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Interactive Things: Empfehlen von Objekten im Social Web

Interactive Things: Empfehlen von Objekten im Social Web

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Published by Alexander Stocker
Das digitale Empfehlen von Objekten wie Unternehmen, Produkten und Dienstleistungen aller Art über Plattformen des Social Web wie Twitter, Facebook & co. ist heute gelebte Praxis bei den Nutzern. Doch bisher existiert keine Möglichkeit, diese Empfehlungen direkt über das Objekt aus der realen in die virtuelle Welt auszusprechen. Vielmehr müssen Fans vorher erst mühsam eine Plattform in der virtuellen Welt aufrufen und dort eine entsprechende Aktion bei der digitalen Repräsentation des Objekts (z.B. die Facebook Seite) setzen. In Zukunft wird es möglich sein, dass Objekte direkt und ohne Umweg über eine Web-Seite über das Mobiltelefon mit dem Social Web vernetzt werden. Mit dem seit Anfang 2011 im deutschsprachigen Raum erhältlichen „Google Nexus S“ steht ein mit der dafür notwendigen Technologie Near Field Communication (NFC) ausgerüstetes Smartphone mit Konnektivität zum Web für die breite Masse zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund wurde in dem von JOANNEUM RESEARCH und evolaris next level gemeinsam durchgeführten Projekt „Interactive Things“ ein Demonstrator für das Betriebssystem Android mit folgender Funktionsweise entwickelt: Bringt ein Nutzer sein mit der gleichnamigen Applikation „Interactive Things“ versehenes Mobiltelefon in die Nähe eines mit einem NFC-Tag versehenen Objekts, können über die Applikation digitale
Empfehlungen wie „Facebook: Check-in“, „Facebook: Gefällt-mir“ und „Twitter: Send Tweet“ durchgeführt werden. SunnyBAG, Hersteller einer innovativen Tasche, welche einen integrierten Akku mit Hilfe eingebauter Solarpanelen auflädt, macht sich die in diesem Projekt entwickelte Technologie schon heute zunutze.
Das digitale Empfehlen von Objekten wie Unternehmen, Produkten und Dienstleistungen aller Art über Plattformen des Social Web wie Twitter, Facebook & co. ist heute gelebte Praxis bei den Nutzern. Doch bisher existiert keine Möglichkeit, diese Empfehlungen direkt über das Objekt aus der realen in die virtuelle Welt auszusprechen. Vielmehr müssen Fans vorher erst mühsam eine Plattform in der virtuellen Welt aufrufen und dort eine entsprechende Aktion bei der digitalen Repräsentation des Objekts (z.B. die Facebook Seite) setzen. In Zukunft wird es möglich sein, dass Objekte direkt und ohne Umweg über eine Web-Seite über das Mobiltelefon mit dem Social Web vernetzt werden. Mit dem seit Anfang 2011 im deutschsprachigen Raum erhältlichen „Google Nexus S“ steht ein mit der dafür notwendigen Technologie Near Field Communication (NFC) ausgerüstetes Smartphone mit Konnektivität zum Web für die breite Masse zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund wurde in dem von JOANNEUM RESEARCH und evolaris next level gemeinsam durchgeführten Projekt „Interactive Things“ ein Demonstrator für das Betriebssystem Android mit folgender Funktionsweise entwickelt: Bringt ein Nutzer sein mit der gleichnamigen Applikation „Interactive Things“ versehenes Mobiltelefon in die Nähe eines mit einem NFC-Tag versehenen Objekts, können über die Applikation digitale
Empfehlungen wie „Facebook: Check-in“, „Facebook: Gefällt-mir“ und „Twitter: Send Tweet“ durchgeführt werden. SunnyBAG, Hersteller einer innovativen Tasche, welche einen integrierten Akku mit Hilfe eingebauter Solarpanelen auflädt, macht sich die in diesem Projekt entwickelte Technologie schon heute zunutze.

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Published by: Alexander Stocker on Oct 31, 2011
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4. Forum Medientechnik1
Interactive Things: Empfehlen von Objekten im Social Web
Alexander Stocker
1
, Robert Möstl
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, Isabel Anger
2
, Christian Wagner
2
, Christian Kittl, Stefan Ponsold
3
 
JOANNEUM RESEARCH, DIGITAL – Institut für Informations- und Kommunikationstechnologien
1
 evolaris next level
2
 SunnyBAG
3
 
Zusammenfassung
Das digitale Empfehlen von Objekten wie Unternehmen, Produkten und Dienstleistungen aller Art über Plattformen des SocialWeb wie Twitter, Facebook & co. ist heute gelebte Praxis bei den Nutzern. Doch bisher existiert keine Möglichkeit, diese Emp-fehlungen direkt über das Objekt aus der realen in die virtuelle Welt auszusprechen. Vielmehr müssen Fans vorher erst mühsameine Plattform in der virtuellen Welt aufrufen und dort eine entsprechende Aktion bei der digitalen Repräsentation des Objekts(z.B. die Facebook Seite) setzen. In Zukunft wird es möglich sein, dass Objekte direkt und ohne Umweg über eine Web-Seiteüber das Mobiltelefon mit dem Social Web vernetzt werden. Mit dem seit Anfang 2011 im deutschsprachigen Raum erhältlichen„Google Nexus S“ steht ein mit der dafür notwendigen Technologie Near Field Communication (NFC) ausgerüstetes Smartpho-ne mit Konnektivität zum Web für die breite Masse zur Verfügung. Vor diesem Hintergrund wurde in dem von JOANNEUMRESEARCH und evolaris next level gemeinsam durchgeführten Projekt „Interactive Things“ ein Demonstrator für das Betriebs-system Android mit folgender Funktionsweise entwickelt: Bringt ein Nutzer sein mit der gleichnamigen Applikation „InteractiveThings“ versehenes Mobiltelefon in die Nähe eines mit einem NFC-Tag versehenen Objekts, können über die Applikation digi-tale Empfehlungen wie „Facebook: Check-in“, „Facebook: Gefällt-mir“ und „Twitter: Send Tweet“ durchgeführt werden. Sun-nyBAG, Hersteller einer innovativen Tasche, welche einen integrierten Akku mit Hilfe eingebauter Solarpanelen auflädt, machtsich die in diesem Projekt entwickelte Technologie schon heute zunutze.
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Einleitung
Mit Web 2.0 (O’Reilly 2007) wurden die Nutzer von reinen Konsumenten zu Produzenten von Inhalten.Das Web 2.0, auch Social Web genannt, übt noch immer eine unvergleichliche Faszination auf Men-schen aus, Inhalte mit anderen am Web zu teilen – und mehr als 750 Millionen Nutzer
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auf Facebookuntermauern das.Plattformen wie Facebook, Twitter und neuerdings auch Google+ ermöglichen es Kunden, sich als Fansbestimmter Produkte und Dienstleistungen im Social Web zu deklarieren. Dieses „Fan werden“ geschiehtdurch den Klick auf durch eine soziale Plattform bereitgestellten Buttons oder Widgets, welche der Her-steller eines Produktes in seine Produktwebsite eingebaut. Eine weitere Möglichkeit passiert durch ma-nuelles Suchen nach Produkten (und deren Seiten) auf den sozialen Plattformen selbst – und durch dorti-ges Klicken eines Buttons. Bei Facebook heißt dieser magische Knopf „Gefällt mir“ während ihnGoogle+ „+1“ nennt.Diese Entwicklung ist für Unternehmen besonders relevant, denn das persönliche Netzwerk ersten Gra-des (d.h. direkte Freunde) wird auf Facebook und Google+ darüber informiert, wie ein Nutzer zu einemFan eines Produkts wird. Nach dem Klick auf den jeweiligen Button wird auf der sozialen Plattform einStatusupdate dieses Fans zu seinem favorisierten Produkt veröffentlicht (z.B. „Max Mustermann gefälltMusterprodukt XY“ bzw. „Max Mustermann ist jetzt hier: Musterunternehmen“). Dieses Statusupdateerscheint in den jeweiligen Activity-Streams (d.h. der Summe aller Statusmeldungen von Freunden) allerPersonen aus dem persönlichen Netzwerk – und diese können ihrerseits zu Fans dieses Produktes wer-den. Damit entstehen virale Effekte, welche die rasche Verbreitung von Inhalten im Web erlauben undden Produkten damit zu einer größeren Fangemeinde und schließlich auch zu neuen Kunden verhelfen.
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People on Facebook: http://www.facebook.com/press/info.php?statistics. Abgerufen am 31.08.2011.
 
Alexander Stocker, Robert Möstl, Isabel Anger, Christian Wagner, Christian Kittl, Stefan Ponsold
 
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Bisher ist es leider noch notwendig und zugleich sehr mühsam, vor der Empfehlung eines Produkts, einebestimmte Website im Browser aufzurufen und dort eine Fan-Aktion zu setzen. Die viel praktikableresoziale Interaktion mit dem Produkt selbst ist noch nicht möglich. Denn dazu bedarf es zwei Faktoren:eine geeigneten Technologie sowie eine ausreichende Verbreitung dieser Technologie. Mit Near FieldCommunication (NFC) steht eine solche geeignete Technologie zur Verfügung. Near Field Communica-tion (NFC) basiert auf der RFID-Technologie (Vgl. Fleisch und Mattern 2005) und ermöglicht durchMagnetfeldinduktion einen kontaktlosen Datenaustausch zwischen NFC-fähigen Endgeräten innerhalbeines stark begrenzten Wirkungsbereichs von maximal 10 cm.Mittels eines NFC-Tags (d.h. ein NFC Transponder, der durch ein magnetisches Feld mit Strom versorgtwird) versehene Gegenstände sind eindeutig identifizierbar. Hersteller können auf solche NFC-Tags pro-duktspezifische Informationen für die Empfehlung im Social Web schreiben – beispielsweise die Face-book-ID der Produktseite für eine Empfehlung auf Facebook oder einen Tweet zum Produkt für eineEmpfehlung des Produkts auf Twitter. Damit diese Praxis in der breiten Masse zur Anwendung kommt,müssen die Nutzer über entsprechende Lesegeräte mit Konnektivität zum Internet verfügen. Mit dem seitAnfang 2011 im deutschsprachigen Raum erhältlichen „Google Nexus S“ steht ein mit NFC ausgerüste-tes Smartphone als geeignetes Endgerät mit dem Betriebssystem Android für die breite Masse zur Verfü-gung. Mit dem „Nokia N9“ hat auch Nokia ein neues Smartphone mit NFC Funktionalität und dem Be-triebssystem Windows Mobile am Markt. Leider hat Apple im kürzlich erschienenen iPhone 4S dieNFC-Funktionalität nicht implementiert, obwohl es zuvor eine Reihe an diesbezüglichen Gerüchten gab.Der Einsatz von NFC für das Digitale Marketing im Social Web wurde im gemeinsamen Projekt „Inter-active Things“ von JOANNEUM RESEARCH
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und evolaris next level
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erforscht. Vor diesem Hinter-grund wurde ein Demonstrator in Form einer Android Applikation für NFC-fähige Mobiltelefone konzi-piert, entwickelt und mit dem Nexus S getestet. Dieser Demonstrator kann mit einem NFC-Tag versehe-ne Objekte wie Produkte oder Betriebsstätten auf Facebook und Twitter empfehlen und wird im vorlie-genden Beitrag im Detail vorgestellt.Das Grazer Unternehmen SunnyBAG
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, Gewinner des Fast Forward Award in der Kategorie „Kleinstun-ternehmen“, produziert qualitativ hochwertige Umhängetaschen und Rucksäcke. An der Außenseite sindzwei flexible, wasserabweisende, kratz- und stoßfeste Solarpaneele integriert, welche Sonnenlicht inelektrische Energie umwandeln und in einem eingebauten Lithium-Polymer Akku zwischenspeichern.Als mobiler Wegbegleiter für unterwegs, macht sich SunnyBAG die Technologie NFC in einer dernächsten Produktlinien zunutze. Dabei wird ein NFC-Tag fest in der Tasche vernäht. Als Zusatznutzenkann ein Kunde diesen NFC-Tag mit personenbezogenen Daten wie beispielsweise einer digitalen Visi-tenkarte beschreiben. Außerdem können die Taschen durch Sunnybag mit einem digitalen Branding ver-sehen werden. Damit können Kunden ihre Tasche mit der von JOANNEUM RESEARCH und evolarisnext level gemeinsam entwickelten Technologie mit dem Social Web vernetzen.
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„Interactive Things“ Use Cases
Mit dem Aufkommen von Technologien zur kontaktlosen Übertragung von Daten wie NFC in Mobiltele-fonen werden Menschen in die Lage versetzt, gegenstandsspezifische Informationen ohne das Aufrufeneiner Webseite mit anderen zu teilen. Das Teilen von Informationen wird direkt über das Produkt gestar-tet. Das Mobiltelefon fungiert dabei als Gateway zum Internet – und der Gegenstand wird über den NFC-Tag eindeutig identifiziert. So wird es für Nutzer viel einfacher, mit Gegenständen des täglichen Alltagszu interagieren. All das ermöglicht es, neue Wege im digitalen Marketing im Social Web zu beschreiten– und SunnyBAG fungiert dabei als Pionier.
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JOANNEUM RESEARCH – DIGITAL: http://www.joanneum.at/digital.html
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evolaris next level: http://www.evolaris.net
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SunnyBAG: http://www.sunnybag.at/ 
 
4. Forum Medientechnik3
Typischerweise weiß ein Benutzer nicht, ob und wo ein NFC-Tag an einem Objekt angebracht wurde.Denn dieser muss und wird vermutlich auch nicht an der Oberfläche für alle erkennbar sein. Um einemBenutzer nun zu signalisieren, dass ein Produkt mit einem NFC-Tag versehen ist, bietet sich das durchdas NFC-Forum
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konzipierte Symbol N-Mark
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an.Das N-Mark Trademark wurde durch das NFC-Forum als universal einsetzbares Symbol für die Ver-wendung von NFC-Technologie entwickelt. Es ermöglicht einem Konsumenten rasch und einfach festzu-stellen, ob ein Objekt mit NFC versehen wurde und an welcher Stelle sich der diesbezügliche NFC-Tagbefindet. Das NFC-Forum definiert Guidelines, wie mit diesem Symbol umgegangen werden darf. Un-ternehmen, die das N-Mark für ihre Produkte nutzen wollen, müssen sich vorab auf der Website desNFC-Forums registrieren. Dieser Vorgang ist (bisher noch) kostenlos.Die nachfolgenden beiden Use Cases sollen in dem Demonstrator „Interactive Things“ umgesetzt wer-den, um das Empfehlen von Objekten im Social Web zu veranschaulichen:Use Case 1Ein Kunde findet Gefallen an einem Produkt undmöchte das seinem persönlichen Netzwerk auf Fa-cebook und Twitter mitteilen.Use Case 2Ein Besucher betritt die Betriebsstätte eines Unter-nehmens und möchte das seinem persönlichenNetzwerk auf Facebook und Twitter mitteilen.
Tabelle 1:Use-Cases für den Demonstrator Interactive Things
Im ersten Use Case soll beim Auslesen des NFC-Tag auf einem Produkt durch einen Kunden ein „Gefälltmir“-Eintrag auf der produktspezifischen Facebook-Seite bzw. eine Facebook Statusmeldung zum Pro-dukt erstellt werden. Alternativ kann auch eine empfehlende Statusmeldung auf Twitter zum Produktverfasst werden.Im zweiten Use Case findet ein Besucher beim Betreten eines Gebäudes typischerweise ein mit einemNFC-Tag versehenes Begrüßungsschild vor. Beim Auslesen des angebrachten Tags wird ein „Facebook-Check-In“ auf der Facebook-Seite des Unternehmens erstellt bzw. ein empfehlender Beitrag zum Unter-nehmen auf Twitter veröffentlicht.Die nachfolgende Abbildung zeigt, wie ein konkretes Produkt, in diesem Fall die SunnyBAG, auf Face-book empfohlen wird. Auf der rechten Seite wird dargestellt, wie ein Besucher einen Tweet aus demInstitut DIGITAL bei JOANNEUM RESEARCH veröffentlicht und damit das Unternehmen JOANNE-UM RESEARCH an sein Netzwerk auf Twitter empfiehlt.
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NFC-Forum: http://www.nfc-forum.org
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NFC-Forum N-Mark: http://www.nfc-forum.org/resources/N-Mark

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