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20110930 Newsletter September III

20110930 Newsletter September III

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09/30/2011

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Die Europäische Union darf keineSchulden machen, sondern nur soviel Geld ausgeben, wie ihr vonden Mitgliedsländern überwiesenwird. „Das muss so bleiben“, stell-te Garrelt Duin, wirtschaftspoliti-scher Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, im Gesprächmit Wirtschaftsvertretern in Ber-lin klar. Er antwortete damit auf die Frage, ob die glichkeiteiner EU-Verschuldung geschaf-fen werde, wenn die Erlöse einerUmsatzsteuer auf Finanzgeschäf-te (Finanztransaktionssteuer) indie Kassen der EU flössen. Duin:„Die EU muss mit dem Geld aus-kommen, das ihr zur Verfügunggestellt wird.“ Auch wenn rGriechenland eine Treuhand-Gesellschaft zur Aufpäppelungder Wirtschaft gegründet würde,dürfe das Prinzip der Nichtver-schuldung nicht aufgehoben wer-den. Duin hält eine gemeinsameeuropäische Wirtschaftspolitik fürein Gebot der Stunde. Dringendnötig sei auch ein besserer Perso-nal-Austausch zwischen Bund undEU. Zurzeit sei Brüssel eher einÜbungsfeld für Anfänger oder dieletzte Station für ältere Beamte.Der deutsche Einfluss in Europaschwinde so immer mehr. Franzo-sen messen der EU einen höhe-ren Wert bei.
Berlin, 30. September 2011 Ausgabe 9 / 2011 IIIwww.garreltduin.de
Garrelt Duin
Ostfriesisch. Klar.
Newsletter
EU muss mit dem Geld auskommen
Duin:EU-Kommissiondarf auchkünftig auf keinenFall Schuldenmachen
Warum lasst Ihr Griechenlandnicht einfach Pleite gehen, dannkönnen wir uns die Milliarden-Hilfen und rgschaften dochsparen - und wir wären auf einenSchlag die Euro-Krise los. Dashöre ich oft. Leider ist es nicht so.Sonst hätte der Bundestag sicher-lich längst in diese Richtung ent-schieden. Ich habe am vorigenDonnerstag r den Rettungs-schirm gestimmt. Es ging unsSozialdemokraten nicht darum,der Regierung Merkel zu helfen.Es ging in erster Linie auch nichtdarum, die Griechen vor der Plei-te zu retten. Es ging einzig darum,uns Deutsche vor den Folgen derPleite Griechenlands zu bewah-ren. Denn: Bei einer Staatspleitekann keine griechische Firma ihreoffenen Rechnungen bei deut-schen Lieferanten bezahlen, deut-sche Banken und Versicherungen- und damit auch der kleine Mann- verlieren Milliarden, die Grie-chen holen ihre Euros von derBank und die Spekulanten knöp-fen sich Portugal, Spanien undItalien vor. Diese Staaten fallenwie Dominosteine - und reißenganz Europa mit.
Finanzmärkte an die Kandare nehmen
Es lässt sich nicht mehr ändern;Die Schuldenkrise konnte sich sostark ausweiten, weil die Bundes-regierung viel zu viel Zeit vertrö-delt hat, sie energisch zu be-kämpfen. Vor der Landtagswahlin Nordrhein-Westfalen im Mai2010 traute sie sich monatelangnicht, den Menschen reinen Weineinzuschenken. Als es im Bundes-tag um die ersten Rettungsmaß-nahmen ging, hat sich die SPD derStimme enthalten. Dafür hat sieKritik einstecken müssen. Aberihre Begndung erweist sichheute als wahrer denn je: DieHilfen reichten nicht aus, damalsnicht, und heute vermutlich auchnicht. Fraktions-Chef Frank-Walter Steinmeier sagt, dass es inBrüssel die Spatzen vom Dach-pfeifen: Bald muss ein noch grö-ßerer Rettungsschirm aufge-spannt werden.Richtiger denn je ist auch, dassEuropa nicht das Problem, son-dern die Lösung ist - aber nur einstarkes Europa. Gerade Deutsch-land ist darauf angewiesen. Gar-relt Duin: „Wir sind einer, wennnicht der Gewinner des Euro. EineRückkehr zur D-Mark wäre einwirtschaftliches Desaster.“Richtig ist auch, die Staatsschul-den abzubauen. Aber gleichzeitigmüssen Staaten wie Griechenlandauch wieder auf die Beine kom-men. Sie brauchen Einnahmen.SPD-Fraktionsvize Hubertus Heilbringt einen Marshall-Plan fürGriechenland ins Spiel.Garrelt Duin fordert, Schluss zumachen mit Steuer-Dumping. Sohat Irland jahrelang mit Niedrigst-steuern Investoren ins Land ge-lockt - bis es finanziell vor dieWand fuhr. Duin: „Dumping alsStrategie können wir nicht längerdulden.“ Eurobonds zur Absiche-rung der Schulden kommen auf Sicht in Frage. Für Duin ist ent-scheidend, Finanzmärkte an dieKandare zu nehmen und rWachstum zu sorgen.
Ineinem starkenEuropafür Wachstum sorgen/ Regierung zögert immer noch
 
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Fernseh-Interviews gehören zum täglichen Brot
Nach getaner Arbeit: Garrelt Duin mit dem Leiter des ARD-Hauptstadtstudios,Ulrich Deppendorf (von links). Beide können sich fast auf den Schreibtischkucken. Ihre Büros liegen gegenüber an der Wilhelmstraße in Berlin.
Deppendorf und die SPD
Ulrich Deppendorf hielt sich mitscharfen Wertungen zurück, wasohnehin nicht seine Art ist. Aberimmerhin wagte der Chef desARD-Hauptstadtstudios einePrognose über die FDP: „Wenndie Freidemokraten im nächstenFrühjahr in Schleswig-Holsteinnicht wieder in den Landtag kom-men, dann bekommen sie wiedereinen neuen Vorsitzenden.“Deppendorf skizzierte auf Einla-dung von SPD-Bundestagsabgeordneten diepolitische Lage und im besonde-ren die der SPD.Er warnte davor, die Piraten-Partei zu unterschätzen. Ihr Erfolgbei den Abgeordnetenhaus-Wahlen in Berlin erinnere ihn andie Anfänge der Grünen. An derPolitik der Regierung ließ er we-nig gute Haare, erinnerte jedochdaran, dass die nächste Wahl erstin zwei Jahren ist: „Bis dahin kannsich noch vieles ändern.“
ARD, ZDF undN24:Als wirtschaftspolitischer Sprecher muss Garrelt Duinoft RedeundAntwort stehen
Entspannte Atmosphäre beim ZDF-Interview für „Berlin direkt“ an derReichstagskuppel: Von links Garrelt Duin und Korrespondent Andreas Huppert.
Gute Parteireform
Andreas Huppert ist ein alterHase im politischen Berlin unddavor in Bonn. Der ZDF-Korrespondent befragte GarreltDuin als Sprecher des SeeheimerKreises der sozialdemokratischenBundestagsfraktion zur Parteire-form, die auf dem nächsten Bun-desparteitag Anfang Dezemberverabschiedet werden soll.Partei-Chef Sigmar Gabriel undGeneralsekretärin Andrea Nahleshatten ursprünglich vorgeschla-gen, auch Nichtmitglieder an derWahl von Kandidaten für denParteivorsitz oder fürs Kanzleramtteilnehmen zu lassen. Damit stie-ßen sie bei der Basis auf Wider-stand. Garrelt Duin: „Der jetztvorgelegte Kompromiss ist mehr-heitsfähig. Wir haben eine guteBalance aus Öffnung der Parteiund Mitgliederinteressen gefun-den.“In einer alten Partei wie der SPDmuss die Mitgliedschaft ihrenbesonderen Wert behalten: „Dasbleibt mit der Reform gewahrt.“
Heißer Talk mit Michel Friedman. Aber wem es zu heiß ist in der Küche, solltenicht Koch werden: Garrelt Duin (r.) und Hans Michelbach, CSU, mit Friedman.
Von Zockern im Casino
“Studio Friedman“ ist nichts fürzartbesaitete Seelen. MichelFriedman fragt hart, bleibt amBall, unterbricht seine Gäste,stoppt Weitschweifiges. Das istnicht jedermanns Geschmack,aber „Studio Friedman“ auf N24hat jeden Donnerstag um 23.10Uhr eine feste und gar nicht sokleine Sehergemeinde, die geradediesen schnellen Schlagabtauschzu schätzen wissen. Garrelt Duinals wirtschaftspolitischer Spre-cher der SPD-Bundestagsfraktionwar jetzt zum zweiten Mal inner-halb weniger Wochen Gast beiFriedman. Sein Gesprächsgegnerwar der CSU-FinanzfachmannHans Michelbach, der beim The-ma Finanzkrise und die Folgeneinen schweren Stand hatte. Duinhielt ihm vor, Kanzlerin Merkelhabe „das Casino für die Zockervon den Banken nie geschlossen“.Friedman zitierte Christian Wulff:Die Regierung lasse sich von Spe-kulanten wie am Nasenring durchdie Arena führen.
 
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Die Ems spielte keine Rolle beim Staatssekretär
17.Nautischer AbendinBerlin:Verkehrsministerium gibt Erhalt denVorrang vor Ausbau
Klaus-Dieter Scheurle, Staatsekre-r im Verkehrsministerium,sprach beredt über notwendigeVertiefungen von Elbe und We-ser, von den Schleusen des Nord-Ostseekanals in Brunsbüttel unddass der „Erhalt vor Ausbaugehen. Doch in seiner Auflistungder „seewärtigen „Anbindungen“fehlte die Ems. Der Staatssekretärwar beim 17. Nautischen Abendin Berlin kurzfristig für Verkehrs-minister Ramsauer, CSU, einge-sprungen. Frank Wessels, Vorsit-zender des Deutschen NautischenVereins, hatte zuvor die Vertie-fungen von Elbe, Weser und Emsangemahnt. Er hob die Sorgenwegen der Piraterie auf den Mee-ren hervor und beklagte denschlechten Zustand der Schleusenam Nord-Ostseekanal, der nachseiner Meinung diesen Schiff-fahrtsweg langfristig gefährde.Das zentrale Thema des Nauti-schen Abends: „Mega Carrier undHafenanbindung: Was ist sinnvoll,was ist machbar?“ Redner warKlaus Heitmann, Hauptgeschäfts-führer des Zentralverbandes derDeutschen Seehafenbetriebe(ZDS).
Nautischer Abend in Berlin. Von links Reinhard de Boer (Wasser- und Schifffahrtsamt Emden) Jochen Zerrahn (Meyer-Werft), Garrelt Duin, Frank Wessels(Vorsitzender des Deutschen Nautischen Vereins), im Hintergrund Torsten Müller, Personalrats-Chef WSD Nordwest und Rüdiger Meinen (Insta Ems-Jade).
Gerechtes Steuerkonzept
Das Steuerkonzept der SPD zieltauf Großverdiener und verschontden normalen Bürger. GarreltDuin: „Wirklich draufzahlen müs-sen nur Singles, die mehr als 7000Euro brutto im Monat verdienen,und Ehepaare, die auf mehr als12.500 Euro im Monat kommen.“Der Spitzensteuersatz wird von42 auf 49 Prozent erhöht. Vorge-sehen ist die Vermögenssteuer,Großerben werden stärker be-steuert. Das heißt: Die meistenBürger zahlen nicht mehr als heu-te, Bürger mit Großeinkommenwerden stärker belastet. Das Geldfließt in Bildung, außerdem wer-den Schulden abgebaut.
Rettet die Soziale Stadt
Städtebauförderung: SPD-Fraktionmacht mobil
Weniger Investitions-Hilfe
Bundkürzt erneut GRW-Geldfür kleinereBetriebe
Ein Schlag für kleine und mittlereBetriebe: Die Bundesregierungwill die Regionale Wirtschaftsför-derung erneut kürzen, diesmalum 53 Millionen Euro. Damitstehen der Gemeinschaftsaufga-be des Bundes und der Länder zur„Verbesserung der regionalenWirtschaftsstruktur“ (GRW) 2012nur 558 Millionen Euro vom Bundzur Verfügung. Die Länder zahlen jeweils die gleiche Summe hinzu.GRW-Mittel sind oft der letzteAnstoß für eine Investition. Dieniedersächsische Landesregie-rung hat vor der letzten Landtags-wahl mehr Mittel bewilligt, als siespäter zahlen konnte.Städtebauförderung ist ein politi-sches Erfolgsmodell. GanzDeutschland, namentlich auchOstfriesland profitierte davon.Seien es Norden, Emden oderLeer, wo ganze Stadtteile saniertworden sind. Jetzt hebelt dieBundesregierung das bewährteProgramm aus. Und ostfriesischeAbgeordnete stimmen dem zu.Bereits im vorigen Novembergaben die Abgeordneten GittaConnemann, CDU, und Hans-Michael Goldmann, FDP, ihr Ja zueiner Kürzung der Städtebauför-dermittel.Mit dem Haushalt 2012 stehteine neue Kürzungsrunde bevor -und die beiden Abgeordnetenwerden gewiss dafür wieder ihreHand heben. Betroffen ist vorallem das Programm SozialeStadt.Unter Willy Brandt wurde dieStädtebauförderung 1971 einge-führt. Erhalt historischer Stadt-kerne, Belebung von Innenstäd-ten und Aufwertung sozialerBrennpunkte sind sichtbare Wir-kungen. Daneben stößt die Städ-tebauförderung hohe Investitio-nen an und refinanziert sich sofast allein über Steuereinnahmen.Am 24. Oktober veranstaltet dieSPD-Bundestagsfraktion die Kon-ferenz „40 Jahre Städtebauförde-rung - Rettet die Soziale Stadt“.Eingeladen sind alle, die mit Städ-tebauförderung zu tun haben.Referenten sind Frank-WalterSteinmeier, der Kieler Oberbür-germeister Torsten Albig, prakti-zierende Quartiermanager sowieVertreter des Mieterbundes undder Wohnungs- und Immobilien-unternehmer.
SPD will nur Großverdiener mehr belasten

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