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neuwal im Gespräch mit Martin Dowalil Farblose Unabhängige Formierte Uninformierte (FUFU)

neuwal im Gespräch mit Martin Dowalil Farblose Unabhängige Formierte Uninformierte (FUFU)

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neuwalim Gespräch mit Martin Dowalil
Farblose Unabhängige Formierte Uninformierte (FUFU) 
Dieter Zirnig (neuwal.com), Donnerstag, 28. März 2012 
Artikel mit Podcast auf neuwal.com
Martin Dowalil (FUFU):
...vom Magistrat in Waidhofen habe ich noch keine Informationbekommen. Jetzt haben wir Dienstag (Anm.: 26. März 2012) und wir haben noch immer nichtsgehört. Also, ich warte im Prinzip bis mir jemand sagt, wie es weiter geht. 
neuwal: Es gibt also formal keine nächsten Schritte? 
Es ist ja eigentlich ein Wahnsinn, wie man mit anderen Fraktionen umgeht. Abgesehen davon,dass wir Mitte Jänner 2012 unsere Unterstützungserklärungen eingereicht haben. Das waren93. Bis dato haben wir nichts vom Magistrat bekommen, dass wir offiziell kandidieren. Ich habenicht erfahren, wer von den Unterstützungserklärungen "hinausgefallen" ist (von einem weiß iches, da er für die ÖVP kandidiert hat). Der Informationsfluss ist - ich bin normalerweise ein Feindder Bürokratie - aber, so ganz blöd sterben lassen ist dann auch übertrieben, finde ich. 
Das heißt, ihr habt Unterstützungserklärungen abgegeben und danach hat es keineInformationen mehr gegeben... Martin Dowalil (FUFU):
Gar nichts mehr. Wie jeder Haushalt haben wir auch die Informationnach Hause bekommen, wann die Wahlen sind, welche Sprengel. Und da habe ich hinteneinen amtlichen Stimmzettel gesehen und gelesen: Liste 6 ist FUFU
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. Und da habe ich offiziellgewusst, dass ich kandidiere. Das ist wirklich interessant, da ich geglaubt habe, dass da einbisschen was kommt. 
Sehr bürokratielos... 
...wenn das immer so ist, dann bin ich eh dafür. Nur, wenn es da nicht so ist und sonst habenwir die Bürokratie sehr wohl, dann müssen wir da irgendwo vielleicht einhacken.
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 http://fufu.at(08.04.2011)
neuwal
.com
 
 
Wer seid ihr eigentlich und was steckt hinter FUFU?Martin Dowalil (FUFU):
 Angefangen hat es mit mir. Mich hat es immer geärgert, wie die Absolute der ÖVP mit ihrer Allmacht in Waidhofen agiert hat. Es hat mich immer aufgeregt.Wegen jedem Blödsinn haben sie einen Flugzettel herausgebracht. Die Stadtzeitungmissbraucht haben, weil sie das gemacht haben, was die Stadtgemeinde tun muss. Irgendwannhat meine Frau zu mir gesagt, dass sie meine "Seidlerei" nicht mehr aushaltet und ich haltetwas unternehmen soll. Zuerst war es ein absolutes Spaßprojekt mit ein bisschen einemHintergrund, aber nicht sehr viel. Dann haben wir uns immer wieder zusammengesetzt, habenFotos und Videos gemacht.Und irgendwann ist aus Spaß eben Ernst geworden und wir haben gesagt, dass wir tatsächlichkandidieren. Das haben wir dann irgendwann 2009 beschlossen, dass wir das wirklichtun wollen. Und somit bin ich der Kopf, der Walter Oberbramberger 
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ist der Fotograf undWebmaster. Einstellung haben wir alle die ähnliche zur Politik. Die Videos werden vom Buder Daniel gemacht. Wenn wir nur zu zweit kandidieren ist es ein bisschen fad, weil wir ja nichtwissen, was passiert: Vielleicht kommen wir ja in den Stadtrat, können aber nicht einziehen, dawir nur zwei Kandidaten haben.Daher haben wir für die Liste KandidatInnen gesucht: Meine Frau, die Nicole, war dann nochdabei, Wagner Angelika, Wachauer Alexander und die Ursula Schrefel. Außer Daniel haben wir alle kandidiert. Wir haben eigentlich alle mit einem fixen Mandat gerechnet, sage ich einmal.Weil, das Feedback bei uns war immer sehr positiv. Und wenn wir beim Feedback nur 50 %hergenommen hat, hat es noch immer gereicht. Und, nachdem wir uns gedacht haben, dass mir keiner sagen braucht, "Du ich wähle, das taugt mir und dann wählt er mich nicht", das bringt janichts. Also bin ich davon ausgegangen, wann mir wer sagt, "Mir taugt das wirklich und ich wähleDich", dass sie das dann wahrscheinlich auch macht. Und so haben wir dann auch tatsächlichrelativ bald mit einem Mandat gerechnet. Extrem überrascht waren wir, dass es zwei gewordensind.
Wie war das Feedback aus der Bevölkerung? Martin Dowalil (FUFU):
Es war gemischt. Am Wahlsonntag habe ich beide Seiten gesehen:Die Herzlichkeit vieler Leute, denen das wirklich getaugt hat, dass wir das geschafft haben undauch die ablehnende Art. Die Leute, die kurz bei Dir vorbei gehen und sich schnell wegdrehen. Also, das Primitivste, was es eigentlich gibt. Ein kühles "Servus" oder "Grüß Gott" könnte manimmer sagen. Aber, es hat sehr wohl die Herzlichkeit und die Ignoranz nach wie vor gegeben.Es gibt Leute, die sich in Waidhofen furchtbar beschweren, wie man so einen Blödsinn wählenkann: "Sind denn die Leute alle komplett deppert, dass sie so einen Kasperl wählen?" Also, dasgibt es genauso.
2009 habt ihr euch gegründet? Martin Dowalil (FUFU):
Die Entstehungsgeschichte ist auf der Website angegeben.
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neuwal
.com
 
Irgendwann ist das Projekt immer konkreter geworden. Im November 2011 sind wir drauf gekommen, dass wir noch immer keine Homepage haben. Alles, was man auf der Websitelesen kann, habe ich mit der Hand geschrieben. Das ist meine Schrift, das wollten wir undsollte einen gewissen Charakter haben. Von November bis jetzt hat es uns dann ziemlich zumSchleudern angefangen. Aber, es ist sich alles immer irgendwie doch noch ausgegangen -perfekt organisiert ist allerdings etwas anderes. Aber, da hat auf alle Fälle etwas einen Charme. 
Uniformen... sind euer Markenzeichen. Martin Dowalil (FUFU):
Das ist aus einem ganz einem blöden Blödsinn entstanden. Das war schon 2007. Jörg Haider hatte die glorreiche Idee, dass er Kärnten von Österreich abspaltenwill. Wir haben darauf gesagt, dass wir uns dann sofort alle Uniformen kaufen und Kärntenwieder annektieren müssen, weil so geht das nicht. Am nächsten Tag, Damenspitzel undRestalkohol habe ich auch noch gehabt, habe ich auf Ebay nachgeschaut, welche Uniformenes im Angebot gibt. Die DDR-Uniformen waren die günstigsten und da habe ich gleichzugeschlagen. Und seit dem immer wieder die Uniformen.Das Schöne bei uns ist, dass sich immer wieder etwas ergibt. Ein Zahnrad greift ins nächsteüber, obwohl es nie so geplant war. Und heute sagen wir: “He, das ist voll lässig!” Mit der Uniform fallt man auf. Sie verkörpert eigentlich Gehorsam und ‘ja nicht aufmucken’, klareRichtlinien und wir treten eigentlich genau fürs Gegenteil ein: Freies Denken, Mund aufmachen,nicht immer nur jammern, sondern auch handeln und agieren. Wie gesagt, mir ist es auchkomplett wurscht, ob es eine DDR-Uniform, eine deutsche oder englische Uniform ist: EineUniform ist nie OK und hat immer etwas anrüchiges. Sie verleiht allerdings Respekt und wiegesagt, ich hab das schon sehr oft erwähnt, dass wir uns nicht mit der Herkunft und denTrägern identifizieren. Also, das ist rein ein Marketing-Gag. 
Ihr wollt nicht sudern, ihr wollt handeln. Wofür setzt ihr euch ein und was wollt ihr verändern? Martin Dowalil (FUFU):
Wir haben eine große Facebook-Gruppe
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gegründet, die ist größer als alle anderen Parteien von ihren Mitgliedern zusammen: Wir haben 800 Mitglieder. Wir haben uns schon ein bisschen mit den anderen Parteien zusammen geredet - wir wolleneine überparteiliche Facebook-Gruppe gründen, mit der wir Transparenz und Bürgernähezelebrieren können. Weil, die anderen reden nur davon - wir stehen wirklich dahinter.Zuerst haben wir gesagt, dass es ein reiner Protest gegen das Machtgehabe ist, gegen dascharmlose Ausnützen der Macht. Das war das, was im Vordergrund steht. Danach habenwir gesagt, dass wir schon ein Rahmenprogramm machen müssen und wir uns mehr für denTierschutz einsetzen als eine ÖVP. Wir werden uns für ein unabhängiges Kulturzentrum für  jeden einsetzen. Bei uns gibt es nur einige wenige, die sich zum Veranstalten etwas Leistenkönnen.
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neuwal
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