindliche Verordnung nimmt für sich in Anspruch: "Wir setzen Grenzwerte auf der Basis
nachgewiesener
Effekte fest. Ziel ist es, vor
wissenschaftlich bewiesenen
 Risiken zu schützen." Aber das tun sie ja gerade nicht, oder doch? Da wurde derart vielwissenschaftlich nachgewiesen, aber bei allen Grenzwertfestlegungen ist nichts, aberauch gar nichts davon zu finden. Trotzdem haben sie irgendwie Recht, die traditionellenWissenschaftler, jene verordnungstreuen Experten, die konservativen Gesetzeshüter,welche einzig und allein
Thermik
, einzig und allein Wärme zu ihrer allzu theoretischenund voreiligen Berechnungs- und Bewertungsgrundlage gemacht haben, so gesehen.Warum? Weil die Umwandlung von elektromagnetischen Strahlen in Wärme zurzeit im-mer noch der
einzige biologische Wirkmechanismus
ist, der weltweit unwidersprochenund absolut wasserfest wissenschaftlich bewiesen ist und von allen, auch der Industrie,anerkannt wird. Ob einem das gefällt oder nicht, berechtigt oder nicht, veraltet odernicht, naiv oder nicht, gerissen oder nicht, Politik oder nicht, Taktik oder nicht, es ist so.Krebs, Leukämie, Hirntumore, durchlässige Blut-Hirn-Schranken, EEG-Peaks, Schlafstö-rung, Kopfschmerz, Nervenreiz und andere gesundheitliche Probleme haben mit Ther-
 
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mik jedoch gar nichts zu tun. Hierbei geht es um ganz andere
nichtthermische Wirk-mechanismen
, eben nicht mit simpler Wärmeentwicklung erklärbare Folgen. Erwär-mung ist beim Mobilfunk nicht das Problem, hierfür sind die Feldstärken zu schwach.Für eine nennenswerte Erhitzung von Körpern oder Körperteilen bedarf es sehr starkerFelder, ähnlich jenen im Mikrowellenherd, die im Mobilfunkalltag nirgendwo zu findensind. Thermik ist aber die Basis der Grenzwerte. Es fällt schwer mit den vielen zwar realvorhandenen, aber eben nicht auf Hitzeentwicklung basierenden biologischen Effektenund gesundheitlichen Problemen in das antike Gemäuer der Thermik einzudringen. Die-ser Thermikunsinn ist höchste Wissenschaft. Auf diesem Unsinn bauen Grenzwerte auf.Wenn man soviel Manschetten hat vor Thermik, warum werden Wärmflaschen, Pudel-mützen, Sauna und Sonnenbaden nicht verboten? Die können's noch viel gründlicher.So argumentieren die Thermiktreuen um die Wette. Amtlicher Strahlenschützer Prof.Bernhardt: "Zweifelsfrei verstanden haben wir beim Funk nur die thermische Wirkung,und nur auf dieser Basis können wir Grenzwerte festlegen." Strahlenschützer Prof. Silny:"Nach aktuellem Wissensstand sind thermische Wirkungen eindeutig nachgewiesen,deshalb werden nur sie als relevant für die Aufstellung von Grenzwerten betrachtet."Und die Zeitgemäßen, die kapiert haben, dass sich die Wirkung von Elektrosmog nichtauf Thermik reduzieren lässt, erheben Einspruch. Prof. Popp: "Wir müssen uns von derkonventionellen Vorstellung, dass elektromagnetische Felder nur thermische Sensatio-nen bewirken sollen, endgültig lösen." Dr. Cherry: "Es ist wissenschaftlich
 
unhaltbar,
 
dass
 
es
 
nur
 
thermische
 
Wirkungen
 
geben
 
soll." Dr. Becker: "Mobilfunkwellen zeigen weitunter dem thermischen Niveau bedeutsame biologische Wirkung." Dr. von Klitzing: "Diethermische Hypothese ist falsch." Das Resümee von 16 internationalen Wissenschaftlernin Wien: "Nichtthermische biologische Effekte gelten als wissenschaftlich gesichert."Die Bundesanstalt für Arbeitsmedizin: "Handywellen, die noch keinen thermischen Ef-fekt auslösen, können biologisch wirksam werden." Das sollte reichen, tut es aber nicht.Was muss man tun für das Prädikat
"wissenschaftlich gesichert, bewiesen..."
? Hierfürmuss es doch handfeste Kriterien geben. Wo ist der wissenschaftliche Oberguru, jenegraue Eminenz, die über allem thront und sagt: "Nun gilt das als perfekt, als objektiv,nun müssen wir Grenzwerte senken." Ich habe herumtelefoniert, von Uni zu Uni, habeWissenschaftler gefragt, sie wussten es oft selber nicht genau. "Ja, so lange von irgend-wo her geringste Zweifel bestehen..." Von irgendwo her heißt zumeist: von der Indust-rie. Und von den verordnungstreuen, am Wärmekonzept festhaltenden Akademikernbzw. den Politikern, Behörden, Ärzten oder Verantwortlichen, die sich auf sie stützen.Hier nun die beiden wesentlichsten Kriterien für ein traditionelles, strenges und endgül-tiges "wissenschaftlich bewiesen, nachgewiesen, gesichert, fundiert":- Mehrere voneinander
unabhängige Untersuchungen
unter
gleichen Bedingungen
 - Anerkannt
schlüssiger Wirkungsmechanismus
 Als bewiesen gilt nur, was "intersubjektiv replizierbar" und "linear-kausal erklärbar" ist.Das bedeutet: von verschiedenen Universitäten, Instituten oder Fachleuten nachvoll-ziehbar und unter exakt identischen Bedingungen wiederholbar sowie einem absolutgeradlinigen Ursache-Wirkungs-Prinzip folgend. So einfach ist das, oder so kompliziert.Wenn ich hundertmal mit dem Kopf vor die Wand renne und kriege hundertmal eineblau angelaufene Beule, dann ist das eine solide beobachtete, gut reproduzierbare Tat-sache. Wenn ich davon erzähle oder das gar veröffentliche, weil ich möchte, dass diedusselige Rennerei aufhört, bin ich erst einmal unwissenschaftlich. Nur weil es nochnicht genug andere vor oder nach mir versucht haben, die Reproduktion nicht stattge-funden hat. Oder wenn doch, weil die Beule bei anderen Versuchen mit anderen Men-schen, Altersklassen, Hautfarben und anderem Schwung nicht ganz so blau sonderneher grünlich wurde. Zudem fehlt etwas ganz Wichtiges, nämlich die schlüssige Erklä-rung der Wirkung: Warum entsteht sie überhaupt, die Beule, und warum so und nichtsonst wie, warum die Farbe, warum der Schmerz, der Schwindel, was steckt dahinter,was läuft da ab? Ohne eindeutige Antworten auf all diese und noch mehr Fragen: wis-senschaftlich nicht haltbar, noch lange nicht, trotz Beule, trotz Schmerz und Schwindel.
Tierversuche
können nicht ohne weiteres auf Menschen übertragen werden. Wenn sich

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