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Antworten von NADA BMI Und DOSB

Antworten von NADA BMI Und DOSB

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Published by Daniel Drepper
Antworten von NADA, BMI und DOSB auf meine Fragen zur Dopingprävention und zum Nationalen Dopingpräventionsplan
Antworten von NADA, BMI und DOSB auf meine Fragen zur Dopingprävention und zum Nationalen Dopingpräventionsplan

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Categories:Types, Research, Science
Published by: Daniel Drepper on May 03, 2012
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05/03/2012

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Die Antwort des BMI
Ihre Fragen beziehen sich auf den Nationalen Dopingpräventionsplan. Wie Sie wissen ist dasBundesministerium des Innern nur ein Partner des NDPP, dem sich auch die Länder, derSport und die NADA verpflichtet haben. Fragen zum NDPP allgemein können daher auch nurvon allen Partnern gemeinsam beantwortet werden. Ich bitte Sie daher, sich auch mit diesenFragen an die Geschäftsstelle der Steuerungsgruppe bei der NADA zu wenden.
Die Antworten der NADA
- Viele Dopingpräventions-Aktionen der NADA zielen auf die Information und Aufklärungder Sportler und auf die Bekämpfung der Dopingmentalität. Warum werden so seltenProjekte gefördert, die sich mit den dopingbegünstigenden Faktoren des Systems Sport beschäftigen? Zum Beispiel mit dem Leistungsdruck durch Verbände (u.a. durch mit Medaillen verknüpfter Förderung) oder mit dem Problem der Vereinbarung von Ausbildungund Sport? 
Die 16 Zielgruppen des Nationalen Dopingpräventionsplans (NDPP) decken die gesamteDopingprävention ab. Allerdings können über den NDPP nur diejenigen Projekteumgesetzt werden, die auch eingereicht werden. Beispielsweise bezieht die NADA in ihrenPräventionsmaßnahmen die Athleten und ihr Umfeld, dies sind Trainer, Eltern, Lehrer aberauch Betreuer, Verbände und insbesondere die Anti-Doping-Beauftragten mit ein. Zudem
wurde im Jahr 2011 die Veranstaltung „Saubere Leistung? Doping in Sport und Gesellschaft“
 über den NDPP umgesetzt, die als Beitrag zur Verhältnisprävention zu werten ist.Für die Vereinbarung von Ausbildung und Sport hat der DOSB ein Programm erarbeitet, umbeides zu ermöglichen. Dafür wurden u.a. die Eliteschulen des Sports ins Leben gerufen.
- Warum entscheidet über die Vergabe der Präventionsgelder des NationalenDopingpräventionsplanes die Steuerungsgruppe bestehend aus NADA, DOSB, BMI und SMK? Verhindert das nicht eine offene Betrachtung der Doping fördernden Umstände desSystems Sport, wenn die Akteure selbst über die Mittelvergabe entscheiden? 
 
Die Steuerungsgruppe besteht aus den Akteuren, die den Nationalen Dopingpräventionsplanunterzeichnet haben und sich zugleich als Geldgeber für Dopingpräventionsprojekteeinbringen. Die Entscheidung über die Vergabe der Präventionsgelder liegt nicht bei derSteuerungsgruppe, diese hat primär eine beratende Tätigkeit. Durch die langjährigeErfahrung und den Einblick in Themen der Dopingprävention treffen die Akteure eineVorauswahl über die eingereichten Projekte. Dies kommt einem externen Expertengremiummit ähnlichen Erfahrungen gleich. Über die Vergabe der Mittel entscheidet im letztenEntschluss der jeweilige Zuwendungsgeber.
- In den vergangenen beiden Jahren sind gut 75 Prozent der geförderten Projekte von NADAund DOSB durchgeführt worden. Warum werden so wenig externe Projekte gefördert? 
Ziel des NDPP ist es, Ressourcen zu bündeln und Kooperationen herzustellen. Bei denmeisten eingereichten Projekten wurden Kooperationen und Synergien geschaffen, umDopplungen zu vermeiden.
- Warum veröffentlichen Sie keine Kriterien zur Vergabe der Gelder für Präventionsprojekte? 
Die Kriterien, nach denen die Steuerungsgruppe eine Vorauswahl der eingereichten Projektetrifft, sind auf der Homepage der NADA www.nada-bonn.de einsehbar. Die Kriterien zurVergabe der Mittel sind beim jeweiligen Zuwendungsgeber zu erfragen.
- Warum lassen Sie die Gelder für Präventionsprojekte nicht von einer unabhängigenExpertenkommission vergeben? 
siehe oben
- Warum veröffentlichen Sie nicht die vergebenen Summen pro Projekt, die Projektnehmer und die Projektskizzen? 
Die Projektnehmer und Projektbeschreibung finden Sie auf der Homepage der NADA. Ob
 
weitere Informationen zu den Projekten veröffentlich werden können, wird am 03. Mai mitder Steuerungsgruppe des NDPP abgestimmt. Zum aktuellen Zeitpunkt spricht sich dieSteuerungsgruppe gegen eine Veröffentlichung der Zahlen aus.Bis Mitte 2013 ist eine Evaluation des Nationalen Dopingpräventionsplans vorgesehen, umdiesen auf die Umsetzung seiner Ziele und die Aufgabenerfüllung der Partner hin zuuntersuchen.
Die Antworten des DOSB
Sehr geehrte Damen und Herren,sehr geehrter Herr Klaue,ich arbeite für den Deutschlandfunk an einem Beitrag zur Dopingprävention in Deutschland.Dazu habe ich auch einige Fragen an Sie. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir meine Fragenbis zum kommenden Dienstagmittag beantworten könnten.
Grundsätzliche Anmerkung: Wir unterscheiden in der Begrifflichkeit zwischen Doping imLeistungssport und dem Medikamentenmissbrauch (im Breitensport und im Alltag). DieGrundsatzhaltung des DOSB zum Thema Doping lässt sich am besten am Zehn-Punkte-Plandes DOSB ablesen, den die Mitgliederversammlung 2006 in Weimar beschlossen hat. ImBereich Medikamentenmissbrauch hat der DOSB zusammen mit ABDA und ADAC jüngst eineInitiative gestartet, um auf das Problem aufmerksam zu machen, da es weit über den Sporthinausgeht. Zum Doping: Dies begründet sich nicht aus dem Eigensinn des Sports. ImGegenteil: Doping macht letztlich den Sport kaputt. Was dem Sport aber immanent ist, istder Leistungsgedanke, der Wunsch noch Hoch- und Höchstleistungen. Dabei greifen einigeAthletinnen und Athleten, bisweilen unterstützt durch ihr Umfeld, zu unerlaubten Mitteln;deshalb zielt die Prävention von dsj und DOSB zuallererst auf die Förderung einer Dopingablehnenden Mentalität (Verhaltensprävention).
- Viele Dopingpräventions-Aktionen in Deutschland (vor allem von NADA und DOSB/dsj)zielen auf die Information und Aufklärung der Sportler und auf die Bekämpfung der Dopingmentalität. Warum beschäftigen sich die Projekte des DOSB/der dsj so selten mit den

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