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Erklärung von Umweltorganisationen und Anti-Atom-Initiativen zur Bund-Länder-Arbeitsgruppe für ein Endlagersuch-Gesetz

Erklärung von Umweltorganisationen und Anti-Atom-Initiativen zur Bund-Länder-Arbeitsgruppe für ein Endlagersuch-Gesetz

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Published by Greenpeace Germany
Ein echter Neustart bei der Endlagersuche erfordert den Ausschluss von Gorleben und gesellschaftlichen Dialog von Anfang an: Bei der Suche nach einem vergleichsweise sicheren Atommülllagerstandort geht es Bundesumweltminister Röttgen angeblich um einen echten Neuanfang und einen „nationalen Konsens“. So jedenfalls steht es in dem Gesetzesentwurf, der zurzeit zwischen Bund und Ländern beraten wird. Doch schon dieser Findungsprozess widerspricht jedem Konsensgedanken und jedem ernsthaften Anspruch einer Bürgerbeteiligung.
Ein echter Neustart bei der Endlagersuche erfordert den Ausschluss von Gorleben und gesellschaftlichen Dialog von Anfang an: Bei der Suche nach einem vergleichsweise sicheren Atommülllagerstandort geht es Bundesumweltminister Röttgen angeblich um einen echten Neuanfang und einen „nationalen Konsens“. So jedenfalls steht es in dem Gesetzesentwurf, der zurzeit zwischen Bund und Ländern beraten wird. Doch schon dieser Findungsprozess widerspricht jedem Konsensgedanken und jedem ernsthaften Anspruch einer Bürgerbeteiligung.

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Published by: Greenpeace Germany on Mar 01, 2012
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P R E S S E M I T T E I L U N G:
29. Februar 2012, Hamburg, Berlin, Hannover, Lüchow-Dannenberg:
Erklärung von Umweltorganisationen und Anti-Atom-Initiativen zur Bund-Länder-Arbeitsgruppe für ein Endlagersuch-Gesetz:
An dasBundesumweltministerium,Bundeswirtschaftsministeriumsowie die für das Endlagersuchgesetz zuständigen Landesministerien.
Neustart bei Endlagersuche erfordert Ausschluss vonGorleben und gesellschaftlichen Dialog von Anfang an
Bei der Suche nach einem vergleichsweise sicheren Atommülllagerstandort geht esBundesumweltminister Röttgen angeblich um einen echten Neuanfang und einen „nationalenKonsens“. So jedenfalls steht es in dem Gesetzesentwurf, der zurzeit zwischen Bund und Ländernberaten wird. Doch schon dieser Findungsprozess widerspricht jedem Konsensgedanken und jedemernsthaften Anspruch einer Bürgerbeteiligung. So werden die Kernpunkte des geplantenEndlagersuchgesetzes hinter verschlossenen Türen ausgehandelt, ohne in diesen Fragen kompetenteund engagierte gesellschaftliche Akteure wie Umweltverbände, Kirchen oder Gewerkschafteneinzubeziehen. Auch die Betroffenen der bisher gescheiterten Atommüll-Politik rund um dieStandorte Asse, Morsleben, Schacht Konrad und Gorleben bleiben außen vor. Gleichzeitig wird inGorleben weiter erkundet und gebaut. Und mit der „Vorläufigen Sicherheitsanalyse Gorleben“ (VSG)wird das Verfahren zur Durchsetzung dieses Endlagers unbeirrt vorangetrieben. Obendrein soll dasGesetz in atemberaubendem Tempo zusammengebastelt und noch vor der Sommerpauseverabschiedet werden.
Von einem fairen, wissenschaftlich begründeten und ergebnisoffenem Endlagersuchverfahren mitumfassender Öffentlichkeitsbeteiligung kann unter diesen Bedingungen keine Rede sein. Einengesellschaftlichen Konsens wird es so nicht geben.
Bürgerinitiativen und Umweltorganisationen fordern seit Jahren eine breite gesellschaftliche Debatteim Umgang mit dem Atommüll, an dessen Ende eine gesetzlich geregelte, transparente undergebnisoffene Standortsuche stehen soll. In einem solchen Findungsprozess müssen von Anfang annicht nur Bund, Länder und Parteien, sondern alle in dieser Frage relevanten gesellschaftlichenInteressengruppen eingebunden sein. Und angesichts der skandalösen Vorgänge um das EndlagerAsse und die Standortbenennung in Gorleben müssen die Fehler der Vergangenheit schonungslosaufgearbeitet und die entsprechenden Konsequenzen gezogen werden. All diese Forderungen sindbisher nicht erfüllt.

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