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Dass ich das einmal sage, be-ziehungsweise schreibe, hätteich nie gedacht. Aber es istso: So etwas hätten wir früher nicht gemacht!
W
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auten als Kinder Wagen aus Seifenkistenund entdeckten wäh-rend der ersten Fahrt den Hang hinunter, dass wir die Bremsenvergessen hatten. Nach einigenUnfällen wurden die Konstruktio-nen besser. Wir verließen in denFerien morgens das Haus zumSpielen. Wir blieben den ganzenTag weg und mussten erst zuHause sein, wenn die Straßenla-ternen angingen. Niemand wuss-te, wo wir waren und wir hattennicht mal ein Handy dabei!Wir haben uns geschnitten, bra-chen Knochen und Zähne und niemand wurde deswegen ver-klagt. Wir hatten weder Playstati-on noch Nintendo oder Wii, auchkeine X-Box und nur drei Fern- sehprogramme. Wir hatten auchkeine Smartphones, Computer und Internet-Chat-Rooms oder Soziale Netzwerke. Wir hattenFreunde! Wir gingen einfach rausund trafen sie auf der Straße.Oder wir marschierten einfach zudenen nach Hause und klingel-ten. Ohne Termin. Es brachte unskeiner hin und keiner holte unsab. Beim Straßenfußball durftenur mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut war, musste lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen.Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasseltendurch Prüfungen und wiederhol-ten Klassen. Das führte damalsnicht zu emotionalen Eltern-abenden oder zur Änderung der Leistungsbewertung. UnsereTaten hatten (manchmal) Kon- sequenzen. Das war klar und keiner konnte sich verstecken.Wir hatten Freiheit, Misserfolg,Erfolg und Verantwortung. Mit alldem wussten wir umzugehen.
So oder ähnlich geistert dieserText unter Überschriften wie„Wir waren Helden“ oder „Wirhaben trotzdem überlebt“ seitlangem durch das Internet. Mirfiel er wieder ein, als ich die-se Woche von den Plänen desBad Emser StadtbürgermeistersBerny Abt gehört habe, der nundes Nachts selbst - in Begleitungeines eifrigen Ratsmitglieds -durch Bad Ems streifen will, umden Vandalismus in den Griff zubekommen.Immer wieder sieht man in derKurstadt die Spuren von offen-sichtlich total zugedröhntenZeitgenossen, die öffentlicheToiletten verwüstet, Bänkeund ganze Parkanlagen oderSchaufensterscheiben undBlumendekorationen zerstörthaben. Wenn mal jemand er-wischt wird, dann ist es meisteine Gruppe von Jugendlichenoder Heranwachsenden. Des-halb kommt nun der Satz, vondem ich früher dachte, dassich ihn nie aussprechen werde.
Sowas haben wir frü-her nicht gemacht.
Wir haben auch gefeiert, wirhaben auch (viel) getrunken.Aber bis auf eine geklaute Ge-ranie, die die damalige Auser-wählte erfreuen sollte (hat sieaber nicht), kann ich mich nichtan solch destruktive Aktionenerinnern. Ich frage mich dieserTage, ob das Vandalismus-Pro-blem ein städtisches ist, undwenn ja, ob dann eine „Bürger-wehr für Arme (Gemeinden)“der richtige Weg ist. Oder istVandalismus ein Zeitgeist-Phä-nomen? Haben wir früher mehrAchtung vor dem Eigentum an-derer gehabt, weil wir, wie ein-gangs zitiert, Freiheit, Misser-folg, Erfolg und Verantwortungerfahren haben und damit um-zugehen wussten?Gibt es das Phänomen auch inden Dörfern im Kreis? Teilen Siemir doch ihre Erlebnisse undBeobachtungen per E-Mail unter
w.willig@medienereleben-verlag.de
mit. Und vor allem: seienSie in Bad Ems bitte künftignachts doppelt, beziehungswei-se dreifach wachsam: Rufen Siebei Vandalismus die Polizei undgrüßen Sie mir den Stadtchef und seinen Hilfssheriff rechtfreundlich.
Willi Willig
Sowas gab es früher nicht !
Willi‘s Woche
NASTÄTTEN.Das Regionalmuseum Leben und Arbeiten ist um ein kulturhistorisch bedeutsamesExponat reicher: ein hervorragend erhaltenes Steinbeil mit Schaftloch aus der späten Jungsteinzeit.Es wurde um 1935 in Nastätten gefunden und erst kürzlich neu entdeckt. Stadtbürgermeister Emil Werner übergab das wertvolle Stück dem Heimatpflegeverein Blaues Ländchen. Erhalten hatte er esper Post von Frieder Pfeifer aus Badenhard/Hunsrück, einem Sohn des kurz vor Ende des 2. Welt-kriegs bei einem Fliegerangriff auf die damals als Hilfslazarett dienende Volksschule ums Leben ge-kommenen Rektors Wilhelm Pfeifer, der die Schule seit 1929 geleitet hatte. Frieder Pfeifer erinnertsich, dass sein Vater dieses Steinbeil auf dem Schreibtisch seines Dienstzimmers liegen hatte undgern als Zeitdokument im Unterricht einsetzte. Gefunden hatte es um 1935 der Malermeister WilliHehner in der Nähe eines Wasserhäuschens unweit der Schule.
Mehr dazu können Sie online unter www.rheinlahnerleben.de nachlesen.
-pc-
Neues Exponat im Regionalmuseum: Beil aus der Steinzeit
GEISIG. An diesem Samstag,23. Juni, ist es wieder so-weit! Endlich wird Geisig wie-der zum regionalen Zentrumdes Rallye-Sports!
A
uf altbekannten undneuen Strecken rund umGeisig wird nun die 2.Hombachtal-Rallye der Rallye-Gemeinschaft Ga(a)s im NAVCstattfinden. Die Fahrzeugebieten dem Zuschauer einenvielfältigen Augenschmaus:von Klassikern wie Opel Asco-na B oder Opel Kadett C Coupé,BMW 635 CSI und Ford EscortRS 2000 über den beliebtenRallye-Quertreiber BMW E30 inverschiedenen Motorisierungenbis hin zu den modernen Renn-autos wie Subaru Imprezza undHonda CRX werden über As-phalt und Schotter getrieben,selbst die Kleinen wie der be-rühmte Fiat Panda 4x4 der Fa-milie Thiel und den wilden FiatCinquecentos kämpfen um dieEhre mit!Die Veranstaltung ist erneutvom Dachverband NAVC zum4. Lauf der Deutschen AmateurRallye Meisterschaft benanntworden und dementsprechendist das Starterfeld wieder ausüberregionalen Teilnehmernwie z.B. Hessen, Bayern undBaden-Württembergern zusam-mengesetzt. Auch die bekann-ten Lokalmatadoren fehlennicht: Markus Rosam aus Tau-nusstein (BMW), Jens Lembke(Subaru) und Heiko Hahn (BMWM3) aus Dachsenhausen sowieChristoph Schleimer (Vauxhall Astra) aus Ober-Tiefenbachwerden mit ihren starken Ral-lyeautos auf den „Ga(a)sjer“Strecken kämpfen.Die für den technisch be-geisterten Zuschauer sicher-lich interessante Fahrzeug-abnahme findet Freitag, 22.Juni, ab 18.30 Uhr sowie amSamstagmorgen von 6.30 bis9 Uhr statt. Ab 10.01 Uhr ge-hen die Teams zunächst auf die neue Sprintstrecke mitStart zwischen Schweighau-sen und Dessighofen, ab ca.16 Uhr geht`s es auf den be-reits bekannten Rundkurs. Abca. 18.30 Uhr erreichen dieersten Fahrzeuge das Ziel derVeranstaltung und werden miteiner Rallyeparty und einergebührenden Siegerehrunggegen 22 Uhr gefeiert.Weitere Infos auf der Home-page www.hombachtal-rallye.de, Flyer mit Zuschauerin-formationen über Streckenund Zuschauerpunkte liegenab Freitagnachmittag bei denumliegenden Tankstellen so-wie im Rallyezentrum und auf der Homepage zum Downloadbereit.
-me-
Hombachtal-Rallye lockt nach Geisig
Nationale Teams und Lokalmatadoren
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