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Praxisbericht: Uniblogs –Die Blogfarm der Universität Osna-brück
Autoren: Kristine GreßhönerTim SchmidtTobias ThelenPortalbereich: Aus der PraxisStand: 22. Oktober2008
Inhaltsverzeichnis
Einleitung.......................................................................................................................1Lernen mit Blogs.........................................................................................................1Dimensionen der Öffentlichkeit................................................................................2Was ist (echtes) Bloggen?.........................................................................................3Blogs und Lernmanagementsysteme........................................................................4Technische Überlegungen zur Blogfarm als Community-Plattform...................4Typologie der Unibloggerei......................................................................................5Fazit...............................................................................................................................8Die Autorin und die Autoren.........................................................................................9
Einleitung
Wenn ich jemandem von den Uniblogs erzähle, ernte ich manchmal Unverständnis:„Wieso? Dafür gibt es doch Blogger 
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oder myBlog
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oder was auch immer. Jeder be-kommt an jeder Ecke ein kostenloses Blog hinterhergeworfen.“ Trotzdem, antworteich dann, leisten wir uns an der Universität Osnabrück die Uniblogs. Wenn ich ande-ren von den Uniblogs erzähle, stoße ich zuweilen auf Skepsis bis hin zu Furcht: „Aber das ist viel zu gefährlich! Da können Studenten ja einfach irgendwas schreiben und essteht auch noch Uni dran.“ Ich antworte: „Eben darum.“ Denn das ist einer der Grü-nde, warum es die Uniblogs gibt: Den Hochschulangehörigen – sei es lehrend, studie-rend oder verwaltend – eine zeitgemäße Web-Plattform zu bieten, auf der sie nicht nur, aber eben auch in ihrer Rolle als Mitglieder der Universität veröffentlichen kön-nen. Wenn ich noch wieder anderen von den Uniblogs erzähle, werden Köpfe geschüt-telt: „Das funktioniert doch sowieso nicht. Ein Blog kann Lernen, Lehren und For-schen doch kaum verändern oder verbessern.“ „Doch!“, sage ich dann, „Wir glau-ben, dass es das kann.“
Lernen mit Blog
Ziel des Projektes Uniblogs war es, die Bildung einer studentischen Community anzu-regen, indem wir die technische Infrastruktur bereitstellen und zudem mit „gutem Bei-spiel“ vorangehen. Wie das Angebot von den Nutzerinnen und Nutzern ausgestaltetwerden würde, haben wir im Projekt bewusst offen gelassen. In der Blogfarm solltealso nicht vorrangig formalisiertes Wissen bereitgestellt werden, sondern ein Angebot
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https://www.blogger.com
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http://www.myblog.de
 
 2entstehen, das dem Kommunikationsbedürfnis der Studierenden und Lehrenden ent-spricht und es fördert. Dadurch kann der Informationsfluss zwischen den Teilnehmen-den verbessert werden und informelle Lernprozesse ereignen sich quasi als Nebenpro-dukt.
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Dabei geht es vor allem um die Verbreitung von Öffentlichkeit innerhalb derHochschule, die bis dato in vielen Fällen nur einzelnen Gruppen vorbehalten war.
Dimensionen der Öffentlichkeit
Blogs bringen Veränderungen in der Hochschulöffentlichkeit mit sich. Äußerungen,die zuvor nur intern verlautbart wurden, werden nun (unter Umständen) der Netzöf-fentlichkeit zur Verfügung gestellt. Diese Steigerung der Öffentlichkeit hat durchausVorteile, da mehr nach Außen dringt: Entscheidungsprozesse werden transparenter,Meinungsäußerungen erhalten eine Bühne, Ereignisse finden Erwähnung und werdendokumentiert. Dies kann aus dem gleichen Grund auch zu Problemen führen; es istabzuwägen, was, wann und mit welcher Diktion öffentlich werden soll.Beim Einsatz von Blogs an einer Hochschule lassen sich zwei Dimensionen von Öf-fentlichkeit unterscheiden.1.
 
Blogs können die Sichtbarkeit nach
innen
erhöhen.Mensaflyer, Studentenzeitungen, Aushänge an Schwarzen Brettern, Artikel in derUnizeitung: All diese Formen hochschulinterner Öffentlichkeitssuche existieren schonseit langem. Etwas Ähnliches gibt es im Internet nur mit Zusatzaufwand und begrenz-ter Wirksamkeit. Anders dagegen die frei verfügbaren Uniblogs: Ihre Community-Wirkung führt dazu, das vielfältige Leben an der Universität auch innerhalb dieserbekannt zu machen. Während das LMS von den Studierenden zudem sehr stark alsHilfsmittel zur Unterstützung ihres Studiums wahrgenommen wird, also gedanklichund faktisch verknüpft ist mit Lehrenden und Lehrveranstaltungen, haben die U-niblogs einen mehr privaten Charakter, der Informationen unabhängig vom Studien-fach bietet.2.
 
Blogs können die Sichtbarkeit nach
außen
erhöhen.Veranstaltungskalender und Pressemeldungen sind nur zwei Methoden, welche dasoffizielle Geschehen an einer Hochschule nach außen hin abbilden und ankündigen.Was von zentral definiertem öffentlichen Interesse ist, macht aber nur einen ver-schwindend geringen Teil dessen aus, was tatsächlich passiert. Ist es nicht interessant
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Eine genauere Beschreibung zum Einsatz von Blogs in der universitären Lehre findet sich in: MostafaAkbari, Tim Schmidt, Christian Spannagel: Ein Planungsraster für den Einsatz von Weblogs in derLehre, in: Workshop Proceedings der Mensch und Computer 2008, DeLFI 2008 und Cognitive Design2008, eLearning 2.0 auf der DeLFI 2008, September 2008, Logos Verlag, S. 305-310.
 
3zu erfahren, was Studierende und Wissenschaftler denken, hoffen und wollen? Waswird gelehrt und geforscht und warum? Abgesehen von dieser recht menschlichenNeugier ist es eine Tatsache, dass Blogbeiträge in den Suchmaschinen derzeit weitoben erscheinen: Wer etwas über sein Lernen, seine Lehre und seine Forschung einerbreiteren Öffentlichkeit zugänglich machen will, hat mit einem Uniblog gute Chancendazu. Als Stempel von – zugegeben: relativer – Seriosität gibt es die Uni-URL
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dazu.Abgesehen von Einzelpersonen werden Blogs auch von Arbeitsgruppen, Konferenzenund Projekten verwendet, um mit einfachsten Bedienansprüchen Content im moder-nen Gewand eines Weblogs zu präsentieren. Bemerkenswert intensiv nutzen dieseGruppen die Blogs als Ergänzung oder Ersatz für eine Homepage.
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Einrichtungen undProjekte nehmen diese Form der Veröffentlichung und Sammlung von Informationenan: Der aktuelle Beitrag steht im Mittelpunkt. Eine aufwendige Informationsarchitek-tur, die in eine Webseite mündet, die dann über Jahre niemand mehr pflegt, tritt hier inden Hintergrund.
Was ist (echtes) Bloggen?
Der Begriff Blog beschreibt zwar eine bestimmte Technologie, nicht aber eine einzigeNutzungsweise. Immerhin: Der Gedanke an ein persönliches Web-Tagebuch ist passé.Blogger schreiben nicht nur, aber auch über das persönlich Erlebte ihres eigenen Mik-rokosmos. Was ist also das Ziel von Blogs? Was macht ein Blog aus? In seinem –übrigens im eigenen Weblog abgegebenen – Kommentar auf einen Uniblogs-Beitrag
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 räsoniert Blogger „menschzweinull“ über den Sinn von Beiträgen und darauf folgen-den Kommentaren:[14:48:54]
WILL MAN EINE ANARCHISTISCHE
F
ORM DES
O
NLINE
-J
OURNALISMUS BE
-
TREIBEN
 [14:49:24]
ODER LIEBER EINEN
HACH SIND WIR LUSTIG UND KREATIV
 
Z
IRKEL DERIMMERGLEICHEN
L
EUTE
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 In dem Zitat schwingen auf der einen Seite Kritik, auf der anderen Seite Zweifel mit.Der Nutzer deutet an, dass es seiner Meinung nach eine richtige Form des Bloggensgebe, die sich als basisdemokratische Gegenöffentlichkeit versteht. Wie die Beispieleder Blogfarm an der Universität Osnabrück gezeigt haben, wird dieses Selbstverständ- 
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Eine Blog-URL in Osnabrück beginnt stets mit: http://www.blogs.uni-osnabrueck.de/ 
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Ein Beispiel ist http://www.blogs.uni-osnabrueck.de/inschmid, das geschichtswissenschaftliche Web-log der Arbeitsgemeinschaft ‚Das Haus im Kontext: Kommunikation und Lebenswelt’, die Mitgliederauch außerhalb Osnabrücks hat. Siehe auch: http://www.blogs.uni-osnabrueck.de/americanstudies.
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http://www.blogs.uni-osnabrueck.de/theleprompt/2008/09/11/blogstreik-und-publikumsbeschimpfung/ 
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http://menschzweinull.blogspot.com/2008/09/heute-schon.html

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