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Familienpolitik beginnt im Säug-lingsalter und endet mit der Pfle-ge kranker und gebrechlicherMenschen. An der SPD-Spitzepersonifiziert Manuela Schwesigdie Familienpolitik. Die stellver-tretende Parteivorsitzende undArbeits- und Sozialministerin inMecklenburg-Vorpommern stell-te SPD-Bundestagsabgeordnetendie Leitlinien der künftigen sozial-demokratischen Familienpolitikvor, über die auf dem ParteitagAnfang Dezember in Berlin ent-schieden werden soll.Unter Leitung von Garrelt Duindiskutierten die Abgeordnetenmit Schwesig über das„Familienland Deutschland“. Sienannte fünf Punkte, um diesesZiel zu erreichen: Betreuung undBildung, gute Arbeit, Zeit fürFamilie, Kindergrundsicherungund Wertschätzung für Familie.Es ist ein Angebot für alle denk-baren Formen des Zusammenle-bens, sei es verheiratet, unver-heiratet, gleichgeschlechtlichoder Patchwork. Schwesig bedau-ert, dass Bundesregierung undeinzelne Bundesländer wie Nie-dersachsen mit dem Krippenaus-bau hinterher hinken. Es sei gut,dass der Rechtsanspruch aueinen Krippenplatz ab 2013 vielDruck zum Handeln aufbaue.Ohne diesen Gesetzesdruck wür-de noch weniger geschehen. Indiesem Zusammenhang bezeich-nete Schwesig das von der Regie-rung beschlossene Betreuungs-geld für Eltern, die ihre Kindernicht in eine Kita schicken, als„familien- und bildungspoliti-schen Quatsch“. Das Betreuungs-geld sei eine „Fernhalteprämie“.Das Geld sollte besser in Krippen,Kitas und Schulen gesteckt wer-den. Davon tten besonderssozial benachteiligte Kinder ammeisten. Schwesig kündigte an:„Bei einem Wahlsieg der SPDwird das Betreuungsgeld kas-siert.“Ein weiterer Schwerpunkt desFamilienprogramms wird dieVerbesserung der Pflege sein.
Berlin, 11. November 2011 Ausgabe 11 / 2011 Iwww.garreltduin.de
Garrelt Duin
Ostfriesisch. Klar.
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Ziel heißt „Familienland Deutschland“
Was treibt den Politiker an?Schwierig zu beantworten, abereine Frage stellt sich mir immermehr: Wie erreichen wir, dassindustrielle Produktion wiedermehr von den Menschen ge-schätzt wird?Nicht wenige haben gar ein ge-störtes Verhältnis zur Industrieentwickelt - obwohl sie eineGrundlage unseres Wohlstandesist. Die Krise von 2008 hat ge-zeigt, dass wir wegen eines nochstarken Industriekerns in EuropaSpitze sind. Wir dürfen deshalbnicht alles auf die Karte Dienst-leistung setzen, sondern müssendafür sorgen, dass Produktionund Dienstleistungen bei unsgleichermaßen vertreten sind.Bricht die Industrie weg, folgenbald die Dienstleister - für immer.Gemeinsam mit Hubertus Heilhabe ich ein industriepolitischesPositionspapier für die Bundes-tagsfraktion erarbeitet, das wirbald vorstellen. Es versucht, Ant-worten auf drängende Fragen zugeben. Wir freuen uns auf dieDiskussion - innerhalb und außer-halb unserer SPD.
„Familienland Deutschland“ - in der SPD steht die stellvertretende Parteivor-sitzende und Arbeits- und Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern,Manuela Schwesig, für dieses Ziel. Hier mit Garrelt Duin als Diskussionsleiter.
SPD:Statt Betreuungsgeld mehr GeldinKrippen, Kitas undSchulen
 
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Satellitentechnik ist ein Leitmarkt der Zukunft
Die SPD-Bundestagsfraktion setz-te ihre Reihe „Leitmärkte derZukunft“ mit „Perspektiven derdeutschen und europäischenRaumfahrt“ fort. Die von GarreltDuin geleitete AG Wirtschaft undTechnologie richtete die vonhochrangigem Fachpublikumbesuchte Veranstaltung imReichstag aus. Raumfahrt ist keinspektakuläres und wohl deshalbvon der Regierung vernachlässig-tes Thema, obwohl wirtschaftlichund technologisch von hoherBedeutung. Ein Schwerpunkt derRaumfahrt ist Entwicklung undBau von Satelliten-Systemen.
Sehr gut besuchte Fachtagung der SPD über Perspektivender deutschenundeuropäischenRaumfahrt
Frank-Walter Steinmeier rechnetscharf ab mit den so genanntenSteuersenkungen der Bundesre-gierung. Kanzlerin Merkel, CDU,und ihr Wirtschaftsminister Rös-ler, FDP, reden zwar von Entlas-tung - aber ausgerechnet das,was fünf Millionen Menschen inArbeit wirklich hilft und dringendgeklärt werden muss, bleibt eineoffene Frage: Kommt der gesetzli-che Mindestlohn oder kommt ernicht? Die Kanzlerin schlägt sichauf die Seite des wirtschaftsna-hen CDU-Flügels und düpiertdamit den ohnehin lahmen Sozi-alflügel. Die Steuerbeschlüssenennt Steinmeier „schlichtwegBetrug“. Sie sollen angeblich klei-nen und mittleren Einkommenzugute kommen. Doch die für2013 angekündigte Steuersen-kung bringt für einen Geringver-diener 1,40 Euro im Monat. Duin:„Das sind ein paar trockene Bröt-chen.“ Wer den Spitzensteuersatzerreicht, erhält 9,60 Euro im Mo-nat. Obendrein ist es eine Steuer-senkung auf Pump. Das geht auf Kosten von Investitionen. Duin:„Die Steuermaßnahme wird dasWachstum nicht mehr beeinflus-sen als ein heiserer Husten.“
Trockene Brötchen
Besser Mindestlohnstatt Mini-Steuersenkung
An die Kandare
SPD-Bundestagsfraktion: Finanzmarkt regulieren
Die Krise in Europa schwelt wei-ter. Jetzt rächt sich, dass seit demZusammenbruch von Banken vordrei Jahren in der Substanz nichtserreicht wurde, um die Realwirt-schaft zu stärken und die spekula-tiven Risiken der Finanzwirtschafteinzudämmen. Der G20-Gipfelvon Cannes hat keine greifbarenFortschritte gebracht. NichtsKonkretes, kein Aktionsplan, kei-ne Umsetzungsschritte, vor allemkein Durchbruch bei der Finanz-transaktionssteuer.Der Bundestag beriet jetzt überdie Finanzmarkt-Regulierung. DieSPD hat dafür feste Vorstellun-gen. Neben der Finanztransakti-onssteuer will sie das hochriskan-te Investmentbanking vom real-wirtschaftlichen Kreditgeschäfttrennen. Außerdem muss dercomputergestützte so genannteHochfrequenzhandel streng regu-liert werden. Garrelt Duin: „Wirfordern auch ein europaweitesVerbot von ungedeckten Leerver-käufen und von spekulativenKreditausfallversicherungen, beidenen die Erwerber der Versiche-rungsscheine gar kein Eigentumhaben, das sie versichern wol-len.“ Verboten gehört auch derspekulative Rohstoffhandel ohneBezug zum Umschlag von Waren.
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www.spdfraktion.de
Freude über eine gelungene Veranstaltung: Von links Ex-Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee, Telekommunikations-experte Martin Dörmann, Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier und wirtschaftpolitischer Sprecher Garrelt Duin.
Merkel lässt Wirtschaft ohne Kompass treiben
Herbstgutachtensagt Wachstum mit Nullvor dem Kommavoraus / SPD fordert Investitionen
Das Herbstgutachten des Sach-verständigenrates der Bundesre-gierung hält Kanzlerin Merkel undihrem Wirtschaftsminister Röslerden Spiegel vor. Sie senkten ihreWachstumsprognose auf 0,9 Pro-zent. Doch was tun Merkel undRösler? Sie schwelgen noch inhohen Tönen vom guten drittenQuartal dieses Jahres. Sie lassendie Wirtschaft ohne Kompass inraues Wasser treiben. GarreltDuin: „Das ist fahrlässige Politik“.Statt das Land sturmfest zu ma-chen, verliert sich die Regierungin Luftnummern wie eine Steuer-senkung auf Pump, die sechsMilliarden kostet und nicht ge-genfinanziert ist. Dadurch engtsie ohne Not den Spielraum fürInvestitionen ein. Diese sind drin-gend nötig, um das Land wettbe-werbsfähig zu halten und Arbeits-plätze zu sichern. Garrelt Duinfordert Merkel auf, Geld bereit zustellen für Breitband- und Ener-gienetze sowie Straßen, Schienenund Kanäle zu den Häfen.
 
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Energiewende kommt nicht von allein
Die Energiewende ist kein Selbst-läufer. Viele Fragen sind nochungelöst, und die Bundesregie-rung hat noch kein Konzept. Ost-friesland profitiert schon heutestark von den erneuerbaren Ener-gien und zählt zweifellos zu dendirekten Gewinnern der Energie-wende. Beim „Zukunftsgespräch“über Energie in Aurich wurden jedoch auch kritische Punkteangesprochen. So waren sichReferenten und die zahlreichenGäste einig, dass der Maisanbauvon der Flächenzahl allmählich anGrenzen stößt. Und Biogasanla-gen erfordern eine Übereinstim-mung zwischen Betreibern undbetroffenen rgern. GarreltDuin, der gemeinsam mit Matthi-as Miersch, umweltpolitischerS p r e c h e r d e r S P D -Bundestagsfraktion, ins Seminar-hotel eingeladen hatte, legt gro-ßen Wert darauf, dass Deutsch-land ein Industrieland und Strombezahlbar bleibt - sowohl rPrivathaushalte als für Firmen.Miersch und Dietmar Schütz vomBundesverband ErneuerbareEnergie sagen, dass Wind, Sonneund Biogas nicht teurer sein müs-sen als Atom-, Kohle oder Gas-kraft. Voraussetzung: Der Staatbezahlt die Infrastruktur. Mierschwarnt vor einer Renaissance derAtomkraft in zehn Jahren, wenndie Bundesregierung die Energie-wende nicht energisch umsetze.
Dietmar Schütz formulierte das Erneuerbare Energien-Gesetz (EEG) und steht dem Bundesverband Erneuerbare Energie vor, Dirk Warnecke ist Geschäftsführerbei Enova in Bunderhee, Dr. Matthias Miersch ist umweltpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und Harm-Uwe Weber Landrat in Aurich (v.l.).
Krank durch Radar
Politik bedeutet harte Auseinan-dersetzung, Aufprall von Interes-sen und Meinungen, oft auchKompromiss. Manchmal herrscht jedoch auch große Einigkeit. So inder Forderung, radargeschädigtenehemaligen Soldaten der Bundes-wehr und der Nationalen Volksar-mee finanziell unter die Arme zugreifen. SPD, CDU/CSU, FDP undGrüne verlangen von der Bundes-regierung, radargeschädigte Sol-daten angemessen zu entschädi-gen - auch die noch nicht abge-schlossenen Einzelfälle. Der Hin-tergrund: Durch ionisierendeStrahlung waren Soldaten beiderArmeen bis in die 1980er Jahregesundheitsschädlichen Partikelnausgesetzt. Die Männer sind teil-weise schwer krank, können ei-nen Zusammenhang mit derStrahlung oft nur schwer nach-weisen. Die Radarkommission desVerteidigungsministeriums hälteine Entschädigung für richtig, sodass jetzt der interfraktionelleAntrag zustande kam.
Betroffene Soldatenerhaltenjetzt eineEntschädigung
Arbeit und Leben
Wertschätzung der Arbeit undWertschöpfung
Skepsis gegen weitere Verlänge-rungen von Ladenschlusszeitenäußerten SPD-Wirtschaftpolitiker.Abgesehen von der Frage, obVerbraucher dies wünschten, seies den Mitarbeitern im Handelkaum zuzumuten. Schon heutearbeiten 40 Prozent der Beschäf-tigten sonnabends und 20 Pro-zent sonntags. Garrelt Duinsprach die gesellschafts-ethischeFrage nach der „gemeinsamenZeit“ an. Die Diskussion entwi-ckelte sich in der AG Wirtschaftund Technologie der SPD-Bundestagsfraktion, die von Duingeleitet wird. Dr. Uta Biermannreferierte über die Dienstleis-tungsgesellschaft im „Wandel derZeitstruktur und der Arbeit(szeit).“ Es geht darum, Wert-schätzung und Wertschöpfung zuverbinden. Oder wie Uta Bier-mann sagte: „Arbeit und Lebenunter einen Hut bringen.“ DieserZusammenhang brauche einebreitere Basis. Wertschätzungbedeutet auch gute Bezahlung.
Reiheder „Zukunftsgespräche“ inAurichfortgesetzt /Gegen„Vermaisung“ der Landschaft
Garrelt Duin gab den Impuls zu den Zukunftsgesprächen, die sich diesmal umdas Thema Energie drehten.
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