/  4
 
Die Spritpreise klettern auf Re-kordhöhen. Doch Wirtschaftsmi-nister sler, FDP, liefert nurleere Versprechungen. Zwischenden Mineralöl-Konzernen gibt eskaum Konkurrenz. Deshalb istSprit teuer wie nie zuvor. Röslersieht dem ungenierten Griff derKonzerne in die Taschen der Au-tofahrer tatenlos zu. Im Mai ver-sprach er, „politische Konsequen-zen“ für marktgerechte Benzin-preise zu ziehen. Doch geschehenist nichts. Rösler ist als FDP-Chef so eingespannt, dass er den Auf-gaben als Minister nicht gerechtwird. So hatte er für eine wichti-ge Konferenz über die Energie-wende keine Zeit und schickteeinen Staatssekretär. Er zog einePressekonferenz wegen des ab-getretenen FDP-Generalsekretärsvor. Garrelt Duin: „Sein Motto ist:Erst die Partei, dann das Land.“
Berlin, 16. Dezember 2011 Ausgabe 12/ 2011 IIwww.garreltduin.de
Garrelt Duin
Ostfriesisch. Klar.
Newsletter
Rösler duldet Benzin-Preistreiberei
Ist ein halb gefülltes Glas halb volloder halb leer? Ich neige eher zuroptimistischen Betrachtungswei-se - und so halte ich es denn zumJahreswechsel auch mit dem Blickauf die politische Lage - ohnedabei den Blick für die Wirklich-keit zu verlieren oder die schwie-rige Zeit schön zu reden. UnserLand und ganz Europa durchlebenseit Monaten die heftigste Finanz-krise seit Bestehen der Bundesre-publik. Wir Sozialdemokratensehen in Europa nicht das Prob-lem, sondern die Lösung. Deshalbwollen wir eine erneuerte EU undeine gemeinsame Verantwortungfür den Euro. Der Weg aus derKrise führt über die reale Wirt-schaft, die dafür Impulse brauchtfür Wachstum. Die Haushalte inOrdnung und die Wirtschaft inSchwung bringen - nur so gehtes. Leider untergraben Krisengip-fel ohne Substanz das Vertrauenvieler Menschen in Europa undsogar in die Demokratie. Beson-ders der jüngste Gipfel war reineAugenwischerei. Wir brauchenendlich gemeinsame starke Be-schlüsse. Dann füllt sich das Glaswieder.
Erst diePartei, danndas Land:Minister als FDP-Parteichef vollends ausgelastet
Garrelt Duin und sein Team im Wahlkreis und in Berlin wünschen allen Leserinnen und Lesern dieses Newslettersfrohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2012 - persönlich Zufriedenheit, Gesundheit und das nötige QuäntchenGlück, und unserem Land eine gesicherte Zukunft. Das Foto zeigt den Reichstag in Berlin im Weihnachtsglanz.
Frohe Weihnachten
 
Seite 2
VW-Gesetz: Gemeinsam gegen den EU-Kommissar
In einem gemeinsamen Schreibenfordern vier niedersächsischeBundestagsabgeordnete von SPD,CDU, FDP und Grünen den EU-Kommissar für Binnenmarkt undDienstleistungen, Michel Barnier,auf, die Klage der EU vor demEuropäischen Gerichtshof (EuGH)gegen das VW-Gesetz zurückzu-ziehen. Die Abgeordneten, unterihnen Garrelt Duin, machen Bar-nier deutlich, dass die Bundesre-gierung das 2007 ergangene Ur-teil des EuGH zum VW-Gesetzangemessen umgesetzt habe:„Daher können wir den erneutenVorstoß Ihres Hauses nicht nach-vollziehen.“ Die Abgeordnetenwollen, dass die VW-Mitarbeiter,unter ihnen rund 8000 in Emden,„auch in Zukunft unter stabilenRahmenbedingungen arbeitenkönnen“.
FraktionsübergreifendeInitiativeniedersächsischer Bundestagsabgeordneter für Erhalt des VW-Gesetzes
Die Pleite der Krankenkasse City-BKK ist wahrscheinlich nicht dieletzte dieser Art. In Deutschlandgibt es zu viele Krankenkassen,die mit Sicherheit nicht alle über-leben werden. Deshalb möchtedie SPD-Bundestagsfraktion aus-schließen, dass Versicherte wieneulich beim Zusammenbruchder City-BKK praktisch kassenlosauf der Straße stehen. Kassenweigerten sich lange, die BKK-Mitglieder aufzunehmen. DieserUmgang der gesetzlichen Kran-kenkassen mit den Mitgliedernder City-BKK hat jedenfalls dasVertrauen in die Solidarität imGesundheitssystem erschüttert.In Zukunft sollen weder Versi-cherte noch Beschäftigte Nachtei-le durch Kassenpleiten haben. DieSPD-Bundestagsfraktion fordertvon der Regierung, sicher zu stel-len, dass den Versicherten beiKassenschließungen keine Lückenim Versicherungsschutz oderLeistungsbezug entstehen. Gar-relt Duin: „Wir wollen Anreizeabschaffen, die Kassen dazu ver-leiten, Versicherte nach ihrengesundheitlichen Risiken zu beur-teilen.“ Der Wettbewerb zwi-schen Kassen soll auf Qualitätund Wirtschaftlichkeit gerichtetsein. EinkommensunabhängigeZusatzbeiträge sind abzuschaffenund durch eine paritätische Fi-nanzierung zu ersetzen. Duin:„Für die Mitarbeiter aller Kassenmüssen bei Schließungen diegleichen Regeln gelten. Sie brau-chen einen Rechtsanspruch auf gesetzlichen und tariflichen Kün-digungschutz.“
Versicherte schützen
SPD:Nachteilebei Kassenpleitenausschließen
Mehr Frauen
SPD will40 Prozent FraueninLeitungenvonGroßfirmen
Für die SPD-Bundestagsfraktionist die „Berliner Erklärung“ nichtSchall und Rauch, sondern Anlasszum Handeln. Sie wird in Kürzeeinen Gesetzentwurf vorlegen.Darin wird sie konkrete Vorschlä-ge machen, wie die Zahl vonFrauen in Vorständen und Auf-sichtsräten großer Unternehmenvergrößert werden kann. Ziel isteine verbindliche Frauenquotevon 40 Prozent. Garrelt Duin:„Diese Ziele, die sich mit denender Berliner Erklärung im Grund-satz decken, können schnell undeffizient erreicht werden.“Die „Berliner Erklärung“, die am15. Dezember veröffentlicht wur-de, ist eine überparteiliche Initia-tive namhafter Frauen. Diesewollen mit gesetzlichen Frauen-quoten mehr Geschlechterge-rechtigkeit in Führungsgremienvon börsennotierten und mitbe-stimmten Unternehmen errei-chen.Zu den Erstunterzeichnerinnengehören SPD-GeneralsekretärinAndrea Nahles, die stellvertreten-den SPD-Vorsitzenden HanneloreKraft, Manuela Schwesig undAydan Özuguz. Sie verstehen dieErklärung als klare Absage an die„Flexi-Quote“ von Bundesminis-terin Schröder, CDU.Bislang scheiterten Anträge vonSPD und Grünen für eine Frauen-quote im Bundestag. Jetzt beteili-gen sich an der Erklärung auchFrauen aus der Regierungskoaliti-on. Die Zeit für ein Gesetz drängt,denn 2013 werden viele Auf-sichtsräte neu gewählt.
@
www.spdfraktion.de
Der EU-Kommissar für Binnenmarkt und Dienstleistungen, Michel Barnier, erhielt Post aus Berlin. Vier Abgeordnetefordern ihn - ähnlich wie Ministerpräsident McAllister - dazu auf, das neue Vertragsverletzungsverfahren vor demEuGH wegen des VW-Gesetzes zurückzuziehen. Hier unterschreibt Garrelt Duin, wirtschaftspolitischer Sprecher derSPD-Bundestagsfraktion. Links Patrick Döring, Fraktionsvize der FDP, rechts Brigitte Pothmer, arbeitsmarktpolitischeSprecherin der Grünen, und Michael Grosse-Brömer, Vorsitzender der Landesgruppe Niedersachsen der CDU.
 
Seite 3
Frank-Walter Steinmeier, Vorsit-zender der sozialdemokratischenBundestagsfraktion, rechnetscharf ab mit dem jüngsten Euro-Krisen-Gipfel in Brüssel:„Der Gipfel war ein Fiasko. Wirhaben es Kanzlerin Merkel vorhergesagt: Simulierte Politik hilftnicht weiter. Ersatzhandlungenstatt Problemlösungen verschlim-mern die Lage.Die Finanzanalysten haben dasMärchen von der Krisenbewälti-gung gnadenlos durchschaut:Keine Einigkeit, sondern Zeichender Spaltung Europas, kein Signalder gemeinsamen Haftung, keineKlarheit über die Rolle der EZB,wortreiche Nebel über Vertrags-änderungen und Sanktionen, aberkeine Aussicht auf eine Lösungder akuten Schuldenfrage. DerVertrauensverlust grassiert wei-ter, die Anleger fliehen den Euro-raum, die Rezessionsgefahr inEuropa nimmt täglich zu.Allein Italien muss in den nächs-ten Monaten 180 Milliarden Eurofinanzieren, ohne das Vertrauender Anleger zu haben. Über dasZiel der Stabilität in Europa be-steht zwischen uns und der Bun-desregierung kein Streit. Ob aberihr Handeln der Stabilität dientoder vielmehr die Stabilität ge-fährdet, das muss im Kern deröffentlichen Auseinandersetzungstehen. Denn nichts ist 2011 sta-biler geworden in Europa.Die Krise hat sich im Gegenteildramatisch beschleunigt. Diegroße Täuschung, mit der Merkeldie Öffentlichkeit an der Naseherumführen will, betrifft dieRolle der Europäischen Zentral-bank, die dort handelt, wo dieRegierungen Handeln verweigern.Hier hat der Gipfel das absurdeTheater fortgesetzt. WährendDeutschland behauptet, die Un-abhängigkeit und Zurückhaltungder Zentralbank bleibe unange-tastet, geht Frankreich davon aus,die EZB übernehme nun die zent-rale Rolle als Bürge letzter In-stanz. Alle Rettungsmechanismensollen an die EZB gebunden wer-den. Wie genau, weiß keiner.Ein europäischer Schuldentil-gungsfonds ist ein kluger Vor-schlag. Er kann die Zinsen ( derSchuldnerländer) senken, aberdie langfristige nationale Til-gungsverpflichtung aufrecht er-halten. Das wäre ein Signal deseuropäischen Zusammenhalts.“
Bundesregierung lässt Hausbesitzer undMieter im Stich
Kein Geld für Gebäudesanierung
Während einer Diskussion des Instituts für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen (ifs) in Berlin kritisierteGarrelt Duin, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, die starke Kürzung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms in diesem Jahr und die Streichung für 2012. Beim „Wohnungspolitischen Forum desifs“ diskutierten - von links - die Wirtschaftspolitiker Thomas Bareiß, CDU, Garrelt Duin, SPD, Klaus Breil, FDP, HeidrunBluhm, Die Linke, und Daniela Wagner, Grüne. Dr. Peter Runkel, Direktor des ifs-Städtebauinstituts, moderierte dieDiskussion. Sie drehte sich um Energieeffizienz in Gebäuden und um Stadtentwicklungspolitik.
Jüngster Krisen-Gipfel der EU-Regierungs-Chefs war einFiasko/ Steinmeier rechnet mit Kanzlerinab
Merkel täuscht die Menschen über die Rolle der EZB
Niedriger Klimagipfel
Flop
Selten stand eine Welttagungunter so schlechtem Vorzeichenwie der Weltklimagipfel im südaf-rikanischen Durban. Die Erwar-tungen waren niedrig, die Ergeb-nisse noch mickriger. Nach tage-langen taktischen Grabenkämp-fen wird verkündet, man habe dieWeichen gestellt für ein neuesglobales Klimaabkommen. Duin:„Tatsache ist: Der Gipfel ist bla-mabel gescheitert.“ Statt Ver-pflichtungen zur CO2-Minderungeinzugehen, werden Absichtenverkündet und neue Gipfel inAussicht gestellt, Lösungen be-hauptet, aber nicht geliefert. DieErgebnisse sollen 2020 greifen.Duin: „Das ist reine Augenwische-rei.“ Daran ändern auch keineSchönfärbereien von Umweltmi-nister Röttgen, CDU.
Computer für alle
Die Enquete-Kommission„Internet und digitale Gesell-schaft“ des Bundestags streitetsich. Nur über Medienkompetenzbesteht bisher Einigkeit. So sollenalle Schüler mobile Computererhalten. Lehrerausbildung, Bil-dungskonzepte und Lerninhaltemüssen dem digitalen Zeitalterangepasst werden.
Effizienz für alle
Die SPD-Bundestagsfraktion for-dert, Energie-Effizienz für alle zuermöglichen. Dazu soll sie einenFonds auflegen. Mit den Mittelnsollen Energieberatung, Zuschüs-se zum Austausch alter Haushalts-Elektrogeräte, Kleinkredite undZuschüsse für Effizienzmaßnah-men in Haushalten und kleinenFirmen gefördert werden.

Share & Embed

More from this user

Add a Comment

Characters: ...