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Frank-Walter Steinmeier, Vorsit-zender der sozialdemokratischenBundestagsfraktion, rechnetscharf ab mit dem jüngsten Euro-Krisen-Gipfel in Brüssel:„Der Gipfel war ein Fiasko. Wirhaben es Kanzlerin Merkel vorhergesagt: Simulierte Politik hilftnicht weiter. Ersatzhandlungenstatt Problemlösungen verschlim-mern die Lage.Die Finanzanalysten haben dasMärchen von der Krisenbewälti-gung gnadenlos durchschaut:Keine Einigkeit, sondern Zeichender Spaltung Europas, kein Signalder gemeinsamen Haftung, keineKlarheit über die Rolle der EZB,wortreiche Nebel über Vertrags-änderungen und Sanktionen, aberkeine Aussicht auf eine Lösungder akuten Schuldenfrage. DerVertrauensverlust grassiert wei-ter, die Anleger fliehen den Euro-raum, die Rezessionsgefahr inEuropa nimmt täglich zu.Allein Italien muss in den nächs-ten Monaten 180 Milliarden Eurofinanzieren, ohne das Vertrauender Anleger zu haben. Über dasZiel der Stabilität in Europa be-steht zwischen uns und der Bun-desregierung kein Streit. Ob aberihr Handeln der Stabilität dientoder vielmehr die Stabilität ge-fährdet, das muss im Kern deröffentlichen Auseinandersetzungstehen. Denn nichts ist 2011 sta-biler geworden in Europa.Die Krise hat sich im Gegenteildramatisch beschleunigt. Diegroße Täuschung, mit der Merkeldie Öffentlichkeit an der Naseherumführen will, betrifft dieRolle der Europäischen Zentral-bank, die dort handelt, wo dieRegierungen Handeln verweigern.Hier hat der Gipfel das absurdeTheater fortgesetzt. WährendDeutschland behauptet, die Un-abhängigkeit und Zurückhaltungder Zentralbank bleibe unange-tastet, geht Frankreich davon aus,die EZB übernehme nun die zent-rale Rolle als Bürge letzter In-stanz. Alle Rettungsmechanismensollen an die EZB gebunden wer-den. Wie genau, weiß keiner.Ein europäischer Schuldentil-gungsfonds ist ein kluger Vor-schlag. Er kann die Zinsen ( derSchuldnerländer) senken, aberdie langfristige nationale Til-gungsverpflichtung aufrecht er-halten. Das wäre ein Signal deseuropäischen Zusammenhalts.“
Bundesregierung lässt Hausbesitzer undMieter im Stich
Kein Geld für Gebäudesanierung
Während einer Diskussion des Instituts für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen (ifs) in Berlin kritisierteGarrelt Duin, wirtschaftspolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, die starke Kürzung des CO2-Gebäudesanierungsprogramms in diesem Jahr und die Streichung für 2012. Beim „Wohnungspolitischen Forum desifs“ diskutierten - von links - die Wirtschaftspolitiker Thomas Bareiß, CDU, Garrelt Duin, SPD, Klaus Breil, FDP, HeidrunBluhm, Die Linke, und Daniela Wagner, Grüne. Dr. Peter Runkel, Direktor des ifs-Städtebauinstituts, moderierte dieDiskussion. Sie drehte sich um Energieeffizienz in Gebäuden und um Stadtentwicklungspolitik.
Jüngster Krisen-Gipfel der EU-Regierungs-Chefs war einFiasko/ Steinmeier rechnet mit Kanzlerinab
Merkel täuscht die Menschen über die Rolle der EZB
Niedriger Klimagipfel
Flop
Selten stand eine Welttagungunter so schlechtem Vorzeichenwie der Weltklimagipfel im südaf-rikanischen Durban. Die Erwar-tungen waren niedrig, die Ergeb-nisse noch mickriger. Nach tage-langen taktischen Grabenkämp-fen wird verkündet, man habe dieWeichen gestellt für ein neuesglobales Klimaabkommen. Duin:„Tatsache ist: Der Gipfel ist bla-mabel gescheitert.“ Statt Ver-pflichtungen zur CO2-Minderungeinzugehen, werden Absichtenverkündet und neue Gipfel inAussicht gestellt, Lösungen be-hauptet, aber nicht geliefert. DieErgebnisse sollen 2020 greifen.Duin: „Das ist reine Augenwische-rei.“ Daran ändern auch keineSchönfärbereien von Umweltmi-nister Röttgen, CDU.
Computer für alle
Die Enquete-Kommission„Internet und digitale Gesell-schaft“ des Bundestags streitetsich. Nur über Medienkompetenzbesteht bisher Einigkeit. So sollenalle Schüler mobile Computererhalten. Lehrerausbildung, Bil-dungskonzepte und Lerninhaltemüssen dem digitalen Zeitalterangepasst werden.
Effizienz für alle
Die SPD-Bundestagsfraktion for-dert, Energie-Effizienz für alle zuermöglichen. Dazu soll sie einenFonds auflegen. Mit den Mittelnsollen Energieberatung, Zuschüs-se zum Austausch alter Haushalts-Elektrogeräte, Kleinkredite undZuschüsse für Effizienzmaßnah-men in Haushalten und kleinenFirmen gefördert werden.
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