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geblich mitgestaltet wird. Dr. Christian Walda, Jüdisches Museum Rendsburg – Dr. Bamber-ger Haus, stellte
das Haus, seine Sammlung und seine Dauer- und Wechselausstellungen
vor. In Rendsburg, das unter dänischer Krone eine sog. Toleranzstadt war, ist ein Gebäude-komplex aus Synagoge, Mikwe, Talmud-Tora-Schule und Wohnhaus des Gemeindevorste-hers aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erhalten. Die Sammlung mit SchwerpunktReligion, Geschichte und Kunst vermittelt Besuchern Einblicke in die jüdische Kultur in au-thentischer Atmosphäre. Zum Abschluss der ersten Sektion berichtete Dr. Katharina Rau-schenberger, Jüdisches Museum Frankfurt/Main, über
Ausstellungsprogramm und Zentrum für deutsch-jüdische Geschichte
. Die beiden Sonderausstellungen Access to Israel I und IIboten bzw. bieten Zugang zu israelischer Gegenwartskunst, die Wanderausstellung Raubund Restitution (z. Zt. JMB) wird neben weiteren geplanten Ausstellungen im Jahr 2009 inFrankfurt zu sehen sein. Mit dem Zentrum für deutsch-jüdische Geschichte soll langfristigunter Zusammenlegung des Fritz-Bauer-Instituts und des Jüdischen Museums Frankfurt eineInstitution geschaffen werden, in der die jüdische Geschichte und der Holocaust gleicherma-ßen erforscht werden. Als problematisch könnte sich dabei, so Rauschenberger, eine Au-ßenwahrnehmung „jüdische Geschichte ist gleich Holocaust-Geschichte“ gestalten.Am Nachmittag hatten die Teilnehmer der Jahrestagung die Gelegenheit, das Albert-Einstein-Sommerhaus in Caputh zu besichtigen, das der Physiker bis zu seiner Flucht alsHauptwohnsitz nutzte.
2. Arbeitssitzung: Bibliotheken, Dokumentationen, Archive
Die zweite Sektion am Mittwochnachmittag nahm Bibliotheken, Archive und sonstige Doku-mentationsprojekte in den Blick. Dr. Rachel Heuberger, Judaica Abteilung der Universitäts-bibliothek Frankfurt/Main, sprach unter dem Titel
Arche Noah der Erinnerung
über
Digitalisie- rungsprojekte jüdischer Literatur
. So können mittlerweile rund 800 jiddische Drucke unterwww.literatur-des-judentums.deeingesehen werden, das Portalwww.compactmemory.de
macht eine große Zahl jüdischer Zeitschriften online zugängig. Das derzeit von der DFG ge-förderte Projekt Frankfurter Judaica hat sich das Ziel gesetzt, die ehemals 18.000 Titel starkeSammlung virtuell zu rekonstruieren und zu digitalisieren. Unterwww.judaica-frankfurt.de sind bereits jetzt ca. 2.000 Digitalisate recherchierbar. Sylvia Asmus, Deutsches Exilarchiv1933-1945 bei der Deutschen Nationalbibliothek, berichtete über die
Beschaffung von Nach- lässen von deutschsprachigen Emigranten aus den USA. Eine Zusammenarbeit des Deut- schen Exilarchivs 1933-1945 mit Prof. John M. Spalek
. Prof. Spalek, amerikanischer Germa-nist und Exilforscher, stellt in der Regel den Kontakt zwischen dem Deutschen Exilarchiv undden meist privaten Nachlassgebern her. So konnten im letzten Jahr 13 Bestände oder Be-standsergänzungen übernommen und teilweise bearbeitet werden. Etta Grotrian und Dr. IrisBlochel-Dittrich, JMB, stellten den
Thesaurus zur deutsch-jüdischen Geschichte
des JMB vor
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