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Unruhen in China_wildcat 80

Unruhen in China_wildcat 80

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Unruhen in China
Beilage der Wildcat #80 – Dezember 2007
 
 Auf den ersten Blick erscheint die chinesische Sprache vielen NichtchinesInnen fremd und kompliziert. Tatsäch-lich geht ein Studium mit dem Erlernen von Singen und Malen einher, dem Umreißen vielstrichiger Zeichen unddem Formen obskurer Sch-Laute. Im Vergleich zu ande-ren schwierigen Sprachen, wie Deutsch, hat die chine-sische Sprache aber eine einfache Grammatik. Kein Wun-der, können doch wegen der festgelegten Silben (etwa400), die den Zeichen zugeordnet sind und aus denen alle Worte und Sätze bestehen, keine Verbenkonjugiert und keine Substantive dekli-niert werden. Das führt in anderen Spra-chen dazu, dass sich Worte ständig seltsam verändern.Für das Chinesische gibt es eine latei-nische Umschrift aller Silben, das soge-nannte
pinyin
, das uns – und heutzutageallen Kindern in China – das Erlernen der Aussprache eines Zeichens (einer Silbe)erleichtert. Jede Silbe (wie
 shi 
,
wo
,
tuo
...) wird – im sogenannten Hochchinesischen– in vier unterschiedlichen Tönen gespro-chen, was nicht nur die Aussprache ändert,sondern auch die Bedeutung. Wir müssenbeim Schreiben von
 pinyin
-Worten alsoauch den Ton angeben. Dafür verwenden wir hier Zahlen hinter den Silben. EinBeispiel mit der Silbe
 xing 
: Erster Ton: xing1 = nach Fisch riechen (
), zweiter Ton: xing2 = Folter (), dritter Ton: xing3= Nase schnäuzen (
) und vierter Ton: xing4 = Sex (
).Der erste Ton wird hoch und auf gleich bleibender Ton-höhe gesprochen, der zweite Ton steigt an, der dritte Tongeht nach unten und steigt anschließend wieder an, undder vierte Ton ist fallend und knapp.In diesem Heft findet ihr pro Seite einen chinesischenBegriff, bestehend aus zwei oder mehr Zeichen. Wir ver- wenden dabei die vereinfachte Schreibweise, die in der Volksrepublik China gilt, und nicht die traditionelle, die weiterhin in Hongkong, Taiwan und Singapur verwendet  wird. Unter den Zeichen steht jeweils die
 pinyin
-Um-schrift, die deutsche Übersetzung und manchmal einekurze Erklärung. Klar, dass wir vor allem Begriffe gesam-melt haben, die mit der Lage und den Kämpfen der «ge-fährlichen Klassen» in China zusammenhängen.Falls ihr Lust habt, euch noch näher mit der Sprache zubeschäftigen, dann mal los! Es wird euch eine neue Welt eröffnen, nicht nur was die Sprache selbst angeht. Chine-sisch befähigt euch, an einigen der spannendsten sozialen Auseinandersetzungen teilzunehmen, die vor uns liegen.Die Zukunft dieser Kämpfe ist ungewiss, aber die (chine-sischen) Zeichen für eine umfassende soziale Rebellionstehen
ϡ䫭
, bu4 cuo4: nicht schlecht!
Chinesisch –Sprache für Sozialrebellen
Dieses Heft ist eine Beilage der
wildcat #80
.
Diese Texte und andere findet Ihr auf:
www.wildcat-www.de/dossiers/china
 Anregungen, Fragen und Kritik an:
wiu@wildcat.rhein-neckar.deBestellungen
:Shiraz e.V.Postfach 30 12 0650782 Kölnoder:
versand@wildcat-www.de
Fertigstellung: 20.11.2007
 
1
Unruhen in China
Leitartikel zur Wahrnehmung von China hier, den Kämpfen der «gefährlichen Klassen» dort,der neuen Rolle Chinas in der Welt und den Versuchen einer Linken, die Kämpfe in China zuunterstützen. [2]
Die Geister der Geschichte
In diesem Beitrag beschäftigt sich Anton Pam mit den Hintergründen der Kämpfe derBauern und WanderarbeiterInnen, der Spaltung in Land- und Stadtbevölkerung, denLehren der Hunger-Geschichte, den aktuellen Auseinandersetzungen... [11]
Gesichter der Wanderung
Überblick über die Lage der WanderarbeiterInnen, die Arbeits- undLebensbedingungen, Organisierungsformen und Streiks dieser «neuen»Arbeiterklassen. [18]
Die unglückliche Arbeitergeneration
Artikel zu den Protesten der städtischen ArbeiterInnen, die zu den Verlierern der Re-formen seit 1978 gehören und von denen viele seit den neunziger Jahren entlassenwurden und nun zu den prekären Teilen des städtischen Proletariats gehören. [35]
Eine gescheiterte Revolution?
Anton Pam stellt in diesem Beitrag die Bewegung vom Tian'anmen 1989 und ihreNiederschlagung dar und geht der Frage nach, welche Rolle die ArbeiterInnen beimAufstand gespielt haben. [52]
Adam Smith in Beijing
Giovanni Arrighi untersucht in seinem neuen Buch den Abstieg Chinas im19. und den Wiederaufstieg Ende des 20.Jahrhunderts, der die Welt verändern wird.Diese Besprechung schildert seine Argumentation und lädt zur Kontroverse ein. [59]
Arbeiterinnen im maoistischen Patriarchat
Der Maoismus hat Formen des «feudalistischen» Patriarchats übernommen und in die neuengesellschaftlichen Organisationsformen integriert. Dieser Beitrag erläutert dies am Schicksal derFrauen aus der Generation der Kulturrevolution. [43]
Unbequeme Filme in unbequemen Zeiten
Vorstellung einiger Spiel- und Dokumentarfilme, die sich den gesellschaftlichen Umbrüchen,sozialen Verhältnissen und Kämpfen in China widmen. [74]
Y
a
Nachschauen
Chinesisch für Sozialrebellen [Umschlag vorne],Buchtipps [79], politische Karte von China [80] undDaten der neueren Geschichte Chinas [Umschlag hinten].
Wanderarbeit in Tianjin
Auswertung einer Serie von Interviews mit Bauarbeitern undDienstleistungsarbeiterinnen in Tianjin, Nordchina, die unsderen konkrete Lebenssituation näherbringen. [29]
China und Indonesien
Vieles unterscheidet diese beiden Entwicklungsdiktaturen,aber bei diesem Vergleich stoßen wir auch auf erstaunlicheGemeinsamkeiten. [68]
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