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Roh St Off Report

Roh St Off Report

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Published by Ralf Peter

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8. Jahrgang | Ausgabe 11 | 01.07.2011
Ein Service der BörseGo AG
Rohstoff Report
Inhaltsverzeichnis
EditorialSeite 02Mais: China ist zurückSeite 03Baumwoll-Boom in BrasilienSeite 05Interview mit Gerald Grohmann,CEO von Schoeller Bleckmann Oilfield EquipmentSeite 07 Agflation: Ein Blick ins GeschichtsbuchSeite 09Erdgas –Großer Ausbruch in VorbereitungSeite 10
Investieren in Rohstoffe:
Seite 11Die Lösung Ihres Timing-Problems?Einfacher Basiswert schützt vor Rollverlusten
Commodities im Chartcheck 
Seite 15
Charts der LME
Seite 17
Basismetalle
Seite 18
Soft-Commodities
Seite 19
Energie & Indizes
Seite 20
Impressum
Seite 21
 
Editorial
8. Jahrgang | Ausgabe 11 | 01.07.2011
2
        E        d        i       t      o      r        i      a        l
Sehr geehrte Leserinnen und Leser,Die internationale Energieagentur sorgte voreiner Woche für Wirbel, als sie bekannt gab,60 Millionen Barrel Erdöl aus den strategi-schen Reserven ihrer Mitgliedsländer freige-ben zu wollen. Das Vorhaben wurde vor sei-ner Bekanntgabe mit Saudi Arabien bespro-chen – in weiser Voraussicht! Denn es hättesehr unangenehm werden können, wenndas Ölkartell OPEC zu Vergeltungsmaßnahmen ausgeholt hätte und sei-nerseits eine Förderdrosselung durchgeführt hätte, um das höhere Ölan-gebot der Industrieländer auszugleichen. Ginge es etwa nach dem Iran,so wäre dies durchaus möglich gewesen. Es ist interessant in diesemZusammenhang zu erfahren, dass der saudische Ölminister schon vorzwei Wochen öffentlich sagte, dass seine Ölindustrie genügend Ölzusätzlich fördern könnte, um einen Förderausfall Irans auszugleichen.Während die Freigabe von Ölreserven durch die IEA über die verbrauchs-starke Sommerzeit eine Brücke bilden könnte, bleibt eine Tatsacheunverändert: Das Zeitalter des billigen Öls ist vorüber, das gibt selbst dieIEA zu. Die „schwimmenden Lagerbestände“, die entstanden durchBefüllung von Tankschiffen mit Öl, das während der Großen Rezessionnicht benötigt wurde, sind nun aufgebraucht. Die Förderleistung derÖlländer außerhalb der OPEC stagniert und lässt sich nicht ausweiten.Das Jahr 2010 erzeugte den höchsten Nachfragezuwachs nach Erdöl seitzwanzig Jahren. Auch im Jahr 2011 wächst die Weltwirtschaft einigerma-ßen robust. Wenn sie weiter wächst, so wird der zusätzliche Verbrauch,insbesondere jener Chinas, zunehmend aus den Lagerbeständen derIndustrieländer gedeckt werden müssen. Einerseits aus den kommerziel-len Vorräten, die von Ölkonzernen und Ölverbrauchern gebildet werden. Aber auch durch strategische Reserven, wie der Schritt der IEA zeigt.Denn am 8. Juni, als die OPEC sich in Wien traf, konnte sich Saudi Arabien nicht gegen Iran durchsetzen mit dem Wunsch, dieFördermengen anzuheben. Saudi Arabien wollte eine Anhebung derOPEC-Förderquoten um 1,5 Millionen Barrels täglich. Iran kocht aber seineigenes Süppchen und braucht hohe Ölpreise, besonders nachdem die Vereinten Nationen wegen dem Atomprogramm des Landes Sanktionengegen Teheran verschärften. Iran hatte Venezuela auf seiner Seite undsetzte sich durch mit der Meinung, die Förderung nicht anzuheben. Esist also nicht abwegig anzunehmen dass die IEA für Saudi Arabien in dieBresche sprang und das Öl dem Markt zur Verfügung stellte, das eigent-lich von der OPEC kommen sollte, wogegen der Iran aber gestimmthatte.HerzlichstIhr Jochen StanzlChefredakteur
 
Doch nicht nur an deutschen Tankstellen sorgt Äthanol für Wirbel. Auchdie Börsenpreise für Mais steigen kräftig an, seitdem Äthanol im gro-ßen Stil produziert wird. Die USA verwenden ein Sechstel der weltwei-ten Maisernte, um den Benzinzusatz herzustellen, das würde reichen,um 300 Millionen Menschen ein ganzes Jahr lang zu ernähren. DieFolgen dieser subventionierten Wirtschaftspolitik der USA lassen sichan den Börsenpreisen ablesen.Mais erreichte in diesem Monat bei 7,99 Dollar pro Scheffel (das sind25,4 kg) den höchsten Preis jemals. Obwohl die USA in diesem Jahrwahrscheinlich die sechste Rekord-Jahresernte in Folge einfahren wer-den, reicht das Angebot nicht. Die Lagerbestände fallen auf bedrohlichniedrige Niveaus.Bis Ende August rechnet das US-Landwirtschaftsministerium USDA damit, dass die Vorräte auf 18,5 Millionen Tonnen zusammenge-schmolzen sein werden. Das wäre der niedrigste Stand seit 15 Jahren.Dabei spielt auch die chinesische Nachfrage eine Rolle. Die Volksrepublik ist seit dem Jahr 2010 wieder Nettoimporteur desSüßgrases, und die Käufe scheinen sich in den vergangenen Wochenzu beschleunigen. Die Nachrichtenagentur Dow Jones berichtet unterBerufung auf Händlerkreise, dass China in den vergangen vier Monatenbereits 1,7 Millionen Tonnen Mais importierte – davon allein 700,000 Tonnen in den vergangenen Wochen. Außerdem sollen chinesischeHändler weitere Lieferverträge über 800,000 Tonnen abgeschlossenhaben. Sollten die Importe in dieser Geschwindigkeit anhalten, sokönnte China bis zum Jahresende 4 Millionen Tonnen Mais importierthaben, was einem deutlichen Anstieg gegenüber 1,6 Millionen impor-tierten Tonnen Mais aus dem Jahr 2010 entsprechen würde. DieMaisernte in China wird erst im Oktober erwartet. Bis dahin muss die Volksrepublik sich mit Importen eindecken. Außerdem hat China seineGetreidelager gerade erst ausgebaut. Laut Berichten des „People’sDaily“ erreichten die chinesischen strategischen Getreidereserven Endedes Jahres 2010 390 Millionen Tonnen, was rund 70% desJahresverbrauchs Chinas entspricht. Auch für Speiseöle wurden strategische Lager von 14,08 Millionen Tonnen gebildet. Das entspricht der Hälfte des Jahresverbrauchs. DieLager sollen verwendet werden um mögliche Lieferengpässe aus dem Ausland und damit einhergehende Preisschübe auf dem Binnenmarktfür Getreide und Speiseöle einzudämmen. Auf was bereitet sich China hier vor? Nun ist interessant, dass Chinasstrategische Getreidereserven inoffiziellen Schätzungen zufolge vor
Mais: China ist zurück 
von Jochen Stanzl 
Schon 5000 vor Christus wurde Mais angebaut – allerdings ausschließlich als Futtermittel. Erst seit dem 19. Jahrhundert wird auch Zuckermaisangebaut. Frischer Zuckermais gilt als eines der gehaltvollsten Gemüse, auch für die Treibstoffindustrie. Sie hat es auf die Stärke abgesehen, dieaus dem Zucker entsteht, wenn frischer Mais länger gelagert wird. Daraus stellt sie ein Alkohol her – das Äthanol, das Benzin beigemischt wird.Spätestens seit dem Streit um E10 haben auch wir Deutsche mitbekommen, dass dieses Bioäthanol auch schon lange an Deutschlands Tankstellen Verwendung findet.
Mais
8. Jahrgang | Ausgabe 11 | 01.07.2011
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