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Mary Summer Rain_Der Phoenix erwacht

Mary Summer Rain_Der Phoenix erwacht

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Published by sabina111
Die alte Indianerin No-Eyes erzàhlt Mary Summer Rain:Das Folgende bezieht sich unmittelbar auf die bevorstehenden Veränderungen. Es
ist von größter Wichtigkeit, weil das, was heute geschieht, einbezogen wird in die
Welt der bewußtseinserhellenden Lehren und dem damit einhergehenden Willen,
geistige Erkenntnis zu erlangen, um menschliches Mitgefühl und Weltfrieden zu
erreichen.
Die alte Indianerin No-Eyes erzàhlt Mary Summer Rain:Das Folgende bezieht sich unmittelbar auf die bevorstehenden Veränderungen. Es
ist von größter Wichtigkeit, weil das, was heute geschieht, einbezogen wird in die
Welt der bewußtseinserhellenden Lehren und dem damit einhergehenden Willen,
geistige Erkenntnis zu erlangen, um menschliches Mitgefühl und Weltfrieden zu
erreichen.

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Published by: sabina111 on Jan 21, 2012
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06/06/2014

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Der Phoenix erwacht von Mary Summer Rain, 1987
EinleitungEs gibt Skeptiker. Es gibt Zweifler. Und es gibt solche, die lieber eine rosarote Brilleaufsetzen. Denen habe ich nichts zu sagen, denn sie haben ihre Wahl getroffen,obwohl die Zeichen unübersehbar sind. Und es gibt solche, die staunen. Es sindMenschen, die ein zartes Rühren spüren. Es gibt aber auch solche, die jenewunderbare Schwelle der Erkenntnis überschritten haben – ganz im Begriff sind,das wahrzunehmen, was wirklich zu sehen ist. Diesen sage ich: Öffnet eurehervorragenden Sinne. Schaut mit Klarheit, was darüber und darunter, was innenund außen ist. In diesen bevorstehenden kritischen Zeiten hört und achtet auf dieWeisungen eures Geistes, der die erhabene Weisheit in sich trägt, die ihr gerade jetzt vernehmt.Es gibt indessen solche, die wissen. Menschen, die in ihren empfindsamen Herzensehen, fühlen und erkennen, was es zu sehen gibt. Solche, die durch ihr kostbaresErbe zu stillen Bewahrern wurden für das, was sein wird. Denen habe ich nichts zusagen, da sie bereits die Worte kennen – alte Worte der Weisheit, welche ewig undrein im Raum standen, seit sie geschaffen wurden, und die triumphieren über allewüsten Heimsuchungen der ZeitVorwort der AutorinViele Wege scheinen richtig markiert zu sein. Sie sind mit allerhand passendenMerkmalen unkenntlich gemacht, aber ein wortloses, kaum wahrnehmbares Winkenführt uns in die umgekehrte Richtung, und wir folgen unserer inneren Eingebung.Viele Straßen sind eben. Sie sind gesäumt mit frisch duftenden, sich wiegenden undtaugesprenkelten Blumen. Sie riechen buchstäblich nach sonnenüberflutetenTälern, und sie sind mit der mystischen Essenz der Liebe angefüllt, die unsvorwärts zu ziehen versucht. Sie sind nichts als meisterhafte Täuschungen. Sie sindeine List, dazu ersonnen, die unbedachte und erschöpfte Seele zu verführen.Als ich die turmhohen Wachtposten der verschneiten Rocky Mountains vonColorado erreichte, wußte ich, dass ich körperlich am Ende meines Pfadesangelangt war. Der Rest war anderen Mächten überlassen. Eine stille Eingebungbedeutete mir, wichtige, geistig bezogene Arbeit auszuführen. Ich spürte psychisch,eine solch unerhörte zeitliche Dringlichkeit, etwas in Angriff zu nehmen – aber ichwußte nicht, was ich tun sollte. Die unvermeidlichen Zeichen irdischen Zerfallsleuchteten rund um mich herum auf wie Neonwarnlichter. Ich konnte deutlich sehen,wie sie sich mit dem Ticken der Zeit vermehrten, aber ich blieb eingesperrt in der dunklen Leere eines einengenden Kerkers, ohne fähig zu sein, mich mit meinemunbekannten geistigen Vorhaben vorwärts zu bewegen. Ich wurde immer unruhiger in dieser schrecklich entmutigenden Lage. In meinem Herzen wußte ich durch dieArt, wie die mystische Essenz der Berge mein Wesen durchdrang und meinen Geistverzehrte, daß ich mich tatsächlich in der richtigen geographischen Region befand, jedoch war ich wie ein einsames Schifflein mit schlaffen Segeln auf einemspiegelglatten, geistigen Meer endlos dahintreibend. Ich brauchte irgendeinenintensiven Anstoß, um Leben in meinen herumirrenden Geist einzuhauchen und ihnendlich an die Landungsstelle, dem vorgesehenen Ziel meines Weges zu treiben.In einem Augenblick abgrundtiefer Verzweiflung fuhrt ich weit hinauf in dieunberührte Stille des Pike National Forest. Ich verließ meinen alten Lieferwagen undwand mich zu Fuß durch die üppige Tiefe des wuchernden grünen Waldes. Dieunschuldige Schönheit nahm mich auf, so wie ich war. Ich wurde von tiefem Trost
 
erfüllt, der sich mit jedem Schritt vergrößerte. Meine Seele füllte sich. Sie floß über.Und ich weinte. Heftige Schluchzer durchdrangen die schimmernde, grüne Stille, Ichweinte aus tiefer Verzweiflung, wegen der Jahre der Einsamkeit, aus dem Gefühl der Dringlichkeit und nichts dagegen tun zu können. Ich weinte um die unwissendenMenschen, um die unverbesserlichen Ungläubigen und um die Welt. Und ich weinteum mich selber.Plötzlich kroch eine wohlbekannte Erregung langsam meinen Rücken hoch undeiskalte Fingernägel ließen jedes Haar in meinem Nacken sich aufrichten. Mein Kopf schwirrte. Ich war nicht mehr allein. Meine so sehr geschätzte Einsamkeit war durcheinen unbekannten Eindringling zerstört worden. Mein Verstand sagte mir, daß inder abgeschiedenen Gegend dieser Wälder sich unmöglich jemand aufhaltenkonnte, aber mein Radar schien außer Kontrolle geraten und piepste wie wild.Vorsichtig hob ich den Kopf und blickte durch meine Finger. Und da stand unweitvon mir eine alte runzlige Frau. Seltsam. Sie beobachtete mich bloß. Mitkohlschwarzen Augen, die meine Seele zu durchbohren schienen, starrte sie michunbewegt an.Angespannt erwiderte ich den Blick.Ihre Gestalt stand reglos zwischen den Kiefern – sie lauschte. Die dunklen Seenihrer Augen schienen wie glitzerndes Quecksilber zu glänzen.Mein Hirn raste wie verrückt durch seine Datenbank. Dies war etwas neues für mich.Etwas verlegen rieb ich mir die Augen und hob den Kopf, um dem ungebetenenEindringling zu begegnen.Die Alte sprach in dem unerwartet gesetzten Ton einer Autorität. Sie teilte mir mit,daß sie in einer nahe gelegenen Hütte wohne.Ich entschuldigte mich rasch für mein unbefugtes Betreten ihres Privatgrundes undwandte mich um wegzugehen.Dann rief sie meinen Namen, ein Name, den sie unmöglich kennen konnte.Ich erstarrte mitten im Fortgehen, und ich spürte die erregende Bewegung meinesgeistigen Segels, wie es sich unter einem neuen frischen Wind zu blähen begann.Mein Schiff stieße mit einem Schlag gegen die starke Antriebskraft, auf die meineerschöpfte Seele ziellos zugetrieben war.Die Alte war eine Chippewa-Medizinfrau namens No-Eyes. Es war ihr bestimmt,genau in diesem Augenblick meinen Weg zu kreuzen, um ihm eine tiefere Richtungzu geben – nach innen.Rechtzeitig knüpften wir beide ein unzerreißbares Band einer einzigartigenFreundschaft über die nächsten zwei Jahre. Sie, die bedeutende, geistige Lehrerin;ich, die einfach Novizin, die verzweifelt versuchte, ihr sicheres undunvergleichliches Wissen aufzunehmen. Wir verbrachten unsere Tage der Unterweisung in der gemütlichen Stube ihrer kärglichen Hütte.Der Wechsel der Jahreszeiten hielt mich nicht von meinen regelmäßigen Besuchenab. Der rauhe Winterwind heulte oft wie ein wild gewordener Todesbote undschleuderte Massen von schwerem Schnee gegen die klirrenden Fenster; drinnenwärmten wir uns an einem prasselnden Feuer und genossen unsere ungezwungeneBeziehung. Der Frühling brachte unbeschwerte Freudengrüße aus dem Wald, woLeben rund um uns hervorsproß. Der Sommer gab uns manche frohe Gelegenheit,unsere anspruchsvollen Lektionen in der warmen Sonne im Freien abzuhalten. Undim Herbst gingen wir über das frisch gefallene Espenlaub und ließen die Natur inihrer goldenen Verschlafenheit uns ein einstweiliges Lebewohl sagen vor ihremletzten Versinken in den Winterschlaf.Wir sprachen über das gewöhnliche tägliche Leben. Wir erlebten zusammenmystische Reisen durch Zeit und andere, neue enthüllte Dimensionen. Manchmallegten wir eine Pause ein, und in spielerischer Laune ließen wir unseren Geist dem
 
des kraftvollen, anmutigen Falken folgen auf seinem ruhigen Flug durch dieüppigen Bergtäler.Wir teilten dieses Leben zwei Jahre miteinander. Danach kehrte sie in ihr Geburtsland zurück, zum zu sterben.In jener herrlichen Zeit, die ich mit meiner Freundin No-Eyes verbrachte, redeten wir über vielerlei wunderbare Dinge. Sie war ein Hort von Logik. Sie war eine Burg vonWeisheit. Aber kein Thema war ihr wichtiger und drängte sie mehr zu enthüllen alsdas, was sie das Erwachen des Großen Phönix nannte. Es war ein Thema, dasfortwährend meine äußerste Aufmerksamkeit verlangte.Die Tage dieser Lektionen über den Phönix waren für mich sehr schwer auszuhalten. Sie war immer von großem Ernst erfüllt. Ich hatte das Thema nichtgern, da es so niederdrückend war, und doch wußte ich, daß mein Zuhören für sielebenswichtig war. Ich mußte die Warnsignale kennenlernen, die letzten Zeicheneiner Welt im Wandel, die Zeichen des erwachenden Phönix.Dieser Text wurde 1984 geschrieben. Ich bedaure, daß aus jenseits meiner Kontrolleliegenden Gründen dieses zeitgemäße Buch mit Verzögerung die Öffentlichkeiterreicht. Daher erachte ich es als äußerst wichtig, daß die Leser von „Der Phönixerwacht“ sich bewußt sind, daß der gesamte Inhalt dieses Buches einegewissenhafte Wiedergabe der Gespräche ist, wie sie 1982 stattgefunden haben.Ich bin daher sehr betrübt, daß verschiedene Zukunftsvisionen der Alten bereitsWirklichkeit geworden sind in der langen Zwischenzeit von der Niederschrift desManuskripts bis zum längst erwarteten Erscheinungsdatum. Ich kann nicht ändern,worüber ich keine Kontrolle hatte.Als der katastrophale Reaktorunfall in Tschernobyl passierte, war ich verzweifeltdarüber, daß man nun vielleicht dieses Buch als „nach dem Ereignis“ geschriebenbetrachten könnte. Dennoch habe ich den Originaltext aus tiefer Ehrerbietung für meine geliebte Visionärin unverändert belassen – genau, wie er 1984 aufgezeichnetworden war. Und ich möchte darum hoffen und beten, daß No-Eyes´ makelloseGlaubwürdigkeit nur verstärkt wird durch diese unglückliche Verzögerung bei der Publikation ihrer zeitbezogenen Worte der Weisheit.Es tut mir leid, No-Eyes, du weißt, ich tat mein Bestes, um die Menschen zur rechtenZeit zu erreichen.Mary Summer Rain, 1987Kapitel 1 - KontraktionenKontraktionenDie Erde ächzt unter der Oberfläche des Landes. Sie ächzt unter den schwerenKontraktionen neuer Wehen von Mutter Erde.Ich liebte die schönen Tage mit No-Eyes. Ich liebte die Alte. Ihr langes, graues Haar war immer fein säuberlich im Nacken ihres dünnen Halses mit einer Lederschnur zusammengebunden, und ein dicker Zopf hing bis zu ihrer Hüfte hinunter. Sie trugalte, bedruckte Baumwollröcke, die bis zur Mitte der Wade reichten. Ihredurchlöcherten schwarzen Strümpfe waren überall gestopft. Und sie schlurfte inwunderschön mit Glasperlen bestickten Mokassins herum. Sie war wirklich einkomischer Anblick mit ihren Zahnlücken und den riesigen, kohlschwarzen blindenAugen; aber für mich war sie hinreißend, da ihre mystische Weisheit hell leuchteteund mit ihrem grenzenlosen Mitgefühl sich nur ihre tiefe Liebe zu allem Lebenden

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