BAD EMS. Eine privat ge-tragene Kindertagesstätteschließt die (städtische) Lü-cke im Bedarfsplan für die -gesetzlich garantierte - Be-treuung zweijähriger Kinder.Wenn dazu noch eine städti-sche Bürgschaft für den pri-vaten Träger kommt, klingtdieses Vorhaben eigentlichnach einem aussichtslosenKampf gegen Behörden-Windmühlen. Eigentlich.
„Wir
fangen in der nächstenWoche mit dem Anbau an“,erklärt Claudia Kappski. Sieund Hannelore Ackermannsind die privaten Träger deröffentlichen Kindertagesstät-te Play&Fun in Bad Ems. Unddas schon seit 1990 ziemlicherfolg
reich - Nachfrage undWart
eliste sprechen da fürsich. „Eigentlich hatte Claudiada eine fixe Idee“, beschreibtMichael Kappski, Ehemannvon Claudia und Vorsitzenderdes Fördervereins der Kinder-tagesstätte die Geburtsstun-de des Plans, der nun schonbald Eltern von Zweijährigen,die Kids selbst und sogar dieStadt glücklich macht.Die „fixe Idee“ drohte zu-nächst zu scheitern. Zu teuersei ein Anbau von mehrerenGruppen; der Bedarf wür-de wenn, dann an der städ-tischen Kindertagesstättedurch Anbau gedeckt; einePartner- oder gar Bürgschaftseitens einer Kommune füreinen privaten Träger habe esnoch nie gegeben - Zweiflerund „Schreibtischtäter“ fan-den zahlreiche Argumente ge-gen den Plan.
Vorteile für alle Seiten
Allerdings hatten die Zweiflerihre Rechnung ohne Hanne-lore Ackermann, Claudia undMichael Kapski sowie denBad Emser StadtbürgermeisterBerny Abt gemacht. Der warnämlich schnell Feuer undFlamme für das Projekt undhat den Weg geebnet. „Faktist: bis Ende 2012 muss auchdie Stadt Bad Ems ausrei-chend Plätze für die Betreu-ung Zweijähriger bereithal-ten. Die Kreisverwaltung hateinen Bedarf von 80 Plätzenermittelt. Der Neubau einesKindergartens hätte die Stadtmindestens 1,5 Millionen Eurogekostet. Jetzt kriegen wir esfür rund 800.000 Euro. NochFragen?“, bringt es Abt unum-wunden auf den Punkt.
Völlig neue Konstellation
Die Reduzierung der Kostenist durch zwei Anbauten mög-lich. Die städtische Kinder-tagesstätte in der Eisenbachbekommt einen zweigruppi-gen Anbau, die andere Hälf-te baut und trägt Play&Fun.Natürlich mit Unterstützungdes Landes - für die wiederumdie städtische Bürgschaft nö-tig war. „Diese Konstellationgab es bislang nicht“, erzähltKappski. Bei einer Veranstal-tung in Nassau nutzte er dieGelegenheit, um MinisterinDoris Ahnen den Plan zu er-läutern - auch für die zustän-dige Ministerin war das BadEmser Modell Neuland. Mit derZustimmung des Stadtratesund der im Gegenzug vertrag-lich vereinbarten Nutzungs-dauer von 20 Jahren - warendie Weichen für die Partner-schaft endgültig gestellt.Michael Kappski beschreibtden eineinhalb Jahre dauern-den Weg dahin als „vor allemdurch den Stadtbürgermeistersehr kooperativ und völlig un-politisch“ begleitetet. „DasKompliment gebe ich gernezurück. Aber erstens hat derStadtrat den Weg frei gemachtund zweitens ist diese Zu-stimmung sicherlich auch demguten Ruf der Einrichtung undder Familie Kappski geschul-det - sie haben sich das Ver-trauen über Jahre erarbeitet“,gibt Abt „die Blumen“ post-wendend weiter. Jetzt wirdfür knapp 150.000 Euro zu-nächst eine Gruppe angebaut.Den Anbau auf der bisherigenDachterrasse beleben schonab kommenden März zunächstzehn zweijährige Bad Emser.Eine weitere Gruppe soll dannim Anschluss durch einen Um-bau entstehen und auch noch2012 bezogen werden. „Paral-lel baut die Stadt die anderenbeiden Gruppen in der Eisen-bach an. Wir haben ja jetztein bisschen Zeit“, schmun-zelt Berny Abt.
Willi Willig
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SCHÖNBORN. Kein Stress undZeitdruck aufgrund einesEinsatzes herrschte am ver-gangenen Wochenende beimZusammenkommen der Flo-riansjünger aus Schönborn.Grund für das Treffen fernabdes Gerätehauses war diesmaldie Jahreshauptversammlungdes Fördervereins der Freiwil-ligen Feuerwehr.
Z
u Beginn der Veranstal-tung nutze die Truppedie Gelegenheit, ge-meinsam auf einige Ereignissedes Vorjahrs zurückzublicken.Erfreulicherweise erschalltedas Martinshorn weniger alsin den Jahren zuvor. Das Lö-schen von Bränden macht da-bei nur einen Teil der Einsätzeaus. Technische Hilfeleistungbei Verkehrsunfällen, Hilfe beiÜberschwemmungen, Gefahren-gutbergungen oder Verschmut-zungen durch Öl stellen immerwieder neue Herausforderun-gen an die Feuerwehrmännerund -frauen dar. Neben derEinsatzbereitschaft sowie demregelmäßigen praktischen undtheoretischen Training für denErnstfall, benötigen die exter-nen Fort- und Weiterbildungeneinen großen Teil an Freizeit derberufstätigen Aktiven. Ange-sichts des zeitlichen Aufwands,der mit dem Dienst in der Feu-erwehr verbunden ist, bedank-te sich auch der Beigeordneteder Ortsgemeinde Schönborn,Ulrich Böhme, für den vorbild-lichen Einsatz. Weniger positivzeichnet sich der aktuelle Standder Dinge beim Nachwuchs ab:Der Betrieb einer eigenen Ju-gendfeuerwehr musste aufgrundmangelnden Interesses vorerstruhen. Trotz intensiver Bemü-hungen konnten keine neuenJugendlichen für den Einsatz inder Wehr gefunden werden. AnAufgeben wird allerdings nochlange nicht gedacht: Spannen-de Aktionen sollen folgen, umdiesen Zustand zu ändern.
-sin-
Mehr zur Schönborner Feu-erwehr sowie weitere Bilder der Übungen finden Sie unter www.rheinlahnerleben.de im Internet.
Stets im Dienst zum Wohl der anderen
Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Schönborn
Einsatz zum Wohle der Gemeinschaft: Viel Zeit investieren die Schön-borner Floriansjünger für Übungen, Fort- und Weiterbildungen, um imErnstfall bestens gerüstet zu sein.
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