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20120309_Newsletter_März_III

20120309_Newsletter_März_III

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03/23/2012

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Der DGB und seine Einzelgewerk-schaften werden vor der Bundes-tagswahl keine Partei oder kei-nen Kandidaten namentlich emp-fehlen. Aber nach einem Vortragvon DGB-Chef Michael Sommerüber die Vorstellungen der Ge-werkschaften war klar: Mit derSPD gibt es die meisten Schnitt-mengen.Drei Themen liegen dem DGBbesonders am Herzen: Europa,Alterssicherung und eine neueOrdnung der Arbeit. Mit Europasind die Finanzmarktkrise undihre Folgen gemeint. Sommersorgt sich, dass der geplanteFiskalpakt im Zusammenhang mitder grundgesetzlich festgeschrie-benen Schuldenbremse dazuführt, das „Deutschland politik-unfähig wird“. Sparen und Abbauvon Schulden in Milliardenhöheohne einen Ausgleich durchMehreinnahmen berge sozialenSprengstoff. Mehreinnahmenseien aber nur bei guter Konjunk-tur zu erwarten. Sommer akzep-tiert den Fiskalpakt nur, wenn ereine soziale Komponente be-kommt. So dürfe die EU die sehrhohe Arbeitslosigkeit jungerMenschen in vielen Ländern nichtlänger dulden.Alterssicherung definiert Sommernicht über die Rente mit 67 („einemotional besetztes Thema“),sondern mit Vorsorge gegenAltersarmut, Anpassung an diedemografische Entwicklung undflexiblen Einstiegen in den Ruhe-stand. Garrelt Duin: „Damit ste-hen wir an seiner Seite.“
Berlin, 23. März 2012 Ausgabe 06 / 2012www.garreltduin.de
Garrelt Duin
Ostfriesisch. Klar.
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DGB-Chef: Alterssicherung steht obenan
Da saßen die Buhmänner ganzerNationen nun wenige Meter vormir, im Wortsinne umkreist vonden Mitgliedern des Bundestags-Ausschusses für Wirtschaft undTechnologie: die Deutschland-Bosse der Rating-Agenturen Moo-dy‘s, Standard & Poor‘s und Fitch,flankiert von einem Manager desUnternehmensberaters RolandBerger, der ja gern eine europäi-sche Rating-Agentur auf die Beinestellen möchte. Die Herren stan-den dem Ausschuss anderthalbStunden viel Rede und wenigAntwort. Sie gaben sich als un-schuldige, vor allem unabhängigeund objektive, immer über denDingen stehende Fachleute, diesich vor keinen Karren spannenlassen. Eine Unschuld vom Landeist nichts dagegen. Man merkte:Sie sind in rhetorischen Schlach-ten gestählt sind und lassen sichweder durch sachlich klare nochpolemische Fragen aus der Ruhebringen.Mir ist klarer denn je: Ratingsssen sein, aber wir ssenihnen Zügel anlegen, diesen un-kontrollierten Herren der Welt.
Michael Sommer sprachmit SPD-Bundestagsabgeordneten/ GroßeSchnittmenge
DGB-Chef Michael Sommer trug SPD-Abgeordneten seine Einschätzung der politischen Lage vor und erläuterte dieVorstellungen des DGB. Von links Michael Sommer, Abgeordneter Johannes Kahrs, Hamburg, und Garrelt Duin.
 
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„Cloud“: Auf dem Weg zum Wirtschaftsfaktor
Cloud Computing - mit einerWolke hat es nichts zu tun, aberdoch mit einem Computer.Schlicht gesagt, lagert ein Compu-ternutzer seine Daten auf einemfremden Server aus - Cloud Com-puting sozusagen als externeFestplatte. Was sich für mancheeher als Spielerei anhört, ist einernst zu nehmender Wirtschafts-faktor, der eine wachsende Rollespielt. In einer Diskussion in Ber-lin maß Abteilungsleiter Ben Mö-bius vom Bundesverband derDeutschen Industrie (BDI) der„Cloud“, wie es kurz genanntwird, sogar eine Hebelwirkung fürdie Volkswirtschaft bei. Das heißt:Die Cloud trägt messbar zumBruttoinlandsprodukt (BIP) bei.Der BDI-Vertreter wies besondersauf die Verschmelzung der digita-len Computerwelt mit der klassi-schen Industrie hin: „Das ist unse-re Stärke.“ Konrad Klingenberg,Abteilungsleiter für Grundsatzfra-gen und Gesellschaftspolitik beimDGB, hob auf die Innovationsfä-higkeit der deutschen Wirtschaftab, die sich bei der Cloud erweise.Sie sei wichtig, um im Wettbe-werb mitzuhalten. Der DGB sehediese Vorteile, behalte jedochauch die Kehrseite mit Arbeitsver-dichtung und hoher Flexibilität imAuge.Garrelt Duin sieht große Chancen,aber auch Herausforderungen.Die SPD werde darauf achten,welche Folgen sich für Wirtschaftund Arbeit aus ökonomischer,arbeitsrechtlicher und gesell-schaftlicher Sicht ergeben. Stich-worte: Digitale Ökonomie, neueSelbstständigkeit, soziale Sicher-heit, Mobilität, dauernde Erreich-barkeit und Arbeitnehmerdaten-schutz.
Klarheit für Organspende
Bürger sollensichüber Organspendeentscheiden
12.000 Menschen warten inDeutschland auf eine neue Niere,ein neues Herz oder ein anderesOrgan. Sie würden sonst auf län-gere Sicht sterben. Obwohl diemeisten Menschen bereit sind,dokumentieren sie dies nur seltenmit einem Spenderausweis. Frank-Walter Steinmeier, der seinerkranken Ehefrau eine gesundeNiere gespendet hat, organisierteeinen Gruppen-Antrag mit Abge-ordneten von SPD, CDU/CSU, FDPund Grünen zur gesetzlichen Ein-führung der so genannten Ent-scheidungslösung. Bürger werdendamit aufgefordert, eine Ent-scheidung zur Organ- und Gewe-bespende abzugeben. Kranken-kassen sollen ihren Versichertenüber 16 Jahre Informationsmate-rial und Organspendeausweisezur Verfügung stellen und zu ei-ner Erklärung auffordern. Sobaldtechnisch möglich, kann die Erklä-rung auch auf der elektronischenGesundheitskarte gespeichertwerden. Bund und Länder müs-sen außerdem bei der Ausgabevon Ausweisen Aufklärungsunter-lagen und Organspendeausweiseaushändigen. Ohne Erklärungentscheiden auch künftig Ange-hörige über eine Organspendenach dem Tod. Garrelt Duin:„Endlich herrscht Klarheit.“
Wie wirkt sich Cloud Computing auf Wirtschaft und Arbeit aus? Über dieses Thema diskutierte Garrelt Duin in Berlin im Quadriga-Forum. Von links ModeratorHajo Schumacher, Konrad Klingenburg vom DGB-Vorstand, Garrelt Duin, Geschäftsführerin Andrea Wittek vom Start-up-Unternehmen Acomba in Augsburg,Dr. Ben Möbius vom Bundesverband der Deutschen Industrie und Professor Gert Wagner, Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW).
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www.spdfraktion.de
ChancenundPotenzialevonCloudComputing für Wirtschaft undArbeit
Soldaten ziehen ab
Afghanistan: SPD beharrt auf Abzug 2014
Der internationale Afghanistan-Einsatz beweist erneut die alteMilitärweisheit, dass es leichterist, in ein Land einzumarschierenals es wieder zu verlassen. Jüngsthat der Amoklauf eines US-Soldaten in Kabul 16 Menschendas Leben gekostet. Das sorgte inAfghanistan selbst für große Un-ruhe, aber auch zu neuen Unsi-cherheiten im deutschen Volk -verstärkt noch durch unklareÄußerungen der Kanzlerin zurAbzugsperspektive der Bundes-wehr und anderer Truppen.Fest steht: Die Zeit läuft ab. Gar-relt Duin: „Zehn Jahre nach Be-ginn des Afghanistan-Einsatzesbrauchen wir die klare Perspekti-ve des Truppenabzugs.“ Die sozi-aldemokratische Bundestagsfrak-tion hatte den Abzug schon 2009mit einer Vorausschau von fünf Jahren für 2014 gefordert. Duin:„Dabei muss es bleiben.“Was die Truppen bis dahin nichterreichen konnten, werden sieauch später nicht mehr erreichen.Allerdings muss Deutschlandweiterhin seine Verantwortungwahrnehmen und den zivilenAufbau Afghanistans unterstüt-zen. Seit 1. Februar dieses Jahressind statt 5350 noch 4900 Solda-ten in Afghanistan stationiert. BisJanuar 2013 können weitere 500Soldaten nach Hause gehen. Dashat der Bundestag beschlossen.
 
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SPD-Bundestagsfraktionwill dieBürgermehr beteiligenund diePlanungenbeschleunigen
Infrastruktur: Konsens über gute Straßen und Netze
Die SPD ist eine Infrastrukturpar-tei. Deshalb arbeitet die Bundes-tagsfraktion an einem gesell-schaftlichen Konsens für eineneue Infrastruktur für Verkehr,Kommunen, Energie und Tele-kommunikation. Garrelt Duin istsicher: „Einen Konsens erreichenwir nur, wenn wir die Menschenvon Anfang an in die Planungeinbeziehen.“ Akzeptanz lässtsich seiner Meinung am ehestenerreichen, wenn der Mehrwerteines Projektes erkennbar ist,wenn es Teil einer gut begründe-ten Infrastrukturpolitik ist. Duin:„Über die Köpfe der Bürger läuftgar nichts.“ Am Beispiel derWindkraft in Ostfriesland sagteer in Berlin während einer Fach-leute-Runde, was er darunterversteht: „Wenn der Nachbar amWind verdient und ein Bekannterin der Fabrik Rotoren für Windrä-der baut, wird eine Stromleitungeher akzeptiert, weil das eine mitdem anderen zusammenhängt.“Die SPD will in ihrem Infrastruktur-Konsens das Kunststück fertigbringen, die Bürger mehr zubeteiligen und gleichzeitig diePlanung zu beschleunigen.
DGB undArbeitgeber wollengemeinsam dieBundesregierung zueinem Tarifeinheits-Gesetz bewegen
DGB, SPD und BDA einig: Wir brauchen Tarif-Einheit
Tarifeinheit nach dem Grundsatz„Ein Betrieb - ein Tarifvertrag“oder kleine Spartengewerkschaf-ten, die mit wenigen Mitgliedernzum Beispiel einen Flughafentagelang lahmlegen können wie jüngst in Frankfurt? Dieter Hundt,Präsident des BundesverbandesDeutscher Arbeitgeber (BDA) undDGB-Chef Michael Sommer be-kräftigten jetzt unabhängig von-einander, dass sie an der Tarifein-heit festhalten und ihr Bündnisaus dem vorigen Jahr erneuernwollen, um die Bundesregierungzu einer gesetzlichen Lösung zubewegen. Hundt sprach vor demWirtschaftsausschuss des Bun-destags, Sommer vor SPD-Bundestagsabgeordneten. ImWirtschaftsausschuss bekräftigteSPD-Obmann Garrelt Duin, dassseine Fraktion fest zur Tarifein-heit stehe. Während neuerdingsCDU/CSU und sogar die FDP„Handlungsbedarf“ sehen, bleibtdie Linke erklärter Freund vonSplittergewerkschaften.
Minijob und Werkvertrag
DGB kündigt „differenzierteBetrachtung“ an
Nicht jeder Werkvertrag, nicht jede Leiharbeit sei Ausbeutung.Doch Michael Sommer fügt ein„aber“ hinzu. „Werkverträge sinddas neue Einfallstor für dieEntrechtlichung der Armen“,sagte er vor SPD-Abgeordneten,die sich seit einiger Zeit mit demMissbrauch von Leiharbeit undWerkverträgen beschäftigen.DGB-Chef Sommer kündigte eine„differenzierte Betrachtung“ an.Doch Lösungen seien „schwierig“.Auch Minijobs dürfe man nicht inBausch und Bogen verdammen.Der DGB will „gründlich nachden-ken“ und dann Vorschläge ma-chen. Garrelt Duin: „Die SPD istauch nicht gegen Minijobs - je-doch dann, wenn ein sozialversi-cherungspflichtiger Arbeitsplatzdurch Minijobs vernichtet wird.“
Sittenwidrige Löhne
Duinfordert Hundt auf:Dumping-Firmenbekämpfen
Garrelt Duin, wirtschaftspoliti-scher Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, forderte dieArbeitgeber dazu auf, energischerfür Recht und Ordnung auf demArbeitsmarkt zu sorgen. Er ver-langte von BDA-Präsident DieterHundt, dass sein Verband mehrtun müsse gegen Scheinselbst-ständigkeit, illegale Arbeitneh-merüberlassung, sittenwidrigniedrige Löhne und Missbrauchvon Werkverträgen. Hundt warGast des Wirtschaftsausschussesdes Bundestags. „Die anständigenBetriebe leiden doch unter denDumping-Firmen, die Hungerlöh-ne zahlen und die Preise kaputtmachen“, sagte Duin. Hund undBDA-Hauptgeschäftsführer Göh-ner redeten diese Probleme je-doch eher klein.
Ohne eine gute Infrastruktur funktioniert die Wirtschaft höchstens halb so gut. Die SPD-Bundestagsfraktion arbeitet deshalb seit einiger Zeit an einem„Infrastruktur-Konsens“. Ein Punkt ist ein Konzept für Bürgerbeteiligung und Planungsbeschleunigung. Wirtschafts- und Verkehrspolitiker der SPD-Fraktion,unter ihnen Garrelt Duin als wirtschaftspolitischer Sprecher, diskutierten darüber im Paul-Löbe-Haus in Berlin mit mehr als 50 Vertretern der Wirtschaft.

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