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Die Berufsordnung und andere rechtlich bindende Vorschriften regeln die Dokumentation und die
Aufbewahrung von Patientenakten. Was im Einzelnen für die Ärztin oder den Arzt wichtig ist, finden
Sie zusammengefasst in diesem Aufsatz.
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A. Dokumentation
A1 Inhaltliche Anforderungen
DieB erufs ordnung (BO) - § 10 Abs. 1 - verpflichtet Ärztinnen und Ärzte dazu, über die in Ausübung
ihres Berufes gemachten Feststellungen und getroffenen Maßnahmen die erforderlichen
Aufzeichnungen zu machen.
Für die betriebsärztliche Tätigkeit ergeben sich besondere Aufzeichnungspflichten zusätzlich aus
anderen relevanten Regelungen. Z.B. hat der Arzt nach § 37 Abs. 2 Jugendarbeitsschutzgesetz
schriftlich festzuhalten:
Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes (BGH) muss der Arzt in seine Dokumentationen die objektiven Feststellungen über die körperliche Befindlichkeit des Patienten aufnehmen und auch Aufzeichnungen über die Umstände und den Verlauf der durchgeführten Behandlung machen1).
Im Zusammenhang mit verabreichten Medikamenten gehören dazu auch die Chargennummern von Blut und Blutprodukten unter Einbeziehung des Präparatnamens und des Herstellers, die Dosis und das Datum der Applikation.4)
Die Dokumentation muss derart verfasst sein, dass sie von einem anderen Arzt gelesen und
verstanden werden kann. Eine Erläuterung von Fachausdrücken ist ebenso wenig erforderlich wie
eine für den Laien verständliche Ausdrucksweise.
Die Dokumentation dient nach der Berufsordnung nicht nur der Gedächtnisstütze für die Klinik, sie dient auch dem Interesse des Patienten an einer ordnungsgemäßen Dokumentation. Er benötigt sie ggf. für einen weiterbehandelnden Arzt oder auch zum Nachweis eines Behandlungsfehlers.
Auch die Klinik selbst hat im Falle des Vorwurfs bezüglich eines Behandlungsfehlers ein gesteigertes
Interesse an der Vollständigkeit seiner Aufzeichnungen. Oft dienen diese als Nachweis dafür, dass
Behandlungsfehler nicht gemacht worden sind. Insbesondere dann, wenn die Behandlung Jahre
zurückliegt, ist die Klinik für den Beweis einer pflichtgemäßen Behandlung auf die Vollständigkeit ihrer
eigenen Aufzeichnungen angewiesen. Diese sollte daher schon aus einem ureigensten Interesse mit
Sorgfalt geführt werden.
In den letzten Jahrzehnten war nur eine Dokumentation auf schriftlichem Wege und die
entsprechende "Speicherung" in Papierform möglich. Heute und in Zukunft wird die Dokumentation mit
Hilfe elektronischer Medien immer mehr Platz greifen. Die Berufsordnung - § 10 Abs. 5 - erlaubt diese
Form der Dokumentation.
Selbstverständlich muss bei Dokumentation auf elektronischen Datenträgern die Sicherheit im Sinne
einer Zugriffskontrolle, Speicherkontrolle, Übermittlungskontrolle sowie Benutzerkontrolle
gewährleistet sein. Gem. § 10 Abs. 5 Berufsordnung bedürfen Aufzeichnungen auf elektronischen
Datenträgern besonderer Sicherungs- und Schutzmaßnahmen, um deren Veränderung, Vernichtung
oder unrechtmäßige Verwendung zu verhindern. Hierzu sollten unbedingt die folgenden Richtlinien
und Empfehlungen beachtet werden:
Beim Einsatz elektronischer Datenträger sind jedoch nicht nur die technischen Rahmenbedingungen
zu erfüllen, auch die gesamte Klinikorganisation muss den Besonderheiten des Einsatzes
elektronischer Medien angepasst werden.
Die Aufbewahrung und Verarbeitung personenbezogener Daten in der Klinik muss den Anforderungen
des Bundesdatenschutzgesetztes genügen. Bei Unklarheiten und Unsicherheiten kann der jeweilige
Datenschutzbeauftragte konsultiert werden.
Ausdrücklich ist die Möglichkeit der Dokumentation auf elektronischen Datenträgern bei
Röntgenbildern geregelt. Gem. § 28 Abs. 5 Röntgen-Verordnung (RöV) dürfen Aufzeichnungen über
die Anwendung von Röntgenstrahlen als Wiedergabe auf einem Bildträger oder auf anderen
Datenträgern aufbewahrt werden, wenn sichergestellt ist, dass die Wiedergabe oder die Daten
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