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Das Gesäugekarzinom der Tiere

Das Gesäugekarzinom der Tiere

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Tiermodelle, Melatonin,Virus, Brustkrebs als
Viruskrankheit, RNA-Tumorviren,Onkogen, Onkogene, MMTV, Onkogene,Cortisol, Cortison, Infektionswege
Tiermodelle, Melatonin,Virus, Brustkrebs als
Viruskrankheit, RNA-Tumorviren,Onkogen, Onkogene, MMTV, Onkogene,Cortisol, Cortison, Infektionswege

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Published by: Elisabeth Rieping (1950 - 2009) on Dec 03, 2011
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Das Gesäugekarzinom der Tiere
Stand / Letzte Aktualisierung durch ElisabethRieping 22.11.2006  Archive.org:
http://wayback.archive.org/web/*/http://www.erieping.de/dbeiti1.htm Stichworte: Tiermodelle, Melatonin,Virus, Brustkrebs als Viruskrankheit, RNA-Tumorviren,Onkogen, Onkogene, MMTV, Onkogene,Cortisol,Cortison, InfektionswegeZurück  Die Produktion der Geschlechtshormoneverläuft in Rattenund Mäusen andersals im Menschen(F.Labrie
 
).Auch das machtihren Einsatz bei der Entwicklung vonModellen für denmenschlichenBrustkrebs problematisch.
 
Kenntnisse über das Gesäugekarzinom sind nicht nur für Tiermediziner wichtig. AlsModellsystem kann das Gesäugekarzinom auch Informationen zum Verständnis des Brustkrebs bieten und Untersuchungen ermöglichen, die am Menschen nicht vertretbar sind.Geeignet wären die Gesäugekarzinome von Hund und Katze, die häufig vorkommen. Für dieGesäugekarzinome von Hund und Katze sind wie beim Brustkrebs des MenschenKnochenmetastasen typisch. Aber es gibt auch verschiedene Modellsysteme, in denen Krebsextra erzeugt wird und zwar hauptsächlich in Ratten und Mäusen, die kleiner und besser zuhalten sind als Hund und Katze. Meist wurden die Krankheit durch Chemikalien und Virenerzeugt, neuerdings aber mit gentechnischen Methoden.
 
 
Gesäugetumore durch Chemikalien
 Bekannt ist die Sprague-Dawley-Ratte, bei der mit DMBA, einer Chemikalie, Brusttumoreausgelöst werden können. Diese Tumore haben aber einen seit langem bekannten Nachteil. Siemetastasieren nicht, wie der menschliche Brustkrebs, in Lymphknoten und Lunge (Kort,Weijma et al. 1987) und eignen sich deshalb eigentlich schlecht als Modell der menschlichenErkrankung, bei der Metastasen eine große Rolle spielen. Trotzdem wird dieses Modellsystemweiter benutzt und ist auch interessant durch die hormonellen Veränderungen, die in der Sprague-Dawley-Ratte durch die DMBA-Injektion ausgelöst werden (Yon de Jonage-CanonicoMB 2005
 
).Durch die DMBA Injektion wird möglicherweise der zirkadiane Rhythmus der Ausschüttungvon Kortisol, Prolaktin und des beta-Östradiol induzierten Gelbkörperhormons durch dieDMBA-Gabe langfristig beeinträchtigt, genau wie die normalerweise beiDunkelheitstattfindendeMelatoninAusschüttung. Durch frühe Melatonin-Administration kann man dieEntwicklung dieser Tumore dann wieder behindern (Lenoir V 2005).Da die Melatonin Ausschüttung im Augenblick in Bezug auf die Entstehung des Brustkrebsesder Frau Interesse findet, ist der Mechanismus der DMBA verursachten Tumorentstehung beider Sprague-Daley Rattevon neuem Interesse. 
Durch Viren erzeugte Brusttumore
 Die erste wichtige Tumorerkrankung, die verlässlich durch Viren im Tier ausgelöst werdenkonnte, waren Brusttumore der Maus. Und zwar war im Jackson-Labor beobachtet worden, dassMäuse mit Brusttumoren diese Krankheit durch Säugen auf andere Mäuse übertragen konnten.Diese Erkenntnis löste natürlich großes Interesse bei allen Interessierten aus, da Brustkrebs bekanntlich eine der häufigsten menschlichen Erkrankungen ist, und man hoffte, dass die
 
Erfahrungen, die man an diesem Tiermodell gewinnen würde, auch viele Informationen undAnregungen für die Erkrankung des Menschen ergeben würden. Es gelang, den Faktor in der Milch zu finden, mittels dessen die Übertragung bewerkstelligt wurde und man fand heraus,dass es sich um einen Virus aus Ribonukleinsäure handelte. Man nannte die verwandtentumorübertragenden Viren RNA-Tumorviren oder auch Retroviren. Das Virus, das Brusttumorein der Maus erzeugt, nannte man das Maus Mamma Tumor Virus MMTV. Nicht alle Retroviren verursachen Tumore, die meisten sind vermutlich vollkommen harmlos. Aber die[se„Harmlosen“] interessieren natürlich weniger, als die, die schwere Krankheiten auslösen unddavon fand man bald sehr viele.Weil es einfach war, Viren in Eiern zu züchten, waren unter den ersten entdeckten Tumorvirenviele Vogelviren und man merkte, dass nicht nur Tumore, sondern auch vieleKnochenerkrankungen, Leukämien (Blutskrebs) und Anämien durch Retroviren entstanden.
Krankheiten durch Retroviren beim Menschen
 Bis man aber beim Menschen auf eine Retrovirusinfektion zurückgeführte Krankheit fand,nämlich Aids, vergingen viele Jahrzehnte. Mittlerweile kennt man noch ein weiteres Retrovirus,dass beim Menschen Krankheiten auslöst, das Human T-Zell Leukämie Virus-I HTLV-I. Eswurde zuerst von einem Menschen mit einer akuten T-Leukämie isoliert und danach benannt.Ein ganz typischer Zug der durch HTLV-1 ausgelösten Leukämie sind dieKnochenmetastasen,die oft wie bei Brustkrebs mit einer Hyperkalzämie verbunden sind. Mittlerweile vermutet manaber, dass dieses Virus auch weitere Krankheiten auslöst, nämlich eine der multiplen Sklerosesehr ähnelnde Krankheit des Nervensystems und weitere Erkrankungen wie Arthritis, die manohne den Virusnachweis dem rheumatischen Formenkreis zurechnen würde.Auch Sjögren’s Syndrom findet sich häufig bei Infizierten. Man sieht also, dass dieses Virusnicht nur eine Leukämie, sondern möglicherweise noch weitere Krankheiten auslösen kann, dievielleicht noch nicht alle bekannt sind. Auch bei anderen seltenen Knochenerkrankungenwurden durch Marie-Louise Labad in Paris aus dem Blut Viren isoliert, von denen vermutet

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