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WHO Interview Christine Assange

WHO Interview Christine Assange

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12/23/2011

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original

 
Translation of / Übersetzung von: W
HO
Interview with Christine AssangeChristine AssangeMein Kampf für Julian
In ihrem ersten Zeitungsinterview berichtet die Mutter von Julian Assange von ihrem Kampf gegen die
 „
 politischen
“ 
Vergewaltigungsvorwürfe [sic], mit denen der WikiLeaks-Gründer in den Dreck gezogenwird, und erzählt von ihrem
 „
entzückend neugierigen
“ 
Jungen.
Nur wenige Mütter können behaupten, ihre Söhne hätten dabei geholfen, die Welt zu verändern,was Christine Assange strahlen lässt
 –
und Sorgen macht. Am 2. November lehnte ein LondonerGericht den Einspruch von Julian Assange ab in seinem Kampf gegen eine mögliche Auslieferung nachSchweden, wo der in Townsville geborene Chefredakteur von WikiLeaks sichVergewaltigungsvorwürfen [sic], die laut seiner Mutter erfunden sind, stellen soll. Sollte derBerufungsantrag ihres Sohnes (40) bei dem obersten Gerichtshof von Großbritannien am 19.Dezember fehlschlagen, befürchtet Christine, die für Theaterproduktionen in Queensland arbeitet,dass dies die Türen für eine eventuelle Auslieferung Julians in die USA öffnen könnte, wo er wegen
Cablegate
, dem explosiven Depeschenleak durch Wikileaks in 2010, gesucht wird. Julian, der Vatereines 22 Jahre alten Sohnes ist, und sich zur Zeit unter Hausarrest in London [sic] befindet,
ist einpolitischer Gefangener, der offensichtlich akut gefährdet ist
, sagt Christine, die am 17. Novembereinen Protest in Canberra anführte gegen die, wie sie sagt, Untätigkeit der Gillard-Regierung im Falleihres Sohnes. In diesem weltexklusiven Interview teilte Christine (60) mit Louise Talbot von W
HO
ihrewertvollsten Erinnerungen über ihren Sohn und ihre Hoffnungen in den gefährdeten Internetpionier.
Zeigte Julian schon in früher Kindheit besondere Talente?
Keine speziellen, aber er war ein entzückend neugieriges, kreatives und erfinderisches Kind, das esliebte, Probleme zu lösen, und lebhafte Diskussionen über Theorien und mögliche Antworten auf seine vielen Fragen zu führen.
Was interessierte ihn als kleinen Jungen?
Er war ein Landkind, erkundete die Gegend auf seinem Fahrrad mit seinem geliebten Hund Poss[Possum], baute mit seinen Freunden Flöße, las Abenteuerklassiker und Wissenschaftsmagazine. Erwar sensibel, gutmütig und ging sanft mit Tieren um.Ihr beide verbrachtet viel Zeit auf Magnetic Island, vor Townsville, Queensland, wo er aufwuchs.Magnetic Island war eine
Schatzinsel 
-Erfahrung für uns. Ein sicheres, makelloses, natürlichesWunderland mit einer kleinen, freundlichen und interessanten Gemeinde.
Als er ein Junge war, kauften Sie ihm einen Commodore 64 Computer? Wie ging er damit
um?Er war in seinem Element. Julian brachte sich selbst den Umgang mit diesem neuen intellektuellenGrenzland bei und baute den ersten australischen Internet Serviceprovider auf, der für die Nutzerkostenfrei war. Er nutzte seine Talente auch, um Interessengemeinschaften zu helfen, sowie später
 
der Polizei von Victoria bei diversen Ermittlungen. [Julian war beteiligt daran,
technische Aspekte zuvermitteln
um bei der Verfolgung von Personen, die der Veröffentlichung und Bereitstellung vonKinderpornografie im Internet verdächtig sind, zu helfen
, teilte Grace Morgan im Namen vomAssange einem Gericht in Melbourne im Februar mit.]
Haben Sie jemals damit gerechnet, dass Ihr Sohn ein Pionier in der Informationsverbreitung seinwürde?
Nein! Ich dachte, er würde seiner Passion für theoretische Physik folgen. Aber mit ihm alsscharfsinnigen, analytischen Wahrheitssucher mit einem starken Gerechtigkeitssinn, kombiniert mithochgradigen Computer- und Sprachkenntnissen, war WikiLeaks eine logische Konsequenz.
Im letzten Jahrzehnt hat er einen sehr kontroversen Lebensstil gepflegt. Haben Sie je befürchtet,Julian könnte in einem solchen Dilemma landen?
Anfangs wurde WikiLeaks gegründet, um Korruption in den Regimen und Diktaturen der Dritten Weltaufzudecken, tat dies und überstand vier Jahre. Ich hatte dann aber große Angst, als dieKriegsverbrechen der USA und die Korruption enthüllt wurden
 –
da die Verletzung des Stolzes derUSA lebensbedrohlich sein kann.
Wie war Ihre Reaktion, als Julian im Dezember 2010 erstmals festgenommen wurde wegen derVergewaltigungsvorwürfe [sic] in Schweden?
Meine augenblickliche Reaktion war Ungläubigkeit, da ich wusste, dass Julian nicht zu einer solchenTat fähig wäre. Mein nächster Gedanke war, dass er auf irgendeine Art wegen WikiLeaks in eine Fallegelockt wurde.
Was sagen Sie und sein Anwaltsteam über den Zeitpunkt seiner Festnahme?
Was hinter verschlossenen Türen gesagt wird, bleibt auch dort, aber die WikiLeaks-Veröffentlichungder US-Depeschen, die von den USA geführte Bankenblockade gegen Spenden an WikiLeaks und derInterpol-Haftbefehl geschahen alle innerhalb von 10 Tagen. Zufall?
Was sind Ihre Ängste, falls er nach Schweden ausgeliefert wird?
Das eine US Grand Jury ihn anklagen und er von Schweden in die USA ausgeliefert wird, wo ihndasselbe oder ein schlimmeres Schicksal als David Hicks oder Bradley Manning [der inhaftierte USSoldat, der verdächtigt wird, geheime Informationen, inklusive des Helikoptervideos, an WikiLeaksweitergegeben zu haben] erwartet.
Welche Hilfe erwarten Sie von der australischen Regierung?
Die Regierung muss eine Auslieferung in die USA ablehnen, und verlangen, dass Großbritannien undSchweden humanitäre Garantien unterzeichnen, dass sie dieses auch tun. Ich möchte einfachGerechtigkeit für Julian sicherstellen. Im Gegensatz zu Julia Gillard (Anm. Übersetzer: AustralischePremierministerin) kann man mich nicht zum Schweigen bringen.
Denkt er, dass er in dieser Sache nicht gewinnen kann?

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Copyright by WHO Magazine! Translation by me under CC, but please give a note to @HomoCarnula if you want to use it. Kkthxbaibai

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