Read without ads and support Scribd by becoming a Scribd Premium Reader.
 
Otto-Friedrich-Universität BambergFakultät Geistes-und KulturwissenschaftenInstitut für GeschichteLehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte unter Einbeziehung der LandesgeschichteWintersemester 2010/2011Hauptseminar: Erinnern und Recht in geistlichen Kommunitäten des hohen und frühenMittelalters
Codex maior und Codex minor aus Weingarten, sowie diesogenannten Weingartener Urkundenfälschungen
 
Natascha KracheelLA Gymnasium Geschichte, Anglistik und Sozialkunde, 3. Fachsemester
 
2
Inhaltsverzeichnis1. Einleitung...............................................................................................................................3
1.1 Gegenstand und Zielsetzung.................................................................................................31.2 Quellenlage und Forschungsstand........................................................................................31.3 Aufbau...................................................................................................................................4
2. Das Kloster Weingarten und seine Geschichte
..................................................................4
3. Recht und Schriftlichkeit allgemein....................................................................................64. Die Codices aus Weingarten.................................................................................................8
4.1Codex maior...........................................................................................................................84.2 Codex minor........................................................................................................................10
5. Die Weingartener Urkundenfälschungen .......................................................................12
5.1 Die Fälschungskriterien......................................................................................................125.2 Gründe für das Fälschungsunternehmen.............................................................................125.2.1 Brand, Verlust und Zerstörung.....................................................................................125.2.2. Gerichtsbarkeit............................................................................................................135.2.3 Vogteifrage...................................................................................................................135.2.4 Historische Ereignisse und Besitzsicherung................................................................15
6. Zusammenhang zwischen den Codices und dem Fälschungsunternehmen..................197. Erfolg und Entwicklung des Fälschungsunternehmens..................................................208. Schluss..................................................................................................................................21
 
3
9. Quellen- und Literaturverzeichnis....................................................................................23
 
1. Einleitung1.1 Gegenstand und Zielsetzung
„ Wir sagen, dass Urkunden besser sind als Zeugenaussagen. Denn Zeugen sterben; dieUrkunden dagegen bleiben für immer.“
1
Urkunden, die ebenfalls eine lange Zeit überdauertensind die Urkunden aus dem oberschwäbischen Kloster Weingarten. Inzwischen wurden sie jedoch als Fälschungen entlarvt. Diese Urkunden und zwei Handschriften entstanden im 13.Jahrhundert. Ziel dieser Arbeit ist es, zu zeigen, wie die Urkunden im Kontext der Zeit, derHandschriften und der gesteigerten Bedeutung von Recht und Schriftlichkeit zu verstehensind. Für diese Fälschungen aus dem 13. Jahrhundert gilt es daher, unter Zunahme derBeiüberlieferung, zu klären, welche Gründe zu ihrer Erstellung führten.
1.2 Quellenlage und Forschungsstand
Die Urkunden Weingartens bis 1300 sind im Württembergischen Urkundenbuch gedruckt, fürdie Zeit vor 1240 sind allerdings wenige erhalten
2
. Die beiden Traditionscodices sindallerdings vollständig abgedruckt. Von den erhaltenen Weingartener Urkunden aus derStauferzeit, den 70er Jahren des 13. Jahrhunderts, ist der Großteil gefälscht. Insgesamt gilt es18 Fälschungen zu betrachten, deren Vorlagen und Originale zu größtem Teil vernichtetwurden
3
. Sie entstanden während und nach der Regierungszeit Rudolfs von Habsburg undsetzen sich aus zehn Kaiser- und Königsurkunden, vier Papsturkunden, einerBischofsurkunde, zwei welfischen Urkunden und einer weiteren, seit 1950 verschollenen,Urkunde zusammen
4
. Die meisten Kenntnisse über die Weingartener Urkunden sind imWürttembergischen Urkundenbuch veröffentlicht, das eine der Hauptquellen dieser Arbeit
1
Gildhorn, Antje. Von den Anfängen der Schriftlichkeit. Der mittelalterliche Textbegriff im Spannungsverhältnisvon Gedächtniskultur und Literaturgesellschaft. Berlin, 2001. Abrufbar im Internet. URL:http//www.scidok.sulb.uni-saarland.de/volltexte/2004/404/pdf/Von_den_Anfängen_der_Schriftlichkeit.pdf.Stand: 31.03.2011. S. 130. Im Folgenden zitiert als: Gildhorn. Textbegriff. 2001.
2
Riechert, Ulrike. Oberschwäbische Reichsklöster im Beziehungsgeflecht mit Königtum, Adel und Städten (12.bis 15. Jahrhundert). Dargestellt am Beispiel von Weingarten, Weißenau und Baindt.(EuropäischeHochschulschriften, Reihe 3. Geschichte und Hilfswissenschaften) Bd.301. Frankfurt, 1986. S. 63 Im Folgendenzitiert als: Riechert. Beziehungsgeflecht. 1986.
3
Ebd. S. 126.
4
Ebd.S.141.
Search History:
Searching...
Result 00 of 00
00 results for result for
  • p.
  • Notes
    Load more