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Angst

Angst

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Published by Emmi Vreak Gabriel

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Published by: Emmi Vreak Gabriel on Jan 04, 2012
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10/02/2012

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Die Angst bringt dich um. Denkst du. Ganz langsam, und ohne, dass du sie je siehst. Zuerstverschafft sie dir Momente, in denen du dir nicht vorstellen kannst, je wieder glücklich zusein. Wenn du diese Momente durch vielfältige Verdrängungs- und Vermeidungstaktikenüberlebt hast, scheint alles wieder bergauf zu gehen. Wenn du Glück hast, besucht dich dieAngst in großen Zeitabständen, so dass du zwischendurch Zeit hast, zu atmen, dich in deinemLeben auch um andere Dinge als dich selbst und deine Flucht aus der Panik zu kümmern.Vielleicht tritt sie in ganz bestimmten Momenten auf, so dass es dir – das kommt natürlichdarauf an, auf was sich deine Angst bezieht – gelingt, dich darauf einzustellen oder solcheMomente einfach zu vermeiden (zum Beispiel bei Flugangst, Höhenangst oder Angst vor Schlangen). Kannst du sie nicht dauerhaft vermeiden, hast du wahrscheinlich eine Angst, diesich um andere Wesen dreht, die geistig hoch genug entwickelt sind, einen freien zu Willen besitzen, und danach streben, jederzeit nach diesem handeln zu können, ohne dabei durch einegrößere Verzögerung oder ein schlechtes Gewissen gestört zu werden. Da diese Wesen sichMenschen nennen, und du auch einer bist, kannst du das natürlich nachvollziehen, was zuzwei großen Problemen führt, die es dir erschweren, deiner Angst überhaupt ins Gesicht blicken zu können: Erstens, der oder die Menschen, um deren Verschwinden aus deinemLeben du fürchtest, fühlen sich automatisch in der Umsetzung der durch ihren freien Willenentstandenen Ideen von bestimmten Handlungsweisen eingeschränkt – beispielsweise, wenndu Angst hast, deine Eltern könnten bei einem Autounfall sterben – und du weißt das,zweitens, dadurch, dass du über diesen ungewollt von dir ausgehenden Stressfaktor im Leben jener Leute Bescheid weißt, wirst du versuchen, dich ihnen zu erklären, bzw. zu rechtfertigen,denn da es die Menschen nicht erfreut, sich in ihrem freien Willen eingeschränkt zu fühlen,und sie höchstwahrscheinlich deine Angst nicht nachvollziehen können (auch wenn sie dasglauben, weil sie ja auch schon mal um etwas „Angst“ hatten – diese „Angst“ nenne ichübrigens „Sorge“, denn Angst ist in Wirklichkeit ein Abwehrmechanismus, wenn einelebensbedrohliche Situation vorliegt, und nichts was natürlicherweise auftritt sobald man miteiner bestimmten Person(engruppe) nicht zusammen ist) werden sie Aggressionen oder zumindest eine bestimmte Abwehrhaltung dir gegenüber entwickeln – was auch gut für sie ist,denn sobald sie auf deine durch die Angst ausgelösten Bedürfnisse eingingen, wären sie nichtmehr frei und du hättest keinen Grund mehr deine Angst bekämpfen zu wollen. Durch die beiden eben genannten, entstehenden Probleme entwickelt sich auf Dauer eine ArtTeufelskreis, da du auf der einen Seite das ständige Bedürfnis hast, die Handlungen der anderen Person(en) zu kontrollieren, um sicherzustellen, dass sie sich noch in deinem Leben befinden (emotionales Bedürfnis), auf der anderen Seite aber genau weißt, dass eben dies sichändern könnte, sobald du den Menschen deine Angst zu oft unterbreitest (kognitiveErkenntnis). Dadurch besteht deine Angst auf emotionaler Ebene und auf kognitiver Ebene,wobei beide gegeneinander arbeiten. Ignoriert die Person, auf die sich deine Angst beziehtdiese, verfällst du leicht in den Glauben, du könntest der Person nicht wichtig sein, was indeinen Augen einen möglichen Verlust der Person aus deinem Leben durch einen Verlust anInteresse dir gegenüber ihrerseits bedeuten würde. Wird die Person wütend oder reagiertverständnislos auf die Problematik, wirst du dir zu 100% sicher sein, dass du die Person baldverlierst, da ein momentan unveränderlicher Bestandteil deiner Psyche offensichtlich großeAggressionen in dem Menschen weckt. Reagiert der Mensch mit Verständnis auf deine akuteSituation, wenn du sie ihm unterbreitest (was du übrigens kaum tun wirst, wenn es nichtwirklich nötig ist, um nicht durch zu drehen) wirst du zumindest soweit beruhigt sein, dasseine Substitution dieser Beruhigung durch Mittel wie Medikamente, Alkohol, Drogen,Selbstverletzendes Verhalten oder Gewalt an anderen Menschen/ Dingen (etc.) nicht nötig ist,allerdings wird deine Angst dadurch nicht bekämpft oder gar besiegt, sie wird lediglichmomentan zu dem Teil vermieden, der lebensbedrohlich für dich oder andere sein könnte(ACHTUNG: TROTZDEM IST DIE VERSTÄNDNISSVOLLE REAKTION DIE EINZIGE,DIE DIR IN DIESEM MOMENT „HILFT“, ALLE ANDEREN SIND AUSNAHMSLOS

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