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Zeitung 2010 Ausgabe 2 Web

Zeitung 2010 Ausgabe 2 Web

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06/21/2013

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Bei der Tagung des Landesbei-rates der Eltern im April stelltensich Elternkandidaten für denLandesschulrat mit folgenden Ar-gumenten vor:Sie wollten sich einsetzen füreinheitliche Unterrichtszeitmodel-le. Es ginge so nicht mehr weiter,wenn von den drei Kindern in derFamilie eines am Samstag Schu-le hat, das andere noch unter-richtsfrei nach der Osterferien-woche und das dritte Kind einefreie Brücke zwischen den Feier-tagen. Familie ließe sich nichtmehr leicht organisieren, deshalbist Einheitlichkeit wieder gefragt.Sie wollten sich auch stark ma-chen für die Verkürzung derSommerferien, denn es werdezunehmend schwieriger, die Kin-derbetreuung für die „zu langen“Sommerferien zu organisieren.„Keine Sommerbeschäftigunghat die Qualität der Schule“,meinte die Elternkandidatin unddeshalb sollte die Schule imHerbst früher beginnen.Ein Kompliment für die Schule?Sicher, aber Schule funktionierthalt eben auch deshalb so gut,weil im September von Lehrerin-nen und Lehrern ein gutesSchuljahr geplant wird und weildiese sich in den Sommermona-ten so fleißig fortbilden und aufdie Schule vorbereiten. Das mei-nen wir vom KSL.Wir Lehrerinnen und Lehrer wol-len das neue Schuljahr mit ei-nem voll gepackten Rucksackbeginnen. Nach einer verdientenErholungspause packen wir inden Rucksack viele neue Ideenund Vorhaben, welche wir inzahlreichen Kursen und Semina-ren gesammelt haben. Dann pa-cken wir noch einen effizienten,gut durchdachten und fertig kon-struierten Stundenplan, sodassder Unterricht ab dem erstenSchultag schon gut funktioniert.Außerdem kommt in den Ruck-sack noch die Planung der Pro- jekte, der Wahlfächer und desWahlpflichtbereichs. Ganz schönvoll der Rucksack, und wenndann noch eine gute PortionElan und Lust auf das neue
Der Vorsitzenden das Wort
Versand Postabonnement Art. 2, Komma 20/c, Gesetz 662/96, Bozen – erscheint zweimonatlich
I.P.
Mai 2010 Ausgabe
2
 
ksl—aktuell
Schuljahr mit eingepackt wer-den, dann sind die Rucksackin-halte eine Gewähr für ein gutesMaß an Schulqualität. Deshalbbrauchen wir die Ferien. Wer-den diese gekürzt, dann fehltdas eine oder andere im Ruck-sack.Auch die Schülerinnen undSchüler brauchen Erholung undden nötigen Abstand von derSchule. Nur wenn sie ausrei-chend Distanz zur Schule erle-ben, können sie sich wieder aufdie Schule freuen. Nichts nährtdie Motivation zum Lernenmehr als wieder gewonneneLust auf Schule, bei Kindernund Lehrern.Verständlich, dass Eltern ausArbeitsgründen oft Schwierig-keiten haben, den Alltag ihrerKinder mit „Beschäftigung“ ab-zudecken. Schule ist aber mehrals eine „Kinderbewahranstaltmit Beschäftigungstherapie“.Und Kinder haben ein Recht aufsorgsamen Umgang mit ihrerZeit des Wachsens und Entfal-tens.Bald geht es ab in hoffentlicherholsame Ferien und in eineZeit des Auftankens und Kraft-
Elternwünsche versus Lehrerbedürfnisse 
 
Die Geschäftsstelle des KSLhat folgende Öffnungszeiten:Montag bis Freitagimmer vormittagsvon 8.30 bis 12.00 UhrDienstag & Donnerstag
Die Bundesleitung informiert
INHALT
Pädagogische Großtagung 2KSL-Jahresversammlung20103-5Unterricht aktuell 6-7Sportunterricht in der Grund-schule7Oberstufenreform 8Lehrer/innen-Berufsbild 9Nationaler Schulrat 10CLÖ-Delegiertentagung 11Termine zum Vormerken 12Rückblicke 13-15
Bischofsmesse in Tscherms
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Seite 2
Pädagogische Großtagung 2010des KSL und ASMDonnerstag, 2. September 2010Bozen, 9.30 Uhr im Neuen StadttheaterBrixen, 15.30 Uhr im ForumThema:
Was gilt heute?Gedanken über eine Weltder Werte
Referent:Peter Frey
Er ist seit dem 1. April 2010 Chefredakteur des ZDF.
Aufgrund der zahlreichenTeilnahme an den vergan-genen Großtagungen wirddie Veranstaltung heueran zwei Standorten ange-boten, in Bozen für diewestliche Landeshälfte(vormittags) und inBrixen für die östlicheLandeshälfte(nachmittags).Durch die Zweiteilung derVeranstaltung ist es mög-lich die Veranstaltungsor-te mit öffentlichen Ver-kehrsmitteln zu erreichen.
Neues Stadttheater, BozenForum - Saal Prishna, Brixen
 
Die Bundesleitung informiert
Seite 3
An deren Beginn stand auch diesmal ein kurzer besinnlicher Einstieg,den die geistliche Begleiterin des KSL, Sonja Reinstadler Rossi, nicht nurbesinnlich, sondern auch sinnvoll zu gestalten wusste. In einer gleichnis-haften Geschichte wurde verdeutlicht, dass es im Leben beides gibt:Steine und Diamanten, dass sich aber oftmals nicht nur ausschließlichdie Diamanten als wertvoll erweisen, sondern auch die einfachen Steine,die ihren Wert nicht durch oberflächliches Glitzern und Strahlen, sondernvielmehr in weniger auffälligen Qualitäten, wie etwa in ihrer Beständigkeitoffenbaren. Als Erinnerung durfte sich jede/r ein Säckchen mit ih-ren/seinen persönlichen Edel-Steinen mitnehmen.Moderator Luis Mahlknecht begrüßte daraufhin neben den zahlreicherschienenen KSL-Mitgliedern auch eine ganze Reihe von Ehrengästen,darunter den bereits erwähnten Bischof Karl Golser, die SchullandesrätinSabina Kasslatter Mur, Schulamtsleiter Peter Höllrigl sowie die für dasSchulwesen zuständige Bozner Stadträtin Gretl Rottensteiner. Bezirksob-frau Dagmar Holaus war in Vertretung des Katholischen Tiroler Lehrer-vereins KTLV eigens aus Osttirol angereist, während Christoph Burattiund Hans Clementi den ASM vertraten. Der Landessekretär der Schulge-werkschaft SGB-CISL, Hubert Kainz, zeigte ebenfalls mit seiner Anwe-senheit seine Verbundenheit mit dem KSL.Gleich nach der offiziellen Begrüßung kam es bereits zum ersten Höhe-punkt dieser Jahresversammlung, nämlich zum Referat von Bischof KarlGolser, das er unter das Thema „Bildung und christliche Ethik“ gestellthatte. Die anwesenden Schulleute waren sich wohl mit Moderator LuisMahlknecht darin einig, dass es einem Lehrerverband, der das „K“ imNamen führt, ein Anliegen ist, wenn der höchste kirchliche Repräsentantunseres Landes seine Meinung aus christlicher Sicht zum Thema Bil-dung kundtut.Der Bischof ließ sich auch nicht lange bitten und stellte gleich zu Beginnseiner Ausführungen klar, dass er den Sinn und die Hauptaufgabe vonBildung nicht in der alleinigen Wissensvermittlung sieht, sondern vorallem darin, dass den Menschen „Antworten auf drängende Fragen“gegeben werden. Bischof Golser skizzierte im weiteren Verlauf seinerRede ein sehr aussagekräftiges Bild unserer Gesellschaft, die haupt-sächlich auf Fortschritt und Individualismus ausgerichtet zu sein scheint.„Aber“, so der Bischof, „Fortschritt kann nur Fortschritt sein, wenn er demMenschen dient“. Alle technischen Fortschritte und das ausgeklügeltstetechnische Know-how können letztendlich die grundlegenden Sinnfragenzum Leben, zum Leid, zum Tod nicht ausblenden. Bischof Karl meintedazu, dass neben dem Know-how die „Bildung des Herzens“, wie er esnannte, nicht vernachlässigt werden dürfe. In diesem Zusammenhangwurde auch die Frage nach der Moral nicht ausgespart, und der Bi-schof, der bekanntlich ein anerkannter Moraltheologe ist, betontenicht nur die Daseinsberechtigung von Moral als Grundlage sittlichenHandelns, sondern er unterstrich auch deren fundamentale Wichtig-keit im Leben der Menschen. Allerdings räumte er gleichzeitig ein,dass Moral und (religiöse) Werte sozusagen kein “kirchliches Mono-pol“ mehr darstellen, mehr noch, dass „Religion und Kirche progres-siv an Bedeutung verlieren“, nicht zuletzt auch deshalb, weil eineVielzahl von Alternativen zur Verfügung stehen. Daraus ergibt sichwiederum die starke Bedeutung von Bildung, um sich in der„Artenvielfalt der Werte“ zurechtfinden zu können, aber auch um demgrassierenden Individualismus, dem damit verbundenen Verlust vonIdentität sowie der Vereinsamung und Sprachlosigkeit trotz der Kom-munikationsmöglichkeiten mit der ganzen Welt entgegen zu wirken.Freiheit und Brüderlichkeit, diese berühmten Schlagworte aus der Zeitder französischen Revolution stellte Bischof Karl Golser in einen neu-en Zusammenhang, und zwar vor den Hintergrund einer christlichgeprägten Ethik, die nicht nur die Welt als Schöpfung, sondern auchden Menschen als Geschöpf Gottes achtet und respektiert. Gleichzei-tig mahnte er aber auch Glaube, Liebe, Hoffnung als Motivation fürpädagogisches Handeln an und er forderte eine „Globalisierung derSolidarität“ ein. „Der Weg geht über das Vorbild“ meinte der Bischofund er nannte Mutter Teresa, die vor 100 Jahren geboren wurde, alsnachahmenswertes Beispiel konkret gelebter Solidarität.Bischof Golser schloss seine Ausführungen mit einer Geschichte, inder ein weiser Rabbiner seine Schüler fragt „Wann weicht die Nachtdem Tag?“ und gleich selbst die Antwort gibt, die sinngemäß so lau-tet: „Nicht in der Pracht eines Sonnenaufgangs, sondern wenn du indie Augen deines Nächsten sehen kannst.“Nach dem ebenso spannenden wie tiefgründigen Referat von BischofKarl Golser, der übrigens das erste Mal „offiziell“ vor den Lehrerngesprochen hat, war es für die Schullandesrätin Sabina KasslatterMur kein leichtes Unterfangen, in die „Niederungen“ der lokalen Bil-dungspolitik zurückzukehren. Geschickt nahm sie jedoch den Ball aufund nutzte
gleichzeitig die Gelegenheit
, ihrerseits einige Überle-gungen zum Thema Bildung anzustellen. Ihrer Meinung nach zieltBildung hauptsächlich darauf ab, ein „reflektiertes Verhältnis zu sich,zu anderen und zur Welt zu haben“. Dabei sei es wichtig, gleicherma-ßen Wissen, Kompetenzen und Werte zu vermitteln. Ausgehend vomallgemeinen Anliegen, Individuen zu fördern und zu Gemeinwesen zu
KSL – Jahresversammlung 2010
Einen symbolträchtigen Tag hatte sich der KSL für seine Jahresversammlung 2010 ausgewählt, nämlich den 19. März, andem immerhin der heilige Josef im Kalender steht. Ob es nun der Landespatron war, der diesmal ausnahmsweise vieleVertretungen aus allen Bezirken des Landes nach Bozen lockte oder vielleicht doch Diözesanbischof Karl Golser als„Stargast“ dieser Jahresversammlung, sei dahingestellt, jedenfalls hatte sich der große Saal im Bozner Kolpinghaus nahe-zu bis auf den letzten Platz gefüllt, als die Versammlung eröffnet wurde.

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