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Chronologie der Geschichte Nicaraguas

Chronologie der Geschichte Nicaraguas

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Chronologie der Geschichte Nicaraguas

Nicaragua - Vor uns die Mühen der Ebene: http://www.archive.org/details/Nicaragua-VorUnsDieMuehenDerEbene
Chronologie der Geschichte Nicaraguas

Nicaragua - Vor uns die Mühen der Ebene: http://www.archive.org/details/Nicaragua-VorUnsDieMuehenDerEbene

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08/18/2011

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original

 
CHRONOLOGIE
DER GESCHICHTE NICARAGUAS
PAZIFISCHER
OZEAN
DIE
ZEITIFAielmann
»
..
Nur
die Unbeweglichkeit
und
dieSttlleder
Nacht
gab
es.
Nur
der
ScMpflr
und
der,
der
die Formgibt,
Tepeu
und
Gucamtitz, waren imWasser,von Hellt'gkez'tumgeben,verborgen
unter
grünen
und
blauen Federn.
-Es
war,als gaöe
es
den
Himmel
und
das»
Herz
des Himmels«
was
der
Name Gott
esist.
Dann
kam
dasWort.
Tepeu
und
Gucamtitz
trafln
sich
in
der Dunkelhet't
der
Nacht,
und
nachdemsienachgedacht hatten, wollten sie ihreWorte
und
ihreGedankenveretrtt'gen. Siebeschlossen,. die Biiumewachsen
zu
lassen,sie beschlossen, die Geburt der
Naturund
die Erschaifong des Menschen.
So
wurde
entschieden
in
der
Nachtvom
»Herzen desHimmels«-das Huractin
he(ßt
..
«
Aus
dem»Popul Vuh«,
der
alten Geschichteder Quiche.
1502
Christoph
Kolumbus
sieht
zum
erstenMal das
Land
der
Nicaraguac.»
Nican
«
heißt
in
der
Nahua-Sprache
»hier«,
und
»arahuac« (»Menschen«)
nennen
sich die Arahuaco-Indianer
selbst.1523
Der
Kazike(lndianerfti.hrer)
Nicarao
trifft
mit den
spanischen
Kon
quistadoren zusammen, diewie
Raub
ritter
die
»NeueWelt«
erobern
wollen.Massaker
und
Völkermord
an
der
200km
indianischen
Bevölkerung
Mesoameri
kas beginnen.1538
Ein Großteil der
Bevölkerung des
heutigen Nicaragua
wirddeportiert
uridversklavt.Viele müssen in
die
Sil
berminen
von Peru
und
Bolivien.1552
Der Mönch
Bartolome
de
lasCasas
schreibt
seinen
berühmtenBericht
über
und
gegen
die
Ausrottungder
Indianer.
Wie
dieWeißen
seien
auch
sie beseelteWesen,
und
ihr
Untergang
könne nur durch
die Einfuhr
afri
kanischer
Sklaven
verhindert
werden:
»Im
gesamten Nicaragua
dürften
heute
4000bis 5000
Einwohner
leben,
früherwar
es eine
der
am dichtesten
bevölker
ten Provinzen
der
Welt.«1601
Nach dem
holländischen
Freibeu
ter
Bleeveldt
wird
die
PiratensiedJungund
spätere britisch kontrollierteHafenstadt
an
der Karibikküste-
»Bluefields« genannt.1604
Die
spanischenKolonisatoren
fallen in
den
Nordenund denOsten
ein, in
Gebiete
der
Xicaque
und
der
Vorfahren
der
Mfskito-Indianer.1620
Die
römisch-katholische Kirche
verstärkt
ihre
Missionstätigkeit in
der
Pazifikregion.
13
t;;l
Panamerican Highway
Karibisches
Meer
Panamakanal
1687
Der
erste Mfskito-König
wird
auf
Jamaicavombritischen
Gouverneur
gekrönt. Sein
Königreich
steht
unterbritischem Protektorat,
das
jedoch
keine
zentralestaatliche
Gewalt ausübt.
Die
Dorfgemeinschaften
der
Mfskitobleiben selbständig,
die
anderen
Tief
landindianeraber
sind-
zeitweisevonYucatän bis
Panama-
den
Mfskito
Tri
butpflichtig.1725 Aufstand
der
Indianer
in
Leön
gegen
die
Spanier.1740
Die
britische Krone läßt
ihreFahne
in Bluefields hissen
und
rekla
miert
die
Mfskitoküste,
verballhornt
»Mosquitia« genannt, fur sich.1777 Indianeraufstand gegen
die
Spa
nier
in Boaco,angefti.hrt
vom
KazikenYarince.
1811
/
12
In
der
gesamten PazifikregionfUhren Volkserhebungen
zum
Beginndes Unabhängigkeitskrieges.
Erste
For
derung
ist
die
Amtsenthebung
des spa
nischen
Statthalters.
Die römisch
katholische Kirche
steht
fest
auf der
Seite Spaniens.
Fläche:
118358 km
2,
dazu9291 km
2
SeenflächeBevölkerung (1980):2 732520Bevölkerungsdichte:23
pro
km
2
Bevölkerungswachstum
(1980):3,4%
(Geburtenrate
4,4,
Sterberate
1,0)
DurchschnittlicheLebenserwartung
(1975-80):
55,2Jahre
Größte
Städte:
Managua
(614947Einw.)
Leön
(90926
Einw
.)
Granada
(63184Einw.)
Masaya
(53644 Einw.)
Cinandega
(49 887 Einw.)Estelf (29 494
Einw
.)
Matagalpa
(29 493 Einw.)
WichtigsteAusfuhrgüter
(1980,
Mio. Dollar):
Kaffee 164,8Fleisch 55,7
Gold
39,9
Chemische Produkte
31,0
Baumwolle
30,8
Zucker
25,9Krabben
u.
Langusten
Gesamt
25,9469,7
Wichtigste Handelspartner
(Einfuhr plus Ausfuhr,1980, in
Tausend Dollar):
gesamt:1337 643USA 405940
Gemeinsamer
Zentral-
amerik.
Markt
375980AmerikanischeFreihandelszone
(ALALC)
RGWAußenhandel
in
Mio
US-Dollar:17992510586
Exporte Importe
1977 543 8311978 584 6661979 636 4641980 529 8701981 526 808
 
1821
Das
Vizekönigreich von
Guate
mala, zu
dem
das
nicaraguanische
Ter
ritoriumgehört,
ruft
seine
Unabhän
gigkeit von
der spanischen Krone
aus.1823
Der
Präsident der
Vereinigten
Staaten,JamesMonroe, proklamiert
die
nach
ihm
benannte
Doktrin
»Amerika
den
Amerikanern«.
Der
Verfall
der
alten Kolonialreiche Spaniens
und
Großbritanniens unddie wachsende
Macht
der
USA
machenderenexpan
sionistische
und
klassisch imperialistische Politik
gegenüber Lateiname
rika
möglich
.1839
Der
Mfskito-König
Robert Char
les
Frederic
vergibt riesige
Ländereien
an
die Briten
Shepherd und
Kaly.1843
Pläne
des
preußischen
Königs für
deutsche
Kolonien an
der
Mfskitoküste
werden
von
derProtektoratsmachtGroßbritannien
nicht
unterstützt.1846
1921
deutsche Auswanderer gründendie Siedlung
Karlstadt
nördlichvon
Bluefields.
Schon
1855
wird
sie
nach einer
Epidemie
wieder
verlassen.1847
Die
Mährische
Kirche (»Brudermission«)
schickt
ihre
ersten
Missio
nare
nach Bluefields. Bis
zum Ende
des
19.Jahrhunderts
hat
diepietistischeBrudermission
aus
Herrnhut
(Böhmen) fast alle
Indianerund
afroameri
kanischen
»Creoles«christianisiert.1850
Im
Clayton-Bulwer-Vertrag
beschließen England
und
die
USA
ohne
Beteiligung Nicaraguas,
gemeinsam
das »Recht«
auf
den
Bau eines
interozeanischen
Kanals
durch
Nicaragua
in
Anspruch
zu
nehmen.
1856 In
einem Bürgerkrieg innerhalb
der
nicaraguanischenOligarchie
rufen
die
»Liberalen«
den nordamerikani
schen
Abenteurer
William Walker
mit
einer
kleinen
Privatarmee
gegen
die
»Konservativen« zu Hilfe. Walker
jedoch
ist
entschlossen,
ganz Zentralamerika
zu
erobern,
ruft
sich
selbst
zum
Präsidenten
von
Nicaragua
aus
und
läßt die
1824 abgeschaffte Sklaverei
wiedereinführen.
1857
wirder
von
der
vereinigten
Armee derzentralamerikanischen Staaten
geschlagen
undmuß
fliehen.1860
Im
»Vertragvon Managua«
unter
stellen
Nicaragua und
Großbritannien
die
Mfskitoküste formell
der
Souverä
nität
Nicaraguas
und sichern den
Mfskito
innere
Autonomie
zu.
1881
In
einem Schiedsspruch
bekräf
tigt der
Österreichische König Franz
Joseph
I.
die Selbstbestimmung der
Mfskito
innnerhalb der
nicaraguani
schen
Republik.
Handel und
Ausbeu
tung
der Naturschätze
sollen
derMfskitoregierung unterstehen.Campesinos
in
der
Pazifikregion rebellieren gegen
die Großgrundbesitzer,die
ihnen
für
den expandierenden
Kaffeeanbau
ihr
Land rauben und
sie
damit zur
Lohnarbeitauf
den
Plantagen zwingen.1882
Nordamerikanische
Firmen
beginnen,
Bananenplantagen
an
der
Mfskitoküste anzulegen. Bis
zur
Jahrhundertwende
gelingt es
ihnen, die
Kontrolle
über beinahe dengesamtenHandel
des Gebietes zu erlangen.1893
Mit
dem
Regime des
GeneralsJose
Santos Zelaya
kommt
die
ökono
misch bedeutend gewordene
Kaffee
oligarchie der
»Liberalen«an
dieMacht.
Zelaya
»modernisiert
«
Nicara
gua, setzt
die
Trennung
von Staat
und
Kirche
und eine zentralstaatliche
Kontrolle des
ganzen Landes
durch
.1909
Eine
Militärrebellion an
der
Atlantikküste
und
der
Druck
der
Ver
einigten Staaten zwingen General
Zelaya
nach sechzehnjähriger Diktaturzum
Rücktritt.
Durch
Aufnahme
von
KrediteninEnglandund
Verhandlungen
mit
der deutschen
undjapanischen
Regierung
über einen
Kanalbau
unter
nicaraguanischer Souveränität hatte ersichdie
USA
zum
Feind gemacht.
1910
Im
Bündnis
mit der
wieder
an
die
Macht
gelangten »konservativen«
Oligarchie
setzen
die
USA
die
»
Dawson
Verträge«
durch,
in
denenNicaragua
auf
eine
in
jederHinsicht
von
ihnen
abhängige Wirtschaft und
Politik ver
pflichtet
wird.
1911
Der
neue
»konservative«Präsi
dent
Adolfo Dfaz, bis
dahin
Buchhaltereinernordamerikanischen Minen
gesellschaft in Nicaragua,
nimmt
beiUS-Banken
Millionenkredite
auf
undüberläßt deren Regierung
als Sicher
heit
die
direkte
Kontrolle
der
nicara
guanischen Zolleinnahmen.
1912
Die
Mannes
landen in
Nicaraguaund
retten
die
Regierung
Diaz
gegenein aufständisches
Heer
des
bisherigen
Kriegsministers Luis Mena,
indem
sie
die Städte
Managua,
Granada und
Le6n
besetzen. Bis 1924 finden
zehn
weitere Versuche statt,
die US-hörige
Regierung zu stürzen.
Die
Mannes
blei
ben
bis 1925
im
Land.1914 Im»Chamorro-Bryan-Vertrag«
überläßt die
Regierung
Diaz
den
USAftir 3
Millionen Dollar»aufewig
«dasexklusiveRecht
zum
Bau eines
interozeanischen
Kanals.1927 Im neu
entflammten Bürgerkrieg
zwischen
der
»konservativen«Regie
rung
und den
»Liberalen«, zu
derenGenerälen auch Augusto
Cesar San
dino
gehört, erzwingtder persönlicheAbgesandte
des OS-Präsidenten
Coo
lidge
den
»Paktvon
Espino Negro
«,
indemerdem Anführer der
»
Libera
len«,
General Moncada, die Präsident
schaftverspricht.
Nur
Sandino
legt
nicht die
Waffen nieder,
sondern
ziehtsich
mit
30 seiner
Soldaten
in
die
Bergezurück. Es gelingt ihm, von
neuem
einkleines
Heer
aufzustellen
undden
OS
Truppen im
Laufe von sechs
Jahren
eine
Reihe
empfindlicher Niederlagen
beizubringen.
14
1933
Die Nordamerikaner
ziehen
ihreTruppen
ab,
nachdem
sie für
die
Auf
stellung
und
Ausbildungeiner
»
Nationalgarde
«
gesorgt und
ihren
Vertrauten,Luis
Somoza
Garda,
zu
deren
Befehls
haber
gemacht
haben.
Die
Präsident
schaft
übernimmt
Somozas
Onkel,
der
»Liberale«
Juan
Bautista Sacasa.1934
Sandino und seine
engsten
Mit
arbeiter,
diebeim Abzug
der
USA
die
Waffen
niedergelegt haben,
werdenauf
Veranlassung
Somozas
ermordet
.1936
Somoza putscht
gegen Sacasa
und
läßt sich
zum
Präsidenten wählen
.Bis 1979
gibt nun die
Familie
Somoza
den
Oberbefehl über die Nationalgarde
nicht mehr
ab
und errichtetmit
Raub
und
Korruption
eines
der größten
WirtschaftsimperienLateinamerikas
.1943
Ungeachtet seiner bisherigenSympathien
für
die deutschen und
italienischen
Faschisten
stellt.
sich
Luis
SomozaGarcia im
2.Weltkrieg
auf
die
Seite
der
USA.
Zugleich benutzt er dieGelegenheit
,
um
alle
Deutschen
in
Nicaragua
zu
enteignen
und
die meisten
ihrer
Besitztümer
und
Kaffeeplan
tagen persönlich
an
sich zu
reißen.1956
Einjunger
patriotischer
Dichter,
Rigoberto
Lopez
Perez,
erschieß denTyrannen
auf
einem Bankett und stirbt
selbst im Kugelhagel von dessen Leib
wächtern.Somozas
ältester
Sohn,
Luis
Somoza
Debayle,
tritt
die
Nachfolgean.
Während
der Baumwollanbau an der
Westküste
zur wichtigsten
Divisenquelle des
Landes
wird,
ziehen sich dieUS-Firmen allmählich
aus
der
Atlan
tikregion
zurück.
IhreBananenplanta
gen
undder
Raubbau an Gold, Silber
und Edelhölzern haben
tiefe
Spuren
hinterlassen.
Ein
riesiges
Gebiet
abge
holzten
Urwaldes
im
Nordosten
ist
zurunfruchtbaren Steppe geworden.
1961 Im
Anschluß an
mehrere
Guerril
laversuche
Ende
der
fünfziger
Jahre
wird unter
Führung
von
CarlosFon
seca
Amador
die
»
Sandinistische
Front
der Nationalen
Befreiung« (FSLN)gegründet.1963
Auf
den ersten gescheiterten
Ver
such
der
FSLN, an
der
Grenze
zu
Hon
duras
(Bocay
und
Rio
Coco)
eine
Landguerrilla
aufzubauen, folgt in
Managua
das vierjährige
Zwischen
spiel
einer
»zivilen«
Regierung
unter
dem somozatreuen Präsidenten
ReneSchick.1967
AnastasioSomoza Debayle,jüngerer
Sohn
des
ermordeten Gründers
der Dynastie und
seit 1946
Chef
derNationalgarde,
kommt durch
Wahlbe
trug
an
die
Präsidentschaft.
Im
glei
chenJahrstartet
von
Puerto
Cabezar
an
der
nicaraguanischen
Atlantikküsteein Invasionsheer
nach
Kuba, das
jedoch
bei
seiner
Landung
in
der
»Schweinebucht
«von
den
Truppen
der
Revolution
vernichtend
geschlagenwird.In
dennördlichen
Bergen von
Panca
san
kann sich
ein
neuer Guerrilla-

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