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JESUS durch j.lorber - Neu Salems-Schrift - Siegende Liebe Walter Lutz

JESUS durch j.lorber - Neu Salems-Schrift - Siegende Liebe Walter Lutz

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Published by volkmarsimon
Siegende Liebe
Erzählung im Geiste der Neusalemsschriften von

Walter Lutz

Erstes bis viertes Jahrtausend 1931

Diese Erzählung habe ich ohne jede Vorarbeit nach der Stimme des Geistes niedergeschrieben. Ich habe nichts gesucht, selber geplant und ausgedacht, sondern alles wurde mir in einem unwiderstehlichen, lebendigen Flusse innerer Worte in kürzester Zeit gegeben. In meinem Herzen danke ich dieses Geschenk dem Geber aller guten Gaben. Von der Neu-Salems-Gesellschaft in Bietigheim wurde dies
Siegende Liebe
Erzählung im Geiste der Neusalemsschriften von

Walter Lutz

Erstes bis viertes Jahrtausend 1931

Diese Erzählung habe ich ohne jede Vorarbeit nach der Stimme des Geistes niedergeschrieben. Ich habe nichts gesucht, selber geplant und ausgedacht, sondern alles wurde mir in einem unwiderstehlichen, lebendigen Flusse innerer Worte in kürzester Zeit gegeben. In meinem Herzen danke ich dieses Geschenk dem Geber aller guten Gaben. Von der Neu-Salems-Gesellschaft in Bietigheim wurde dies

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1
 Siegende Liebe 
 
Erzählung im Geiste der Neusalemsschriftenvon
 
Walter Lutz
Erstes bis viertes Jahrtausend1931
 
Diese Erz
ä
hlung habe ich ohne jede Vorarbeit nach der
 
Stimme des Geistes niedergeschrieben. Ich habe nichts
 
gesucht, selber geplant und ausgedacht, sondern alles wurde
 
mir in einem unwiderstehlichen, lebendigenFlusse innerer
 
Worte in k 
ü
rzester Zeit gegeben. In meinem Herzen
 
danke ich dieses Geschenk dem Geberaller guten Gaben.
 
Von der Neu-Salems-Gesellschaft in Bietigheim
 
wurde diese Erz
ä
hlung herausgegeben,weil sie den
 
Leser mit den in den Werken des Sehers und Gottesboten Jakob Lorber verkündeten Lehren desNeu-Salemslichtes in anschaulicher Weise bekannt macht.
 
Walter Lutz
 
 
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1. Kapitel 
Es ist kaum zu glauben, wie bös der alte Sauerbrot Zeit seines Lebens war. Wenn man ihnso dahinschlurfen sah, hager, schwächlich, mit einer hängenden Schulter und bleichergrünlicher Gesichtsfarbe, da konnte man freilich sich fast denken, daß von diesem Menschennicht viel Gutes kommen konnte.Sauerbrot arbeitete in einer Maschinenfabrik. Früher, in jüngeren Jahren, war er als einrecht intelligenter, brauchbarer Mensch Meister gewesen. Aber seine Bosheit hatte es mit sichgebracht, daß er rasch eine gute Stelle nach der anderen verlor und schließlich froh seinmußte, in einer ganz einfachen Arbeitsstelle als gewöhnlicher Fräser unterzukommen.In einem Winkel des großen, rasselnden Arbeitssaales war seine Maschine. Da stand er Tagum Tag, Jahr um Jahr und ließ den scharfen, gierigen Stahl die gewünschten Formen aus demMetall der rohen Werkstücke herausfressen – und diese sozusagen erbarmungslose Arbeitschien Sauerbrots einzige Lebenslust zu sein. So wie der Stahl ins Metall, so liebte er es jaauch, in die Seelen seiner Mitmenschen Löcher und Furchen hineinzureißen.Im übrigen war der harte, selbstgerechte Egoist, der nie eine Schuld und einen Fehler ansich selber suchte, durch den absteigenden Verlauf seiner Lebensverhältnisse und beruflichenGeschicke sehr verbittert. Er war dadurch anscheinend ganz zu Galle geworden, besondersgegen alle diejenigen Menschen, die er in glücklicheren, aufsteigenden Verhältnissen sah unddie mit ihrem Los zufrieden waren.Die „Giftspinne“ hießen den unguten Gesellen die Arbeitskollegen. Keiner wollte mit ihmetwas zu tun haben. Man ließ ihn möglichst unberührt und unangefochten in seiner Ecke undwar froh, wenn er nicht hervorkam. Denn immer wenn er sich zeigte und unter die anderenArbeiter trat, war es jedesmal nur Streit, Ärger und gehässiges Wesen, was er durch allerleigiftige Bemerkungen ausstreute.Eine Lust war es ihm, auch durch Bemängelung der Arbeit anderer, durch Beschuldigungenund Verdächtigungen, durch lügenhafte, entstellende Zwischenträgereien die Leutegegeneinander aufzuhetzen, auch zwischen Meister und Arbeitern oder gegen die Fabrikleitungzu schüren. Wenn dann die Gemüter recht aufgebracht waren und es im Arbeitssaale vorgeheimen Spannungen und Entladungen drunter und drüber ging, dann zog sich die Giftspinnewieder in ihren Winkel zurück und ließ mit einer wahren Wollust den harten, scharfen Stahl indas weichere Material laufen. Er hatte sich wieder an der Menschheit gerächt und beobachtetemit Schadenfreude, wie sich das „dumme Pack“, wie er die ganze Welt in seinem Herzennannte, seelisch und oft auch leiblich zerraufte und Wunden schlug.Darum galt denn aber auch im ganzen Betriebe die Losung, den Sauerbrot in Frieden zulassen und ihm, wenn irgend möglich, als wie einem bösen Geist aus dem Weg zu gehen. Undder gefürchtete Mann hatte während der ganzen zehn Jahre, welche er in der von ihm zuletztübernommenen Arbeitsstelle zubrachte, unter seinen Arbeitsgenossen keinerlei Anschluß,geschweige denn einen Freund.Aber auch daheim, im Schoße seiner zahlreichen Familie, war für ihn keine Stätte der Liebeund reinen Freude. Auch da lastete Sauerbrots arger, finsterer Geist, indem er Weib undKinder auf die abscheulichste Weise tyrannisierte.Martha, Sauerbrots Frau, war nach fünfzehnjähriger Ehe von dem ewigen Gezänk undGerechte und den willkürlichen, herrischen Ansprüchen ihres Mannes wie auch von denzahlreichen Geburten, die sich Jahr um Jahr folgten, so heruntergebracht, daß sie einesWinters an der Auszehrung starb, als kaum die beiden ältesten Kinder, ein Sohn und eineTochter, aus der Schule waren. Der Sohn, von Haß und Verachtung gegen den Vater erfüllt,brannte sofort nach Amerika durch, als die Mutter im kühlen Erdboden lag.Die Tochter Lydia, ein zartes, blasses, lilienhaftes Kind, in dem aber eine große, der Mutternachartende und im Leiden früh geübte Liebesseele glühte, übernahm die Haushaltung sowiedie Pflege und Erziehung der vier jüngeren Geschwister. Sie wurde unter dem Druck desVaters und der durch die große Familie verursachten Not bald ein tragsames, reifes Weib. Undals die jüngeren Geschwister endlich alle aus der Schule waren und bis auf die Kleinste dasNest sobald als möglich verlassen hatten – da reichte sie einem braven Mann, einem jungenLehrer, die Hand zum Ehebund und zog mit ihm aus der düsteren, brausenden Großstadt in die
 
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Stille eines Gebirgsdörfchens, wo ihr Gatte seine Anstellung hatte.Dem nun schon fast sechzigjährigen Sauerbrot wurde bei dieser Gelegenheit anheimgestellt,mit Lydia in ihr neues Heim umzuziehen. Aber der alte Eigenbrödler verschmähte diesesAngebot, obwohl in einer unfern gelegenen Werkstätte für ihn auch Arbeit zu finden gewesenwäre. Er zog es vor, an seinem bisherigen Orte einsam weiterzuleben und von der jüngstenTochter, die freilich keine duldsame Lydia war, sich den Haushalt weiterführen zu lassen.Die kleine Sibylle aber zog bald, als sie merkte, daß der Vater nun mehr oder weniger vonihrem guten Willen, ihrer Pflege und Sorgfalt abhängig war, ganz andere Saiten auf, als derAlte gedacht hatte. In dem weniger günstig veranlagten Kinde hatte die böse Tyrannei desVaters ganz andere Mächte und Gegenkräfte entwickelt als in Lydia. Sibylle hatte des VatersBequemlichkeit, Schlauheit, Rechthaberei und heimliche Gewaltsamkeit sich zu eigen gemacht.Und als Sauerbrot bei zunehmendem Alter an Leber, Milz und Nieren stark zu kränkeln begann,nahm sie unbedenklich das Heft in die Hand, indem sie den Alten im Zanken, Schimpfen undRechthaben noch überbot und ihm bei jeder Gelegenheit drohte, ihn im Stiche zu lassen undfortzugehen, wenn er nicht klein beigebe.Sauerbrot, der wohl wußte, daß, wenn diese Tochter ihn auch verlasse, für ihn, dieGiftspinne, niemand mehr sorgen werde, mußte sich denn auch wohl oder übel fügen. Aberdieses Geschick, dieses Sichbeugenmüssen vor dem eigenen Fleisch und Blut, vergällte undverwüstete ihn innerlich vollends ganz. Das von Milz und Leber ausgehende Leiden machtereißende Fortschritte. Es war, als ob eine schon immer als Keim vorhandene schwarze höllischeMacht ihn immer mehr ergreife und schließlich die ganze Person erfülle. Eine unsägliche,grenzenlose Wut, ein geradezu höllischer Zorn erfaßte den bald andauernd bettlägerigen Mann,wenn er diese seine Lage bedachte – sein nutzloses, erfolgloses Leben, seine schmerzhafteKrankheit, seine Hilflosigkeit und dazu jetzt noch das freche Kind, das ihn, den ohnmächtigenVater, höhnte und von dessen Aufmerksamkeit und Gnade er mit jedem Tässchen Milch, jedemStückchen Brot, jedem frischen Lufthauche abhängig war!Eines Nachts, gegen die Mitternachtsstunde, als die junge Sibylle gerade mit Freunden undFreundinnen im Lichtspielhause war und ihn vergebens auf die für die Nachtruhe nötigenWartungen und Handreichungen harren ließ, nahm jene Macht, der Sauerbrot sich in seinemLeben Schritt für Schritt immer mehr übergeben hatte, ganz von ihm Besitz.Er sah es in der Stube wie einen schwarzen gespenstischen Schatten auf sich zukommen. Ersenkte sich über sein Bett, setzte sich ihm auf die Brust, daß ihm der Atem fast verging. DerGepeinigte, in Angstschweiß gebadet, schrie um Hilfe. Aber niemand war da, der ihn hörteoder hören wollte.Aus dem mächtigen Schatten schienen ihn zwei feurige, kohlschwarze Augen anzuschauen.Zwei krallenbewehrte Hände schienen sich zu formen. Und diese entsetzliche Gestalt sprach: „Du bist mein! Ich bin dein Dämon!“ - und machte sich daran, ihm die Seele aus dem Leibe zureißen. Was weiter geschah, konnte Sauerbrot nicht mehr klar unterscheiden. Vor Schreck undGrauen schwanden ihm die Sinne. Rasch wie auf einem Blitzstreifen flog noch sein ganzesLeben in einem Nu an ihm vorüber. Dann wurde es um ihn Nacht, und er hatte das Gefühl, ineiner tiefen Ohnmacht wie in einen finsteren, bodenlosen Abgrund zu versinken.Das war Sauerbrots letztes irdisches Stündlein und zugleich in dem namenlosen Grauendes höllischen Erlebnisses – sein Jüngstes Gericht. Als seine vom Schreck in ihre Atomezerspellte Seele sich wieder sammelte und das Bewußtsein zurückkehrte, war sie nicht mehr inihrem irdischen, fleischlichen Leibe. Der Todesengel hatte sein Amt verrichtet und die Lösevollzogen.Jetzt war Sauerbrot im geistigen Reiche – als ein Geistmensch, freilich nicht von reiner,himmlischer und seliger Art, sondern als ein Wesen mit ganz genau den gleich argenGedanken, Gefühlen, Begierden, Leidenschaften und Bestrebungen, die im leiblichen Lebenseine Seele erfüllt und durchbebt hatten. „Wie der Baum fällt, so liegt er“, hatte einst ein erleuchteter Bote Gottes gesprochen. Undso war es auch mit Sauerbrot.Der gleiche böse, von einem bereitwillig aufgenommenen schlimmen Geist beherrschteMensch, als der er im leiblichen Leben gestanden hatte, war er nun auch in jenem anderen,dem fleischlichen Auge unsichtbaren Lebensreiche. Er hatte die ewige, unsterbliche Seele nachdem Willen und Machtgebote Gottes nur ihre zeitliche Hülle, das fleischliche Gewand,

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