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Die Flugfirmen an der ostfriesi-schen Küste klagen, dass vielePassagiere wegbleiben. DerGrund: Seit mehr als einem Jahrmüssen sie für jede Person zu-sätzlich eine Luftverkehrssteuerzahlen. Der Bundestag hat dieSteuer gegen den Rat vieler Fach-leute mit der Mehrheit von Unionund FDP verabschiedet. Die Fol-ge: Bedeutend weniger Men-schen lassen sich auf die Inselnfliegen. Tourismus und Handwerkspüren dies. Die Bundesregierungwollte die Inseln wegen ihrerbesonderen Lage von der Luftver-kehrssteuer befreien - was die EUaber noch nicht genehmigt hat.Seitdem lässt die Regierung dieFinger davon. Mittlerweile stelltsich heraus, dass die Luftver-kehrssteuer insgesamt eine Wirt-schafts-Bremse ist. Die Arbeits-gemeinschaft Deutscher Ver-kehrsflughäfen (ADV) präsentierteine erste Bilanz, die nieder-schmetternd wirkt: Sie registrier-ten im ersten Jahr nach der Steu-er rund fünf Millionen Passagiereweniger. Vor dem Wirt-schaftsausschuss des Bundestagsnannten führende ADV-Vertretermehrere Gründe: Fluglinien mei-den grenznahe deutsche Flug-plätze und weichen ins benach-barte Ausland aus, andere Passa-giere steigen auf die Bahn umoder fahren mit dem Auto. DieADV-Vertreter kritisierten scharf die Bundesregierung, die mit derLuftverkehrssteuer den Wettbe-werb verzerre und eine ganzeBranche bedrohe. Diese Steuergibt es nur bei uns. Die Nieder-länder haben sie wieder abge-schafft, als sie feststellten, dassviele ihrer Landsleute in das da-mals noch luftverkehrssteuerloseDeutschland auswichen. GarreltDuin: „Die Regierung sollte dieKonsequenzen aus ihrer verfehl-ten Steuer ziehen und sie ab-schaffen.- Siehe auch „Moin“nebenan.
Berlin, 30. März 2012 Ausgabe 07 / 2012www.garreltduin.de
Garrelt Duin
Ostfriesisch. Klar.
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Luftverkehrssteuer ein großer Flop
Zugegeben: Regierungspolitikerbrauchen oftmals ein dickes Fell,an dem sie die vielen, manchmalauch unberechtigten Angriffeabprallen lassen können. Aber dieRegierung kann es auch übertrei-ben, wenn sie einen Fehler par-tout nicht eingestehen will - unddann wirkt es arrogant oder pein-lich. In der jüngsten Sitzung desBundestags-Ausschusses für Wirt-schaft und Technologie war eseine Mischung aus beidem. Ver-treter des FlughafenverbandesADV nahmen kein Blatt vor denMund - in diesem Kreis eher un-gewöhnlich. Normalerweise drü-cken sich die Herren der Wirt-schaft in diesem Kreis meist diplo-matisch-zurückhaltend aus. Aberoffensichtlich steht mehreren derüberwiegend mittelständischenFlughafenbetreibern das Wasserbis zum Hals. Tatsächlich gehenPassagiere millionenfach wenigeran Bord, weil es ihnen zu teuergeworden ist. Preistreiber ist dieLuftverkehrssteuer. Um künftigPeinlichkeiten oder Arroganz zuvermeiden, bietet sich der Regie-rung ein einfacher, aber guterAusweg an: Die Steuer kippen.
Nebendem ostfriesischenInselverkehr leidet ganzeBrancheunter Passagierschwund
Garrelt Duin und Team wünschen frohe Ostern!
 
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Peer Steinbrück findet viel Anklang in Emden
Peer Steinbrück begeisterte alsHauptredner die Gäste des tradi-tionellen Nautischen Essens inEmden im „Klub zum guten End-zweck“. Der Bundestagsabgeord-nete, gebürtiger Hamburger, derheute in Bonn lebt, würzte seinewirtschafts- und finanzpolitischenAusführungen mit Anekdoten undWortwitz. Er zeigte sich auchsattelfest in ostfriesischen The-men wie dem Bau eines neuenHafens auf dem Rysumer Nacken.Garrelt Duin hatte die TeilnahmeSteinbrücks an der Veranstaltungdes Nautischen Vereins vermit-telt. Er begleitete ihn auch beieinem Besuch der Kunsthalle.Steinbrück wollte sich dort gernumschauen.
Soziales vergessen
Regierung setzt sozialeZielevon„Europa2020“ nichtum
Der Bundesregierung fehlt diesoziale Ader. Das ist wieder deut-lich zu spüren, wie sie die europä-ische Strategie „Europa 2020“ innationales Recht umsetzen will.„Europa 2020“ soll „intelligentes,nachhaltiges und integrativesWachstum“ erzeugen. Doch wielegt die Bundesregierung diesaus? Sie verzichtet auf Maßnah-men, die für Beschäftigung undWirtschaftswachstum sowie fürsoziale Sicherung bei schwächererKonjunktur sorgen können. DieSPD fordert in einem Antrag vonder Bundesregierung, nationaleReformprogramme an den sozia-len Zielen der Strategie „Europa2020“ zu orientieren.Das Nationale Reformprogrammfür dieses Jahr soll vor allem Ar-mut, soziale Ausgrenzung undLangzeitarbeitslosigkeit bekämp-fen. Dazu muss die Regierung denBundestag, die Länder, Kommu-nen und Verbände beteiligen.Garrelt Duin: „Wir Sozialdemokra-ten verlangen einen gesetzlichenMindestlohn und wollen die Leih-arbeit in vernünftige Bahnenlenken.“ SPD und auch DGB wol-len Leiharbeit nicht verbieten, sieaber ihrem eigentlichen Zweckzuführen - der Überbrückung vonAuftragsspitzen.
Kunsthallenchefin Eske Nannen führte ihren Gast Peer Steinbrück durch ihr Reich. Der ehemalige Bundesfinanzminister und mögliche Kanzlerkandidat der SPDnahm sich zwei Stunden Zeit für die Visite. Mit von der Partie waren - von links - Martha Jansen, die frühere Präsidentin der Fachhochschule und des nieder-sächsischen Landesrechnungshofs, Eske Nannen, Peer Steinbrück, Sparkassenchef Bernd Gurzki als Mitglied des Kunsthallen-Vorstands und Garrelt Duin.
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www.spdfraktion.de
SPD-Politiker spricht auf Einladung des NautischenVereins / EskeNannenführt ihndurchdieKunsthalle
Nicht kaputtsparen
SPD:Fiskalpakt nur mit Finanztransaktionssteuer
Die SPD-Bundestagsfraktion siehtkeinen übertriebenen Zeitdruckin den Verhandlungen mit derRegierung über den Fiskalpakt.Fraktionschef Frank-Walter Stein-meier: „Wir sollten zwar so raschwie möglich entscheiden, aberauch so ruhig und seriös wie nötigberaten.“ Der Fiskalpakt siehteine strengere Haushaltsdisziplinin den Euro-Staaten vor. Er be-deutet gleichzeitig, dass der Bun-destag nationale Kompetenzenabgeben muss. Verfassungsjuris-ten sagen, dass dafür das Grund-gesetz geändert werden muss.Weil dafür eine Zwei-Drittel-Mehrheit des Bundestags nötigist, braucht die Regierung zahlrei-che Stimmen der Opposition undauch die Zwei-Drittel-Mehrheitdes Bundesrates.Die SPD ist für eine strenge Haus-haltsdisziplin. Allerdings will sieEuropa nicht kaputtsparen. Gar-relt Duin: „Im Grundsatz sagenwir: Tragfähige staatliche Haus-halte erreichen wir nur, wenn dieeuropäische Wirtschaft nicht, wieaugenblicklich zu befürchten, ineine scharfe Rezession geht. Mankann an fünf Fingern abzählen,dass keine wirtschaftliche Erho-lung möglich ist, wenn alle gleich-zeitig und phantasielos Ausgabenkürzen.“ Um die Wirtschaft anzu-kurbeln und Jugendarbeitslosig-keit zu senken, fordert die SPDeine Finanztransaktionssteuer.
 
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VieleFirmenundPrivatleute habenimmer nochkeinenZugang zum schnellenInternet
Investitions-Stau: Infrastruktur hinkt hinterher
Bundeswirtschaftsminister Rös-ler, Vorsitzender der FDP, redeteinem „mitfühlenden Liberalis-mus“ das Wort. Aber wenn es um11.000 Verkäuferinnen bei Schle-cker geht, zeigt er das „kalte Herzdes Liberalismus“. Während einerDebatte im Bundestag knöpftesich Garrelt Duin den Wirtschafts-minister vor. Wenige Stundenvorher hatten die FDP-Minister indrei von ihnen mitregierten Län-dern eine Bürgschaft für Schle-cker abgebügelt. Für Duin ist dasein Beispiel, dass es der FDP nurum „ordnungspoltische Prinzi-pienreiterei“ gehe.Die FDP predigt den schwachenStaat. Das wirkt sich in der Praxisso aus, dass der Staat zu wenig indie Infrastruktur investiert. Dasbescheinigt ihr selbst der Bundes-verband der Deutschen Industrie(BDI). Ideologische Marktgläubig-keit der FDP ist auch eine Ursachedafür, dass Deutschland die Chan-ce der Digitalisierung nicht sonutzt, wie es möglich wäre.Nicht nur in Ostfriesland beklagenFirmen und Privatleute, dass siekeinen Zugang zum schnellenInternet haben. Bis Ende 2010sollte ganz Deutschland mit Breit-band von mindestens einem M-Bit versorgt sein. Duin: „Das Zielwurde weit verfehlt.“ Bis 2014sollten 75 Prozent Zugang zumInternet mit Breitband bis min-destens 50 M-Bit haben. Auchdieses Ziel erreicht Rösler nicht.
EuropäischeRegelungenlassenGeschäftsmodell vonSparkassenundGenossenschaftsbankenaußer Acht
Basel III: Rücksicht auf Sparkassen und Volksbanken
Das Bankensystem wird durch dieeuropäischen Gesetzesvorschlägefür Basel III krisenfester. Basel IIIsteht für Baseler Ausschuss fürBankenaufsicht zur Reform derEigenkapital- und Liquiditätsan-forderungen für Kreditinstitute.Allerdings beachtet Basel III nichtdas Geschäftsmodell von Sparkas-sen und Genossenschaftsbanken.Garrelt Duin: „Die Regierung solldafür sorgen, dass die neuenEigenkapital- und Liquiditätsre-geln je nach Geschäftsmodell undGröße der Banken angewandtwerden.“Das Ziel des SPD-Vorstoßes istklar: „Wir wollen die Sparkassenund Genossenschaftsbanken alsdritte Säule des Bankensystemsstärken.“ In der Finanzkrise ha-ben sie sich als stabilisierendeFaktoren erwiesen und einerdrohenden Kreditklemme entge-gen gewirkt. Dafür sollen sie jetztnicht bestraft werden.Bei den Kapitalabzügen für Fi-nanzbeteiligungen und der risi-kounabhängigen Verschuldungs-obergrenze sollen die Sparkassenund Genossenschaftsbankensowie die margenarmen Hypo-theken- und Kommunalkreditge-schäfte berücksichtigt werden.Zudem ist eine Arbeitsteilungzwischen europäischer und natio-naler Bankenaufsicht nötig.
Sichere Kreuzfahrt
SPD fordert umfassende Sicherheit auf „Traumschiffen“
Der Kreuzfahrtmarkt wächst undwächst, er zählt zu den stärkstenZweigen der Tourismuswirtschaft.Der Wettbewerbsdruck darf je-doch nicht zu Lasten der Sicher-heit gehen. Die Havarie zweierKreuzfahrtschiffe hat Risikenverdeutlicht. Die SPD-Fraktionfordert die Regierung deshalbauf, ein gutes Sicherheits-Systemauszuarbeiten. So müssen Schiffs-führung und Besatzung vonKreuzfahrtschiffen sorgfältig aus-gewählt sowie regelmäßig über-prüft und fortgebildet werden.Reeder müssen die Arbeitsweltvon Seeleuten verbessern. Passa-giere sollen über Sicherheitsvor-kehrungen und Verhalten imNotfall umfassend informiertwerden. Garrelt Duin: „Wichtig:Technische Anlagen müssen nati-onalen und internationalen Vor-schriften entsprechen.“
SPD will soziale Revision
Fraktion:Entsenderichtliniefür Arbeitnehmer ändern
Die Entsenderichtlinie regelt dengrenzüberschreitenden Einsatzvon Arbeitnehmern. Der Europäi-sche Gerichtshof hat entschieden,dass die EU-Mitgliedsstaatenüber das Schutzniveau der Richtli-nie nicht hinausgehen dürfen. Erstellt außerdem die Grundfreihei-ten des Binnenmarkts über sozia-le Grundrechte. Garrelt Duin:„Das macht die SPD nicht mit. Wirverlangen von der Regierung, sichfür eine soziale Revision der Ent-senderichtlinie einzusetzen.“ DieSPD will unfairen Wettbewerbund Lohndumping verhindernund den Arbeitnehmerschutzstärken. Entsendungen brauchenZeitlimits. EU-Mitglieder sollenöffentliche Aufträge mit lokalüblicher Bezahlung und Arbeits-bedingungen vergeben können.Nationale Tarifverträge sollenweiterhin gelten.
Schlagabtausch im Bundestag: Garrelt Duin wirft Minister Rösler Versagen vor.
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