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Die Antihormontherapie bei Brustkrebs von Elisabeth Rieping

Die Antihormontherapie bei Brustkrebs von Elisabeth Rieping

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Published by: Elisabeth Rieping (1950 - 2009) on Apr 07, 2012
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04/07/2012

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Die Antihormontherapie von Elisabeth Rieping 
Stand/Letzte Aktualisierung durch Elisabeth Rieping 01.08.2006 Stichworte: Melatonin, selektive Rezeptorantagonisten, Aromatasehemmer, TAM 
Viele Brustkrebszellen verfügen über Östrogenrezeptoren, also Strukturen, die sich mit körpereigenen Hormonen verbinden können und die von diesenHormonen zu Wachstum und Zellteilung angeregt werden können.Um das zu verhindern, versucht man, die Wirkung der Östrogene [direkt] an der Krebszelle zu unterbinden. Dabei werden heute zwei wichtige Wegeversucht.Einmal sollen Moleküle, die dem Östrogensehr ähnlich sind, sich an seiner Stelle an die Rezeptoren setzen und damit den Platz des Östrogens einnehmen ohne [jedoch] seine Wirkung auszuüben. Diese Medikamente nennt man selektive Rezeptorantagonisten. Das bekannteste und am bestenuntersuchte ist dasTamoxifen. Dann gibt es noch das weniger gut untersuchte Faslodex, siehe auch die neue Seite zu Tamoxifen.
Tamoxifen hat einen nachweisbar Erfolg bei deradjuvanten Behandlungdes frühen Brustkrebs und senkt Sterblichkeit und Wiederauftreten.
Tamoxifen ist aber nicht der einzige seleketive Rezeptorantagonist. Es gibt auch noch Raloxifen [Text zu Raloxifen s. unten], das unter demMarkennamen Evista von Eli Lilly vertrieben wird. Es wurde zur Behandlung der Osteoporose auf den Markt gebracht und dabei stellte sich eineerstaunlich hohe präventive Wirkung gegen Brustkrebs heraus. Mehr dazu unter  pharmakritik und Cummings
et al.
1999.Tamoxifen wirkt vor und nach den Wechseljahren. Ob die Langzeitwirkung in Bezug auf eineVerhütung neuer Tumore wirklich so gut ist, ist dieFrage? [Link zum Pressetext Austria s.a. Ende der Seite.] Denn bei Frauen, die wegen Brustkrebs Tamoxifen nehmen, traten in der anderen Brust zwar etwas weniger neue Karzinome auf, dafür aber die schlechter zu behandelnden Östrogenrezeptor unabhängigen (Li CI 2001). Vorsicht ist geboten beider gleichzeitigen Einnahme von selektiven Rezeptorantagonisten wie Tamoxifen und Melatonin. Das ist nämlich eine problematische Sache, weil diese Substanzen den Melatonin-Rezeptor der Brustkrebszellen nicht unwesentlich beeinflussen können (Treek O 2006
 
). Wenn man keine Anti-Hormon Behandlung machen kann oder will, dann könnte man aber versuchen, die Wirkung der Östrogene auf die Brustkrebszellen mit Melatoninabzuschwächen (Girgert R 2003).1
 
Frauen, deren Eierstöcke keine Östrogene mehr produzieren, bilden im Fettgewebe weiter Östrogen mit Hilfe des Enzyms Aromatase. Die meistenLabortiere wie Ratten und Mäuse machen das nicht (Labrie F 2005). [Seite Labrie:] Der Artikel 'Is dehydroepiandrosterone a hormone?' von F.Labrieist sehr interessant, obwohl er sich eigentlich auf das Prostata Karzinom bezieht. Einmal überhaupt und dann in Bezug auf das, was er über Knochenmetastasen sagt. Die Aromatase kann frau durch Einnahme vonAromatasehemmernausschalten. Dadurch sinkt dann der Östrogenspiegel.Die Aromatasehemmer sind noch neu und deshalb weiß man noch nicht so viel über die Nebenwirkungen. Abgesehen von den Aromatase hemmendenMedikamenten, die üblicherweise bei Hormon abhängigem Brustkrebs verschrieben werden, kann auchMelatoninder  Aromatase entgegenwirken.  Wenn man vor den Wechseljahren Aromatasehemmer benutzen will, muss man neben der Aromatase auch noch die Eierstöcke unterdrücken. Dazuwerden Medikamente zur Unterdrückung der Eierstockfunktion, sogenannteGnRH Analogewie Goserelin/Zoladex, Triptorelin/Decapaptyl oder Leuprorelin/Trenantone, die auch nicht ohne Nebenwirkungen sind, eingesetzt. Stattdessen kann frau sich auch dieEierstöcke entfernenlassen. BeideMedikamentengruppen werden sinnvoll nur gegen Tumorzellen eingesetzt, die Östrogenrezeptoren haben.Das wird heute regelmäßig am Tumorgewebe getestet. Dabei wird nicht nur der Östrogenrezeptor, sondern auch der Progesteronrezeptor bestimmt.Beide Medikamentengruppen haben Wirkungen und Nebenwirkungen, von denen eine sehr unbeliebte ein  bleibender Haarausfall ist, der beiAromatase Hemmern allerdings viel häufiger ist. Auch die Osteoporose wird durch den Östrogenmangel weiter gefördert.Ein Effekt, der durchMelatoninmöglicherweise abgeschwächt oder verhindert werden kann. Welche Medikamente besser sind, darüber wird sehr kontrovers diskutiert. Hier mal zu einer Diskussion, in der die Probleme von vielen Frauen, die mit den Mitteln Erfahrung haben, angeschnittenwerden. http://www.krebs-kompass.org/Forum/showthread.html?t=10466r [
 Hinweis: Link funktioniert nicht mehr.
]
Weitere Möglichkeiten der Antihormonbehandlung
Das zur Osteoporose-Behandlung und Vorbeugung vor Osteoporose eingesetzte Raloxifen / Evistavermindert die Brustkrebsentwicklung deutlich, und es wird diskutiert ob es zur Brustkrebsvorbeugungeingesetzt werden sollte. Bis jetzt ist Raloxifen zur Osteoporosebehandlung der 
älteren Frau
zugelassen. Dabei fiel seine Brustkrebs vermindernde Wirkung auf. Am Knochen wirken Tamoxifen und Evista Östrogen ähnlich. Beide fördern auchThrombosen und Embolien, haben also gefährliche und potentiell tödliche Nebenwirkungen.Auch Melatonin könnte als Antihormon eingesetzt werden, denn es senkt die Transkription der Aromatase. In wie weit das effektiv ist, ist die Frage.Aber es könnte sein, denn:2
 
Östrogene werden auch in den Tumorzellen selbst in einem Proteinkomplex, der eine Aromatase enthält aus C19 Androgenen gebildet. DieÜberlebenszeit von Patientinnen scheint mit der Transkription dieser Aromatase in der Tumorzelle einherzugehen (Salhab M 2006).Gltik S 2005sagt, ein Überlebensvorteil durch Aromatasehemmer wäre noch nicht gezeigt, und es wäre die Frage ob die Patientinnen die Nebenwirkungen Osteoporose, Knochenbrüche, Einschränkung der Gehirnfunktion und die Veränderungen des Fettstoffswechsels akzeptieren würden.Bartwuchs und Geheimratsecken scheint frau auch oft durch Aromatasehemmer bekommen zu können
Mehr über Hormone und Brustkrebs
Brustkrebszellen haben nicht nur Östrogen- sondern auch Progesteronrezeptoren. Und sie haben sogar Rezeptoren für Androgene, also die Hormonedie oft auch männliche Hormone genannt werden. Bis jetzt werden Antiprogestine und Antiandrogene aber wenig bis gar nicht zur Brustkrebsbehandlung genutzt. Es gibt sie aber. Und wenn man schon Probleme mit Metastasen hat und nicht mehr weiter weiß, kann man überlegendiese Mittel zu nutzen. Mehr zu AntiprogestinenAuch Pflanzenextrakte der Traubensilberkerzesollen Antiprogestine Eigenschaften haben.Dagegen können Progestine den Zelltod von Brustkrebszellen bei der Chemotherapie verhindern (Moore MR 2006
 
). Fulvestrant (ProduktnameFaslodex) ist ein Medikament, das Östrogen- und Progesteronrezeptoren vermindert (Howell A 2006).Östrogene werden aber auch in den Tumorzellen selbst in einem Proteinkomplex, der eine Aromatase enthält, aus C19 Androgenen gebildet. DieÜberlebenszeit von Patientinnen scheint mit der Transkription dieser Aromatase in den Tumorzellen zu korrelieren (Salhab M 2006).DiskussionEierstöcke entfernen oder medikamentös stilllegenFulvestrant oder Faslodex ist ein Medikament, das Östrogen- und Progesteronrezeptoren vermindert (Howell A 2006

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