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GRUNDSATZPROGRAMM DER GRÜNEN OÖ 
beschlossen von der Landesversammlung am 20.06.2002 
 
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1 UMWELT UND WIRTSCHAFT
1.1 Energiewende jetzt: Energie nützen – Energiesparen – umstellen auf Ökoenergie
1.1.1 Globale Problematik CO
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In den letzten 200 Jahren hat sich der Gehalt von CO
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(Kohlendioxid) in der  Atmosphäre durch menschliche Eingriffe wesentlich erhöht. Besonders der durchVerbrennung nicht erneuerbarer Brennstoffe wie Erdöl und Kohle ständigsteigende CO
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-Anteil wird für die Erwärmung der Lufthülle der Erdeverantwortlich gemacht. Als Konsequenzen sind zu erwarten und in ersten Ansätzen bereits eingetreten:
Anstieg des Meeresspiegels durch Gletscherschmelze
Überflutung von Küstengebieten
mehr Regen durch höhere Wasserverdunstung
Ausweitung der Wüsten durch Verschiebung der Niederschlags- undVegetationszonen in den NordenDer Schutz des Klimas ist eine Hauptaufgabe Grüner Umweltpolitik und bedarf umfassender vernetzter Gegenstrategien.In den nächsten Jahren wird sich entscheiden, ob unsere Energiepolitik den Wegin die ökologische Katastrophe weitergeht oder die Weichen in Richtung einer ökologischen, nachhaltigen und verträglichen Energieversorgung gestelltwerden.„Das Land Oberösterreich sowie die Republik Österreich haben sich in diversenVereinbarungen zu einer Reduktion bzw. Stabilisierung der klimawirksamen CO
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-Emissionen verpflichtet. So ist es offizielles Ziel der österreichischenEnergiepolitik, die CO
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-Emissionen gemäß dem Toronto-Ziel zwischen 1988 und2005 um 20 % abzusenken. Diese Zielsetzung wird derzeit in einemStaatsvertrag (gem. Art. 15a B-VG) zwischen Bund und Ländern abgesichert.Des Weiteren hat sich das Land Oberösterreich 1991 durch den Beitritt zumKlimabündnis dazu verpflichtet, die CO
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-Emissionen bis zum Jahr 2010 um 50 %abzusenken. Und schließlich hat sich Österreich – und damit auchOberösterreich in seiner Handlungskompetenz – durch die Kyoto-Ziele dazuverpflichtet, die CO
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-Emissionen (Äquivalente) ausgehend von 1990 bis zur Kyoto-Zielperiode 2008–2012 um zumindest 13 % zu verringern.“
1.1.2 Energieverbrauch und CO
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-Emissionen
Weder Gesamtenergieverbrauch noch CO
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-Emissionen konnten in denvergangenen Jahren in Oberösterreich so gesenkt werden, wie dies nach deninternationalen Verpflichtungen und den eigenen Zielvorgaben notwendig wäre.So konnte der CO
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-Verbrauch seit 1990 nicht verringert werden, sondern wurde
 
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um einen zweistelligen Prozentbetrag innerhalb von 10 Jahren gesteigert. Dassauf diese Art das Kyoto-Ziel bei einer Fortsetzung der derzeitigen Politik nichterreicht werden kann, ist einerseits darauf zurückzuführen, dass das hohePotenzial einer Energiewende in Richtung Ökoenergie auch in Oberösterreichnicht ausgeschöpft wird, andererseits vor allem darauf, dass der motorisierteIndividualverkehr (MIV) enorm anwächst und dementsprechend auch dieEmissionen aus diesem Bereich.
1.1.3 Energieleitbild
In Oberösterreich müssen Energiepolitik und Klimaschutzpolitik im WesentlichenIndustriepolitik und Verkehrspolitik sein. (Auf den Verkehr, sprichFahrzeugmotoren, entfällt in Oberösterreich etwa ein Fünftel desEnergieeinsatzes!) Diesem Umstand trug bisher keine politische Kraft der Landesregierung Rechnung, denn in beiden Fällen handelt es sich um starkeLobbys – im ersten um eine starke Finanzlobby, im zweiten um eine starkeWählerschaft. Die Energiepolitik scheint in Oberösterreich ihre Manövrierfähigkeitverloren zu haben und greift vornehmlich auf ein altes Muster – dieIndividualisierung der Problematik – zurück. Die Energieberatungsstellen, dieEnergie AG, das Land etc. widmen diesen Vorschlägen über Einsparungsmöglichkeiten in privaten Wohnanlagen ihre ganze Aufmerksamkeit.Der Bedeutung industrie-, struktur-, raumordnungs- und verkehrspolitischer Gestaltungsmaßnahmen wird nicht im notwendigen Ausmaß Rechnunggetragen.Der möglichst rasche Ausstieg aus fossilen Energieträgern ist vorrangiges Ziel:
aus umweltpolitischer Sicht, weil das bei der Umwandlung entstehende CO
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eine Klimakatastrophe erwarten lässt
aus wirtschaftspolitischer Sicht, weil unsere beinahe völligeImportabhängigkeit die Handelsbilanz auf der Verlustseite belastetMaßnahmen, die auf 
sehr starke Energieeinsparungen und Effizienzsteigerungen,
einen Strukturwandel in der Wirtschaft,
ein Nullwachstum in der Grundstoffindustrie, insbesondere der energieintensiven,
eine grundsätzliche Änderung des derzeitigen Individualhauptverkehrsmittels Auto hinsichtlich Eigengewicht, Art und Menge des Treibstoffes sowie der Geschwindigkeit abzielen,sind zu setzen.

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