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REDIGTENTWURF
 
zu2. Thessalonicher 3,1-55. Sonntag nach Trinitatis
Angefertigt im Rahmendes Zweiten theologischen Examensder Ev.-luth. Landeskirche Hannovers
Vorsitzender der Prüfungskommission: Dr. D. Klahr Prüfer: Dr. F. Seven, R. TyraStudienleiterin: Dr. N. WendebourgVorgelegt am: 17.03.2008Von: Sandra Bils
 
2
0. Inhaltsverzeichnis1. EINLEITUNG_______________________________________________________________3
 
2. ÜBERSETZUNG 2THESS 3,1-5_________________________________________________3
 
3. EXEGESE IN HOMILETISCHER ABSICHT_______________________________________3
 
3.1 Perikope im Kontext und ihre Abgrenzung_________________________________________3
 
3.2 Traditions- und redaktionsgeschichtliche Einordnung_______________________________4
 
3.3. Zentrale Aspekte und Motive des Bibeltextes______________________________________5
 
3.3.1 Ausbreitung des Wortes (V.1)__________________________________________________5
 
3.3.2 Treu im Glauben an Gott und Glauben an die Treue Gottes (V.2-3)______________5
 
3.3.3 Ausrichtung der Herzen (V.5)__________________________________________________6
 
3.4. Theologisches Grundanliegen des Textes________________________________________7
 
4. SYSTEMATISCH-THEOLOGISCHE ÜBERLEGUNGEN_____________________________7
 
4.1 Glaubensbegriff__________________________________________________________________7
 
4.2 Mission durch Herzenswandel_____________________________________________________8
 
4.3 Hermeneutischer Vorgriff__________________________________________________________8
 
5. HOMILETISCHE REFLEXION__________________________________________________9
 
5.1 Die Gottesdienstgemeinde________________________________________________________9
 
5.2 Proprium des Sonntags und Einbettung in den Gottesdienst________________________10
 
5.3 Aufbau, Sprache und Intention der Predigt________________________________________11
 
6. PREDIGT_________________________________________________________________13
 
Einstieg__________________________________________________________________________13
 
Mittelteil a_______________________________________________________________________15
 
Mitteilteil b______________________________________________________________________15
 
Schluss___________________________________________________________________________15
ANHANG___________________________________________________________________16
 
A. Verzeichnis der verwendeten Literatur_____________________________________________17
 
A.1 Quellen und Hilfsmittel________________________________________________________17
 
A.2 Sekundärliteratur_____________________________________________________________17
 
B. Erklärung________________________________________________________________________18
 
 Hinweise für den Leser 
Die in dieser Arbeit verwendeten Abkürzungen richten sich nach dem Verzeichnis von S.M. S
CHWERTNER 
, Theologische Realenzyklopädie. Abkürzungsverzeichnis, Berlin/NewYork 1976.Wo auf Bibelstellen nur mit Versangaben zitiert werden, handelt es sich um Vers(e) ausdem dritten Kapitel des Zweiten Briefes an die Thessalonicher. Werden zusätzlich auchKapitel angegeben, bezieht sich die Angabe auf das entsprechende Kapitel des ZweitenThessalonicher Briefes. Bei anderen biblischen Büchern werden die ausdrücklich genannt.In allen Formen ist die inklusive Form mitgedacht.
 
3
1. Einleitung
Karl Gerhard Steck moniert wie viele Kommentatoren sowie Verfasser von Predigthilfendie mangelnde Griffigkeit, die fehlende Prägnanz in der Gedankenführung und denholprigen Stil der Perikope um zur abschließenden Frage zu kommen, „ob sich der Auf-wand um einen so konventionellen Text lohnt.“
1
 Dass sich der Aufwand lohnt, wird sich in der vorliegenden Arbeit zeigen. Ich halte diePerikope für einen herausfordernden Text, dessen Brisanz zu behandeln sicherlich nichteinfach sein wird. Dennoch freue mich an der provozierenden Aussage ‘Glaube ist nicht jedermanns Ding,’ die ungemein reizvoll ist und zur aktuellen Auseinandersetzung ein-lädt.
2. Übersetzung 2Thess 3,1-5
1.
 
Im übrigen, [Schwestern und]
2
Brüder, betet für uns, damit das Wort des Herrn solaufe und verherrlicht wird, wie auch bei euch,2.
 
und damit wir gerettet werden vor den falschen und bösen Menschen;denn der Glaube ist nicht jedermanns Ding
3
.3.
 
Aber treu ist der Herr 
4
; er wird euch stärken und euch beschützen vor dem Bösen.4.
 
Wir vertrauen aber im Herrn auf euch, dass ihr, was wir anordnen,sowohl [jetzt] tut als auch [in Zukunft]
5
tun werdet.
6
 5. Der Herr aber lenke eure Herzen auf die Liebe Gottes und auf die GeduldChristi.
7
 
3. Exegese in homiletischer Absicht
3.1 Perikope im Kontext und ihre Abgrenzung
Die Perikope findet sich am Ende des Briefkorpus des 2. Briefes an die Thessalonicher.
 Der Duktus
des 2Thess als Mahn- und Lehrschreiben, ergibt sich u.a. durch den inhaltli-chen Aufbau, wechseln sich doch im Hauptteil des Briefes paränetische und belehrendeAnteile ab. In der zweiten Hälfte des Hauptteils des 2Thess führt der Perikopentext eine
1
S
TECK 
, 14.
2
Mit Blick auf die Existenz von Frauen in der Gemeinde (Vgl. Apg. 17,4).
3
Das elliptische
 e,stin
wird ergänzt und ist dann in Verbindung mit den
pa,ntwn
im Genitiv als „nicht alle
haben
den Glauben“ zu übersetzen. (Grammatikalisch im Sinne einer Bezeichnung des Besitzes, der Eigen-schaft oder Befugnis. Vgl. B
AUER 
, 448). Dennoch möchte ich an der freieren und einprägsamen Über-tragung L
UTHERS
festhalten. „Nicht jedermanns Ding“ reflektiert nämlich sowohl den ‘Besitz’ als auch dieStellung und Wertschätzung ihm gegenüber.
4
Hier folge ich textkritisch N
ESTLE
/A
LAND
, die
ku,rioj
der schlechter bezeugten Lesart
qeoj
vorziehen.
5
Durch „jetzt“ und „in Zukunft“ werden
poiei/te
und
poih,sete
in ihrer präsentischen bzw. futurischen Formnoch verstärkt.
6
Textkritisch tragen die vorgeschlagenen Lesarten in V.4 wenig Informationen aus.
7
Die Genitive können als genitivus subjectivus oder objectivus gelesen werden.
Subjektivisch
: Durch dieLiebe, die Gott uns erweist, sowie durch die Geduld Christi in seinem Leiden (Vgl. L
AUB
, 54).Bzw.
objektivisch
: Durch die Liebe
 zu
Gott, zu der wir hingelenkt werden sollen in der Ausdauer auf Christus (so D
OBSCHÜTZ
, 309; F
RIEDRICH
, 272), z.B. in der geduldige Orientierung an seinem vorbildlichenVerhalten, im Sinne einer Nachfolge Christi. (so T
RILLING
, 139).Mir erscheint, eine subjektivische Lesart sinnvoller, die somit ferner als genitvus auctoris zu werten ist.

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