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Peer Steinbrück findet viel Anklang in Emden
Peer Steinbrück begeisterte alsHauptredner die Gäste des tradi-tionellen Nautischen Essens inEmden im „Klub zum guten End-zweck“. Der Bundestagsabgeord-nete, gebürtiger Hamburger, derheute in Bonn lebt, würzte seinewirtschafts- und finanzpolitischenAusführungen mit Anekdoten undWortwitz. Er zeigte sich auchsattelfest in ostfriesischen The-men wie dem Bau eines neuenHafens auf dem Rysumer Nacken.Garrelt Duin hatte die TeilnahmeSteinbrücks an der Veranstaltungdes Nautischen Vereins vermit-telt. Er begleitete ihn auch beieinem Besuch der Kunsthalle.Steinbrück wollte sich dort gernumschauen.
Soziales vergessen
Regierung setzt sozialeZielevon„Europa2020“ nichtum
Der Bundesregierung fehlt diesoziale Ader. Das ist wieder deut-lich zu spüren, wie sie die europä-ische Strategie „Europa 2020“ innationales Recht umsetzen will.„Europa 2020“ soll „intelligentes,nachhaltiges und integrativesWachstum“ erzeugen. Doch wielegt die Bundesregierung diesaus? Sie verzichtet auf Maßnah-men, die für Beschäftigung undWirtschaftswachstum sowie fürsoziale Sicherung bei schwächererKonjunktur sorgen können. DieSPD fordert in einem Antrag vonder Bundesregierung, nationaleReformprogramme an den sozia-len Zielen der Strategie „Europa2020“ zu orientieren.Das Nationale Reformprogrammfür dieses Jahr soll vor allem Ar-mut, soziale Ausgrenzung undLangzeitarbeitslosigkeit bekämp-fen. Dazu muss die Regierung denBundestag, die Länder, Kommu-nen und Verbände beteiligen.Garrelt Duin: „Wir Sozialdemokra-ten verlangen einen gesetzlichenMindestlohn und wollen die Leih-arbeit in vernünftige Bahnenlenken.“ SPD und auch DGB wol-len Leiharbeit nicht verbieten, sieaber ihrem eigentlichen Zweckzuführen - der Überbrückung vonAuftragsspitzen.
Kunsthallenchefin Eske Nannen führte ihren Gast Peer Steinbrück durch ihr Reich. Der ehemalige Bundesfinanzminister und mögliche Kanzlerkandidat der SPDnahm sich zwei Stunden Zeit für die Visite. Mit von der Partie waren - von links - Martha Jansen, die frühere Präsidentin der Fachhochschule und des nieder-sächsischen Landesrechnungshofs, Eske Nannen, Peer Steinbrück, Sparkassenchef Bernd Gurzki als Mitglied des Kunsthallen-Vorstands und Garrelt Duin.
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www.spdfraktion.de
SPD-Politiker spricht auf Einladung des NautischenVereins / EskeNannenführt ihndurchdieKunsthalle
Nicht kaputtsparen
SPD:Fiskalpakt nur mit Finanztransaktionssteuer
Die SPD-Bundestagsfraktion siehtkeinen übertriebenen Zeitdruckin den Verhandlungen mit derRegierung über den Fiskalpakt.Fraktionschef Frank-Walter Stein-meier: „Wir sollten zwar so raschwie möglich entscheiden, aberauch so ruhig und seriös wie nötigberaten.“ Der Fiskalpakt siehteine strengere Haushaltsdisziplinin den Euro-Staaten vor. Er be-deutet gleichzeitig, dass der Bun-destag nationale Kompetenzenabgeben muss. Verfassungsjuris-ten sagen, dass dafür das Grund-gesetz geändert werden muss.Weil dafür eine Zwei-Drittel-Mehrheit des Bundestags nötigist, braucht die Regierung zahlrei-che Stimmen der Opposition undauch die Zwei-Drittel-Mehrheitdes Bundesrates.Die SPD ist für eine strenge Haus-haltsdisziplin. Allerdings will sieEuropa nicht kaputtsparen. Gar-relt Duin: „Im Grundsatz sagenwir: Tragfähige staatliche Haus-halte erreichen wir nur, wenn dieeuropäische Wirtschaft nicht, wieaugenblicklich zu befürchten, ineine scharfe Rezession geht. Mankann an fünf Fingern abzählen,dass keine wirtschaftliche Erho-lung möglich ist, wenn alle gleich-zeitig und phantasielos Ausgabenkürzen.“ Um die Wirtschaft anzu-kurbeln und Jugendarbeitslosig-keit zu senken, fordert die SPDeine Finanztransaktionssteuer.