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Joke Bruns wurde 80 - und viele,viele kamen in die Pumpstationnach Emden, um zu gratulieren.Die SPD ehrte einen ihrer Gro-ßen. Über Jahre bestimmte ermaßgeblich die Politik in Nieder-sachsen und natürlich in seinerHeimat Emden und in Ostfries-land mit. Er stand an der Spitzeder SPD in Niedersachsen, führtezu Zeiten der Regierung Schröderdie SPD-Fraktion im Landtag,dem er lange Jahre angehörte.An seinem Ehrentag versammel-ten sich aktuelle und frühere SPD-Politiker, Freunde und Bekanntezum „Elf-Ührtje“. Parteichef Sig-mar Gabriel war eigens aus Berlinangereist und überbrachte dieGlückwünsche des Parteivor-stands. Er stellte heraus, dass„Jokeentscheidend zur Ge-schlossenheit der SPD in Nieder-sachsen beigetragen habe. Undpries ihn als Vorbild für die be-vorstehende Landtagswahl: „Duhast uns gezeigt, wie man be-herzt um die Gestaltungsmacht inNiedersachsen kämpft und ge-winnt.“Garrelt Duin schilderte den Jubi-lar als „ganz wichtigen Spieler auf der politischen Bühne, der vielesglich gemacht hat“. SPD-Bezirksvorsitzende Johanne Mod-der eröffnete den Reigen derFestredner, zu denen auch derlangjährige Emder Oberbürger-meister Alwin Brinkmann und diefrühere Pressesprecherin der SPD-Landtagsfraktion Herma Heykengerten. Ulfert Hoogstraat,einst Bürgermeister der Krumm-rn, überraschte mit einemgelungenen Gedicht.Deutlich wurde: Zu „Jokes“ Zei-ten saß Ostfriesland in Hannoverin der ersten Reihe. Einig warensich alle: Die quälende Diskussionund den Stillstand um den Aus-bau des Rysumer Nackens hättees damals nicht gegeben.
Berlin, 27. April 2012 Ausgabe 08 / 2012www.garreltduin.de
Garrelt Duin
Ostfriesisch. Klar.
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Die SPD ehrte einen ihrer Großen
Ein bisschen Wehmut kam schonauf, als wir vor einigen Tagen JokeBruns zum Achtzigsten gratulier-ten. Er verkörpert eine Zeit, alswir uns um unserer Mehrheitenin Ostfriesland keine Gedankenmachen mussten. Dafür gibt eseinige Gründe. Nicht alle hat dieSPD selbst zu verantworten. DieGesellschaft wandelt sich, spreiztsich in viele unterschiedlicheGruppen, Volksparteien haben eswie alle Grorganisationenschwer. Die SPD sucht darin ihreRolle, die sie in den letzten Jahrenauch gefunden hat. Sie gibt Ant-worten auf die Probleme der Zeit,ist auch wieder eine sichtbareAlternative zur Bundesregierung,die dabei ist, Europa kaputt zusparen. Ostfriesland spürt längst,was es an der SPD verloren hat.Die CDU-Spitze in Hannover je-denfalls hat mit Ostfriesland we-nig im Sinn. MinisterpräsidentMcAllister und CDU-Fraktionschef Thümler blicken einzig nach Cux-haven und Elsfleth, wenn es ummaritime Wirtschaft geht. Emdenkommt bei ihnen ganz hinten. Daskönnten die Wähler am 20. Janu-ar wieder ändern.
JohannBruns wurde80 / Mit ihm saß OstfrieslandinHannover inder erstenReihe
Um „Joke“ Bruns zum Achtzigsten persönlich die Hand zu schütteln, warGarrelt Duin mit dem Zug von Berlin nach Emden und gleich wieder zurückgereist. Vorne die langjährige Ehefrau des Jubilars, Gerda Bruns.
 
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Auch die Wirtschaft selbst sorgt für Bürokratie
Allzu stark kann Unternehmer derSchuh nicht drücken. Zumindestinteressierte sie bei einem Forumdes Bundesverbandes Druck undMedien in Berlin vorrangig dasThema Bürokratieabbau. Zweifel-los halten sehr viele Vorschriftenund Meldepflichten die Unter-nehmen von der Arbeit ab. DieSchuld suchen sie beim Staat.Aber sie selbst sind nicht schuld-los, wie Christian Aumüller selbst-kritisch einräumte. Der Chef desgleichnamigen Druckunterneh-mens aus Regensburg verriet,seine Firma habe den Auftrageines Spielwarenherstellers abge-lehnt, weil dieser überzogeneForderungen an Aufkleber fürSpielwaren gestellt hatte.
Mandat nicht ausweiten
SPD gegenZwei-Kilometer-EinsatzstreifeninSomalia
Seit Dezember 2008 beteiligt sichDeutschland mit der Bundeswehran der Antipiraterie-Mission„Atalanta“ vor der Küste Somali-as. Das bislang geltende Mandathaben wir in der Großen Koalitionmit erarbeitet. Garrelt Duin: „Wirhaben diesen Einsatz bisher auchin der Opposition unterstützt,denn wir halten ihn für politischsinnvoll und in der Wahl der mili-tärischen Mittel vernünftig.“Aber das gilt ausdrücklich nichtfür den Plan, den die Regierungsich jetzt ausgedacht hat: Sie willdas Einsatzgebiet auf einen zweiKilometer breiten KüstenstreifenSomalias ausweiten. Der militäri-sche Nutzen ist höchst zweifel-haft, denn die Piraten werdenleicht vor den Angriffen auswei-chen können. Aber die Gefahrsteigt, dass unbeteiligte Zivilistenins Visier geraten und der Konfliktsich weiter verschärft. Außerdem:Kugeln und Granaten kennenkeine Zwei-Kilometer-Grenzen.Aus guten Gründen hat die Natoihre Mission am Horn von Afrikaausdrücklich nicht ausgedehnt.Kommt es bei Luftangriffen zuzivilen Opfern, hat das unkalku-lierbare Folgen. Die Mission gerätin ein schlechtes Licht.
“Berlin, Brüssel - versteht die Politik noch den Mittelstand?“ Das war die Frage des Bundesverbandes Druck und Medien anlässlich seines Unternehmerforumsin Berlin. Garrelt Duin (2. von links) vertrat als wirtschaftspolitischer Sprecher die SPD-Bundestagsfraktion. Links außen Christian von Stetten, stellvertretenderVorsitzender des CDU-Parlamentskreises Mittelstand. Rechts von Duin Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des deutschen Handwerks,Christian Aumüller von Aumüller Druck in Regensburg und Moderator Daniel Goffart vom Focus.,
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www.spdfraktion.de
Unternehmerforum des Bundesverbandes Druck undMedien/ Nicht alleinder Staat ist der Schuldige
Weg mit Praxisgebühr
SPD will diehausärztlicheVersorgung stärken
Die Absicht einst war klar. DiePraxisgebühr sollte die Patienten-flut in Arztpraxen einschränkenund den Ärzten mehr Freiraumfür die Behandlung einräumen.Doch nicht alles läuft wie vorge-sehen: Nach zehn Jahren Praxis-gebühr gehen Versicherte genauso oft zum Arzt wie vorher - unddie hausärztliche Versorgung istauch nicht gestärkt worden.Die Einnahmen der Praxisgebührvon zehn Euro im Quartal decktnur ein Prozent der Ausgaben dergesetzlichen Krankenversicherun-gen, bringt also nur einen kleinenfinanziellen Erfolg. Das alles er-gibt schon gute Gründe, die Pra-xisgebühr abzuschaffen. Hinzukommt die sehr gute Finanzlageder Krankenkassen, die in jünge-rer Zeit einen Milliardenüber-schuss erwirtschaftet haben.Die SPD-Bundestagsfraktion hat jetzt einen Antrag an die Regie-rung gestellt, die Praxisgebührabzuschaffen. Stattdessen ist diehausärztliche Versorgung zu stär-ken. Garrelt Duin: „Außerdemwollen wir, dass die Beiträgewieder paritätisch finanziert wer-den, also Arbeitgeber und Arbeit-nehmer je zur Hälfte.“ Mit derBürgerversicherung will die SPDZusatzbeiträge abschaffen unddie Kassen wieder selbst über dieHöhe der Beitrage bestimmenlassen.
 
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SPD-Bundestagsabgeordneteinformiertensichüber staatsrechtlicheFragendes Fiskalpakts und des ESM
Staatsrechtler: Fiskalpakt ist verfassungsgemäß
Die Lösung der Staatsschuldenkri-se ist nicht nur politisch und öko-nomisch höchst schwierig, son-dern auch staatsrechtlich mindes-tens so kompliziert. SPD-Bundestagsabgeordnete ludendeshalb den Professor für öffent-liches Recht und Europarecht ander Freien Universität Berlin,Christian Calliess, zu Vortrag undMeinungsaustausch ein. Auf ei-nen Nenner gebracht: Calliesssieht im Fiskalpakt und im Stabili-tätspakt ESM keine Verstößegegen das Grundgesetz. Er hält -im Gegensatz zur Regierung -nicht einmal eine grundgesetzän-dernde Zwei-Drittel-Mehrheit fürerforderlich. Er plädiert für einestrikte Trennung zwischen rechtli-cher und politischer Debatte. DieAbgeordneten stehen vor schwie-rigen Entscheidungen. Es geht umden Fiskalpakt und den ESM.Fiskalpakt ist der Vertrag überStabilität, Koordinierung undSteuerung in der Wirtschafts- undWährungsunion (SKS-Vertrag).ESM ist der Europäische Stabili-tätsmechanismus, auch Euro-Rettungsschirm genannt, derStaatspleiten verhindern soll. Beialledem muss darauf geachtetwerden, ob Hoheitsrechte desBundestags berührt sind. Auchdie „Ewigkeitsklausel“ im Grund-gesetz muss bedacht werden.Dahinter verbergen sich sindunveränderbare Werte wie Men-schenwürde, Sozialstaatsprinzipoder Bundesstaatsprinzip.
Ursachefür roteZahlen:KrankenkassengleichenTariferhöhungenfür Klinikpersonal nicht aus
Krankenhäuser gehen finanziell am Krückstock
Gemeinsam mit dem Gesund-heitsexperten Karl Lauterbach willsich Garrelt Duin dafür stark ma-chen, dass Krankenhäusern diedurch höhere Gehaltstarife ge-stiegenen Kosten ersetzt werden.Der parlamentarische Vorstoß istErgebnis eines Besuchs im Klini-kum Emden, das ohne eigeneSchuld rote Zahlen schreibt.
Firmenbesuche in ganz Deutschland gehören dazu
Kleiner Einblick indenAlltag eines wirtschaftspolitischenSprechers der SPD-Bundestagsfraktion
Betriebsbesuche in Deutschlandgehören zur Arbeit eines wirt-schaftspolitischen Sprechers derSPD-Bundestagsfraktion. GarreltDuin verbindet dies stets mitKontakten zur örtlichen SPD-Basis, wie jetzt im Sauerland mitdem Ortsverein Röhrtal. Er plä-dierte dafür, Frauen und Älterenmehr Arbeitsmöglichkeiten zubieten und Leiharbeit auf einMindestmaß zu beschränken.
Garrelt Duin leitete die Sitzung mit Professor Christian Calliess (links) über diestaatsrechtliche Einordnung des Fiskalpakts und des ESM.Ein Besuch des mittelständischen Unternehmens Lübke & Vogt, das Gummiformteile herstellt, und Informationeneines örtlichen Wirtschaftsförderers über Chancen und Probleme der Industrie in Sauerland standen auf der Tagesord-nung eines Besuchs von Garrelt Duin in Sundern. Von links Geschäftsführer Dominik Vielhaber, Mitarbeiter und SPD-Ratsherr Karl Schulte, Garrelt Duin und SPD-Ortsvereinsvorsitzender Magnus Bende.Die Einsparmöglichkeiten sind ausgereizt, die Krankenkassen bezahlen den Krankenhäusern die jüngsten Tarifsteige-rungen nicht. Kliniken schlagen deshalb Alarm. Im Klinikum Emden sprachen darüber Betriebsratsvorsitzender Gott-fried Glyschewski, Pflegedirektor Oliver Bungenstock, Landtagsabgeordneter Hans-Dieter Haase, Ärztlicher Direktor Dr.Christoph Schöttes, Garrelt Duin und Geschäftsführer Ulrich Pomberg (von links).
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