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E-Plus-Stellungnahme zum Konsultationsentwurf zur Frequenzverteilungsuntersuchung

E-Plus-Stellungnahme zum Konsultationsentwurf zur Frequenzverteilungsuntersuchung

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Die Bundesnetzagentur kommt in ihrem Konsultationsentwurf zur Frequenzverteilungsuntersuchung (Konsultationsentwurf) zu dem Ergebnis, dass die von ihr betrachtete Frequenzausstattung der deutschen Mobilfunknetzbetreiber Wettbewerbsverzerrungen bei der Umsetzung der geänderten GSM-Richtlinie nicht wahrscheinlich macht. Wie die Begründung des Konsultationsentwurfs zeigt, beruht dieses Ergebnis letztlich allein auf dem Wiener Gutachten.
Die Bundesnetzagentur kommt in ihrem Konsultationsentwurf zur Frequenzverteilungsuntersuchung (Konsultationsentwurf) zu dem Ergebnis, dass die von ihr betrachtete Frequenzausstattung der deutschen Mobilfunknetzbetreiber Wettbewerbsverzerrungen bei der Umsetzung der geänderten GSM-Richtlinie nicht wahrscheinlich macht. Wie die Begründung des Konsultationsentwurfs zeigt, beruht dieses Ergebnis letztlich allein auf dem Wiener Gutachten.

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Categories:Business/Law
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09/19/2011

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1/8
Konsultationsentwurf Frequenzverteilungsuntersuchung (BK1-11/001) Stellungnahme der E-Plus GruppeZusammenfassung:
Die Bundesnetzagentur kommt in ihrem Konsultationsentwurf zurFrequenzverteilungsuntersuchung (Konsultationsentwurf) zu dem Ergebnis, dass die von ihrbetrachtete Frequenzausstattung der deutschen MobilfunknetzbetreiberWettbewerbsverzerrungen bei der Umsetzung der geänderten GSM-Richtlinie nichtwahrscheinlich macht. Wie die Begründung des Konsultationsentwurfs zeigt, beruht diesesErgebnis letztlich allein auf dem Wiener Gutachten.Bezüglich des Wiener Gutachtens hat die E-Plus Gruppe (E-Plus) bereits nach dessenVeröffentlichung im März 2011 darauf hingewiesen, dass dieses Gutachten aus vielerleiGründen äußerst fragwürdig ist. So bestraft der im Gutachten verwandte BerechnungsansatzE-Plus faktisch dafür, im Rahmen der 2010-Frequenzauktion sehr nachhaltig auf 800 MHz-Frequenzen geboten zu haben. Umgekehrt wäre das Wiener Gutachten absehbarer Weisezum Ergebnis frequenzbedingter Wettbewerbsverzerrungen gekommen, wenn E-Plus früheraus dem Bieterstreit um die 800 MHz-Frequenzen ausgestiegen wäre.Neben dem Wiener Gutachten bemüht die Bundesnetzagentur in der Begründung desKonsultationsentwurfs zwar zusätzlich auch ihre eigenen Entscheidungen zu denMobilfunkterminierungsentgelten und erwähnt eine Studie der finnischen BeratungsfirmaRewheel. Beide liefern zu den im Rahmen der Frequenzverteilungsuntersuchung zubeantwortenden Fragen aber keine verwertbaren Antworten.Das Ergebnis des Konsultationsentwurfs ist daher insgesamt nicht haltbar.Für den Fall, dass es doch frequenzbedingte Wettbewerbsverzerrungen geben sollte, führtdie Bundesnetzagentur zwar noch hilfsweise aus, dass diese ausVerhältnismäßigkeitsgründen jedenfalls nicht vor dem 31.12.2016 behoben werden sollten.Dem ist jedoch entgegen zu halten, dass E-Plus am 22.9.2006 und damit mehr als 10 Jahrevor dem 31.12.2016 eine Umverteilung von 900 gegen 1800 MHz-Frequenzen beantragt hat.Es erscheint – vorsichtig formuliert - fragwürdig, dass die Bundesnetzagentur diesen Antrag5 Jahre lang nicht bescheidet, dass sie ihn nun unter erweiterten rechtlichenVoraussetzungen im Rahmen der Frequenzverteilungsuntersuchung ablehnen möchte, unddass E-Plus zusätzlich entgegengehalten wird, dass bis Ende 2016 jetzt nur noch einRestzeitraum von gut 5 Jahren verbleibt.Sollte die Bundesnetzagentur ihre finale Entscheidung zur Frequenzverteilungsuntersuchunggleichwohl auf den Berechnungsansatz aus dem Wiener Gutachten stützen, so müsstedieser Ansatz auch für den im Verfahren „Projekt 2016“ (BK 1-11/003) betrachtetenAnschlusszeitraum ab 1.1.2017 gelten.Auf Basis des Wiener Gutachten-Ansatzes wurde in der E-Plus-Stellungnahme zum„Eckpunktepapier Projekt 2016“ bereits dargelegt, dass der Deutschen Telekom undVodafone durch die behördlichen Einzelzuteilungen der Ende 2016 auslaufenden 900 und1800 MHz-Frequenznutzungsrechte gegenüber E-Plus und Telefónica O2 bis Ende 2016Frequenzkostenvorteile von jeweils mehr als 2 Milliarden Euro gewährt worden sein werden.Diese behördlich gewährten Kostenvorteile sollten schnellstmöglich, spätestens jedoch mitWirkung zum 1.1.2017, durch Einzelzuteilungen der Bundesnetzagentur (zumindestannäherungsweise) wieder behoben werden, indem E-Plus 2 x 2,4 MHz zusätzliches 900MHz-Spektrum erhält und im Gegenzug 2 x 2,4 MHz 1800 MHz-Spektrum abgibt.Unabhängig davon sollte die Bundesnetzagentur vor dem von ihr im Rahmen des „Projekts2016“ avisierten Bedarfsermittlungsverfahren klar stellen, dass ab 1.1.2017 für jedenMarktteilnehmer eine 2 x 20 MHz Spektrumskappe im 800 / 900 MHz-Frequenzbereich gilt.
 
 
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Vorbemerkung:
E-Plus hat im Rahmen der Frequenzverteilungsuntersuchung im Oktober 2010 zumImpulspapier der Bundesnetzagentur eine Stellungnahme sowie ein juristisches Gutachtenvon Professor Holznagel und ein ökonomisches Gutachten von Professor Gerpotteingebracht.Zum von der Bundesnetzagentur im März 2011 veröffentlichten Wiener Gutachten hat E-Plusabermals eine Stellungnahme sowie ein juristisches Sondergutachten von ProfessorHolznagel und ein ökonomisches Sondergutachten von Professor Gerpott vorgelegt.
1
 Die Bundesnetzagentur hat sich im vorliegenden Konsultationsentwurf mit einer Vielzahl derin diesen Dokumenten vorgetragenen Argumenten bisher nicht oder nur rudimentärauseinander gesetzt.E-Plus bittet die Bundesnetzagentur daher, dies in ihrer finalen Entscheidung zurFrequenzverteilungsuntersuchung nachzuholen und ihr Untersuchungsergebnis zurFrequenzverteilungsuntersuchung entsprechend zu korrigieren.Nachfolgend werden zusätzlich solche Ausführungen aus dem Konsultationsentwurfkommentiert, zu denen E-Plus bisher noch nicht Stellung genommen hat.
Zum Tenor / Zu Randnummer 49 ff / Zu Randnummer 195 ff:
Die Bundesnetzagentur beabsichtigt, im Rahmen der Frequenzverteilungsuntersuchung denAntrag von E-Plus vom 22.9.2006 zurückzuweisen.Der E-Plus-Antrag vom 22.9.2006 wird in Randnummer 49 wörtlich aufgeführt.In diesem Zusammenhang ist zum einen darauf hinzuweisen, dass E-Plus diesen Antrag am11.8.2011 insoweit zurück genommen hat, als dieser einen Umfang von 2 x 2,4 MHzüberschritten hat. Der Antrag lautet nunmehr wie folgt:„Der E-Plus Mobilfunk GmbH & Co. KG, E-Plus Straße 1, 40472 Düsseldorf, diese vertretendurch die E-Plus Mobilfunk Geschäftsführungs GmbH, diese vertreten durch denVorsitzenden der Geschäftsführung, Herrn Thorsten Dirks, ebenda, werden zum 1.1.2010,zumindest jedoch mit sofortiger Wirkung, und bis zum 31.12.2016 aus dem Frequenzbereich880-915 / 925-960 MHz im Umfang von 2 x 2,4 MHz weitere Frequenzen für die bundesweiteNutzung für den drahtlosen Netzzugang zur Erbringung von Telekommunikationsdienstenzugeteilt. Soweit der Antrag vom 22.9.2006 einen Umfang von 2 x 2,4 MHz überschritten hat,wird er nicht mehr aufrechterhalten.Im Gegenzug erklärt sich die Antragstellerin bereit, auf eine gleiche Menge von Frequenzenaus dem Frequenzbereich 1763,1-1780,5 / 1858,1-1875,5 MHz zu verzichten und dieNutzung dieser Frequenzen zu beenden.“Unabhängig davon ist darauf hinzuweisen, dass eine Bescheidung des Antrags vom22.9.2006 in der Fassung vom 11.8.2011 im Rahmen der Frequenzverteilungsuntersuchungzumindest deshalb fehlerhaft und rechtswidrig wäre, weil hierdurch ungleichartige Verfahrenmiteinander verbunden werden.
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Sämtliche Dokumente sind hier abrufbar:http://www.bundesnetzagentur.de/cln_1912/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/RegulierungTelekommunikation/Frequenzordnung/OeffentlicherMobilfunk/Frequenzverteilungsuntersuchung/FreqVertUntersuchung_node.html
 
 
 
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Der aus dem Jahr 2006 stammende E-Plus- Antrag auf Umverteilung von 900 gegen 1800MHz-Frequenzen ist auf Basis der Zuteilungsvoraussetzungen aus § 55 TKG zu bescheiden.Die Frequenzverteilungsuntersuchung gemäß Artikel 1 Absatz 2 der im Jahr 2009verabschiedeten GSM-Richtlinie beschäftigt sich dem gegenüber mit der Frage, ob aufGrund der bestehenden Zuteilung des 900 MHz-Bandes an die deutschenMobilfunkbetreiber bei der Umsetzung der geänderten GSM-RichtlinieWettbewerbsverzerrungen wahrscheinlich sind.Dieser rechtliche Maßstab geht über die Voraussetzungen des § 55 TKG hinaus und ist fürdie Bescheidung des E-Plus-Antrags daher unerheblich.
Zu Randnummer 218:
Die Bundesnetzagentur führt aus, dass die Präsidentenkammer zum jetzigen Zeitpunktkeinen Anlass zum Zweifel an der Knappheit der Frequenzen im 900 MHz-Band hegt.Hierfür spreche schon der Umstand, dass E-Plus am 22.9.2006 die Umverteilung desvorhandenen Spektrums beantragt habe.Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass E-Plus den Antrag vom 22.9.2006 am 11.8.2011umfangmäßig auf eine Umverteilung von 2 x 2,4 MHz 900 gegen 1800 MHz-Frequenzenbeschränkt und in zeitlicher Hinsicht nochmals klargestellt hat, dass die beantragteUmverteilung den Zeitraum vom 1.1.2010 bis zum 31.12.2016 betreffen soll.E-Plus hat ferner bereits darauf hingewiesen, dass dieser Antrag nicht im Rahmen derFrequenzverteilungsuntersuchung beschieden werden darf.Sollte die Bundesnetzagentur den E-Plus-Antrag vom 22.9.2006 in der Fassung des11.8.2011 trotzdem im Rahmen der Frequenzverteilungsuntersuchung bescheiden möchte,müsste seitens der Bundesnetzagentur jedenfalls neu ermittelt werden, ob bis Ende 2016Frequenzen im 900 MHz-Band tatsächlich knapp sind.Auch für den im Rahmen des „Eckpunktepapiers Projekt 2016“ untersuchtenAnschlusszeitraum ab dem 1.1.2017 hat E-Plus bereits in ihrer diesbezüglichenStellungnahme vom 12.8.2011 verdeutlicht, dass die von der Bundesnetzagentur vermuteteKnappheitssituation vor allem dann wahrscheinlich wäre, wenn die Bundesnetzagentur vordem von ihr zeitnah avisierten Bedarfsermittlungsverfahren nicht klar stellen würde, dass dievon ihr im Rahmen der 2010-Frequenzversteigerung festgelegte Spektrumskappe von 2 x 20MHz im 800 / 900 MHz-Band ab dem 1.1.2017 dann tatsächlich für alle Marktteilnehmer gilt.
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 In Ansehung aller von der Bundesnetzagentur am 24.8.2011 veröffentlichtenStellungnahmen zum „Eckpunktepapier Projekt 2016“ scheint sich die Möglichkeit einersolchen allein regulierungsinduzierten Knappheitsfeststellung weiter zu verdichten.
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 Um zu verhindern, dass alle Marktbeteiligten in unnötige und aufwendige weiterePlanungsschritte getrieben werden, die die Planungssicherheit belasten und letztlich zu einerVerzögerung des weiteren Ausbaus der mobilen Breitbandnetze in Deutschland führen,sollte die Bundesnetzagentur daher vor dem von ihr avisierten Bedarfsermittlungsverfahrenklar stellen, dass ab dem 1.1.2017 dann tatsächlich kein Marktteilnehmer mehr die von ihrbereits 2009 festgelegte, in der 2010-Frequenzauktion jedoch diskriminierend angewandteSpektrumskappe von 2 x 20 MHz im 800 / 900 MHz-Bereich überschreiten darf.
2
E-Plus Stellungnahme zum Eckpunktepapier Projekt 2016, Seiten 1 + 12, abrufbar unter:http://www.bundesnetzagentur.de/cln_1912/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/RegulierungTelekommunikation/Frequenzordnung/OeffentlicherMobilfunk/DrahtloserNetzzugang/DrahtloserNetzzugang_node.html 
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Sämtliche Stellungnahmen zum Eckpunktepapier Projekt 2016 sind hier abrufbar:http://www.bundesnetzagentur.de/cln_1912/DE/Sachgebiete/Telekommunikation/RegulierungTelekommunikation/Frequenzordnung/OeffentlicherMobilfunk/DrahtloserNetzzugang/DrahtloserNetzzugang_node.html 

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