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Siewerth Metaphysik Der Kindheit

Siewerth Metaphysik Der Kindheit

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GUSTAV SIEWERTH
www.gustav-siewerth.de
METAPHYSIK DER KINDHEIT
 
TRIALOGO Verlag
 D-78421 Konstanz
3
 
 
Print-On-Demand-Version
Auflage : 2003/06Alle Rechte vorbehalten!Copyright 2003 by TRIALOGO4
 
VORWORT
Der Titel hebt die vorliegende Abhandlung ab von psychologischen und pädagogischen Büchern, diesich mit dem gleichen Gegenstand befassen. Metaphysik bedeutet hier die Eröffnung des weitesten und ur-sprünglichsten Horizontes, aus dem her und auf den hin alles Menschsein sich ereignet, in welchem es,aufgelichtet durch das Sein als Sein, allein zu seiner Wahrheit gelangen kann. Eine solche Erkenntnisist notwendig ein Enthüllen von Wesenszügen, sofern sie dem gründenden und aktuierenden Sein im Gan-zen entspringen. Die Tiefe und transzendentale Weite der Aussagen ist immer auch der meta- physischen Seinserhellung verpflichtet, die unser Erkennen und Sprechen geschichtlich ermächtigte undihm die Maßgründe, die Wege und das Wort schenkte. Darum ist kein metaphysisches Unternehmen ohnedie Aufweis- und Sagekraft höchster geistiger Akte, die in unsere Sprache gekommen sind. Da es hier um die Erziehung und Bildung des christlichen wie des gegenwärtigen Menschen geht, so verpflichtete unsdas theologische, philosophische und pädagogische Werk als „Instrument“ des Sprechens und Auflich-tens in gleicher Weise. Deshalb bedeuten weite Strecken dieser Untersuchung eine Ausfaltung tho-mistischer Grundlehren, eine Weiterführung der Daseinsdeutung Martin Heideggers und eine Durchlich-tung der Erfahrungen Maria Montessoris, der bedeutendsten Erzieherin des 20. und ausgehenden 19.Jahrhunderts.Dabei geht es stets um eine „metaphysische Erhellung“, was besagt, daß es stets das eine Sein und dasvon ihm her aufgelichtete Dasein selber ist, das die innere Einheit der Ausführungen trägt. Deshalbgibt es an keiner Stelle ein bloßes Wiederholen von schon Gesagtem, sondern stets eine weiterführende,einigende Übersteigung, die sich bei jedem ursprünglichen Enthüllen immer ereignet.Es wäre deshalb auch ein Mißverständnis, dieses Werk als eine „Auseinandersetzung“ mit Martin Hei-degger oder gar als eine „Widerlegung“ seiner Daseinshermeneutik anzusehen, als wenn ein ursprüngli-ches, dem undurchdringlichen Geheimnis des Seins hingegebenes Philosophieren anders in den Akt kom-men könne, als daß es das Aufgewiesene selbst in jedem Fortgang „auseinander“ „setzt“, das heißt auf immer tiefere Dimensionen hin erschließt und weitet, freilich auch in immer neuer Einigung zusam-menhält. Wie könnte aber ein die ratlose Irre der neuen Zeit aufbrechender Geistakt anders sichvollziehen, als daß er sich auf ihre „geschichtliche Geworfenheit“ einließe, um gerade hier und so das al-les Zeitliche überholende Sein in eine zeitgemäße und zeitmächtige Frage zu zwingen. Es ist kein Zweifel,daß Martin Heidegger das in die Abstraktion oder in die Subjektivität aufgelöste, entmächtigte und beg-riffsverstellte Sein als Sein wieder ins ehrfürchtig durchschütterte Wort kommen ließ, weshalb seinDenken dem Aquinaten wahlverwandter und näher ist als eine in abstrakten Lehrbegriffen befangene„Neuscholastik“.Die innere Verpflichtung an sein Werk spricht für den Wissenden schon aus der Sprache dieses Buches, diefreilich nirgend ein zitierendes Nachsprechen bedeutet, sondern ein sich Einlassen auf jene Tiefe unserer ursprungsmächtigen deutschen Sprache, die diese zu einem erlesenen und unersetzbaren Gefäß meta-
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